RSS

Schlagwort-Archive: Erwachsenenroman

Erin Watt „Paper Princess“

paperprincessIch finde das Cover sehr gelungen, da es eine gute Mischung ist und edel und doch einfach wirkt. Die Krone sieht aus, als sei sie mit so einem Glitzerkleber aufgemalt worden. Schlicht, einfach und nicht zu pompös. Ich mag den leichten 3D-Effekt, da die Krone etwas höher liegt als der Rest des Frontcovers. Das macht das Buch etwas königlicher 🙂
Die Schriftart des Titels und Untertitels finde ich schön. Auch der Titel selbst „Paper Princess“ macht neugierig und man fragt sich, was hat es mit einer Papierprinzessin auf sich.
In der Buchhandlung hätte mich dieses Cover auf jeden Fall angezogen und neugierig gemacht, so dass ich danach gegriffen hätte.

Der Schreibstil mit seiner bildhaften Sprache ist angenehm und flüssig, so dass ich regelrecht durch die Kapitel flog. Es war wie ein Rausch der Geschichte um Ella zu folgen und mit ihr mitzufiebern, mit zu leiden, Freude und Glück zu empfinden und kurz vor dem Heulkrampf zu stehen. All das wäre ohne den tollen Schreibstil der beiden Autoren nicht möglich gewesen. Ich finde es auch toll, dass man die Sprache von Ella und den Royals anfangs gut unterscheiden konnte, später merkte man die Verwandlung von Ella sprachlich gesehen, sie wurde reifer. Man taucht aufgrund der Ich-Perspektive direkt in Ellas Gedanken und Gefühle ein, so dass man jeden Moment, den sie erlebt, live miterlebt – emotional und gedanklich. Es wirkt dadurch realistisch. Manchmal gab es so brenzliche Situationen, dass ich nur dachte: „Los, LAUF!“ oder „Unternimm doch endlich etwas!“

Dieses Buch hat mich mit seinen 35 Kapiteln auf 379 Seiten regelrecht gefesselt, die Spannung war immer greifbar, so dass es mir wahnsinnig schwer fiel, es aus den Händen zu legen, um nachts zu schlafen. Ständig kreisten meine Gedanken um Ella, um Reed, um Ella und Reed, um all die Royal-Söhne und Callum Royal. Schuld daran sind wohl der wahnsinnige Reichtum, das übertrieben gute Aussehen der Royals sowie all die Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse, von denen noch so manches aufgedeckt werden muss. Das Buch hat bei mir viele Fragen hinterlassen, die ich gern beantwortet haben möchte. Interessant fand ich den Bereich Geld und Macht. Es war interessant den Unterschied von ärmlichen Verhältnissen und dem täglichen Kampf ums überleben zu reich und machtvoll zu sehen und wie sich die jeweiligen Personen verhalten – sprachlich und charakterlich.

Die Charaktere von Ella, Reed und Easton waren gut dargestellt, ich hätte mir jedoch auch mehr von den Zwillingen und Gideon gewünscht. Denn sie kamen leider im ersten Band etwas zu kurz. Ich hätte schon ganz gern mehr über sie und ihre Geheimnisse erfahren. Bei allen Royals hatte ich den Eindruck, dass sie noch nicht genau wissen wer sie sind und was sie noch erreichen wollen, ebenso können sie nicht mit echten Gefühlen umgehen, was zu richtigen Dramen mit anderen Protagonisten führt.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Folgeband, der ja recht bald erscheint J

 

Mein Fazit:

Die Royals sind reich, sexy, gefährlich, geheimnisvoll und zerstörerisch. Es könnte sein, dass auch sie dich zerstören, wenn du ihnen verfällst. Aber glaube mir, sie sind es wert!

