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Archiv der Kategorie: Fantasy

[Rezension] Bianca Iosivoni – Soul Mates, Band 1: Flüstern des Lichts

soulmates1Spannender Auftakt einer Dilogie

Beschreibung:

ER SIEHT DAS DUNKLE IN IHRER SCHÖNHEIT.
SIE SIEHT DAS SCHÖNE IN SEINER DUNKELHEIT.
ZWEI SEELEN – FÜR IMMER VERBUNDEN.
DOCH IM KAMPF ZWISCHEN LICHT UND SCHATTEN BEDEUTET IHRE LIEBE DEN TOD.
Wer ist der attraktive Typ mit der düster-gefährlichen Ausstrahlung, der Rayne abends auf der Straße vor einem Angreifer rettet? Wider Willen fühlt sich Rayne zu dem undurchschaubaren Colt hingezogen, und auch er sucht ihre Nähe. Immer wieder. Denn die beiden sind Seelenpartner. Doch die Licht- und Schattenwelt ist im Aufruhr, und während Colt auf der Seite der Lichtseelen steht, weiß Rayne nicht, zu wem sie gehört.

 

Als ich hörte, dass Bianca Iosivoni eine neue Fantasy-Dilogie veröffentlichte, in der es um Seelenpartner und Lichtseelen geht, wollte ich die Story unbedingt lesen. Denn ich mag Geschichten, die von diesen Themen handeln sehr gern.

Mir gefällt die Idee mit den Seelenpartnern und auch den Kampf zwischen Licht- und Dunkelseelen. Es erinnert mich irgendwie an die Obsidian-/Oblivion-Reihe einer bekannten Autorin, die ich auch sehr mag. Ich bin aber noch immer nicht ganz dahinter gestiegen, welche Rolle die Nebelseelen übernehmen. Denn so ganz neutral scheinen sie doch nicht zu sein.

Ich mag Rayne sehr gern. Sie ist gut durchdacht und wirkt realistisch. Sie hat ihre Tiefen und Höhen und man merkt schnell, dass sie eine düstere Vergangenheit besitzt, die sie immer wieder in die Dunkelheit zieht. Gleichzeitig entdeckt man aber mit ihr auch eine innere Stärke und Mut, die mich immer wieder überrascht hat.

Colt ist für mich nicht so tiefgründig wie ich erhofft hatte. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass er Geheimnisse vor Rayne hat, weil er sich ihr nie bzw. nur sehr selten und minimal öffnete. Er ist eine Mischung aus Bad Boy und Beschützer, verhält sich aber meist wie ein Arsch. Deshalb konnte ich auch nicht so viel mit ihm anfangen. Ich fand es nicht schön, zu lesen, dass Colt Rayne immer wieder „heiß machte“, küsste etc. und dann einfach wieder verschwand und sie wieder mal mit gebrochenem Herzen allein zurückließ. Angeblich dürfen Seelenpartner sich nicht lieben. Aber genau das machen doch Seelenpartner aus. Liebe, die tiefer geht als alles andere!

Die Nebencharaktere fand ich toll. Miles, Liv, Nora, Emma und Barry mochte ich sehr gern. Ich habe sie regelrecht in mein Herz geschlossen. Sie haben Rayne einen guten Halt gegeben, sind ihre Konstanten, ihre Familie und Freunde. Deshalb verstehe ich auch sehr gut, dass Rayne für sie kämpft und immer für sie eintritt und weshalb es ihr so schlecht geht, wenn sie sie anlügen muss.

Aufgrund des flüssigen und leichten Schreibstils bin ich nur so durch die Geschichte gerast und habe mit jeder Seite mit Rayne mitgefiebert, da so unglaublich viel passiert. Mein Herz hämmerte mit jedem Geschehen mit, besonders wenn Rayne auf Colt trifft. Die Autorin hat so viele spannende wie auch romantische Szenen eingebaut, dass ich nicht in der Lage war, dieses Werk aus den Händen zu legen. Ich wollte und musste unbedingt wissen, wie es weitergeht. Denn Gefahren und Liebe, Anziehung, Freundschaft, Täuschung, Vertrauen und Verrat waren auf fast jeder Seite zu finden. Leider waren einige Szenen und auch das Ende irgendwie vorhersehbar, so dass die Spannung ein wenig darunter litt. Dafür gab es jedoch einige schöne Szenen, die mein Herz schmelzen ließen, z. B. die Szene auf dem Dach oder als Colt Rayne auffing als sie von den Opferschreien in ihrem Kopf fast zusammenbrach.

Schade fand ich, dass wir nur so wenig über die Welt der Licht- und Schatten- und Nebelseelen erfahren. Ich hätte so gern mehr darüber gelesen. Manchmal fragte ich mich auch, wie die Schattenseelen plötzlich die Lichtseelen fanden, da dies nicht aufgeklärt wurde. Hatten sie Rayne verfolgt oder wie sind sie dorthin gekommen? Ebenso hätte ich gern gewusst, wieso manche Wesen verschont wurden, obwohl sie hätten „beseitigt“ werden können und die Möglichkeit bestand. Oder sind sie wichtig für den Folgeband?

Und es gab so viele coole Sätze, bei denen ich schmunzeln musste. Besonders gut gefielen mir:

Seite 192: „Meine sportlichen Aktivitäten beschränken sich darauf, beim Lesen die Seiten umzublättern“ 😀

UND

Seite 196: „Egal wie dunkel es sein mag, einen Funken Licht findest du überall. Und wo Licht ist, da sind auch wir.“ 💖 💖💖

Das Cover hat mich nicht ganz so angezogen. Ich mag zwar das Spiel mit den Farben (Licht und Schatten, braun und grau) und die Lichtpunkte. Der Schriftzug des Titels gefällt mir, ich mag die geschwungenen Lettern gern. Aber es ist irgendwie nicht so ganz meins.

