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[Rezension] Stefanie Hasse – Schicksalsbringer (Band 1)

51CPOvlICKLZu viele Verwirrungen und Logikfehler – hatte mehr erwartet!

Ich liebe Geschichten über Götter und habe bisher alle Bücher mit und über Götter verschlungen, die ich finden konnte. Deshalb musste ich unbedingt auch „Schicksalsbringer“ haben.

Die Grundidee in „Schicksalsbringer“ mit der Schicksalsmünze und den drei ungleichen Brüdern, die von Fortuna erschaffen wurden, finde ich genial. Eine Münze, mit der man das Schicksal anderer Menschen beeinflussen kann. Gefällt mir, denn immerhin führte dies auch zum Kauf dieses Buches.

Nun aber zum Negativen dieses ersten Bandes einer Dilogie:

Logikfehler. Davon gibt es leider so einige in dieser Geschichte: z. B. klappt Kiera ihren Laptop zu, um ihn vor Phönix zu schützen und im nächsten Satz klappt sie ihn schon wieder zu – obwohl sie ihn nicht noch mal geöffnet hat. Oder als Phönix mit einem Blut versüfften T-Shirt durch die Stadt läuft, in einen Bus steigt und erst DANACH Kiera auffällt, dass Phönix doch so bitte nicht herumlaufen könne. Und das, obwohl sie die ganze Zeit direkt an seiner Seite war. Solche und ähnliche Szenen gibt es immer wieder im Buch, so dass es den Eindruck erweckte, dass hier kein Lektor Korrektur gelesen hat.

Dann gab es auch immer wieder diese Szenensprünge und ich wusste gar nicht, wo sich die Protagonistin plötzlich befand, musste zurück- und wieder vorblättern, um zu verstehen. So war Kiera z. B. erst auf dem Weg zum Bus, plötzlich saß sie schon eine ganze Weile im Bus und befand sich kurz vor dem Ausstieg. Wo bitte ist die kleine Szene oder zumindest ein Satz, dass Kiera in den Bus eingestiegen ist und Platz genommen hat oder kann sie sich plötzlich auch beamen????

Es gab auch ein Kapitel, in dem es hieß, dass die Schicksale unsterblich sind und auf der nächsten Seite hieß es plötzlich, dass sie doch sterben können? Wie ist das möglich, wenn sie doch unsterblich sind?

Die Charaktere waren alle irgendwie nicht meins. Ein Verwirrspiel der göttlichen Brüder Phönix und Hayden gab es zu lösen. Denn beide schienen mal gut und mal böse. Irgendwie wusste ich nicht, wer hier nun der böse Bruder sein sollte, vermutete aber Phönix, da er so arrogant und von sich eingenommen darbot. Trotz allem wirkten beide Brüder – Phönix und Hayden flach und schlecht einschätzbar. Das einzige was sie wirklich gut draufhatten, waren ihre stechend bösen Blicke.

Mit der Hauptprotagonistin Kiera wurde ich auch nicht warm. Ich gewann teilweise den Eindruck, dass sie gar nicht tiefgreifende Gefühle hat. Das begann schon mit den ersten Kapiteln. Kiera war nicht in der Lage, Gefühle zu erfassen und erst recht nicht mitzuteilen oder zu zeigen. Ganz schlimm wurde es zum Ende des Romans als alle wichtigen Menschen um sie herum aus ihrem Leben verschwanden und sie nicht einmal eine einzige Träne vergoss. Das erschien mir völlig unrealistisch. Kiera hinterließ bei mir den Eindruck, eiskalt und gefühllos zu sein, obwohl ich vermute, dass die Autorin das nicht darstellen wollte.

Ich hatte eher das Gefühl von Chaos in allen Bereichen, kein roter Faden, keine Struktur.

Etwas zu heftig war auch meiner Meinung nach die Vielzahl der angesprochenen Probleme. Erst die Trennung samt Umzug der Eltern von Kiera, dann die geheimnisvolle Schicksalsmünze, das wichtige Konzert von ihrem besten Freund, eine „heimliche“ Liebe, die eine Freundschaft gefährden könnte, dann eine echte Liebe etc. Es war einfach too much.

