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Archiv der Kategorie: Liebesroman

[Rezension] T. Cooper & Allison Glock-Cooper „Changers 1 – Drew“

changersdrewÜberzeugender Serienauftakt einer Tetralogie

Klappentext:

Am ersten Highschooltag erwacht der 14-jährige Ethan plötzlich als junges blondes Mädchen. Seine Eltern erklären ihm, dass er ein „Changer“ ist. Wie sein Vater gehört er einer Gruppe von Menschen an, die sich während ihrer Schulzeit viermal in eine andere Person – Junge oder Mädchen – verwandeln, bevor sie eine feste Identität wählen.

Seine erste Identität als „Drew“ ist für Ethan nicht leicht: Sie muss sich mit den Regeln der Changers vertraut machen, verliebt sich und muss für diese Liebe kämpfen. Was werden die Gegner der Changers unternehmen? Und ist die Organisation, die sie unterstützt, wirklich so gut? Die wichtigste Frage aber lautet: Wer wird „Drew“ am Ende sein?

Nachdem der Klappentext schon megaspannend klingt und mich unheimlich neugierig gemacht hat, wollte und musste ich endlich diese Buchreihe beginnen. Denn ich wollte wissen, was es heißt, ein Changer zu sein und welche Veränderungen er körperlich und seelisch durchmacht. Ich finde, dass die Verwandlung von Ethan in Drew sehr gut dargestellt wurde. Man bekam wirklich die anfänglichen Problemchen mit, wie z. B. den Wechsel von Jungsklamotten zu Mädchenkleidern, zum Wechsel der Denkweisen und Emotionen bis hin zu Dingen wie die erste Periode, die beste Freundin etc. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie sich Ethan mehr und mehr in Drew verwandelte und Ethan immer mehr verblasste, obwohl ich Ethan mochte. Er war ein cooler Typ, sein Kumpel Andy tut mir leid. Ethan/Drew hat mir wirklich gut gefallen, sie war realistisch dargestellt und sehr sympathisch.

Chase/Brooke … oh ja. Coole Socke, kann ich da nur sagen. Chase mochte ich vom ersten Moment an und habe jede Szene mit ihm herbeigesehnt. Ich hätte ihn zu gern noch mal gegen Ende der Story „lesen“ wollen. Schade, dass es nicht geklappt hat. Ich vermisse Chase jetzt schon.

Und Audrey: Eine bessere Freundin hätte sich Drew nicht wünschen können. Sie ist so lieb und herzlich. Die beiden passen wirklich gut zusammen. Ich fand das Geschenk am Ende toll J

Ich mochte den leichten, flüssigen, fesselnden und mit Humor gespickten Schreibstil des Autoren-Duos in der Ich-Perspektive sehr gern, der mir den Einstieg in die Geschichte erleichtert hat. Manche Sätze waren jedoch ellenlang, mit mehreren Nebensätzen und Wortgruppen/Sätzen in Klammern. Das hätte nicht sein sollen. Das war einfach zu lang. Die Sätze hätten gekürzt werden können. Zum Glück gab es davon nicht allzu viele Abschnitte. Hin und wieder gab es auch vereinzelt noch einige Schreib- und Tippfehler, die noch ausgebessert werden können. Mich störten auch die Zeitsprünge zwischen den Tagebucheinträgen. Am Anfang waren es fast tägliche Einträge, doch später sprang man gleich mehrere Wochen weiter… Auch wäre einiges noch ausbaufähiger und gefühlvoller sein können. Immerhin ist der Changer gerade ein Mädchen! Mir hat an der Geschichte der Changers und des Rates etwas mehr Tiefe gefehlt. Ich hätte gern mehr über den Rat und die Changers erfahren und gern gewusst, ob der Rat so eine Art Sekte ist.

Im Anhang des Buches gibt es ein gekürzes Glossar (Auszug aus der Changers-Bibel), in dem alle Begriffe der Changers etc. ausführlich erklärt werden, inklusive der Symbole und Tattoos.

Das Cover zeigt das verschwommene Schattenbild zweier Köpfe, die ineinanderfließen, was wohl den Verwandlungsprozess der Changers darstellen soll. Mir gefallen die Farben und der einfache Schriftzug.

Fazit:

„Changers – Drew“ ist ein gelungener Auftakt einer Tetralogie, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Denn es werden neben dem Fantasy-Element der Verwandlung gleich mehrere Themen behandelt: Freundschaft, Missbrauch, Veränderungen, Rassismus, die erste Liebe, Teenagerprobleme, Vertrauen, Erwachsenwerden etc. Dieser Roman regt sehr zum Nachdenken an. Als Leser fragt man sich schlussendlich, welchen Weg und welche Version man letztendlich selbst gehen/wählen würde und wen Ethan/Drew nach dem Zyklus wählt.

Von mir gibt es klare 4,5 von 5 Punkten!

Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren 3 Verwandlungen …

 

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[Rezension] Jennifer L. Armentrout „Oblivion 1 – Lichtflüstern“

9783551583581Herzerfrischend fantastisch

Inhalt:

Als Katy nebenan einzieht, weiß Daemon sofort: Das gibt Schwierigkeiten. Er darf keinen Menschen an sich heranlassen, denn das würde Fragen aufwerfen. Warum bist du so stark? Wie kannst du dich so schnell bewegen? Was BIST du? Die Antwort darauf ist ein Geheimnis, das niemals gelüftet werden darf. Doch Katy bringt Daemon vom ersten Tag an aus der Fassung. Er will ihr nahe sein, aber diese Schwäche kann er sich nicht erlauben. Sich in Katy zu verlieben würde nicht nur sie in Gefahr bringen – es könnte auch das Ende der Lux bedeuten.

Die epische Liebesgeschichte von »Obsidian. Schattendunkel« – erzählt aus Daemons Sicht!

Ich liebe Bücher, in denen Aliens auf der Erde unter uns Menschen leben, was ein Grund für mich war, dieses Buch zu lesen. Jennifer L. Armentrout hat eine wunderbare Geschichte aus Licht- und Schattenwesen unter den Menschen gewoben, die ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte oder wollte.