Fazit:

Ein wundervoller Auftakt einer spannenden Dilogie um Licht- und Schattenseelen, der mich ein ums andere Mal an die Obsidian-/Oblivion-Reihe erinnert, die ich auch sehr mag.

Deshalb kann ich guten Herzens 4 von 5 Sternen für „Soul Mates Flüstern des Lichts“ verleihen. Ich bin sehr gespannt auf den 2. Band, den ich unbedingt lesen muss, weil ich wissen will, wie es mit Rayne und Colt weitergeht.

 

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[Rezension] T. Cooper & Allison Glock-Cooper „Changers 2 – Oryon“

oryonSpannende Fortsetzung der Changers-Reihe!

Beschreibung:

Bei ihrer zweiten Veränderung wacht die 15-jährige Drew als Junge auf. Drew ist jetzt Oryon, ein cooler afro-amerikanischer Skatertyp. Gerade, als sie sich an ihre weibliche Identität gewöhnt hatte!

Doch so ist das Leben für einen Changer, eine alte Menschenart, deren Angehörige jedes Highschooljahr als eine andere Person existieren müssen. Bis zum nächsten Sommer wird Oryon lernen, wie sehr die Welt um ihn herum versucht, ihn in das zu verändern, was sie in ihm sieht – und dass er nur er selbst sein kann, wenn er sich dem widersetzt.

„Changers 2 – Oryon“ ist noch etwas heftiger als Band 1 „Changers – Drew“, denn hier geht es noch viel deutlicher um Rassismus, Hass, Gewalt, Intoleranz, Verlust und sogar um Entführung. Dieser Roman ist voller Höhen und Tiefen, dass das Lesen nie langweilig wurde. Die Spannung ist besonders gegen Ende deutlich greifbar, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Der Schreibstil ist wieder einmal wunderbar, leicht, einfach und man kann sich schnell in Ethan/Drew/Oryon hineinversetzen, da es in der Ich-Perspektive verfasst wurde. Ich mag Oryon genauso sehr wie Drew zuvor und finde Audrey noch immer hinreißend. Sie ist wirklich ein gutes und taffes Mädchen/cooler Typ. Ich mag sie/ihn sehr gern. Chase hingegen hat sich total in die RaChas-Sache verrannt, so wirkt es zumindest und es fühlt sich sektenmäßig an. Doch ich glaube, dass da viel mehr dahintersteckt als wir es als Leser aktuell vermittelt bekommen. Deshalb bin ich schon sehr gespannt auf Band 3 „Changers 3 – Kim“.

Schade finde ich, dass die Verwandlung von Drew in Oryon leider übersprungen wurde und wir gar nicht richtig mitbekommen, wie es Ethan/Drew nach der Verwandlung in Oryon ergangen ist. Denn Oryon ist kein Weißer, sondern ein Afroamerikaner und genau da fangen die Probleme auch schon an. Oryon stößt immer wieder auf Rassismus, Hass und Gewalt und muss so einiges durchmachen. Aber er hat Freunde an seiner Seite und erfährt auch Liebe … Das hat ein wenig über die heftige Geschichte hinweggetröstet … zumindest bis zu den letzten Kapiteln hin. Ich frage mich, was aus Alex, Snoopy und Chase geworden ist … Ich kann es nicht erwarten, den Nachfolgeband zu lesen, ich muss weiterlesen, die Spannung ist einfach zu hoch! Vor allem dank des fiesen Cliffhangers am Ende … Ich hatte völlig aufgehört zu atmen und musste mich erst einmal wieder daran erinnern und Luft holen. Zu atmen.

Auch habe ich die Gespräche zwischen Drew/Oryon und Chase sehr vermisst. Chase hat mir sehr gefehlt, auch wenn er mir mit den RaChas ein wenig auf die Nerven ging, obwohl er wohl auf der richtigen Seite stand.

Bei Mr. Crowell war ich mir manchmal nicht sicher, ob er nicht doch irgendwie zu den Changers gehört oder nicht. Er war für mich in dieser Hinsicht ein rätselhafter Charakter, trotz dessen, dass ich ihn als Lehrer mochte und er sich für Oryon und Audrey einsetzte. Wie alt ist Mr. Crowell eigentlich und wie alt ist Tracy? Irgendwie kann ich beide nicht richtig einschätzen.

Was ich auch gern gewusst hätte: Wieso dürfen Changers immer nur ein Kind bekommen? Sie können doch 2 Kinder bekommen im Abstand von 5 bzw. 6 Jahren. Denn dann hätten sie genug Zeit sich um beide Kinder in ihrem V-Zyklus zu kümmern. Wäre doch nur logisch, wenn der Rat der Changers doch mehr Changers in der Menschenwelt haben will wegen der Toleranz etc. Oder?

Das Cover zeigt wie beim ersten Band mehrere Köpfe (vermutlich alle Versionen des Changers Ethan/Drew/Oryon), die ineinander übergehen, sich verändern. Es ist schlicht und einfach gehalten, ohne großen Schnickschnack. Hier wird einfach nur Wert auf die Veränderung, den anstehenden Change gelegt und ich finde, das genügt auch vollkommen. Außerdem passt es perfekt zu seinem Vorgängerband.

Fazit:

Supergut erzählte und authentisch dargestellte Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt, besonders in Hinsicht auf Rassismus, Hass, Gewalt, Freundschaft und Liebe. Ich bin noch immer richtig geflashed von diesem Roman um Oryon und seine 2. Verwandlung, dass ich gern weiterlesen möchte! Ich verleihe diesem Teil 5 von 5 Punkten.