Der Schreibstil war zwar leicht und flüssig, aber voller Irrungen, Wirrungen und Logikfehler, was das Lesen erschwerte. Ich fragte mich immer wieder, ob hier überhaupt ein Lektor drübergeschaut hat, obwohl es in der Danksagung erwähnt wurde. Ich glaube eher an einen Scherz.

Es kam auch leider überhaupt keine Spannung auf, die mich packte und ich das Buch nicht hätte aus der Hand legen können. Eher im Gegenteil. Es war für mich ein Leichtes, das Buch für mehrere Tage wegzulegen und nicht einmal über diese Geschichte nachzugrübeln. Das lag vermutlich auch an den zunehmenden Verwirrungen je weiter ich das Buch las.

Der Prolog ist in der 3. Perspektive geschrieben, wie ein Beobachter einer grusligen Szene auf dem Jahrmarkt. Alle weiteren Kapitel sind aus der Sicht von Kiera geschrieben (Ich-Perspektive), so dass man mehr in ihre Gedankenwelt abtauchen und ihre Handlungen besser nachvollziehen kann. Zwischendurch gab es immer wieder kleinere kursiv gestellte Einschübe eines weiteren Erzählers, der das Geschehene um Kiera und die Schicksalsmünze beobachtet und kommentiert. Diese kleinen Szenen machten neugierig bzw. bestätigten meinen Verdacht über den weiteren Handlungsverlauf der Geschichte.

Es ist in „Schicksalsbringer“ immer wieder die Rede davon, dass „die anderen Götter“ nicht wollten, dass Fortuna an Macht gewinnt und mehr Macht besitzt als sie selber. Aber WER sind denn die anderen Götter? Ich hätte mir an dieser Stelle gern ein paar Namen gewünscht, vielleicht am Ende des Buches ggf. eine Legende, wer diese Götter sind. Aber in diesem Roman suchte man danach leider vergebens. Es blieb kryptisch „die anderen Götter“, was mich als Leser unbefriedigt zurücklässt.

Ebenso hätte ich mir eine Übersetzung und eine Erklärung zu dem lateinischen Singsang „O Fortuna“ gewünscht, der gleich zu Beginn des Romans auftaucht. Aber leider auch hier wieder Fehlanzeige.

Das Cover hat mich magisch angezogen. Es wirkt ein wenig mysteriös, geheimnisvoll und auch etwas verspielt dank der Verwaschungen und Ornamente. Der Blick des weiblichen Models ist unergründlich tief und macht neugierig auf die Geschichte. Der leicht verschnörkelte Schriftzug des Haupttitels gefällt mir und ich mag die violett-pinke Farbkombination, was das Cover einen Hauch magisch erscheinen lässt.

Fazit:

Aufgrund der Vielzahl an Rechtschreib- und Logikfehlern, die zu reichlichen Verwirrungen sorgten und mir das Lesen vermiesten wie auch der eher flachen Charaktere kann ich nur 3 von 5 Punkten vergeben. Ein Punkt davon ist für das faszinierende Cover. Der Klappentext samt dem tollen Cover und dem ganzen Hype um das Buch hatten irgendwie mehr erwarten lassen als es letztendlich der Fall war. Schade.

Ich bin innerlich zerrissen. Einerseits würde mich interessieren, wie die Geschichte in Band 2 „Schicksalsjäger“ weitergeht, andererseits habe ich keine Lust wieder über all diese Logikfehler zu stolpern …

 

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[Rezension] Jennifer L. Armentrout „Oblivion 1 – Lichtflüstern“

9783551583581Herzerfrischend fantastisch

Inhalt:

Als Katy nebenan einzieht, weiß Daemon sofort: Das gibt Schwierigkeiten. Er darf keinen Menschen an sich heranlassen, denn das würde Fragen aufwerfen. Warum bist du so stark? Wie kannst du dich so schnell bewegen? Was BIST du? Die Antwort darauf ist ein Geheimnis, das niemals gelüftet werden darf. Doch Katy bringt Daemon vom ersten Tag an aus der Fassung. Er will ihr nahe sein, aber diese Schwäche kann er sich nicht erlauben. Sich in Katy zu verlieben würde nicht nur sie in Gefahr bringen – es könnte auch das Ende der Lux bedeuten.