 

Schlagwörter: , , , ,

[Rezension] Claire Zorn – „Klippen springen“

klippenspringenWunderbare Geschichte über Mobbing, Depression und echte Freundschaft

Kurzinhalt:

„Klippen springen“ handelt von einem knapp 16-jährigen Mädchen namens Hannah, die in ihrer australischen Highschool von ihren Mitschülern tag ein tag aus gemobbt wurde. Doch dies endete abrupt mit einem schlimmen Autounfall und dem Tod ihrer älteren Schwester Katie. Seither wird Hannah in Ruhe gelassen und gemieden. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, leben sich ihre Eltern immer mehr auseinander. Die Mutter ist in ihrer tiefen Depression durch Katie`s Tod gefangen, zu nichts fähig und liegt die meiste Zeit im Bett. Hannah`s Vater ist durch den Autounfall ein Krüppel und geht an Krücken, verbraucht viele Schmerzmittel. Auto fährt er nicht mehr, denn er wird mit dem Taxi zur Arbeit gefahren, wo er sich fast den ganzen Tag aufhält. Die Eltern streiten sich öfters, Hannah hat Angst, dass sie sich scheiden lassen. Den Haushalt macht im Grunde niemand, die Einkäufe und den Haushalt übernimmt teilweise die Großmutter von Hannah. Dennoch geschieht es oft, dass der Kühlschrank fast leer ist und Hannah nichts zu essen hat. Den Höhepunkt macht zudem auch noch die Gerichtsverhandlung über den Autounfall aus, bei dem Hannah eine wichtige Rolle spielen soll. Denn ihre Erinnerungen an das Unfallgeschehen sollen entscheiden, ob Hannah`s Vater der Mörder von Katie ist, für den Hannah`s Mutter ihn bereits hält.

Mit all diesen Problemen hat Hannah täglich zu kämpfen und wandert von einem Psychotherapeuten zum nächsten, mit wenig Erfolg, und ist immer allein. In der Schule, zu Hause, immer. Dadurch, dass ihre Mutter keine große Hilfe ist, lernt Hannah selbstständiger zu werden, sich ihrer Angst zu stellen und zu kämpfen. Ich war erleichtert zu lesen, als Hannah echte Hilfe von einer neuen Therapeutin namens Anne bekam, die sie ermunterte und ihr auch hilfreiche Tipps für ihre Panikattacken gab. Ich glaube, derartige Tipps helfen nicht nur der Protagonistin, sondern sicher auch so manchem Leser. Ich fühlte und litt mit Hannah mit jeder Seite des Buches und wollte wissen, wie es ihr gelingt, diese Vielzahl von Problemen in ihren jungen Jahren zu bewältigen, da ich ihre Angst und Verzweiflung dank der gut gewählten Wortwahl deutlich spüren konnte. Ich gebe zu, dass ich teilweise sogar Tränen in den Augen gehabt hatte und Hannah gern in den Arm genommen hätte. Umso erfreuter war ich, als Josh sich allmählich in Hannahs Einsamkeit schlich, sich mit ihr unterhielt, ihr Essen mitbrachte, sie aus ihrer dunklen Erstarrung riss und sie zurück ins Leben holte. Ich habe die Szenen mit Josh regelrecht herbeigesehnt und gehofft, dass er Hannah wieder ein kleines Lächeln entlocken kann.

Auch Hannah`s Großmutter und ihre Nachbarin Mrs Van waren für mich sehr authentische Charaktere, die mit ihren Geschichten Hannah und auch mich als Leser bewegten und ermutigten, weiter zu machen, zu kämpfen und zurück ins Leben zu finden. Ich mochte ebenso die Rückblenden in das gemeinsame Leben mit Hannah`s großer Schwester Katie, um sie näher kennenzulernen. Doch manchmal hätte ich Katie echt zum Teufel gewünscht, weil ich ihr Verhalten so manches Mal nicht nachvollziehen konnte.

Dieses Buch beschreibt sehr detailgetreu, wie man sich als Mobbingopfer fühlt und welche Gedanken, Gefühle und Ängste vorherrschen. Besonders deutlich werden Einsamkeit und Panik geschildert, die jedes Mobbingopfer nur allzu gut kennt. Ich konnte mich in die jeweiligen Situationen sehr gut hineinversetzen, was auf den guten Schreibstil und der Wortwahl begründet ist.