 

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[Rezension] T. Cooper & Allison Glock-Cooper „Changers 1 – Drew“

changersdrewÜberzeugender Serienauftakt einer Tetralogie

Klappentext:

Am ersten Highschooltag erwacht der 14-jährige Ethan plötzlich als junges blondes Mädchen. Seine Eltern erklären ihm, dass er ein „Changer“ ist. Wie sein Vater gehört er einer Gruppe von Menschen an, die sich während ihrer Schulzeit viermal in eine andere Person – Junge oder Mädchen – verwandeln, bevor sie eine feste Identität wählen.

Seine erste Identität als „Drew“ ist für Ethan nicht leicht: Sie muss sich mit den Regeln der Changers vertraut machen, verliebt sich und muss für diese Liebe kämpfen. Was werden die Gegner der Changers unternehmen? Und ist die Organisation, die sie unterstützt, wirklich so gut? Die wichtigste Frage aber lautet: Wer wird „Drew“ am Ende sein?

Nachdem der Klappentext schon megaspannend klingt und mich unheimlich neugierig gemacht hat, wollte und musste ich endlich diese Buchreihe beginnen. Denn ich wollte wissen, was es heißt, ein Changer zu sein und welche Veränderungen er körperlich und seelisch durchmacht. Ich finde, dass die Verwandlung von Ethan in Drew sehr gut dargestellt wurde. Man bekam wirklich die anfänglichen Problemchen mit, wie z. B. den Wechsel von Jungsklamotten zu Mädchenkleidern, zum Wechsel der Denkweisen und Emotionen bis hin zu Dingen wie die erste Periode, die beste Freundin etc. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie sich Ethan mehr und mehr in Drew verwandelte und Ethan immer mehr verblasste, obwohl ich Ethan mochte. Er war ein cooler Typ, sein Kumpel Andy tut mir leid. Ethan/Drew hat mir wirklich gut gefallen, sie war realistisch dargestellt und sehr sympathisch.

Chase/Brooke … oh ja. Coole Socke, kann ich da nur sagen. Chase mochte ich vom ersten Moment an und habe jede Szene mit ihm herbeigesehnt. Ich hätte ihn zu gern noch mal gegen Ende der Story „lesen“ wollen. Schade, dass es nicht geklappt hat. Ich vermisse Chase jetzt schon.

Und Audrey: Eine bessere Freundin hätte sich Drew nicht wünschen können. Sie ist so lieb und herzlich. Die beiden passen wirklich gut zusammen. Ich fand das Geschenk am Ende toll J

Ich mochte den leichten, flüssigen, fesselnden und mit Humor gespickten Schreibstil des Autoren-Duos in der Ich-Perspektive sehr gern, der mir den Einstieg in die Geschichte erleichtert hat. Manche Sätze waren jedoch ellenlang, mit mehreren Nebensätzen und Wortgruppen/Sätzen in Klammern. Das hätte nicht sein sollen. Das war einfach zu lang. Die Sätze hätten gekürzt werden können. Zum Glück gab es davon nicht allzu viele Abschnitte. Hin und wieder gab es auch vereinzelt noch einige Schreib- und Tippfehler, die noch ausgebessert werden können. Mich störten auch die Zeitsprünge zwischen den Tagebucheinträgen. Am Anfang waren es fast tägliche Einträge, doch später sprang man gleich mehrere Wochen weiter… Auch wäre einiges noch ausbaufähiger und gefühlvoller sein können. Immerhin ist der Changer gerade ein Mädchen! Mir hat an der Geschichte der Changers und des Rates etwas mehr Tiefe gefehlt. Ich hätte gern mehr über den Rat und die Changers erfahren und gern gewusst, ob der Rat so eine Art Sekte ist.

Im Anhang des Buches gibt es ein gekürzes Glossar (Auszug aus der Changers-Bibel), in dem alle Begriffe der Changers etc. ausführlich erklärt werden, inklusive der Symbole und Tattoos.

Das Cover zeigt das verschwommene Schattenbild zweier Köpfe, die ineinanderfließen, was wohl den Verwandlungsprozess der Changers darstellen soll. Mir gefallen die Farben und der einfache Schriftzug.

Fazit:

„Changers – Drew“ ist ein gelungener Auftakt einer Tetralogie, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Denn es werden neben dem Fantasy-Element der Verwandlung gleich mehrere Themen behandelt: Freundschaft, Missbrauch, Veränderungen, Rassismus, die erste Liebe, Teenagerprobleme, Vertrauen, Erwachsenwerden etc. Dieser Roman regt sehr zum Nachdenken an. Als Leser fragt man sich schlussendlich, welchen Weg und welche Version man letztendlich selbst gehen/wählen würde und wen Ethan/Drew nach dem Zyklus wählt.

Von mir gibt es klare 4,5 von 5 Punkten!

Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren 3 Verwandlungen …

 

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[Rezension] Jennifer Alice Jager „Empire of Ink 2 – Die Macht der Tinte“

ink2Besser als sein Vorgänger

Beschreibung:

Endlich kennt Scarlett die wirkliche Bedrohung ihrer Welt und die liegt nicht in den Bewohnern des Empire of Ink, dem Königreich, das einst durch die Macht des geschriebenen Wortes erschaffen wurde. Die eigentliche Gefahr lauert in der Organisation, die dieses Volk jagt. Um das Tintenreich vor dem Untergang zu bewahren, bleibt Scarlett nur eine Möglichkeit: Die Flucht vor dem Mann, der sie liebt, in eine Welt voller Drachen, Könige und Magie…

Ich hatte kaum den ersten Band beendet, musste auch gleich der Folgeband her. Denn ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte um Scar, Finn und die beiden Welten weitergeht. Ich wollte auch endlich in die Tintenwelt eintauchen und nicht nur ständig davon lesen. Und ich wurde belohnt. In diesem Band tauchen wir sogar 2 Mal in die Tintenwelt ein! J

Die Entwicklung der Charaktere von Finn und Scar war gut gelungen. Sie wuchsen mit ihren Aufgaben, trotz aller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Wir erfuhren auch endlich mehr über Finn und über Scarlett, wer sie sind, wer ihre Eltern sind und wo sie herkommen. Das fand ich sehr spannend. Auch hat mir die sich stets verändernden Tintenwelt sehr gut gefallen. Die Brutalität in diesem Werk war allerdings auch wieder sehr greifbar, so dass ich manchmal kräftig schlucken musste.

Toll fand ich, dass der Leser dieses Romans indirekt mit einbezogen wurde – eben als Leser, der das Tintenreich mit seiner Fantasie ebenso beflügelt wie die Autoren. Das hat mir richtig gut gefallen! Es erinnert mich stark an „Die unendliche Geschichte“ mit Bastian, dem Leser, der letztendlich auf Fuchur fliegt. J

Die Autorin verweist in diesem Roman immer wieder mal auf Szenen bzw. Ideen aus Michael Ende´s Geschichten „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“. Diese sollte man also besser kennen, wenn man diesen Jugendroman liest, damit man weiß, wovon die Rede ist.

Schön fand ich, dass wir zwar diesmal auch wieder mit dieser Geheimorganisation zu tun bekommen hatten, aber wir tauchten auch gleich 2 Mal in das fantastische Tintenreich ein, das sehr abwechslungsreich ist. Schade, dass die letzte Szene so knapp gehalten wurde. Ich hätte gern mehr erfahren. Von mir aus hätte diese Geschichte gern noch ein oder zwei Kapitel mehr haben können … vielleicht sogar mit ein wenig Kitsch und Klischee behaftet … So war es einfach zu schnell zu Ende. Ein Epilog wäre wirklich schön gewesen!

Die Autorin schreibt auch in diesem Band angenehm leicht, so dass kaum Langeweile aufkam und ich kaum das Buch aus den Händen legen konnte. Allerdings störten mich die ZAHLREICHEN Fehler. Denn je weiter man im Buch vorankommt, desto häufiger treten Rechtschreibfehler auf, was tierisch nervte. Entweder waren gleich die letzten Buchstaben eines Wortes „spurlos verschwunden“ oder es saßen die falschen Buchstaben mitten im Wort oder es befanden sich falsche Worte an Satzstellen, die gar nicht dorthin gehörten, so dass man ständig beim Lesen stolperte. Hier hätte der Lektor noch mal richtig drüber lesen sollen, selbst wenn er die Geschichte bereits kannte. Aber so macht es echt keinen Spaß!

Das Cover ist auch wieder gelungen. Ich mag die dunkelblaue Tintenfarbe der magischen Tintenwelt und das blaue Schimmern zwischen den Welten. Blau ist eh meine Lieblingsfarbe, grins. Deshalb hat mich das Cover auch so sehr in seinen Bann gezogen.

Die Auflösung der Geschichte hat viele Fragen beantwortet, aber eben nicht alle. Ich verstehe noch immer nicht: (ACHTUNG SPOILER!)

– Wenn TINTE das alles Entscheidende ist, wieso schreibst Scar dann mit Bleistift in ein Notizbuch? Oder ist das Notizbuch nun magisch? Und wieso funktioniert das Notizbuch überhaupt, wenn das Cover doch schon gedruckt wurde und die Tinte niemals ihren Weg in das Notizbuch fand? Wieso konnte es dann funktionieren? Die gegebene Antwort hat mir nicht ausgereicht, es war einfach ungenügend, nicht zufriedenstellend.

– Woher wusste Lanceron, wann und wo Finn und Scar seine Hilfe benötigten als sie im Schloss von Morgain waren? Und wie konnte sich dieser riesige Drache vor Morgain und ihren Schergen versteckt halten ohne entdeckt zu werden?

– Wieso lässt sich Scar immer wieder von einem gewissen Soldaten küssen, wenn sie doch keine Gefühle für ihn hegt? Klar redet sie sich ein, dass sie ihm nicht weh tun will. Aber ich denke eher, dass ihn diese Aktionen im Nachhinein nur noch mehr schmerzen.

– Ist es Zufall, dass die böse Hexe Morgain im Tintenreich und Morrgan in der Menschenwelt ähnliche Namen haben und beide böse Charaktere sind?

Fazit:

Dieser Band hat mir deutlich besser gefallen als sein Vorgänger, was schon allein daran lag, dass wir ENDLICH in das Reich der Tinte eintauchen und es besser kennenlernen konnten. Auch mangelte es diesmal nicht an Spannung, es schien auch realistischer zu sein. Deshalb kann ich guten Herzens 3,5 von 5 Punkten vergeben.

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[Rezension] Aurelia L. Night „161011 Befreiung“

161011Schöne Grundidee, schlechte Umsetzung und zu viele Fehler!

Klappentext:

Was würdest du tun, wenn du nur dazu erschaffen wurdest, zu töten?
*
Als Gabriel und 161011 zum ersten Mal aufeinandertreffen, scheint ihr Schicksal besiegelt: sie, die Vampirjägerin, er, der Vampir. Gabriel entführt 161011 und zeigt ihr ein Leben, in dem sie eine fühlende Person und keine perfekte, namenlose Jägerin sein kann. 161011 will, trotz der Konsequenzen, die sie dort erwarten, ins Labor zurückkehren, denn sie erkennt, wie sehr sie die einzige Familie, die sie hat, vermisst. Als Gabriel nach einer Mission jedoch nicht zurückkehrt, muss sich die Jägerin zwischen ihrem alten Leben und den neuen Gefühlen entscheiden …

ACHTUNG SPOILER!