Die epische Liebesgeschichte von »Obsidian. Schattendunkel« – erzählt aus Daemons Sicht!

Ich liebe Bücher, in denen Aliens auf der Erde unter uns Menschen leben, was ein Grund für mich war, dieses Buch zu lesen. Jennifer L. Armentrout hat eine wunderbare Geschichte aus Licht- und Schattenwesen unter den Menschen gewoben, die ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte oder wollte.

Ich kannte die Bücher um Katy und Daemon nicht bis ich dieses Buch aus Daemons Sicht für mich entdeckte und in seine Version des Kennenlernens von Katy eintauchte. Die Autorin schreibt so herzlich und verdammt ehrlich in der Ich-Perspektive, dass es mir megaleicht fiel, mich in Badboy Daemon hineinzuversetzen und seine Gedanken- und Gefühlswelt mitzuerleben. Es war ein wahrer Genuss. Die Wortgefechte zwischen Katy und Daemon fand ich immer wieder erfrischend und kam aus dem Grinsen kaum heraus. Ich liebe diese Szenen regelrecht und fieberte ihnen mit jeder Seite entgegen. Daemon wirkte auf mich tiefgründig und echt, ein Typ zum Anfassen, obwohl er sich manchmal als ein riesiger A… entpuppte, den ich gern mal eine gescheuert hätte. Aber das machte Daemon eben aus und insgeheim mochte ich das auch an ihm. Mir gefiel es gut, dass ich viele verschiedene Dinge über Daemon und seine Welt und die Gaben seiner Spezies erfuhr. Die Lichtspuren und ihre Verwandlungskunst beeindruckten mich hierbei am Meisten. Diese Hintergrundinformationen haben mir das Lesen und Verstehen erleichtert, weil ich mich besser in die Lux hineinversetzen konnte … ihre Ängste begreifen konnte. Ebenso erfährt man, dass die Lux sich dem Leben der Menschen auf der Erde anpassen müssen, sonst „verschwinden“ sie, was ggf. mit dem Verteidigungsministerium zusammenhängt. Denn die haben immer ein Auge auf die Lux und bestimmen über ihr Leben. Dieses Wissen ist hilfreich, um den Zwiespalt von Daemons Gefühlen zu verstehen in denen er steckt, seit Katy nebenan eingezogen ist.

Katy mochte ich in diesem Band gern und ich fand, dass das Mädel echt taff, sympathisch und mutig ist. Denn wer bitte geht mit einem Fremden allein in einen dunklen Wald oder stellt sich den Schatten, aber ihr fehlte es trotz der tollen Wortgefechte mit Daemon ein wenig an Tiefe. Ich mochte die Idee, dass Katy ein totaler Buchnerd ist und überall ihre Bücher im Haus verteilt sind und ich würde zu gern wie Daemon ihren Buchblog lesen und ihre Videos sehen, um sie so noch besser kennenzulernen und zu erfahren, welche Bücher sie liebt und welche nicht. Ich bin gespannt auf den Band „Schattendunkel“ – also Katys Sicht der Geschichte. Da lerne ich sie hoffentlich besser kennen.

Dee mochte ich als Schwester und Freundin sehr gern. Ich hätte gern mehr über sie erfahren und auch über ihren verlorenen Bruder Dawson, um zu verstehen, warum sie und Daemon sich so unterschiedlich gegenüber Menschen verhalten. Leider gab es auch mit ihr zu wenige Szenen, um sie besser kennen zu lernen, was ich sehr schade finde.

Die Handlung ist eine Mischung aus Spannung, Schlagabtausch und Wortgefechten, Freundschaft, einem superheißen Hauch Romantik, Eifersucht und Kampfszenen. Also ein perfekter Fantasie-Jugendroman. Manchmal erinnerte „Lichtflüstern“ mich an die Serie Roswell, dann ein wenig an Twilight … irgendwie war es ein toller Mix aus beidem mit einem Hauch Sarkasmus, dem ich nicht widerstehen konnte. Ich hatte keine Chance dieses Buch aus den Händen zu legen, ich musste wissen, wie es weitergeht und bemerkte kaum wie die Zeit um mich herum verging. So sehr hatte mich dieses Buch gefesselt.