Ich bin sehr froh, mich für dieses Buch entschieden zu haben, da es mir als Leser sehr viel gibt:

Sichtweisen auf die unterschiedlichen Situationen der einzelnen Protagonisten (Hannah, ihr Vater, ihre Mutter, ihre Großmutter etc.), denn sie haben alle unter dem Verlust zu leiden – jeder auf seine Weise.
Ebenso erhielt ich Tipps für Panikattacken und andere Situationen.
Ich lernte einiges über Musik und Freundschaften und, dass man sich seinen Ängsten stellen muss, um voran zu kommen.
Mir als Leser wurde die Kraft gegeben, nicht aufzugeben, sondern jeden Tag auf`s Neue morgens aufzustehen und zu kämpfen, damit es eines Tages besser wird. Mutig zu sein und aufrecht zu gehen, zu lächeln selbst wenn einem nicht danach ist. Danke Hannah, danke Josh und danke Claire Zorn!

Mein Tipp:

Jeder sollte dieses Buch lesen! Und jeder sollte einen Josh zum Freund haben!

Jeder, der vorhat, einen anderen Mitschüler, Arbeitskollegen, Nachbarn etc. zu mobben. Denn in diesem Buch erfahrt ihr, wie es dieser Person ergeht, welche Gedanken und Gefühle durch dieses Mobbing einhergehen.

Jedes Mobbingopfer sollte „Klippen springen“ lesen, denn hier schöpft ihr Kraft sowie Mut und erhaltet hilfreiche Tipps, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen!

Von mir bekommt dieses Werk 5/5 Punkten, weil es so authentisch, zeitnah und realistisch geschrieben war und ich den Schreibstil der Autorin mochte. „Klippen springen“ wird für mich sicherlich nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich von Claire Zorn lesen werde.

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

[Rezension] Greg Walters – Die Geheimnisse der Alaburg

alaburgMittelalterlicher Harry Potter

… gemischt mit Figuren aus Herr der Ringe.

Buchinhalt:

Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der nicht zaubern kann, ein übergewichtiger Zwergelbe, ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten – oder vernichten. Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird, und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich – und gefährlich … Die Geheimnisse der Âlaburg – das neue Fantasyepos für Fans von Harry Potter und Eragon.

ACHTUNG SPOILER!!!!!

Der Beginn des Buches war ein wenig schleppend und wenig spannend, doch als Leser sollte man erst einmal in das Leben von Leik eintauchen, ehe es allmählich spannend wurde.

Ich mochte die Idee diese magische Geschichte um eine Harry-Potter-ähnliche Figur im Mittelalter anzulegen, dessen Hauptprotagonist ebenso schüchtern wie auch begabt ist.
Fasziniert war ich von der Universität mit seinen 5 Häusern, die mich ebenfalls stark an „Harry Potter“ von J. K. Rowling wie auch an Jenny Nimmo`s „Charlie Bone“ erinnerten und die märchenhaften Figuren aus „Herr der Ringe“ von Tolkien mit einflocht.
Das hat mir gut gefallen, denn so lernte man Orks, Elfen und Zwerge auf eine andere Art und Weise kennen. Auch gab es ein magisches Turnier, um die Spannung im Buch zu erhöhen, was recht gut gelang und neugierig auf den Ausgang des magischen Turniers machte. Dennoch war ich teilweise etwas enttäuscht, über die Handlungen während des Turniers, besonders als die Orks ausstiegen. Da hätte ich mir doch mehr erhofft, immerhin wurden sie als die Bösen und Brutalen dargestellt und plötzlich kuschten sie. Das war mir doch etwas unrealistisch, weil doch ihr Kampfgeist zum Großteil des Buches hervorstach.

Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und authentisch. Sie kommen auch sympatisch rüber, so dass ich gut eine Verbindung zu Leik, Gerald, Filixx und Morla aufbauen konnte und mich über ihre tiefe Freundschaft und das entstandene Vertrauen freute.
Ich konnte Leiks inneren Kampf und die Hin- und Hergerissenheit nur allzu gut verstehen. Schon allein, sich von seiner alten Heimat zu trennen, dann nicht zu wissen, wer er selbst wirklich ist, der Kampf mit der Magiebeherrschung sowie die Faszination für die magische Welt. Mit Leik konnte ich mich nur allzu gut identifizieren. Dieser Protagonist ist wirklich gut ausgearbeitet.
Während des Lesen konnte ich die Weiterentwicklung der Charaktere immer deutlicher erkennen, besonders bei Leik und Morla wurde dies deutlich, auch der Ork des Weißen Hauses wurde mir zunehmend sympathischer.