Die Story an sich erinnert mich irgendwie an „Vampire Diaries“ Tyler, der ein Hybrid aus Vampir und Werwolf war, und an „Dark Angel“ ( genetische Katzenmutanten), wobei die Storys der beiden Serien deutlich besser durchdacht waren als dieses Buch.

Charaktere:

Mit 161011 kam ich nicht wirklich gut zurecht. Die ersten Kapitel waren noch okay, da sie alles Neue erkunden musste und viel hinterfragte. Doch irgendwann ging sie mir nur noch gewaltig auf die Nerven und ich fragte mich, was das eigentlich soll. Erst heißt es, dass sie ALLES weiß und dann kennt sie nicht einmal einen Slip, einen BH, etc. aber eine Zahnbürste und dessen Funktionsweise kennt sie? Hier wurde mir eindeutig zu viel Blödsinn aufgetischt. Entweder ich weiß alles oder ich lasse die Protagonistin wirklich völlig im Dunkeln tappen und alles Neue erkunden. Aber so ein Mischmasch ist verwirrend. Welchen Wissensstand hat Kaze denn nun eigentlich? Und dann auch noch das ständige Rumgezicke, diese verbohrte Sturheit und das ewige Streitsuchen von ihr. Nerv! Es waren zu viele erzwungene Stimmungsschwankungen von 161011, die mich nur noch nervten und ich kurz davor war, 161011 an den Schultern zu packen und wach zu rütteln. Klar ist sie verwirrt zwischen dem Gelernten und dem was sie tief in ihrem Inneren fühlt, aber ständig dieses Gezicke und Schläge austeilen, das war zu viel.

Gabriel gefiel mir da schon deutlich besser. Er wusste, was er wollte bzw. nicht wollte und hat für 161011 alles Mögliche getan, damit sie auch seine Welt kennen und verstehen lernt. Er hatte meiner Meinung nach etwas mehr Tiefe als 161011 und mehr Persönlichkeit, obwohl auch er eher flach rüber kam. Und ich fragte mich öfters, woher er die Geduld nahm, sich so rührend um 161011 zu kümmern?!

Alles in allem erschienen mir alle Protagonisten ziemlich platt und teils auch verwirrend. Ihre Handlungen konnte ich manchmal nicht nachvollziehen oder gar verstehen. 161011 hätte ich manchmal auch einfach nur zu gern an den Schultern gepackt und mal kräftig durchgeschüttelt bis sie wieder klar im Kopf wird. Es war alles einfach nur platt, flach und unlogisch.

Bei Gabriels Mutter, Max und auch Nero war ich ein wenig zwiegespalten, da ich ihre Handlungen und Ziele nicht verstehen kann. Einerseits erscheinen sie freundlich und hilfsbereit, andererseits verfolgen sie ihre eigenen Ziele. Doch welche die sind, erfährt der Leser nicht in diesem Band. Man kann nur auf Band 2 hoffen…

Kritik am Plot:

Vieles, was mich interessiert hat, wurde nicht aufgelöst oder erklärt, so dass ich mit vielen unbeantworteten Fragen zurückgelassen wurde.

Wieso wurde Gabriel im Labor zurückgelassen als er gegen Devil kämpfte? Ich meine, es waren über 55 Leute auf Gabriels Seite. Sie alle hätten gegen Devil kämpfen können, damit auch er nach Hause kann. Aber nein. Gabriel wurde allein zurückgelassen mit Devil und dann sollte 161011 (alias Kaze) Gabriel alleine retten. Wie hirnrissig, gefährlich und unüberlegt ist das denn bitte, wo es zuvor doch die Chance mit über 50 Kämpfern auf seiner Seite gab?!?!? Hier ergibt der Plot überhaupt keinen Sinn!

Außerdem würde ich gern wissen, wieso plötzlich alle Soldaten, Klone und Doktoren/Professoren in einem Bereich während der Befreiungsaktion zu finden waren? Gab es einen Maulwurf bei den Vampiren oder woher wussten die Mitarbeiter des Labors wann die Vampire kommen würden?

Und wieso war Devil plötzlich der Verbundene von Sascha? Ist der Autorin nichts Besseres eingefallen als die Verbundenen-Sache? Diese Lösung ist zu einfach! Ich hatte mir eine bessere Kampfszene gewünscht.

Schreibstil:

Die Story ist aus der Sichtweise von 161011 (alias Kaze) und von Gabriel in der Vergangenheit geschrieben worden, so dass man sich leicht in beide Protagonisten hineinversetzen und deren Situationen und Gedanken verstehen konnte.

Der Schreibstil der Autorin hat mir jedoch von Anfang an nicht zugesagt. Es liest sich abgehakt und man hat als Leser das Gefühl, als würden einem immer irgendwelche Brocken hingeworfen ohne eine wirklich ausführliche Erklärung. Damit meine ich, dass man einfach alles wie 161011 hinnehmen soll. Dabei habe ich Fragen. Ich möchte gern mehr über das „Band“ wissen, dass einen Vampir mit den Hybriden/Menschen verbindet. Ist es ein Band zwischen den Herzen oder der Seelen der beiden? Und wie genau funktioniert es? Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, wieso 161011 viele Dinge weiß und andere nicht, obwohl sie doch so einfach sind. Klar heißt es, dass ihr viel Wissen in die Gene gepackt wurde. Aber wieso hat sie dann nicht ein überdurchschnittliches Wissen? Wieso lässt sie alles mit sich machen, als sei sie ein Roboter ohne eigenen Willen?