Das Cover ist Licht pur und passt wunderbar perfekt zu den anderen Bänden der Obsidian-Reihe mit seinen warmen Lichtpunkten und Farben, den Charakteren, die in einem Feld stehen. Es wirkt alles in allem so naturverbunden und rein, wie die Lux es sind.

Fazit:

Dieses Buch kann man lesen, ohne die Obsidian-Reihe zu kennen. Ich denke sogar, dass man sie vielleicht zuvor lesen sollte, um so mehr Hintergrundwissen zu haben ehe man in die Obsidian-Reihe einsteigt.

Ich fand dieses Buch echt herzerfrischend, humorvoll, witzig und war permanent am Grinsen, was zumeist an den Dialogen und Daemons Gedanken lag. Deshalb werde ich mir auch alle anderen Bände kaufen, weil ich noch tiefer in die Geschichte um Daemon und Katy eintauchen will. Ich liebe die beiden schlagfertigen Charaktere einfach zu sehr ❤

Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl: 5 von 5 Punkten!

PS: Ich gehe mir nun „Schattendunkel“ kaufen 😉

 

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#rezension #oblivion #lichtflüstern #jenniferlarmentrout #bibliomantik007 #katydaemon #daemonblack #lux #obsidian #schattendunkel

 

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[Rezension] Eva Völler „Zeitenzauber 1 – Die magische Gondel“

gondelEin toller Reiseführer durch Venedig um 1499 ❤

Beschreibung:

Anna verbringt ihre Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig, ist jedoch zu sehr mit der Technik des 21. Jahrhunderts beschäftigt, als ihren Eltern zuzuhören. Doch dann geschieht das Unmögliche. Anna landet nach ihrem Sturz ins Wasser in einer roten Gondel, die sie ins Venedig von 1499 bringt und somit ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt.

Die Thematik der Zeitreise fasziniert mich schon von jeher, deshalb war dieses Buch für mich ein Muss. Ebenso gefiel mir die Idee, ins Venedig von 1499 zu reisen, weshalb ich sofort nach dem Kauf des Buches in die Geschichte eintauchte.

Die Spannung in dieser Geschichte war im oberen Bereich, denn Anna stolperte irgendwie von einer Katastrophe, so dass ich immer mitfieberte und hoffte, dass sie aus dieser brenzligen Situation wieder herauskäme. Allerdings war das meistens einfach gelöst. Ich hätte mir da mehr Spannung und mehr Action erhofft.

Die Liebesbeziehung zwischen Anna und Sebastiano kam mir irgendwie zu plötzlich. Ich habe zwar Annas Schwärmerei für Sebastiano vom ersten Augenblick ihrer Begegnung an mitbekommen. Doch von Sebastiano kam rein gar nichts. Entweder war er verschwunden, mit der heißen Marietta zusammen, war irgendwie pampig zu Anna oder wollte sie zurück nach Hause bringen, was zu seiner Pflicht gehörte. Ich spürte da gar keine Anziehung zwischen den beiden. Zumindest nicht bis Sebastiano im Fieber lag. Ich dachte, dass er nach seiner Genesung plötzlich umschwenken würde und behaupte, es wäre nur im Fieber gewesen. Aber dem war zum Glück nicht so. Dennoch hatte ich nicht das tiefe Gefühl gehabt, dass da zwischen Anna und Sebastiano irgendetwas lief. Hier hätte ich mir Sätze wie „Er warf mir heiße Blicke zu.“ oder „Er beobachtete mich aus seinen Augenwinkeln.“ oder dergleichen gewünscht. Aber da war rein gar nichts. Deshalb war ich sehr überrascht, als er plötzlich auch Gefühle für die Hauptprotagonistin hegte und ich fragte mich ernsthaft seit wann das so war und wie das überhaupt kam. Liebe auf den ersten Blick??? Das empfand ich anfangs als wenig glaubwürdig. Dies änderte sich jedoch mit Sebastianos Rückkehr ins Jahr 1499 als sie sich wiederfanden.