Im Bereich Sprache fielen mir gleich mehrere Dinge auf:

Remter musste ich erst einmal googeln, um mit Hilfe von Wikipedia zu erfahren, dass Remter ein Raum in einem Kloster, ähnlich einem Speiseraum ist. Hier sollte ein anderes Wort gefunden werden, denn nicht jeder Leser weiß was Remter ist und nicht jeder googelt im Internet danach. Außerdem sind Kloster und Universität 2 verschiedene Gebäude.
Zu Myriaden: „Myriaden steht für eine Anzahl von 10.000“. Doch in diesem Werk wurde es jeweils als Berg/Haufen/Hügel genutzt, welches ich eher unpassend finde. Und wer Myriaden als Wort nicht kennt und den Zusammenhang nicht ganz versteht, müsste erstmal recherchieren, um die Bedeutung des Wortes zu erfahren. Hier sollte auch ein „normaldeutsches“ Wort wie Berg eingesetzt werden zwecks Verständnis für den Leser.

Der Autor möchte zwar mit solchen „hochtrabenden“ Worten auf seine Wortgewandtheit verweisen, dennoch sollte er auch bedenken, dass seine Leserschaft auch im Jugendbereich liegt und nicht jeder Leser in seinen sprachlichen Höhen schwebt.
So waren z. B. die Umschreibungen für die jeweiligen Charaktere interessant und größtenteils gelungen, so dass nicht in jedem Satz zu lesen war: „Leik tut dies. Leik tut das …“. Das war recht angenehm zu lesen. Dennoch gab es einige Szenen, in denen ich als Leser nicht wusste, welcher Protagonist gerade was sagte bzw. tat aufgrund eben dieser Charakterumschreibung. Ich „blätterte“ in der PDF-Datei hin und her, konnte es jedoch an manchen Stellen einfach nicht herauslesen. Hier sollte dann doch besser der Name des Protagonisten eingesetzt werden, besonders wenn mehrere Figuren in einer Szene vorhanden sind.

Auch gab es hin und wieder einige Textseiten, die zwar voll beschrieben waren, aber es inhaltlich irgendwie fehlte. Es gab keine Spannung, keine Geschichte, es plätscherte einfach nur dahin, so dass ich dem leichten Drang beinahe unterlegen war, diese Seiten zu überspringen. Manche Sätze und Absätze könnten auch ganz gestrichen werden, weil sie überflüssig erscheinen.
Auf Seite 199 stolperte ich im Lesefluss als es z. B. hieß: „Was dann passierte …“ Dieser Absatz verwirrte und irritierte mich sehr. Es ist wie eine Rückblende geschrieben, die jedoch mitten im Geschehen einsetzt, was unpassend wirkt und mich eher verstört hatte.

Ich habe Gefallen an diesem Buch gefallen und bin gespannt auf die weiteren Bände. Es soll insgesamt 4 Bücher dieser Farbseher-Reihe geben. Allerdings würde ich sie weniger mit Eragon als mit Harry Potter, Herr der Ringe und Charlie Bone vergleichen, da sie von jedem etwas in sich trägt. Es ist für Jugendliche gut geeignet, da die Gefahren zwar teilweise schaurig sind, aber nachts keine Albträume bescheren 😉

Von mir bekommt dieses Werk 4/5 Punkte. Ich würde dieses Buch wie auch die Fortsetzungen kaufen, nur um zu erfahren, wie es mit Leik, Morla, Drehna etc. weitergeht und welche Abenteuer noch zu bestehen sind.

Mehr Infos zum Buch „Die Geheimnisse der Alaburg“ von Greg Walters findet ihr >> HIER <<.

Hinweis: Der zweite Teil der Reihe „Die Legenden der Âlaburg“ wird vermutlich im Sommer 2016 erscheinen.