Ich kannte die Bücher um Katy und Daemon nicht bis ich dieses Buch aus Daemons Sicht für mich entdeckte und in seine Version des Kennenlernens von Katy eintauchte. Die Autorin schreibt so herzlich und verdammt ehrlich in der Ich-Perspektive, dass es mir megaleicht fiel, mich in Badboy Daemon hineinzuversetzen und seine Gedanken- und Gefühlswelt mitzuerleben. Es war ein wahrer Genuss. Die Wortgefechte zwischen Katy und Daemon fand ich immer wieder erfrischend und kam aus dem Grinsen kaum heraus. Ich liebe diese Szenen regelrecht und fieberte ihnen mit jeder Seite entgegen. Daemon wirkte auf mich tiefgründig und echt, ein Typ zum Anfassen, obwohl er sich manchmal als ein riesiger A… entpuppte, den ich gern mal eine gescheuert hätte. Aber das machte Daemon eben aus und insgeheim mochte ich das auch an ihm. Mir gefiel es gut, dass ich viele verschiedene Dinge über Daemon und seine Welt und die Gaben seiner Spezies erfuhr. Die Lichtspuren und ihre Verwandlungskunst beeindruckten mich hierbei am Meisten. Diese Hintergrundinformationen haben mir das Lesen und Verstehen erleichtert, weil ich mich besser in die Lux hineinversetzen konnte … ihre Ängste begreifen konnte. Ebenso erfährt man, dass die Lux sich dem Leben der Menschen auf der Erde anpassen müssen, sonst „verschwinden“ sie, was ggf. mit dem Verteidigungsministerium zusammenhängt. Denn die haben immer ein Auge auf die Lux und bestimmen über ihr Leben. Dieses Wissen ist hilfreich, um den Zwiespalt von Daemons Gefühlen zu verstehen in denen er steckt, seit Katy nebenan eingezogen ist.

Katy mochte ich in diesem Band gern und ich fand, dass das Mädel echt taff, sympathisch und mutig ist. Denn wer bitte geht mit einem Fremden allein in einen dunklen Wald oder stellt sich den Schatten, aber ihr fehlte es trotz der tollen Wortgefechte mit Daemon ein wenig an Tiefe. Ich mochte die Idee, dass Katy ein totaler Buchnerd ist und überall ihre Bücher im Haus verteilt sind und ich würde zu gern wie Daemon ihren Buchblog lesen und ihre Videos sehen, um sie so noch besser kennenzulernen und zu erfahren, welche Bücher sie liebt und welche nicht. Ich bin gespannt auf den Band „Schattendunkel“ – also Katys Sicht der Geschichte. Da lerne ich sie hoffentlich besser kennen.

Dee mochte ich als Schwester und Freundin sehr gern. Ich hätte gern mehr über sie erfahren und auch über ihren verlorenen Bruder Dawson, um zu verstehen, warum sie und Daemon sich so unterschiedlich gegenüber Menschen verhalten. Leider gab es auch mit ihr zu wenige Szenen, um sie besser kennen zu lernen, was ich sehr schade finde.

Die Handlung ist eine Mischung aus Spannung, Schlagabtausch und Wortgefechten, Freundschaft, einem superheißen Hauch Romantik, Eifersucht und Kampfszenen. Also ein perfekter Fantasie-Jugendroman. Manchmal erinnerte „Lichtflüstern“ mich an die Serie Roswell, dann ein wenig an Twilight … irgendwie war es ein toller Mix aus beidem mit einem Hauch Sarkasmus, dem ich nicht widerstehen konnte. Ich hatte keine Chance dieses Buch aus den Händen zu legen, ich musste wissen, wie es weitergeht und bemerkte kaum wie die Zeit um mich herum verging. So sehr hatte mich dieses Buch gefesselt.

Das Cover ist Licht pur und passt wunderbar perfekt zu den anderen Bänden der Obsidian-Reihe mit seinen warmen Lichtpunkten und Farben, den Charakteren, die in einem Feld stehen. Es wirkt alles in allem so naturverbunden und rein, wie die Lux es sind.

Fazit:

Dieses Buch kann man lesen, ohne die Obsidian-Reihe zu kennen. Ich denke sogar, dass man sie vielleicht zuvor lesen sollte, um so mehr Hintergrundwissen zu haben ehe man in die Obsidian-Reihe einsteigt.

Ich fand dieses Buch echt herzerfrischend, humorvoll, witzig und war permanent am Grinsen, was zumeist an den Dialogen und Daemons Gedanken lag. Deshalb werde ich mir auch alle anderen Bände kaufen, weil ich noch tiefer in die Geschichte um Daemon und Katy eintauchen will. Ich liebe die beiden schlagfertigen Charaktere einfach zu sehr ❤

Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl: 5 von 5 Punkten!

PS: Ich gehe mir nun „Schattendunkel“ kaufen 😉

 

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[Rezension] Lauren Kate „Engelsmorgen“

engelsmorgenEine gelungene Fortsetzung

Beschreibung:

Egal, wie viele Leben du hast: Der großen Liebe begegnest du nur einmal

Kaum hat Luce in dem gefallenen Engel Daniel ihre große Liebe gefunden, werden die beiden auch schon wieder getrennt: In Shoreline, einem Internat an der kalifornischen Küste, muss Luce sich verstecken, denn sie schwebt in höchster Gefahr. Während Daniel versucht, die Unsterblichen, die es auf sie abgesehen haben, zu besiegen, lernt Luce, in die Vergangenheit zu blicken. Doch je mehr sie über ihre und Daniels frühere Leben erfährt, desto mehr ahnt sie, dass er ein dunkles Geheimnis hütet – eines, das sie beide zu vernichten droht …

Der 2. Band „Engelsmorgen“ von Lauren Kate knüpft direkt an den ersten Band und den traumatischen Ereignissen im Internat „Sword & Cross“ an als wäre keine Zeit vergangen. Luce wird von Daniel zu ihrem Schutz in eine andere Schule gebracht, da er sie selbst nicht beschützen kann. Die neue Schule Shoreline, ein schöner Fleck an der kalifornischen Küste, ist auch nicht so „normal“ wie es auf den ersten Blick scheint. Denn hier werden neben Menschen auch Nephilim unterrichtet … von Engeln und gefallenen Engeln. Zudem hat jeder Schüler hier deutlich mehr Freiheiten als an der „Sword & Cross“.

Ich konnte Luce´s Zweifel über ihre Beziehung zu Daniel gut verstehen. Immer wieder hat er Geheimnisse vor ihr, sagt ihr nicht, wohin er geht und was er dort tut und dann erteilt er ihr Befehle und verschwindet plötzlich wieder etc. Zudem weiß scheinbar JEDER über all ihre früheren Leben Bescheid – außer sie selbst. Kein Wunder, dass sie zweifelt und mehr darüber erfahren will und sich dadurch immer wieder in Gefahr begibt, selbst, wenn es naiv ist. Leider sind die Erfahrungen mit den Schatten wenig aussagekräftig, so dass für Luce wie auch für mich als Leser viele Fragen entstehen.