Der Schluss gefiel mir gut, denn er ließ keine Fragen offen über die ich mir wahrscheinlich den Kopf zerbrochen hätte. Es gab keinen direkten Cliffhanger, das Buch ist in sich abgeschlossen und kann als Einzelband gelesen werden. Ich fand es gut, dass für jeden (noch so kleinen Neben-)Charakter eine Lösung gefunden wurde, die mich als Leser im Großen und Ganzen zufriedenstellte. Ich fand zwar schade, dass Matthias nicht das wurde, was er wirklich erhofft hatte, aber diese Lösung hatte auch etwas Positives.

Der Schreibstil war wunderbar leicht und flüssig und gespickt mit einem Hauch Humor, der mir sehr gut gefiel und mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachte, da es in der Ich-Perspektive aus Sicht von Anna geschrieben wurde. So konnte ich mich von Anfang an auch gleich gut in die Geschichte hineinversetzen und ins Venedig des Jahres 1499 abtauchen. Auch gab es einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Besonders aber gefielen mir die Beschreibungen Venedigs im Jahr 1499. Ich konnte mir alles dank der detailreichen Erläuterungen sehr gut vorstellen, angefangen von den Gebäuden, Kleidungsstücken bis hin zu den widerwärtigen Gerüchen, wobei ich bei letzterem froh bin, dass es weder Geruchsfernsehen noch Geruchsbücher gibt *g* Selbst wie ein Gebäude in der Lagune erbaut wird, wurde super erklärt und damit eine meiner Fragen beantwortet, wie Häuser gebaut werden. Man erfuhr aber auch so einiges über Heilkräuter und Wundheilung vor 500 Jahren, was mich begeisterte. Hier wurde sehr gut recherchiert.

Auch gefielen mir die Charaktere. Anna war gut durchdacht und mutig, hatte einen tollen Humor, ich konnte in ihren Kopf und ihr Gefühlsleben kucken und ich lernte einiges über sie und auch die Autorin (besonders über ihre Lieblingsfernsehserien). Ich mochte Anna und ihre Denkweise sehr. Matthias mochte ich auch sehr gern und hätte mir ein anderes Schicksal für ihn erhofft. Mir gefiel die Freundschaft zwischen Anna und Matthias/Matteo sehr. Schade, dass sie nur kurzflächig auftrat.

Anna hatte die Tiefe, die ich bei einigen anderen Charakteren leider vermisste. Ich hätte z. B. gern viel mehr über Sebastiano erfahren und über Clarissa und verstehe noch immer nicht den Sinneswandel von Dorothea. Wieso war sie am Ende plötzlich wie ausgewechselt? Was führte sie auf diesen Weg? Irgendwie fehlt mir hierfür noch die wirkliche Erklärung, denn mit „Sie hatte sich in den falschen Mann verliebt.“ Reicht mir dafür nicht. Die Eigenschaften wurden zwar gut beschrieben, aber es fehlte mir an richtiger Tiefe, wie es eben bei Anna der Fall war. In sie konnte ich mich am Besten hineinversetzen.

Das Cover ist wunderbar verspielt. Es zeigt eine rote Gondel, die bei Vollmond durch die Kanäle Venedigs fährt. Auf diese Weise wird dem Betrachter schon ein wichtiger Hinweis gegeben, wie die Zeitreisen von Statten gehen.

Fazit:

Der Zeitreise-Roman „Die magische Gondel“ um Anna und Sebastiano ist eine gelungene Mischung aus Reiseführer, Geschichte, Fantasie, Freundschaft und Romanze und ein toller Auftakt der Trilogie von der ich mehr lesen werde. Man erhält als Leser einen wunderbaren Einblick in die Lagunenstadt Venedigs um 1499, was ein absolutes Muss für jeden Venedig-Fan ist, der mehr über diese Stadt samt ihrer majestätischen Gebäude, die Bauart und das Leben in der Vergangenheit erfahren möchte.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeitreise in die Vergangenheit und ich mochte sie sehr gern. Deshalb vergebe ich gute 4 von 5 Punkten für „Zeitenzauber – Die magische Gondel“.