 

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

[Rezension] Andreas Eschbach – Eine Million Dollar

Eine Million im Lotto zu gewinnen, mag ein Traum und die Fahrkarte in die Freiheit sein –- eine Billion Dollar zu erben, verknüpft mit einer 500 Jahre alten Prophezeiung, mit diesem Geld der Menschheit ihre Zukunft wieder zu geben, ist ein Albtraum und schlimmer als Einzelhaft. Der junge John Fontanelli macht diese Erfahrung, als er am Stichtag eines 500 Jahre alten Planes erfährt, dass ihm als jüngster in diesem Moment lebender Nachfahre seiner Familie das durch Zinseszins im Laufe der Zeit angehäufte Vermögen zusteht. Von einem Tag auf den anderen sieht er sich im Mittelpunkt des Weltgeschehens und muss eine Antwort auf die Frage “Was würdest Du tun, wenn Du genug Geld hättest, um die Zukunft der Menschheit zu bestimmen?” finden.

Hauptfazit dieses Hörbuches ist wohl, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – Konzernchefs und Finanzbosse kommen gar nicht gut weg in Eschbachs Buch. Dafür stellt er gewagte, teils ziemlich beängstigende, aber nicht uninteressante Theorien über Marktmechanismen, Geldwesen und die Zukunft der Welt auf.

Wer allerdings nur einen abenteuerhaften Thriller erwartet wie z.B. das auf diese Art tolle Jesus-Video, der wird nicht bedient. Dafür ist das Thema einfach zu komplex und umfassend. Aber es liest sich trotzdem flüssig und spannend.

Ich habe dieses Hörbuch genossen und kann es weiterempfehlen. Ausserdem freue ich mich auf den nächsten “Eschbach”, der hoffentlich genauso gut recherchiert sein wird!

 

 

Schlagwörter: , , , , , ,

[Rezension] Andreas Eschbach – Der Nobelpreis

Bestechung, Erpressung = NOBELPREIS

Schon allein der Gedanke daran, dass es beim Nobelpreis nur durch Bestechung und Erpressung zum Sieg führt, ist heftig. Man vermutet zwar, dass es bei Presse und Politik so zugeht, jedoch nicht beim Nobelpreis. Umso mehr musste ich mir dieses Buch unbedingt durchlesen. Außerdem ist es von Eschbach, dessen Schreibstil ich sowieso verfallen bin…

Das Mitglied des Nobelpreiskomitees, Hand-Olof Anderson wird nach der Entführung seiner Tochter erpreßt und soll für eine bestimmte Kanidatin seine Stimme abgeben. Als letzte Rettung fällt ihm nur sein ungeliebter Schwager Gunnar Forsberg ein, der zur Zeit wegen Wirtschaftsspionage einsitzt. Dieser soll Hand-Olof helfen seine Tochter wiederzubekommen. Allerdings wird die Zeit immer knapper, denn die Nobelpreise werden am 10. Dezember vergeben und Gunnar hat nur noch zwei Wochen Zeit, um die Erpressung und Entführung aufzudecken. Dabei sollte er eigentlich sehr vorsichtig vorgehen, da er nur auf Bewährung entlassen wurde. Er setzt allerdings mehrmals alles auf eine Karte und bricht in Büros und Häuser ein, um Informationen über die Bestechung und damit über den Aufenthaltsort seiner Nichte zu bekommen.
Zu Beginn der Geschichte werden die Geschehnisse vor Gunnars Entlassung geschildert. Anschließend wird in Ich-Form aus der Sicht von Gunnar Forsberg erzählt, was ich sehr interessant fand, da ich selbst gern in der Ich-Perspektive schreibe.
Ich persönlich fand das Ende zwar etwas seltsam, aber wie hätte es sonst ausgehen sollen als so?!?!?!
Ich finde deshalb trotz aller anderen Meinungen, dass es ein klasse Buch ist, was man unbedingt gelesen bzw. gehört haben sollte!!!

 

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

[Rezension] Charlotte Roche – Feuchtgebiete

Ich liebe Hörbücher, da ich nebenher immer einiges erledigen kann und war erfreut, als ich mir das o. g. Hörbuch ausleihen konnte. Es hatte seit Monaten mein Interesse geweckt wegen des Rummels, welches um dieses Hörbuch gemacht wurde.

