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[Rezension] Connie Glynn „Prinzessin undercover – Geheimnisse“

prucGelungener Auftakt

Eine Prinzessin, die keine sein will, und ein Mädchen, dass eine Prinzessin sein möchte, treffen in einem Internat aufeinander und geraten in Gefahr. Diese Idee hat mir sehr gefallen, vor allem durch die märchenhaften Einflüsse im Buch.

Ich mochte Lottie gleich von Beginn an. Sie hat ein gutes Herz und ist eine Kämpferin, wenn auch ein wenig zu sehr auf Märchen, Prinzessinnen und Märchenprinzen fixiert und ein wenig zu naiv und blauäugig. Aber dennoch ist sie ein liebenswerter Herzmensch, so dass ich mich nicht wundere, dass Ellie sie mochte.

Ellie ist das ganze Gegenteil von Lottie. Aufmüpfig, risikobereit, unabhängig. Ich musste anfangs erst einmal mit ihr warm werden, aber nach einer Weile verstand ich, wieso Lottie ihre Zimmergenossin sehr mag. Die beiden gehören als Team einfach zusammen, denn nur so meistern sie alles.

Die tiefe Freundschaft und das innige Vertrauen der beiden zueinander hat mich beeindruckt und auch ein wenig überrascht, da sie sich doch eigentlich erst an ihrem ersten Tag im Internat kennenlernten.

Jamie war für mich ein riesiges Geheimnis und ich wusste nie, ob man ihm trauen konnte oder nicht, weil man nicht wirklich viel über ihn erfuhr. Ähnlich ging es mir mit Anastasia, Saskia, Lola, Micky, Raphael etc. Sie tauchten plötzlich auf und waren manchmal auch wieder urplötzlich verschwunden und ich dachte, dass sie irgendwelche Geheimgänge kennen würden oder magisch begabt wären, da man über sie auch nicht wirklich viel erfuhr, was ich sehr schade fand. Hier hätte ich mir doch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Die Kapitel sind angenehm kurz, so dass man schnell in Verlegenheit kommt, schnell noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Nur um festzustellen, dass man fast das ganze Buch durchgelesen hat. Vielleicht lag das u. a. auch an dem gut ausgearbeiteten Handlungsbogen, dessen Spannung zum Ende hin immer mehr zunahm.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und ich fand mich schnell in die Geschichte ein. Das Spannungslevel nimmt nach und nach immer mehr zu und die Zahl der Verdächtigen steigt stetig an, so dass man gar nicht mehr weiß, wem man überhaupt noch trauen kann. Ich mochte es sehr, dass immer wieder kleinere Anspielungen auf verschiedene Märchen gab und, dass das Internat sehr an Hogwarts aus Harry Potter erinnerte (Schule, teils altmodische Fächer und Vereine, etc.). Trotz allem gibt es keine echte Magie wie in Hogwarts, aber dennoch ist dieses Internat etwas ganz besonderes. Eher ist es eine Art Detektiv-Geschichte, da Ellie, Lottie und Jamie herausfinden müssen, wer die Prinzessin aus dem Weg räumen will, da es viele Verdächtige gibt.

Ich mag das Motto von Lottie sehr, dass sie von ihrer Mutter mit auf ihren Lebensweg bekommen hat: “ Sei freundlich, sei mutig und gib niemals auf!“ (Im Buch S. 27)

Das Cover hat mich magisch angezogen, denn ich mag die violett-blauen Farben sehr gern, die alles magisch und geheimnisvoll erscheinen lassen. Es ähnelt auch dem englischen Cover sehr, was ich gut heiße.

Fazit:

Mir hat „Prinzessin undercover – Geheimnisse (Bd. 1“ aufgrund seines angenehmen Schreibstils und den Einflüssen von Märchen und Harry Potter sowie den Thematiken Mut, Vertrauen und Freundschaft sehr gut gefallen. Spannung und Humor waren ebenso vorhanden wie Geheimnisse und Rätsel. Deshalb kann ich guten Herzens 4 von 5 Punkten vergeben.