Schade finde ich, dass wir in diesem Band nur sehr wenig über Daniel und Cam erfuhr. Gern hätte ich gewusst, was sie alles erleben mussten und welche Gedanken in Daniel´s Kopf kreisten. Vor allem nach dieser einen Szene als er enttäuscht davonflog. Was ging da in ihm vor? Ich hätte mir hier mehr Daniel-Szenen gewünscht. Vielleicht auch im Wechsel zwischen Luce und Daniel-Szenen. Das hätte mir besser gefallen. Stattdessen haben wir fast nur die Erlebnisse von Luce und ihrer neuen Schule, den neuen Mitschülern und mehr über die Schatten erfahren. Die kurzen Liebesszenen fand ich schön <3. Aber leider VIEL zu kurz. Ich staune sowieso, dass Daniel immer wieder zu Luce zurückkehrte, obwohl er selbst das „Besuchsverbot“ ausgesprochen hatte … irgendwie süß, dass er ohne sie nicht sein kann… Andererseits fand ich sein Verhalten manchmal ein wenig machohaft. Erst küsst er Luce fast zu Boden, nur um sich dann wieder mit ihr zu streiten und Befehle zu erteilen … ganz ohne Erklärungen warum und weshalb sie das Gelände nicht verlassen darf oder wieso er ihr nichts erzählen kann. Und dann ist er auch schon wieder fort.

Ich freute mich eigentlich immer über jede der Begegnungen zwischen Luce und Daniel, nur um mich hinterher wieder zu ärgern … *grummel*

Die meisten Charaktere waren gut dargestellt. Ich konnte leicht zwischen sympathisch und unsympathisch dank der Beschreibungen unterscheiden. Bei Daniel und Cam fehlte mir allerdings die Tiefe aufgrund der Kürze ihrer Szenen.

Miles gefiel mir. Er ist ein toller Freund mit willkommenen Überraschungen, der Luce viel Aufmerksamkeit schenkt. Irgendwie ahnte ich bereits, dass da mehr dahinter steckt als nur Freundschaft. Dennoch hat er sich in mein Herz als guter Kumpel geschlichen.

Bei Luce´ Mitbewohnerin war ich mir anfangs nicht sicher auf welcher Seite sie steht. Zwischendrin dachte ich, sie ist auf Luce´ Seite, dann war ich mir wieder nicht ganz sicher ob sie sich für Gott oder den Teufel entscheiden würde … Sie ist mir noch ein unsicherer Charakter. Und dann die Info, dass Daniel und sie … ich musste schlucken und konnte Luce nur allzu gut verstehen. Ich wüsste gern mehr über Daniel. Ob es vielleicht auch mal einen Band über ihn geben würde … á la Daniel´s Vergangenheit bis hin zu seiner Begegnung mit der heutigen Inkarnation von Luce und was er dachte und fühlte… Das wäre sicher auch spannend und interessant J

Der Schreibstil war wieder einmal wunderbar, leicht, flüssig und verlockend, so dass ich nach dem Ende gern den dritten Band weiter gelesen hätte. Ich bin sehr neugierig geworden, wie es weitergeht. Viel Spannung und Liebe kann man in diesem Band allerdings nicht wirklich erwarten. Hier geht es eher um die Geheimnisse Daniels und um Luce und Daniels Vergangenheit, die Luce versucht herauszufinden. Hier dreht es sich eindeutig um Luce, Charakter, Gedanken, Vergangenheit und ihren Platz in dem ganzen verwirrenden Spiel zwischen Gott, Teufel und Daniel. Welche Rolle spielt Luce wirklich?

Leider gab es in diesem Band keine Antwort darauf, dafür aber viele offene Fragen.  Engelsmorgen dient wohl eher als ein guter Übergangsband zu Teil 3 „Engelsflammen“.

Das deutsche Cover gleicht ein wenig dem amerikanischen mit dem Mädchen, den Farben und dem Schriftzug. Das Mädchen erinnert mich mit ihren schwarzen Haaren auch sehr an Luce… Man spürt deutlich ihre Einsamkeit.

Fazit:

„Engelsmorgen“ ist eine gelungene Fortsetzung mit einer großen Portion Freundschaft und neuen tollen Charakteren, in der Vergangenheit und Geheimnisse teilweise aufgedeckt werden und wir mehr über den Krampf der Engel und Gefallenen erfahren. Das Ende dieses Bandes lässt auf eine spannende Fortsetzung in „Engelsflammen“ hoffen.

Ich vergebe dieser schönen Fortsetzung 4 von 5 Punkte!

 

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[Rezension] Serena Avanlea“Das Flüstern der Träume“

SerenaAvanleaGefühlvoll und spannend

„Das Flüstern der Träume“ ist bereits der dritte wunderbare Roman der Autorin Serena Avanlea.

Der Einstieg in diesen Roman gelang mir sehr gut. Ich fühlte und litt mit der Protagonistin Emma mit. Sie ist so ein herzensguter Mensch und erlebt immer nur Schlechtes. Umso schöner fand ich es, als sie ihre Leidenschaft entdeckte und ein Ziel vor Augen hatte. Ich freute mich über ihre Erfolge und kleine Radio-/Mail-Abenteuer mit Blake, lachte und weinte und bin begeistert von Emmas tollen Freunden. Zu ihnen gehört sie, denn sie sind ihre Familie. Emma ist ein gut ausgebauter Charakter genau wie Jayden und auch Blake, ihre Radiobekanntschaft hat mich auf Anhieb fasziniert und begeistert. Jayden kam mir anfangs zwar wie ein Idiot mit seiner Grummellaune vor, aber er hatte seine Gründe dafür, irgendwie mochte ich ihn trotzdem gern. Jayden ist ein faszinierender Charakter.

Serena Avanlea versteht es, die Gefühle des Lesers zu beeinflussen. Denn ich empfand immer wieder tiefes Mitgefühl für Emma und schöpfte mit ihr Hoffnung und kämpfte. Ein andermal hätte ich Emma gern an den Schultern gepackt und wach gerüttelt, weil sie teilweise auch naiv und blauäugig war.