Dieses Hörbuch ist für eine Frau erstaunlich offen, außergewöhnlich und provokant und der lockere Stil und das unverblümte, freche Mundwerk verführen einfach zum Weiterhören – egal ob es peinlich, erschreckend tabulos und unheimlich witzig, ärgerlich, genial, ekelig ist. Es ist eben etwas anderes als die anderen Hörbücher. Nur wer dieses Hörbuch gehört hat, darf mitreden.

Es gibt zwar wenig Geschichte, da die Protagonistin ihren Wünschen und Tagträumen im Krankenhaus nachhängt, jedoch wurde mir reichlich übel, als es um den massenhaften Blutverlust in der Geschichte ging. Da ich Blut weder sehen noch riechen mag und leider ein wenig zu VIEL Vorstellungskraft besitze, wurde mir übel und ich musste erst einmal das Hörbuch ausschalten. Ansonsten kann man es sich locker leicht von Anfang bis Ende anhören, darf hin und wieder schmunzeln, sich ekeln oder sich einfach über die Frau Helen wundern, die eben nicht die typische Frau ist.

Tipp: Beim Hören sollte man auf die Nahrungsmittelaufnahme verzichten, außer man ekelt sich vor gar nichts…

 

Schlagwörter: , , , ,

Rezension „Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt“

… Hörbuch von Stephan Orth (Autor), Antje Blinda (Autor) und Stefan Kaminski (Erzähler)

Hörbuchbeschreibung (siehe Rückseite)

Piloten ohne Orientierung, Kühe auf der Landebahn: So manche Durchsage an Bord von Flugzeugen treibt selbst erfahrenen Passagieren den Schweiß auf die Stirn. Hunderte Leser schickten Anekdoten von ihren schlimmsten und komischsten Erlebnissen über den Wolken an SPIEGEL ONLINE: von Piloten, die brenzlige Situationen mit Humor meistern, und Stewardessen, die mit Turbulenzen aller Art souverän umgehen. Ein urkomisches Hörbuch, das Menschen mit Flugangst niemals hören sollten – beziehungsweise erst dann, wenn sie glücklich wieder gelandet sind. Virtuos umgesetzt von Stimmkünstler Stefan Kaminski.

Produktinformationen

  • Spieldauer: 1 Stunde und 11 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Gekürzte Ausgabe
  • Verlag: Der Audio Verlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 13. April 2010
  • Preis: 10,95 Euro (D)

sorry_wir_haben_die_landebahn_verfehltDas Hörbuch ist mit seinen vielen Kurzgeschichten sehr schön unterteilt in verschiedene Zwischenfälle und Situationen während eines Starts, Fluges und dem Landeanflug sowie der Landung. Zu Kapitelende gibt es kleine Informationen über das Fliegen, Turbulenzen sowie Start/Landung, die man wissen sollte.

Flüge an Bord von Billigfliegern, namhaften Airlines und Charterflugzeugen werden hier nachgestellt, als ob man selbst im Flieger säße und diese Augenblicke live erlebe…

Die Erzähler sprechen deutlich, ahmen gut andere Sprachen und Dialekte nach und passen ihre Stimm- und Tonlagen situationsbedingt sehr gut an.

Es werden Situationen beschrieben, bei denen ich heilfroh war, nicht in dem entsprechenden Flieger zu sitzen. In anderen Szenen habe ich mich allerdings fast gekringelt vor Lachen. Schmunzeln musste ich bei wieder bei weiteren Szenen. Dieses Hörbuch ist emotional sehr abwechslungsreich, es spielt mit den Gefühlen des Zuhörers. Es ist eine gelungene Mischung aus Flugangst und Humor.

Fazit

Dieses Hörbuch ist sehr unterhaltsam für Zwischendurch. Allerdings sollte man es vielleicht nicht direkt vor dem Start mit bzw. direkt in einem Flugzeug hören, um Flugangst zu vermeiden. 😉

Menschen mit echter Flugangst empfehle ich dieses Buch jedoch nicht. Lest bzw. hört lieber etwas anderes, sonst steigt ihr nie wieder in einen Flieger!

 

 

 

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,