Ich bin schon sehr auf den 2. Band gespannt, der in deutsch leider erst 2019 erscheinen wird …

 

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Vielen herzlichen Dank 🙂

 
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Verfasst von - 16. September 2018 in Allgemein, Jugendbuch, Märchen, Rezensionen

 

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[Rezension] Kelsey Sutton „Winterseele – Kissed by Fear“

 winterseeleLangatmig, verworren sowie zu viel verschenktes Potenzial

Elizabeth besitzt die Gabe, Gefühle und Elemente zu sehen, die andere Menschen nicht sehen können. Allerdings kann sie selbst keine Emotionen spüren, so dass sich die Gefühle von ihr meist fernhalten. Nur FEAR gibt nicht auf und versucht immer wieder ihre Gefühle zu wecken. Ob er es schaffen wird, erfahrt ihr im Roman.

Anfangs war ich von Elizabeth sehr fasziniert und angetan. Ich wollte unbedingt hinter ihr Geheimnis kommen und herausfinden, wieso sie nichts fühlen kann. Ich wollte, dass sie die Liebe erfährt und mit Fear glücklich ist. Denn Fear macht sie irgendwie glücklich und ist immer in gefährlichen Momenten bei ihr…

Aber dann gab es wieder Augenblicke, in denen ich Elizabeth einfach nur an den Schultern gepackt und gerüttelt hätte. Denn anstatt ihren Freunden (Fear, Joshua, Maggie, Mut etc.) zu sagen was sie denkt, was sie fühlt und was sie hofft, bleibt sie einfach nur stumm und schweigt. Sie teilt sich ihnen nicht mit, denkt dafür aber. Doch keiner ihrer Freunde kann Gedanken lesen, wie sollen sie dann bitte erfahren, was in ihr vorgeht? Diese Szenen habe ich regelrecht gehasst. Ich wollte, dass Elizabeth sich endlich öffnet und ihre Liebe und Hoffnungen gesteht und nicht ständig schweigt und nachgrübelt. Denn sie grübelte ständig, was aufgrund der vielen Wiederholungen nervig war.

Wie ihr seht, bin ich ein wenig zwiegespalten, was Elizabeth betrifft. Einerseits finde ich ihre Art faszinierend und begeisternd, auf der anderen Seite nervte sie mich auch, wenn sie unschlüssig herumstand und nicht mit der Wahrheit über ihre wahren Gefühle und Gedanken herausrückte.

Heftig fand ich zudem, dass alle Personen – Elizabeth´s Mutter, ihr Vater Tim, Charles, Maggie, Joshua und sein Dad, Morgan und ihre Schwester etc. so unglaublich viele Probleme hatten mit denen sie zu kämpfen hatten. Das war einfach ZU VIEL des Schlechten. Hier hätte es gereicht, wenn nur ein paar von ihnen Schwierigkeiten gehabt hätten. So wirkte es jedoch voll übertrieben. Es war zwar gut angedacht, diese ernsten Themen anzusprechen, aber wie gesagt: Es war einfach zu viel davon auf einem Haufen, so dass man leicht den Überblick verlor, welcher Charakter welches Problem hatte, nachdem man weiter gelesen und mit dem nächsten Problemcharakter konfrontiert wurde. Weniger ist manchmal mehr!!!

Die Grundidee, dass Elemente und Gefühle in einer Parallelwelt um die Menschen herum leben, gefiel mir recht gut. Ich mochte auch das emotionslose Mädchen Elizabeth zu Beginn. Aber nach und nach begannen die Wiederholungen und die langatmigen nichts sagenden Szenen, die mich einfach nur noch gelangweilt haben. Ich bemerkte auch immer wieder, dass man einige Szenen hätte anders schreiben, spannender hätte machen können. Meiner Meinung nach war die Grundidee toll, aber es wurde zu viel gutes Potenzial verschleudert. Ich hatte irgendwie mehr von diesem Buch, von dieser Geschichte erwartet. So war es für mich kein Problem, dieses Buch bei Seite zu legen und später weiter zu lesen, da mich die Story nicht mehr so in den Bann zog.