Das Wiedersehen mit Cassie und Peter hat mich besonders gefreut. Sie sind und bleiben meine absoluten Lieblingscharaktere der Autorin ❤

Schreibstil:

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir bereits in ihren beiden vorangegangenen Romanen sehr gut, da er sehr leicht, locker und flüssig ist, man dadurch schnell in die Geschichte einsteigen kann und das Buch unmöglich aus der Hand legen möchte. Ich hätte zu gern eine Fortsetzung dieses Romans, um zu erfahren, wie es Emma und Jayden nach dem Ende des Buches weiter ergeht und ob und wie Jayden seinen Doktor besteht. Denn von ihm hat man nur seine Dienstzeiten im Erdbeerigel erfahren.

Dieser Roman wird aus zwei Sichtweisen geschrieben – einmal erfahren wir mehr über Emma, dann gibt es wieder Szenen von Jayden. So lernt der Leser beide Hauptprotagonisten sehr gut kennen und kann sprichwörtlich in ihre Köpfe sehen. Der Wechsel zwischen den beiden Charakteren ist der Autorin gut gelungen, es gibt keine unnötigen Szenenwiederholungen. Allerdings war die Geschichte im Großen und Ganzen ein wenig vorhersehbar, was beim Lesen jedoch keinen Abbruch tat. Ich mochte die Entwicklung der Charaktere, die Stärke von Emma und die Hilfsbereitschaft ihrer Freunde sehr gern. All diese Protagonisten wirkten sehr authentisch und sympathisch auf mich, so dass ich alle nur allzu gern ins Herz schloss.

Die Handlung des Romans empfand ich als spannend, unterhaltend, emotional und abwechslungsweich.

Kritikpunkte:

Manche Szenenwechsel sind ein wenig sprunghaft, so dass ich erst einmal überlegen musste, an welchem Ort/zu welcher Zeit sich der jeweilige Protagonist gerade befindet.

Das letzte Kapitel empfand ich ein wenig zu kurz. Ich hätte mir hier mehr Infos gewünscht. Immerhin hat Emma jetzt ihren großen Tag und da hätte ich sehr gern erfahren, ob sie mega nervös und aufgeregt war und ob es ggf. Schwierigkeiten bei den Proben oder kleinere „Unfälle“ etc. gab. Das war mir doch ein wenig zu kurz. Ebenfalls hätte ich mir gern MEHR Szenen – vor allem die romantischen, in denen die Funken zwischen Emma und Jayden flogen – gewünscht. Das kam leider auch viel zu kurz.

Cover:

Das Cover ist wunderschön geworden. Es hat mich sofort auf magische Weise in seinen Bann gezogen. Das schöne Himmelblau, das dunkelhaarige Mädchen , die funkelnden Näh-Utensilien wie Nadel, Zwirn, Knöpfe harmonieren wunderbar miteinander. Alles passt perfekt auf Emma. Ich habe sie sofort in dem Cover wiedererkannt J

Fazit:

„Das Flüstern der Träume“ ist eine wunderschöne und gefühlvoll erzählte Geschichte, die den Leser auf eine Reise um Freundschaft und die Liebe mitnimmt und verschiedene Emotionen wachruft.

Ich vergebe diesem schönen Roman über das Erreichen seiner Träume 4 von 5 wunderbaren Punkten.

 

 
 

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[Rezension] Marah Woolf „Götterfunke 2 – Hasse mich nicht“

götterfunke2Gelungene Fortsetzung

Darum geht es:

Jess ist mit gebrochenem Herzen aus dem Camp in ihre Heimat Monterey zurückgekehrt. Doch Ruhe vor den Göttern findet sie nicht. Denn sie sind ihr gefolgt und das Gefühlschaos und die göttliche Wette gehen in die nächste Runde.

Apoll und Kalchas mag ich auch in „Hasse mich nicht“ sehr und habe mich regelrecht nach Szenen mit den beiden gesehnt und gehofft, dass sie viel mehr Auftritte haben. Ich finde Apoll und Kalchas toll ❤. Athene mag ich auch ganz gern, sie ist ein sehr liebenswerter Charakter. Trotz dessen hätte ich mir gewünscht, dass die drei wenigstens ehrlich mit Jess umgegangen wären …

Robin ist ein Biest, das wusste ich ja schon im ersten Band, aber im Zweiten wurde es noch deutlicher. Ich hätte sie manchmal echt … Cayden kam mir im Gegensatz zu Band eins diesmal wie ein Schoßhündchen und Klette vor. Aber als Jess ihn dringend brauchte – oder einen der anderen Götter – war wieder mal keiner da. Ständig geriet sie unnötig in Gefahr. Das war ziemlich nervenaufreibend. Manchmal hätte ich sie echt schütteln können.

Mateo war für mich von Anfang an ein fragwürdiger Charakter. Ich hatte immer bei ihm das Gefühl, dass da irgendetwas nicht stimmt. Er war irgendwie zu aufmerksam, zu fürsorglich und irgendwie immer zur Stelle, wenn es Cayden oder einer der Götter nicht war. Das machte mich äußerst misstrauisch…

Ariadne war für mich ein schwacher Charakter. Ich weiß noch immer nicht recht, auf welche Seite ich sie einordnen soll. Anfangs dachte ich, sie sei auf der „bösen“ Seite, dann änderte es sich mal kurzfristig, aber irgendwie bin ich mir noch immer nicht ganz sicher, da wir als Leser auch nicht sonderlich viel über diese Frau erfahren. Ich glaube, da kommt noch was in Band 3 auf uns zu und sie spielt eine wichtige Rolle darin.

Mir gefiel gut, dass wir diesmal Jess und ihr Umfeld näher kennen lernen durften und somit auch die alltäglichen Probleme mit Familie, Freunden, Schule, Nebenjob etc. Besonders gut gelungen, ist die Darstellung der Alkoholsucht von Jess´ Mom und die damit verbundenen Probleme, die diese auslösen. Ich finde es nicht unbedingt gut, dass ihre Mom sogleich den nächsten Mann am Hals hat und um sie wirbt. Ich hatte eher gehofft, dass sie sich erst einmal von ihrer Sucht und ihrem Ex emotional löst und zu sich selbst findet ehe sie einen neuen Mann in ihr Leben und das Leben ihrer Kinder lässt. Aber ich hoffe, die Autorin findet auch hier einen guten Weg in Band 3.