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[Rezension] Rena Fischer „Chosen 2 – Das Erwachen“

chosen2Nervenaufreibend spannend

Der Anfang: Emma wird in Senvus Corvi von Fion Farran manipuliert, während Aidan nach seinem Gedächtnisverlust ohne Erinnerungen umherirrt.

Der Einstieg in diesen zweiten Teil gelang mir gut, ich konnte mich problemlos wieder in die Geschichte um Emma, Aidan und Fion Farran einfinden. Dieser Teil startet damit, dass Emma von Fion weiter manipuliert wird, während Aidan versucht, sich in seinem neuen Leben ohne Gedächtnis zu Recht zu finden. Und dann wird es richtig spannend. Es folgt ein Ereignis auf das Nächste, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Hier gibt es Entführungen, Verfolgungne, Kämpfe, Manipulationen, Mobbing (zählt leider auch dazu), Tribunale, Verräter etc. Aber es gibt auch schöne Momente, in denen Liebe und Freundschaft nicht zu kurz kommen.

Mein geliebter Jared aus Band eins wird hier in einigen Szenen erwähnt, was mich sehr freute. Auch wird für eine Szene Schneewittchen mit eingewoben, was ich auch toll fand.

Emma wird in dieser Fortsetzung allmählich erwachsen und zeigt Charakter. Das hat mir gut gefallen. Ich mochte ihre Entwicklung gern, auch wenn ich sie in manchen Szenen gern gepackt und wachgerüttelt hätte, da sie sich irgendwie immer ALLEINE in gefährliche Situationen stürzt bzw. stolpert. Aber das machte irgendwie auch die ganze Spannung aus. Aidan… tja, in Band eins hatte ich weniger Bezug zu ihm, Jared gefiel mir da wesentlich besser. Aber in diesem Band entwickelte sich Aidan und zeigte auch mal seine andere, weichere Seite, die ich gern schon im ersten Band kennengelernt hätte. Aidan zeigt wieder einmal, wie mutig und hilfsbereit er ist, wenngleich er seine Gabe verloren hat. Er steht trotzdem immer Emma zur Seite und kämpft für und mit ihr. Das bewundere ich an ihm.

Fion Farran war von Anfang an nicht so mein Fall, da ich nie wusste, was er wie und warum im Schilde führte – bis zum Schluss nicht. Allerdings fand ich es schön zu erfahren, warum Fion zu dem geworden ist, der er war, das hat seinem Charakter mehr Tiefe verliehen.

Jack ist eine weitere undurchsichtige Person für mich gewesen. Ich wusste und ahnte, dass er irgendetwas im Schilde führte, aber ich stieg anfangs nicht dahinter … bis zum Showdown natürlich … und dieser hatte es in sich.

Emmas Mom mit ihren hilfreichen Ratschlägen etc. vermisste ich genauso wie Jared. Es sind für mich beide lieb gewonnene Charaktere aus Band 1, die ich hier gern irgendwie mehr wiedergesehen hätte. Denn die Ratschläge von Katharina fand ich toll. Diese wurden allerdings von Fion Farrans Ratschlägen ersetzt.

Im hinteren Teil des Buches gibt es auch endlich die von mir herbeigesehnte Aufstellung der aufgeführten Personen mit ihren Gaben und Positionen sowie den Rangordnungen von Farrans Schulen. Das hätte ich mir gern schon im ersten Band gewünscht, da es im ersten Band ohne dieses Verzeichnis sehr verwirrend war. In einem Ebook macht sich das Verzeichnis am Ende des Buches sicher nicht so gut.

Kritikpunkte:

An manchen Stellen fehlten mir einige Erklärungen, die somit ein paar Fragen aufwarfen und ich manche Szenen nicht ganz nachvollziehen konnte. Zum Glück konnte ich diese Fragen in der Lovelybooks-Leserunde der Autorin stellen. Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass diese Erklärungen direkt ihren Weg in den zweiten Teil gefunden hätten.