Die Geschichte an sich ist gut gestaltet und auch schön und detailreich geschrieben, was mir gut gefallen hat. Allerdings traten während dem Lesen immer mehr Ungereimtheiten und Fragen auf und ließen mich verwirrt und irritiert zurück. Manche Fragen wurden nicht beantwortet, so dass ich noch immer gern die Antwort darauf erfahren möchte.

Ich verstehe u. a. aber auch nicht so recht, dass Albtraum das Gegenteil von Leben darstellen soll. Logischer wäre doch, den Tod zu wählen.

Ich mochte Fear sehr gern. Anfangs schien er noch etwas gruslig, aber er zeigte Gefühle und das machte ihn für mich zu einem echten Freund, bei dem ich immer wieder hoffte, dass er bald erscheinen möge. Joshua hingegen war einfach nur ein guter Kumpel für mich, er war da und war okay. Mit ihm konnte ich mich nicht so gut anfreunden wie mit Fear. Fear hatte halt etwas Magisches, Liebevolles, Sehnsüchtiges. Joshua tat mir während des Lesens aber immer mehr Leid. Er ist ein lieber netter Junge, der seine Pflicht tut und doch immer nur ausgenutzt wird. Ich hätte ihm gern ein schönes Happy End gewünscht und mehr Lebensfreude. Irgendwie war aber sein Ende für mich schon ab der Mitte des Buches vorhersehbar.

Ich hätte mir gewünscht, dass Maggie mehr Emotionen in Elizabeth weckt und Joshua nicht verletzt wird, denn er ist ein lieber Kerl. Ich finde es jedoch wundervoll, was Elizabeth für Joshua und seinen Vater getan hat. Dafür liebe ich Elizabeth! ❤

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig geschrieben, so dass ich keine Probleme hatte, ihrer Geschichte zu folgen und mich in sie hineinzufinden. Auch gefällt mir das deutsche Cover mit der rötlich-metallischen Schrift und den Schmetterlingen sehr gut sowie der Untertitel „Kissed by Fear“, wobei dieser meiner Meinung nach schon etwas zu viel verrät.

Mich hat dieses Werk nicht so berührt, wie ich es von ihm erwartet hatte. Zu Beginn war ich noch begeistert und fasziniert, etwa ab der Mitte des Buches war ich dann jedoch eher mehr gelangweilt und teilweise auch von Elizabeth genervt, so dass ich mir Szenen mit Fear – ganz gleich ob gruslig oder romantisch – regelrecht herbeigesehnt hatte, die letztendlich auch nicht mehr so berauschend waren wie zu Beginn der Geschichte. Es gab zu viele ungeklärte Fragen, ein vorhersehbares Ende und regelrechte Verwirrspiele, bei denen ich noch immer nicht ganz durchblicke und mich unschlüssig zurücklassen.

Ich kann diesem Werk nur 3/5 Punkten geben.

 

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Frohe Ostern!

von

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(Fotoquelle)

Die Osterfeiertage sind gekommen, welche ich zum Anlass nahm, extra für euch eine kleine Kurzgeschichte namens  “Dark Guardian” zu verfassen.

Ihr könnt die Kurzgeschichte “Dark Guardian” hier wieder kostenlos als PDF-Datei downloaden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr, dass euch meine Kurzgeschichte gefällt.

Und nein, sie hat nichts mit “Schneewittchen erwacht” zu tun. Sie ist einfach mein Ostergeschenk an euch!

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Ich wünsche euch allen ein frohes Ostefest und viel Vergnügen bei der Ostereiersuche 😉

 

 

 

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Schneewittchen erwacht…

Ich habe eine neue Sci-Fi-Story zu schreiben begonnen, die in der Zukunft spielt und den Titel “Schneewittchen erwacht…” trägt. Es ist kein Märchen, sondern erzählt die Geschichte eines Mädchens, welches erst nach 50 Jahren Tiefschlaf wieder erwacht.