Ich mochte, dass Jess in diesem Band stärker war und ihre Entwicklung voranschritt. Sie wirkte erwachsener. Ihre Emotionen waren deutlich zu fühlen, besonders ihre Wut und ihr Hass auf Cayden und Robin. Manchmal hätte ich sie gern in den Arm genommen und getröstet. Da war ich froh, dass sie in Leah eine gute Freundin gefunden hat.

Genervt hat mich tierisch, dass die Götter Jess nicht in die Geheimnisse eingeweiht haben, obwohl sie doch für die Götter so unendlich wichtig ist. Klar, dass es schließlich so kommen musste, wie es letztendlich kam. Ich kann Jess´ Reaktion von daher ziemlich gut verstehen. Da wäre wohl jeder „angepisst“ gewesen. Auch empfand ich Jess erwachsener und reifer, wenn sie sich um ihre Freunde und Familie kümmerte und dann wurde sie wieder zum Kind, das wütend mit dem Bein aufstampfte, wenn es seinen Willen nicht bekam, sobald Cayden auftrat. Da war kein Gleichgewicht vorhanden und ich wurde dank Jess emotional hin und her geworfen.

Ich kann auch nicht ganz verstehen, wie die Mädchen – insbesondere Jess, Robin, Julie etc. –  immer wieder vorgeführt werden und auf die Götter reinfallen. Nur weil sie toll aussehen und es verstehen, sich einzuschleimen? Wo bleibt da der Charakter? Tiefgründig denken diese Mädchen scheinbar nicht ganz …

Gelungen fand ich, dass immer wieder die echte Geschichte der Götter in diesen Roman mit eingeflochten wurde, so dass man als Leser mehr über die Götter und die griechische Geschichte erfährt. Davon hätte ich bitte gern mehr J

Der Schluss: Was für ein Ende! Mir entfährt jetzt noch ein entsetzter Aufschrei aus meiner Kehle, wenn ich daran denke! So ein fieser Cliffhänger aber auch! Ich bin echt neugierig darauf, wie die Geschichte in Band 3 fortgesetzt wird. Leider muss ich mich noch bis 19. März 2018 gedulden … und dann ist die göttliche Geschichte um Cayden alias Prometheus und Jess leider auch vorbei … schnief… Ich frage mich, wie Cayden in Band 3 aussehen wird – wie der Gott Prometheus oder wie Cayden in seiner menschlichen Gestalt?!??

Der Schreibstil ist wieder einmal wunderbar. Ich fand mich schnell in die Fortsetzung ein und fühlte und litt mit Jess mit. Manche Szenen waren sehr vorhersehbar und klar, dass sie so ausgehen / kommen würden. Aber dafür gab es andere, die mir einen Schmunzler oder ein Kreischen entlockten. An Spannung mangelte es diesem Roman nicht, denn ich hatte keine Chance, das Buch nur einen Moment aus der Hand zu legen, ohne mich zu fragen, wie es mit Jess weitergeht und ob sie Cayden verzeihen kann/wird.

Das Cover passt optisch gut zu seinem Vorgänger. Allerdings gefällt mir persönlich die abgebildete Person nicht. Aber das ist nur meine Meinung. Farblich finde ich das Cover gelungen und der Buchumschlag fasst sich auch toll an. ❤ Mich stört allerdings, dass der Titel und der Autorenname so durcheinander aufgedruckt wurde. Hier hätte ich mir eine ordentliche Reihenfolge gewünscht, die Schrift hätte auch kleiner und geschwungener sein dürfen.

Fazit:

„Götterfunke 2 – Hasse mich nicht“ ist eine gelungene Fortsetzung mit einem fiesen Cliffhanger, der es mir echt schwer machen wird, auf den letzten Teil zu warten – schon allein wegen der Leseprobe zu Band 3! Ich habe die Szenen mit Jess, Apoll, Kalchas und Cayden sehr genossen und freue mich auf mehr. Hoffentlich finden alle ihr Happy End und die Welt der Götter findet zum Frieden zurück.

Ich vergebe wundervolle 4 von 5 Punkten für diese Fortsetzung um Jess und Cayden!

 

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[Rezension] „Beautiful Liars“ von Katharine McGee

91LrVvZu9ZLDramatische Geschichte der Schönen und Reichen voller Machtspiele, Intrigen und Geheimnisse

Klappentext:
“Pretty Little Liars” meets “Gossip Girl”: noch herzzerreißender, noch glamouröser, noch gefährlicher!

Manhattan, 2118: Im Penthouse des höchsten Gebäudes der Welt feiern die Reichen und Schönen eine rauschende Party. Für fünf von ihnen wird nach dieser Nacht nichts mehr so sein wie zuvor. Die wunderschöne Avery, die intrigante Leda, die verführerische Eris, die verzweifelte Rylin, der ehrgeizige Watt – einer von ihnen wird den Abend nicht überleben.

Die Geschichte im Jahr 2118 wird aus Sicht von 5 Protagonisten geschrieben: Avery, Rylin, Leda, Watt und Eris. Anfangs hat es mich sehr gestört und verwirrt, weil es für den Start dieses Buches einfach zu komplex war. Denn jeder der 5 Protagonisten kam kapitelweise zu Wort, so dass ich mir erstmal Notizen machen musste, um beim nächsten Kapitel noch zu wissen, wer wer ist. Aber nach einer Weile bekam ich den Dreh raus und tauchte tiefer in die Geschichte ein, die immer mehr an Spannung und Chaos zulegt. Auch verweben sich die Geschichten der einzelnen anfangs vorgestellten Protagonisten immer mehr. Dennoch hoffte ich immer wieder auf meine beiden Lieblingsprotagonisten Avery und Rylin, mit denen ich regelrecht mitgefiebert habe. Beide gefielen mir von Anfang an gut und ich fühlte und litt mit ihnen.
Im Gegenzug zu Leda, bei der ich von der ersten Seite an irgendwie ein ungutes Gefühl hatte.
Einigen Charakteren fehlte es an Tiefe, andere hingegen waren gut ausgearbeitet, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Andere wiederum blieben noch außen vor. Hier hoffe ich auf den 2. Band, um mehr über sie zu erfahren.