Außerdem gibt es immer wieder Rechtschreib- und Grammatikfehler bzw. Fehler in der Zeichensetzung – vor allem bei den Kommas – und es fehlen Worte in Sätzen, so dass der Leser sie selbst ergänzen muss, damit die Sätze einen Sinn ergeben. Hier hat der Verlag bzw. der Lektor (sollte es überhaupt einen gegeben haben) mächtig geschlampt! Die Handlung innerhalb des Romans ist nicht gut durchdacht, vieles wurde nicht erklärt oder einfach dem Leser hingeklatscht ohne jegliche Erklärung, anders war noch unausgereift und hätte mehr Tiefe benötigt… Dieser Roman hätte besser vor der Veröffentlichung noch mal tiefgründiger überarbeitet werden sollen.

Positiv empfand ich, dass dieser Fantasyroman sich sämtlicher Gefühle bediente: Neugier, Verrat, Liebe, Verzweiflung, Freundschaft, Familie, Treue, Kampfgeist, etc.

Der kleine Cliffhanger am Ende macht neugierig auf die Fortsetzung, denn als Leser möchte man schon wissen, wie es mit Gabriel weitergeht. Aber ob ich mir das Buch kaufe und lese? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich appelliere jedoch an die Autorin und den Tagträumerverlag, dass die Fortsetzung einen deutlich besseren Plot und einen besseren Lektor braucht, da noch VIEL ZU VIELE Fehler in diesem ersten Band stecken.

Das Cover mit seinen leuchtend grünen Augen, die über einer dunklen Stadt schweben hat mich magisch angezogen, so dass ich schon allein wegen dem Cover das Buch unbedingt haben wollte. Es wirkt mysteriös, gefährlich und geheimnisvoll und macht neugierig auf eine spannende Geschichte.

Fazit:

Die Grundidee hatte mich interessiert und auch fasziniert, was mich zum Kauf dieses Buches verleitet hatte. Allerdings hatte ich DEUTLICH mehr von diesem Roman erwartet. Ich bin enttäuscht. Nicht nur von der unlogischen Story, dem furchtbaren Plot, den flachen Protagonisten, sondern auch von der hohen Anzahl von Schreibfehlern. Ich hatte von einem Verlag und von der Autorin deutlich mehr erwartet, weshalb ich nur 2 von 5 Punkten vergeben kann. Einer für das tolle Cover und der zweite Punkt für die Grundidee.

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[Rezension] Jennifer Alice Jager „Empire of Ink 1 – Die Kraft der Fantasie“

eoi1Nicht so märchenhaft wie beschrieben

Klappentext:

**Wenn Tinte Magie birgt, wird Fantasie zur Wirklichkeit…**
Die 17-jährige Scarlett hält nicht viel von Schule oder Verpflichtungen. Am liebsten verfolgt sie ihre eigenen Ziele und die bestehen zum größten Teil aus Träumereien. Schon immer hatte sie eine ungewöhnlich lebhafte Fantasie, für die sie oft belächelt wurde und die sie zu verstecken versucht. Bis Scarlett dem draufgängerischen Soldaten Chris Cooper begegnet, der ihr erklärt, dass ihre Fantasien Einblicke in die Wirklichkeit sind. Er erzählt von einem Reich, das durch die Kraft des geschriebenen Wortes erschaffen wurde und dessen Grundpfeiler die Magie der Tinte ist. Eine Macht, die mehr und mehr aus der Welt verschwindet…

Märchenhaft erzählt führt die Erfolgsautorin Jennifer Alice Jager ihre Leser in ein Königreich, in dem die Geschichten und Figuren ihrer Lieblingsbücher lebendig werden. Eine magische Welt aus Tinte und Fantasy, die vollkommen begeistert und mit außergewöhnlichen Charakteren und zahlreichen überraschenden Wendungen aufwartet.

Die Grundidee einer existierenden Parallelwelt neben der unseren, in der alle jemals mit Tinte niedergeschriebenen Charaktere leben, hat mir sehr gefallen und mich zum Kauf dieses Buches gebracht. Allerdings war die Geschichte letztendlich ganz anders als erwartet und teilweise auch enttäuschend nach der anfänglich märchenhaft-fantastisch beschriebenen Welt um Scarlett.

Scarlett gewann in der Geschichte an Tiefe und Stärke, während andere Charaktere leider blass blieben. Gern hätte ich mehr über Cooper, Finn, Alfie und Jane etc. erfahren und wie ihre Geschichten sind und was sie in die Organisation brachte und welche Ziele sie wirklich verfolgen, aber sie blieben blass. Auch die Rettung der Tintenwelt blieb blass und unbekannt. Laut Klappentext soll uns diese Geschichte auch bekannte Figuren aus anderen Büchern näherbringen, aber das konnte ich leider nicht entdecken. Stattdessen drehte sich alles nur um die Organisation. Ich hatte mir erhofft, mehr über diese Welt aus Tinte zu erfahren und ggf. in sie eintauchen zu können. Stattdessen waren es eher mehr ein Überlebenskampf in der Organisation und eine Flucht aus dieser heraus. Sehr schade, dass diese Geschichte so ganz anders verlief als erhofft. Ebenso verstehe ich nicht, wieso sich Scarletts Mutter so sehr hat blenden lassen von Cooper. Sie weiß doch eigentlich wie schlecht ihre Tochter in der Schule ist bzw. dieser sehr oft fern bleibt. Und dann glaubt sie diese Lüge? Ernsthaft?