Ich bin heute so vertieft in das Schreiben der ersten Kapitel meiner Geschichte gewesen, dass ich gar nicht bemerkt hatte, wie schnell die Zeit um mich herum verging und der Tag nun beinahe schon wieder vorbei ist…

Wenn ihr diese Geschichte lesen möchtet, klickt euch einfach hier auf WATTPAD “Schneewittchen erwacht” und lest die ersten drei Kapitel. Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen.

Ich bin sehr gespannt auf euer Urteil, eure Kritik und eure Wünsche und Anregungen.

Wenn ihr meine Geschichten-Sammlung und weitere Kapitel meiner “Schneewittchen erwacht”-Story unterwegs lesen möchtet, könnt ihr sie auch über die APP von “Wattpad” auf eurem Smartphone lesen und abrufen!

 

 

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Kurz-Geschichten ~ Die Laura Minokel

Heute morgen druckfrisch aus meiner Feder entstanden “Die Laura Minokel”, eine wirklich kurze Geschichte über… Ach lest selbst ;)

Die Laura Minokel

James war ein abgewrackter Kiffer, der seit er die ersten Schiffsbretter unter seinen Füßen spürte, von seinem eigenen Boot träumte. Es sollte kein gewöhnliches Boot werden, sondern eines, welches einem Fass glich.
Nachdem er seinen Dienst bei der Marine absolviert und hinter sich gelassen hatte, fand er keine Arbeit und versank in einem tiefen Loch aus Suff und Kifferei. Nur wenige seiner damaligen Kollegen blieben seine Kumpels und besuchten ihn hin und wieder. Manchmal tranken sie einen, meist hingen sie nur zwischen den Brettern und Werkzeugen in einer alten verlassenen Hütte in der Nähe des Hafens, die James bewohnte. Jahrelang ließ er sich gehen und glich einem Penner, der auf der Straße lebte. Dennoch träumte er immer von seinem eigenen kleinen Boot, unternahm aber nichts dafür.
Doch als sein Vater starb, merkte er, wie kurz doch die Zeit war und er raffte sich endlich wieder auf. James räumte seine Bretterbude auf und verschwand meist fast für den ganzen Tag, dass ihn seine Freunde nicht fanden. Keiner wusste, was James tat, wenn er verschwand. Jedoch sahen sie, wie erschöpft er nachts zurückkam und beim nächsten Morgengrauen wieder verschwand.
Manchmal sahen sie ihn, wie er sich Bretter klaute und Werkzeug stahl, doch sie ließen es geschehen. Nie zuvor hatten sie James so energisch gesehen, den Grund dafür kannten seine Kumpels nicht und wurden neugierig. War es eine Frau, die sein Interesse weckte oder etwas anderes?
Sie fragten James, wenn sie ihn abends antrafen. James sagte jedoch nichts, sondern strahlte über sein ganzes Gesicht sehr geheimnisvoll. Sie erzählten sich Geschichten von damals am Lagerfeuer vor James`s Holzhütte, denn es war kühler geworden. Der Herbst war gekommen.
James erzählte leidenschaftlich gern von seinem Traumboot, der “Laura Minokel”, doch alle winkten ab und glaubten nicht daran, dass er es jemals zu Wasser brachte. Geschweige denn, dass es fahrtüchtig sein würde. So hütete James sein kleines Geheimnis und träumte nachts vergnügt davon.
Er wusste, wie viel Arbeit in seinem Traumboot steckte und machte sich jeden Tag erneut auf den Weg, sich diesen selbst zu erfüllen.