Die Schauplätze sind wunderbar bildhaft und detailreich beschrieben, so dass ich mir die Orte sehr gut gedanklich vorstellen konnte. Die Technologie fand ich besonders beeindruckend: Augenscanner, Bots wohin das Auge schaut, verbotene Quants, fliegende gesteuerte Autos, technisierte Kontaktlinsen mit denen man flickern kann (= zum Nachrichten versenden und telefonieren) etc. Ich bin begeistert. Hier hat die Autorin wirklich eine hervorragende Fantasie bewiesen und ich bin ehrlich: Diese Zukunft gefällt mir irgendwie. Wären da nicht die ärmlichen Bereiche und Wohnungen ohne Fenster in den unteren Etagen des XXL-Towers. Das hat mich dann eher weniger beeindruckt.
Mich hätte auch noch ein wenig mehr das Leben außerhalb des Towers interessiert oder findet das ganze Leben der Stadt nur im Tower statt? Denn im Tower scheint es alles zu geben: Kleidung, Lebensmittel, Restaurants, Hotels, Spielhallen, Fitnesscenter etc. Es ist im Grunde genommen, eine eigene Stadt innerhalb eines riesigen 1.000-stöckigen Gebäudes. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie nah man da am Himmel ist, welche fantastische Aussicht man von dort oben genießt und wie windig es dort oben sein muss.

Manche Szenen und Ereignisse sind sehr vorhersehbar, andere hingegen absolut überraschend, vor allem, was das Ende betrifft. Denn mit diesem Ende hätte ich im Leben nicht gerechnet. Ich hätte eher mit dem „Flug“ einer anderen Person gerechnet und bin noch immer regelrecht geflashed deshalb. Gut, wenn man es logisch betrachtet, war es klar, dass es so enden musste, da es schließlich noch eine Fortsetzung geben wird, aber dennoch. Diesem Protagonisten hätte ich dieses Ende nicht gewünscht. Schon gar nicht, weil nach all dem Schlechten es sich endlich angedeutet hat, dass sich das Blatt wieder wendet und es bergauf geht und dann DAS! Ich bin schockiert und sprachlos.
Der Folgeband verspricht auch wieder sehr spannend zu werden und ich habe da auch schon so einige Gedanken, wie sich dieser zweite Band entwickeln könnte. Ich bin neugierig, ob ich richtig liege. Leider muss ich mich noch bis Juli 2018 gedulden, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, ohne Stolperstellen etc. Ich konnte gut in die Geschichte der einzelnen Protagonisten und deren Dramen eintauchen und fühlte mich gut unterhalten.

Das Cover ist wunderschön, mir gefallen die Farben und die Sterne vor dem dunklen Nachthimmel. Schon allein deswegen hätte ich das Buch, wenn ich es im Buchhandel entdeckt hätte, nicht aus der Hand legen können
Das abgebildete Mädchen wirkt sehr traurig, als würde ihr Herz in ihrer Brust vor Schmerz zerspringen. Sie wirkt auf dem Cover trotz des ganzen Glamors der Stadt unter ihr und des nächtlich-funkelnden Himmels sehr einsam und sucht Wärme und Liebe, Liebe, die sie vielleicht niemals haben darf. Der dunkle Himmel im Hintergrund wirkt dadurch kalt und düster, was die Einsamkeit nur noch mehr hervorhebt. Es wirkt ein wenig gegensätzlich: Alles funkelt, glänzt und strahlt äußerlich, aber innerlich ist alles düster, kalt, einsam und zerbrochen.

Fazit:
Diese Geschichte um Avery & Co. ist eine krasse Story aus Liebe, Sex, Party, Drogen, Stalker, eine „verbotene“ Liebe, Geheimnisse, Freundschaften, die auseinander brechen etc. Da sind Chaos und Drama regelrecht vorprogrammiert. Hier bekommt jeder Fan von „Gossip Girl“, was das Herz begehrt.

Mich hat diese doch leicht chaotische Geschichte der Schönen und Reichen in einer fernen Zukunft mit all ihrer Technik und Dramen sehr fasziniert und gefangen genommen. Denn so viele Geheimnisse, Intrigen, Dramen und Machtspiele habe ich in keinem Buch bisher erlebt wie in „Beautiful Liars“. Ich bin sehr auf die Fortsetzung gespannt. Ich vergebe gute 4 von 5 Punkten.

#beautifulliars #katharinemcgee #zukunft #2118 #drama #gossipgirl #littleprettyliars #rezension #bibliomantik #verboteneliebe

 
 

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[Rezension] Rena Fischer – Chosen

RenaFischer-ChosenSeiten: 464

Verlag: Thienemann-Esslinger

Klappentext:

Zwei verfeindete Clans, die sie auf ihre Seite ziehen wollen.
Ein Internat für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das ihr vorkommt wie ein Gefängnis.
Und ein Junge, den sie mehr liebt, als es gut für sie ist.
Zwischen Liebe und Verrat, Lüge und Verschwörung muss Emma die Wahrheit finden.
So schnell wie möglich, sonst werden sie sie kriegen. Und töten.“

QuelleThienemann-Esslinger

Spannend und fesselnd bis zum Schluss

Buchinhalt:

Emma lebt glücklich mit ihrer Mutter Rina in Deutschland bis es zu einem tödlichen Unfall kommt und Emma zu ihrem Vater nach Irland ziehen muss, um dort auf das Elite-Internat „Sensus Corvi“ für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten zu gehen. Die Ereignisse überschlagen sich extrem im Laufe der Geschichte und Emma muss entscheiden, wem sie vertrauen kann und welchen Preis sie bereit ist für das größere Wohl zu bezahlen.

Rezension:

Zu Beginn der Geschichte wird man als Leser mitten in das Leben von Emma hineingeworfen. Man verfolgt die rasante Geschichte, die plötzlich Emma`s Leben komplett verändert fast emotionslos, da man keine Zeit zum Aufatmen hat, genau wie Emma selbst. Sie hat keine Zeit zum Verarbeiten von all dem Geschehen. Hilfreich sind für den Leser hierbei die anfangs recht kurzen Kapitel von max. 2 bis 3 Seiten. Es geht regelrecht Schlag auf Schlag, was der Geschichte Spannung verleiht und der Leser so einiges über Emma und ihre Familie sowie ihre Gabe erfährt.