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, man findet relativ gut in die Geschichte um Scarlett hinein bis man über die ersten Rechtschreib- und Logikfehler stolpert.

Dieser Roman begann wie eine märchenhaft-fantastische Geschichte, die ich nur allzu gern verfolgte. Doch ab etwa der Hälfte verwandelte sie sich in einen abgefahrenen Thriller, der immer wieder merkwürdige Zeitsprünge aufweist und man erst einmal überlegen muss, wo sich die Protagonistin denn aktuell befindet bzw. was genau geschehen ist. Das hat meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen und den Spaß am Lesen gemindert. Es war weniger fantastisch und die Logik- und Rechtschreibfehler minderten erst recht das Lesevergnügen.

Es werden auch viele Themen in diesem Jugendroman verfolgt: Zum einen die lausige Mutter, die sich nicht wirklich um ihre Tochter kümmert, sondern lieber ihrem aktuellen Lover widmet. Dann Krankheiten wie Depression und der Umgang mit einer Querschnittslähmung, Mobbing, Freundschaft, Liebe, die Liebe zum geschriebenen Wort etc.

Wieso nennt Scarlett ihre Mutter nicht Mom, Mutti oder dergleichen, sondern beim Vornamen? Gehört das zur Trotzphase in der Pubertät in diesem Roman? Und wieso verlieben sich gleich wieder 2 Typen in die Hauptprotagonistin? Das geht mir so was von auf die Nerven. Dabei soll Scar ja eigentlich unscheinbar aussehen. Und dann zieht sie gleich 2 Lover ran?

Die Kapitelüberschriften empfand ich nicht so witzig, wie sie wirken sollten. Eher völlig übertrieben. Außerdem verrieten sie einfach zu viel, was dem Lesevergnügen die Spannung nahm.

Logikfehler gehören scheinbar standardgemäß zu Werken der Autorin.

Es gab auch leider wieder so manchen Logikfehler in dieser Geschichte. Z. B. kurz vor der Flucht aus der Organisation. Da befindet sich Levi bereits im Raum und betritt ihn dann gleich wieder ohne ihn je verlassen zu haben.

Wie kann ein Hangar im Keller liegen, wenn die Flugzeuge doch auch landen müssen? Oder sind wir schon in der Parallelwelt? Da hier leider jegliche Erklärung fehlt, stellte ich es mir wie bei den X-Men-Filmen vor wo der Hangar unterirdisch verborgen liegt und die Flugzeuge durch eine Dachöffnung heraus und hineingleiten können.

Ich gewann auch hier wieder den Eindruck, dass niemand über das Manuskript gelesen und lektoriert hat. Sonst wären diese offensichtlichen Fehler aufgefallen und entfernt worden.

Das Cover sieht märchenhaft aus. Es zeigt eine dunkle Welt aus Tinte, die auf dem Kopf steht und auf magische Weise eine Verbindung mit den beiden Protagonisten eingeht. Ich mag die Farben und die glitzernde Stimmung, die von dem Cover ausgeht und entdecke darin sogar eine Szene mit Finn und Scar, die ich beim Lesen sehr schön fand. J

Fazit:

Das geheimnisvolle Cover, der spannende Klappentext und auch der Anfang des Buches waren genau nach meinem Geschmack. Leider schwächelte die Geschichte jedoch und wies zunehmend Logikfehler und Rechtschreibfehler auf, die meinen Lesegenuss minderten. Deshalb gibt es von mir nur 3 von 5 Punkten. Allerdings versprechen der Cliffhanger am Ende dieses ersten Bandes einer Dilogie mehr Spannung und der Klappentext zu Band 2 mehr Szenen in der Tintenwelt, so dass ich gern wissen möchte, wie die Geschichte um Scar weitergeht.

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[Rezension] Stefanie Hasse – Schicksalsbringer (Band 1)

51CPOvlICKLZu viele Verwirrungen und Logikfehler – hatte mehr erwartet!

Ich liebe Geschichten über Götter und habe bisher alle Bücher mit und über Götter verschlungen, die ich finden konnte. Deshalb musste ich unbedingt auch „Schicksalsbringer“ haben.

Die Grundidee in „Schicksalsbringer“ mit der Schicksalsmünze und den drei ungleichen Brüdern, die von Fortuna erschaffen wurden, finde ich genial. Eine Münze, mit der man das Schicksal anderer Menschen beeinflussen kann. Gefällt mir, denn immerhin führte dies auch zum Kauf dieses Buches.

Nun aber zum Negativen dieses ersten Bandes einer Dilogie:

Logikfehler. Davon gibt es leider so einige in dieser Geschichte: z. B. klappt Kiera ihren Laptop zu, um ihn vor Phönix zu schützen und im nächsten Satz klappt sie ihn schon wieder zu – obwohl sie ihn nicht noch mal geöffnet hat. Oder als Phönix mit einem Blut versüfften T-Shirt durch die Stadt läuft, in einen Bus steigt und erst DANACH Kiera auffällt, dass Phönix doch so bitte nicht herumlaufen könne. Und das, obwohl sie die ganze Zeit direkt an seiner Seite war. Solche und ähnliche Szenen gibt es immer wieder im Buch, so dass es den Eindruck erweckte, dass hier kein Lektor Korrektur gelesen hat.

Dann gab es auch immer wieder diese Szenensprünge und ich wusste gar nicht, wo sich die Protagonistin plötzlich befand, musste zurück- und wieder vorblättern, um zu verstehen. So war Kiera z. B. erst auf dem Weg zum Bus, plötzlich saß sie schon eine ganze Weile im Bus und befand sich kurz vor dem Ausstieg. Wo bitte ist die kleine Szene oder zumindest ein Satz, dass Kiera in den Bus eingestiegen ist und Platz genommen hat oder kann sie sich plötzlich auch beamen????