Eines Morgens wurde James von Henry, einem alten Seemann, der auch am Hafen lebte, heimlich verfolgt. Henry hinkte ein wenig, denn sein alter Beinbruch war nicht ordentlich verheilt. Dennoch kam Henry bei seiner Verfolgung gut voran, denn James hatte sich mit Brettern beladen und steuerte sein Ziel direkt an ohne Henry in seinem Rücken zu bemerken. Henry versteckte sich hinter einem hohen Stapel aus leeren Holzkisten, und schielte um die Ecke, so dass er James beobachten konnte und sah ein halb fertiges Boot, dass er nur aus James Geschichten kannte.
“Die Laura Minokel.” flüsterte er leise und konnte kaum glauben, was er mit seinen eigenen müden Augen sah. James baut sein Boot! Das hat ihn also jeden Morgen aus dem Haus gebracht und wieder zu Leben erweckt! Henry konnte es noch nicht glauben und wollte näher heranschleichen. Dabei stieß er versehentlich eine Holzkiste auf dem Boden an, die über den Asphalt scharrte, was James hörte und aufsah.
“Henry!” rief er überrascht.
“Ahoi! Was machst du denn da?” fragte Henry und zeigte auf ein riesiges halbfertiges Fass.
“Siehst du doch. Ich baue ein Boot. Mein Boot.” verkündete James stolz.
Henry schüttelte den Kopf.
“Das wird nie fertig und schon gar nicht fahrtüchtig sein. Es hat nicht die typische Schiffsform.”
“Genau das ist auch der Grund für diese Form. Es sollte ungewöhnlich sein und es ist es!”
Die beiden Männer verfielen in eine heiße Diskussion über dieses Boot bis James die Lust daran verlor, sich wieder dem Bau seines Bootes widmete und Henry einfach stehen ließ.

Henry berichtete Tage später seinen Kumpels von diesem Ereignis, doch keiner glaubte so recht an die “Laura Minokel” und ihre Tauglichkeit.

Eines Morgens war es soweit.
James packte seine Sachen in seinen Seemannssack, den er sich für diesen großen Augenblick besorgt hatte. Er stopfte alles ihm wichtige hinein und schulterte sich den Sack huckepack. James war aufbruchbereit und freute sich wie ein kleines Kind über diesen Augenblick. Denn er hatte lange auf diesen Moment gewartet.
Seine Beine trugen ihn an diesem Morgen schneller als in der Vergangenheit zum Hafen und der Anlegestelle seines Bootes. Niemand erwartete ihn. Alles war verlassen und leer wie am Abend zuvor. Nur seine Laura Minokel lag da und wartete auf ihn.
James betrat voller Freude sein Boot, band die Leinen los, holte den Anker ein und ging ans Ruder. Es konnte losgehen.
Allmählich setzte sich die Laura Minokel in Bewegung und gewann etwas an Geschwindigkeit. James strahlte über beide Wangen hinter dem Steuer und strotzte vor Glück.
Viele ungläubige Augen am Hafen starrten ihn an, kopfschüttelnd, fragend, überrascht. James grinste weiter und brachte sein Boot hinüber zu Henry`s Steg, um ihn zu überraschen.
Henry sah ein großes Ungetüm auf sich zusteuern, nahm seine Brille ab, putzte sie an seinem dreckig dunkelblauen Pullover, setzte sie sich wieder auf die Nase und starrte weiter auf das Gefährt im Wasser.

Die “Laura Minokel” glich eher einem riesigen liegenden Fass als einem Boot. Aber James hatte es geschafft, sein Boot zu bauen und schipperte Freude strahlend an seinem Freund vorbei aus dem Hafen.
Henry stand an der Reling und traute seinen Augen kaum, als er das Fass vorbeifahren sah.
“Er hat es geschafft.” sagte er leise zu sich und registrierte erst jetzt was er sah.
“James hat es geschafft!” schrie er lachend, riss sich seine dunkelblaue Wollmütze vom Kopf und schwang sie in luftige Höhen, so dass James es sehen konnte. Henry winkte ihm lachend zu, während James stolz auf seiner “Laura Minokel” grinsend salutierte.

Das Boot steuerte hinaus aufs offene Meer und bescherte James so einige Abenteuer.

Wenn ihr die Geschichte(n)-Sammlung (ja es folgen weitere Kurz-Geschichten, denn ich liebe die Kürze), unterwegs lesen möchtet, könnt ihr sie auch über die APP von “Wattpad” über euer Smartphone lesen und –> HIER <– abrufen!

 

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