Die kurzen Kapitel helfen dem Leser aber auch, um gerade durch dieses Buch zu fliegen und die Spannung im Buch zu halten, was einen Suchtfaktor bei mir auslöste. Denn ich sagte mir manches Mal, dass ich nur noch ein Kapitel lesen wollte, und weil sie so schön kurz waren, wurden es dann doch mehr als eins… Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Denn diese Geschichte hat einfach alles: Geheimnisse, Intrigen, Verrat, Vertrauen, Spione, Liebe, magische Fähigkeiten, Freunde, Moral, düstere Vergangenheiten … und einen Bad Boy, der einem ans Herz wächst ❤

Allerdings machten mir die Intrigen und Geheimnisse es ziemlich schwer, hinter die Fassade zu schauen und herauszufinden, wer die Wahrheit sagt und wer nur seine eigenen Ziele verfolgt. Ich wusste nie wirklich wer hier gut und wer böse ist. Das Verwirrspiel zwischen Gut und Böse ohne genau zu wissen, wer denn nun auf welcher Seite kämpft, ist mir allerdings lieber als gleich zu Beginn eines Buches zu wissen/zu erahnen, wie es endet. So bleibt es wenigstens spannend bis zum Schluss und das hat die Autorin Rena Fischer geschafft. Denn die Spannung war von Anfang bis Schluss greifbar, so dass es mir manchmal echt schwer fiel, abends das Buch bei Seite zu legen und schlafen zu gehen. Selbst Nachts machte ich mir dann Gedanken, wie die Geschichte weitergeht und wer Bösewicht bzw. Held ist. Doch diese wurden beim Weiterlesen gleich wieder über den Haufen geworfen und die Geschichte nahm eine ganz andere unvorhergesehene Wendung …

Aufgrund des Klappentextes hatte ich teilweise eine andere Story erwartet, hoffte auf mehr Szenen mit anderen Internatsschülern und ihren unglaublichen Gaben, von denen ich vielleicht noch nie etwas gehört hatte. Ich hoffte auf Interaktionen mit den Internatsschülern. Stattdessen landet man meist außerhalb der Schule oder im Büro des Schuldirektors, ohne Mitschüler. Ich hätte aber auch gern in so manches Schulbuch einen Blick reingeworfen oder es womöglich gleich eingesteckt und mitgenommen, weil es mich so sehr interessiert hatte. Leider hat man als Leser gar keinen Einblick in die Bücher erhalten. Es hieß stattdessen nur, dass Emma es lesen soll bzw. liest oder ihr ihr Primus erzählen soll. Doch dazu kommt es nie. Echt schade, da mich gerade DAS so neugierig gemacht hatte. Ich hoffe hier einfach mal auf den 2. Chosen-Band und mehr Aufklärung!

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, so dass ich mich schnell in die Geschichte reingelesen hatte und nur so durch die Seiten flog. Um die Spannung von Anfang an zu halten und um Aufklärung zu sorgen wurde aus zwei Sichtweisen geschrieben: Einmal aus Emmas Sicht in der Gegenwart, zum anderen aus der Sicht ihrer Mutter und ihren Erlebnissen in der Vergangenheit, da auch sie auf die Schule Sensus Corvi ging und sich zwischen Falken und Raben entscheiden musste. Ich fand es immer wieder spannend zu erfahren, wie es Rina in der Vergangenheit erging. Anfangs hatte ich zwar noch gerätselt, von wem die grau gedruckten Szenen handelten, doch als ich dahinter kam, freute ich mich auf diese Abschnitte. Sie rissen mich zwar immer aus Emma`s Geschichte heraus, aber diese Szenen waren nötig, um Rina´s Handeln in der Vergangenheit zu verstehen und auch um zu begreifen, wie Emma´s Vater und Farran in das Ganze reingehören.

Charaktere:

Mit Emma bin ich anfangs relativ schnell warm geworden, was wohl an dem gehetzten emotionalen stressigen Beginn des Buches mit seinen kurzen rasanten Kapiteln liegt. Später flachte dies allerdings wieder ab, weil sie teils zu impulsiv und naiv handelte, obwohl sie gleichzeitig intelligent, temperamentvoll und mutig ist wie ihre Mutter. Nicht verstehen konnte ich, wieso sich fast alle Typen in Emma verliebten nachdem sie ihr nur einmal begegnet sind. Ich fragte mich oft: Was macht sie so besonders? An ihrem Aussehen konnte es nicht liegen, da sie selbst oft daran herumgenörgelt hatte und lieber wie ihre beste Freundin Liz aussehen wollte. Also was ist es, was die Männerherzen zu ihr fliegen ließ?

Aidan – Mit ihm bin ich nicht wirklich warm geworden. Ich hatte das Gefühl, dass er mir einfach vor die Nase gesetzt wurde und ich mit ihm klar kommen musste. Er war mir einfach „zu perfekt“ und glatt. Es gab kein „dunkles Geheimnis“ oder dergleichen. Emotionen hatte ich bei ihm kaum erlebt, abgesehen vom Ende als er weinte. Ich konnte seinen Spagat zwischen Emma und Lynn anfangs nicht verstehen, bis es dann im Mittelteil aufgeklärt wurde. Erst da konnte ich aufatmen und Aidans hin und her mit Emmas Gefühlen begreifen.

Jared – mein Lieblings-BadBoy. Ich hatte anfangs zwar irgendwie so meine Zweifel an dem Jungen, aber ich schloss ihn schnell ins Herz, da er für Emma immer nur das Beste wollte und ihr zur Seite stand und sich sogar für sie prügelte. Er war für mich eine gute Mischung aus gut und böse und auf Typen mit dunkler geheimnisvoller Aura und dunklen Haaren stehe ich ja sowieso *kicher* Ich bin froh, dass Emma Jared kennengelernt hat! Danke, Rena! J Go, Team Jared!

An die Autorin: Ich hoffe inständig auf eine separate Geschichte über Jared, in der wir mehr über sein Leben bei den Falken und Raben erfahren und auch erfahren, was ihn an Emma so fasziniert und gefallen hat, dass er sich für sie ständig in Gefahr brachte.

Rina ist Emmas Mutter und wird in größtenteils in Rückblenden und Ratschlägen erwähnt, die man farblich/kursiv leicht vom Hauptgeschehen unterscheiden kann. Rina ist eine starke und intelligente Frau, die für sich und ihre Tochter sogar die Liebe ihres Lebens opfert und flieht. Sie hat Emma sehr gut unterrichtet sich zu verstecken, wie ich finde. Ich wünschte, wir hätten mehr als nur die wenigen Rückblenden von Rina gehabt, um mehr über sie und ihre Gefühlswelt zu erfahren. Ich mochte Rina und konnte ihr Handeln gut nachvollziehen.

Jacob – Vater ohne Gefühle. So erlebte ich ihn anfangs. Ich brauchte lange, um zu verstehen, welche Rolle er wirklich in der Geschichte spielt und wusste nie wirklich auf welcher Seite er steht – Emma oder Farran. Ich hatte oft den Eindruck, dass er zu oft und zu viel von Farran manipuliert wurde und selbst keine eigenen Gedanken mehr hat, sondern nur noch tut was Farran ihm eintrichtert.