Es gab auch ein Kapitel, in dem es hieß, dass die Schicksale unsterblich sind und auf der nächsten Seite hieß es plötzlich, dass sie doch sterben können? Wie ist das möglich, wenn sie doch unsterblich sind?

Die Charaktere waren alle irgendwie nicht meins. Ein Verwirrspiel der göttlichen Brüder Phönix und Hayden gab es zu lösen. Denn beide schienen mal gut und mal böse. Irgendwie wusste ich nicht, wer hier nun der böse Bruder sein sollte, vermutete aber Phönix, da er so arrogant und von sich eingenommen darbot. Trotz allem wirkten beide Brüder – Phönix und Hayden flach und schlecht einschätzbar. Das einzige was sie wirklich gut draufhatten, waren ihre stechend bösen Blicke.

Mit der Hauptprotagonistin Kiera wurde ich auch nicht warm. Ich gewann teilweise den Eindruck, dass sie gar nicht tiefgreifende Gefühle hat. Das begann schon mit den ersten Kapiteln. Kiera war nicht in der Lage, Gefühle zu erfassen und erst recht nicht mitzuteilen oder zu zeigen. Ganz schlimm wurde es zum Ende des Romans als alle wichtigen Menschen um sie herum aus ihrem Leben verschwanden und sie nicht einmal eine einzige Träne vergoss. Das erschien mir völlig unrealistisch. Kiera hinterließ bei mir den Eindruck, eiskalt und gefühllos zu sein, obwohl ich vermute, dass die Autorin das nicht darstellen wollte.

Ich hatte eher das Gefühl von Chaos in allen Bereichen, kein roter Faden, keine Struktur.

Etwas zu heftig war auch meiner Meinung nach die Vielzahl der angesprochenen Probleme. Erst die Trennung samt Umzug der Eltern von Kiera, dann die geheimnisvolle Schicksalsmünze, das wichtige Konzert von ihrem besten Freund, eine „heimliche“ Liebe, die eine Freundschaft gefährden könnte, dann eine echte Liebe etc. Es war einfach too much.

Der Schreibstil war zwar leicht und flüssig, aber voller Irrungen, Wirrungen und Logikfehler, was das Lesen erschwerte. Ich fragte mich immer wieder, ob hier überhaupt ein Lektor drübergeschaut hat, obwohl es in der Danksagung erwähnt wurde. Ich glaube eher an einen Scherz.

Es kam auch leider überhaupt keine Spannung auf, die mich packte und ich das Buch nicht hätte aus der Hand legen können. Eher im Gegenteil. Es war für mich ein Leichtes, das Buch für mehrere Tage wegzulegen und nicht einmal über diese Geschichte nachzugrübeln. Das lag vermutlich auch an den zunehmenden Verwirrungen je weiter ich das Buch las.

Der Prolog ist in der 3. Perspektive geschrieben, wie ein Beobachter einer grusligen Szene auf dem Jahrmarkt. Alle weiteren Kapitel sind aus der Sicht von Kiera geschrieben (Ich-Perspektive), so dass man mehr in ihre Gedankenwelt abtauchen und ihre Handlungen besser nachvollziehen kann. Zwischendurch gab es immer wieder kleinere kursiv gestellte Einschübe eines weiteren Erzählers, der das Geschehene um Kiera und die Schicksalsmünze beobachtet und kommentiert. Diese kleinen Szenen machten neugierig bzw. bestätigten meinen Verdacht über den weiteren Handlungsverlauf der Geschichte.

Es ist in „Schicksalsbringer“ immer wieder die Rede davon, dass „die anderen Götter“ nicht wollten, dass Fortuna an Macht gewinnt und mehr Macht besitzt als sie selber. Aber WER sind denn die anderen Götter? Ich hätte mir an dieser Stelle gern ein paar Namen gewünscht, vielleicht am Ende des Buches ggf. eine Legende, wer diese Götter sind. Aber in diesem Roman suchte man danach leider vergebens. Es blieb kryptisch „die anderen Götter“, was mich als Leser unbefriedigt zurücklässt.

Ebenso hätte ich mir eine Übersetzung und eine Erklärung zu dem lateinischen Singsang „O Fortuna“ gewünscht, der gleich zu Beginn des Romans auftaucht. Aber leider auch hier wieder Fehlanzeige.

Das Cover hat mich magisch angezogen. Es wirkt ein wenig mysteriös, geheimnisvoll und auch etwas verspielt dank der Verwaschungen und Ornamente. Der Blick des weiblichen Models ist unergründlich tief und macht neugierig auf die Geschichte. Der leicht verschnörkelte Schriftzug des Haupttitels gefällt mir und ich mag die violett-pinke Farbkombination, was das Cover einen Hauch magisch erscheinen lässt.

Fazit:

Aufgrund der Vielzahl an Rechtschreib- und Logikfehlern, die zu reichlichen Verwirrungen sorgten und mir das Lesen vermiesten wie auch der eher flachen Charaktere kann ich nur 3 von 5 Punkten vergeben. Ein Punkt davon ist für das faszinierende Cover. Der Klappentext samt dem tollen Cover und dem ganzen Hype um das Buch hatten irgendwie mehr erwarten lassen als es letztendlich der Fall war. Schade.

Ich bin innerlich zerrissen. Einerseits würde mich interessieren, wie die Geschichte in Band 2 „Schicksalsjäger“ weitergeht, andererseits habe ich keine Lust wieder über all diese Logikfehler zu stolpern …

 

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