Farran vs. Richard – ich hatte bis zum Schluss absolut keinen Plan, wer auf welcher Seite kämpft. Gut oder Böse? Ich war wie Emma so hin und her gerissen, dass ich keinem der beiden Charaktere wirklich vertraut habe. Ich dachte sehr oft an Emma`s Mutter Rina und die Gründe ihrer damaligen Flucht, denn so muss auch sie sich gefühlt haben. Beide Charaktere sind so geheimnisvoll und düster, beide irgendwie mit Rina verbunden und jeder mit eigenen Zukunftsplänen beschäftigt, dass es mir Angst machte. Besonders Farran. Der hat es meiner Meinung nach sehr in sich und erinnert mich stark an eine machtgierige Person, der die Welt mit allen Mitteln und Fähigkeiten beherrschen will. Ganz gleich, wer dabei auf der Strecke bleibt. Hauptsache, Farran bekommt seinen Willen. Ich weiß nicht genau, wie alt Farran in dieser Geschichte ist, aber seine Pläne reichen weit zurück in die Vergangenheit und auch weit in die Zukunft hinein. Er ist ein wahrer Stratege und Manipulant, dass es schon sehr beeindruckend auf mich wirkte. Ja, Farran ist beeindruckend, aber auch sehr Furcht einflößend.

Emma´s beste Freundinnen Liz und Faye mochte ich beide gern. Ich hätte gern viel mehr über sie erfahren. Ihre Auftritte im Buch waren leider VIEL zu kurz. Ich hatte die beiden schon in mein Herz geschlossen, schon waren sie wieder von der Bildfläche verschwunden. Bitte mehr über Faye und Liz, die Emmas beste Freundinnen sind.

Es tauchten auch andere Charaktere auf – meist männlich –, denen ich irgendwie von Anfang an nicht traute und ahnte, dass sie etwas aushecken und Emma schaden wollen. Meist blieben ihre Auftritte jedoch nur kurz und sie verschwanden wieder, so dass ich mich frage, ob es sinnvoll war, sie überhaupt zu erwähnen. Denn die Masse an Protagonisten, Rängen, Gaben etc. verwirrte mich manches Mal sehr.

Das Buch hat mich am Ende etwas atemlos und voller Gedanken zurückgelassen. Ich wollte einfach nicht, dass es die letzte Seite dieses ersten Bandes gelesen ist und habe es so lange wie möglich hinausgezögert. Aber dann war es doch passiert. Die letzte Seite war gelesen und ich stand da und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich trauere lieb gewonnenen  Protagonisten hinterher und sorge mich sehr um andere… Ich werde auf jeden Fall auch den 2. Band von CHOSEN lesen, da ich wissen will, wie alles aufgelöst wird. Außerdem hoffe ich sehr auf all die Erklärungen, die im ersten Band so viele Fragen aufgeworfen haben. Und vielleicht … vielleicht werde ich sogar noch mit Aidan warm und verzeihe der Autorin, dass sie meinen Lieblingscharakter in diesem ersten Teil getötet hat!

Zusammenfassung:

Was hat mir an Chosen 1 gut gefallen?

– Da wären zum einen das wunderschöne Cover in schwarz und silbern. Meine absoluten Liebingsfarben. Von daher MUSSTE ich dieses Buch unbedingt haben. Hier hat der/die Coverdesignerin voll meinen Geschmack getroffen. Ich bin sehr gespannt auf das Cover von dem 2. Chosen-Buch.

– Mir gefiel die Geschichte, die Grundidee und auch die Spannung, die aufgrund der anfangs sehr kurzen Kapitel im gesamten Werk gehalten wurde.

– Das Verwirrspiel zwischen Gut und Böse gefiel mir gut, weil ich nie wusste, was als nächstes geschieht.

– Die Rückblenden von Rina, die hellgrau gedruckt sind.

– Mir gefielen die Ratschläge von Emmas Mutter Rina, die Emma immer in Gedanken abrief, wenn sie in einer entsprechenden Situation war.

– Der Ort an dem die Geschichte spielte: Irland und Internat für Begabte! Wo bitte kann ich mich für die Schule anmelden? 😉

– Ich mag den leicht flüssigen Schreibstil, die Wortwahl und die Umsetzung des Gedankengerüsts der Autorin sehr. Ich hoffe auf weitere tolle Bücher von Rena Fischer!

 

Was hat mir an Chosen nicht so gut gefallen?

– Der Tod meines Lieblingscharakters. Erstens hatte ich gehofft, ihn im 2. Band wieder zu begegnen und zweitens ging mir sein Tod viel zu schnell von Statten.

– Emmas Charakter war teils merkwürdig. Auf der einen Seite erschien sie mir stark und selbstständig, mutig und charakterstark, dann war sie wieder stur, impulsiv und nahm alles einfach so hin wie es ihr jemand vorgab ohne Nachzufragen. Da hatte ich manchmal den Gedanken, dass sie gehirnmanipuliert wurde. Mich störte auch, dass sich fast jeder spontan in sie verliebte.

– Wie ich in der Lovelybooks-Leserunde zum Buch bereits schrieb, wäre es sehr hilfreich gewesen, im Glossar des Buches die Charaktere und ihre Gaben sowie die Ränge der Falken näher darzustellen. Denn so bin ich irgendwann ab etwa Mitte des Buches gar nicht mehr mitgekommen. Auch wusste ich nicht mehr, welche Aurafarbe welche Gefühle zeigte, auf die Emma entsprechend reagierte. Hier wäre auch eine Auflistung hilfreich gewesen. Ich hoffe somit inständig auf den 2. Band!

– Die Prüfung Emma´s, um auf „Sensus Corvi“ als vollwertiges Mitglied angenommen zu werden. Es war einfach zu lasch. Ich hatte mehr Spannung und mehr Kampf erwartet.

 

Von mir gibt es wunderbare 4 von 5 Punkten für den schönen Schreibstil, die spannende Geschichte und die wunderbaren unterschiedlichen Charaktere!

Ich bedanke mich bei der Autorin Rena Fischer und bei Lovelybooks für die tolle Leserunde und den angenehmen Austausch mit der Autorin und weiteren Lesern. Auch danke an den Thienemann-Verlag für das Leseexemplar, dass ich mit Garantie noch mehrfach lesen werde! Dankeschön!

 

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