Mich verwirrten auch öfter die Namen, denn Jacob, James, Jamie, Jack, Jared klingen alle irgendwie ähnlich und ich musste an manchen Stellen erst einmal überlegen, wer denn jetzt welche Person mit welchem Hintergrund war. Gut, bei Jared wusste ich, wer er war, da Jared mein Favorit aus Band 1 ist. Schade, dass er es nicht direkt in diesen zweiten Teil geschafft hat. Ich habe ihn echt vermisst.

Der Schreibstil der Autorin war wieder einmal leicht und flüssig, so dass ich sofort in das Buch eintauchte und die beschriebenen Bilder in meinem Kopf entstanden. Die Orte in New York und Irland gefielen mir. Es machte mir Spaß, sie mit Emma zu erkunden und mehr darüber zu erfahren – besonders Irland. ❤ Hier wurde sehr gut recherchiert, wobei ich auch glaube, dass die Autorin selbst vor Ort war, um das Feeling einzufangen und für uns niederzuschreiben. Interessant fand ich, dass diesmal aus 3 Perspektiven geschrieben wurde. Emma und Aidan erzählten selbst ihre Geschichten, während die von Jacob (Emmas Vater) in der dritten Person geschrieben wurde. Diese drei Handlungsstränge laufen letztendlich alle zusammen und ergeben wieder ein rundes Ganzes, auch zeitlich gesehen. Der Verlauf des Buches war an vielen Stellen für mich unvorhersehbar, so dass ich gezwungen war, das nächste Kapitel und das nächste zu lesen, obwohl ich das Buch eigentlich beiseite legen und ins Bett schlafen wollte. Die Autorin versteht es geschickt, mit den Emotionen ihrer Protagonisten und die des Lesers zu spielen.

Das Cover „Chosen – Das Erwachen“ ist silbern 😀 und das ist genau MEINE Farbe und es schillert wunderschön und glänzt und funkelt. Zudem passt es optisch mit dem weiblichen Portrait sehr gut zum ersten Band und harmoniert fantastisch. Es ist eindeutig der Gegensatz zum ersten Cover und der pinke Schrifzug des Haupttitels ist toll. Ich mag den geschwungenen Schrifzug des Autorennamen. Man könnte meinen, dass die Autorin selbst es direkt auf dem Cover signiert hat ❤ Die Farben des Covers sind gut gewählt und ich freue mich schon wahnsinnig, dieses Buch in den Händen zu halten und neben Teil 1 ins Regal zu stellen ❤

Das Ende … Das habe ich so nicht kommen sehen und zeigte mir auf, dass Fion Farran vielleicht doch ein wenig anders war, als ich zu glauben dachte. Ich hatte Tränen in den Augen und eine Gänsehaut breitete sich über meinen gesamten Körper aus. Und doch konnte ich diese Buchreihe mit dieser Abschlussgeschichte zufrieden zuklappen, denn Fragen blieben kaum mehr offen. Dankeschön.

Fazit:

„Chosen – Das Erwachen“ ist eine gelungene Fortsetzung zu seinem Vorgänger mit mehr Spannung und Action, einem abwechslungsreichen Plot und guter Recherche. Und doch habe ich den Eindruck gewonnen, dass er ein wenig gegenüber „Chosen – Die Bestimmte“ schwächelt. Mir fehlten manchmal Erklärungen, die nicht vorhanden waren und ich nachfragen musste. Aber alles in allem war es ein guter Abschluss dieser Dilogie, die ich garantiert nochmals lesen werde.

Ich verleihe dieser Fortsetzung gute 4 von 5 Punkte.

 

Ich bin sehr gespannt, welche Geschichten uns die Autorin Rena Fischer in Zukunft präsentieren wird J

 

PS: Ich bin noch immer im #TeamJared *kicher*

 
 

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[Rezension] Michael Ende „Momo“

momoWunderbarer Klassiker für groß und klein, einfühlsam und zeitlos ❤

Vollständiger Titel: „Momo oder die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“ von Michael Ende

 

Michael Ende schuf 1972 eine wundervolle, einfühlsame und tiefgründige Geschichte über Freundschaft, Magie, dem Zuhören, der Zeit und die grauen Zeitdiebe sowie die Schönheit des Lebens, die mich aufs Tiefste berührte.

Der Autor versteht es, den Leser mit seinen wunderbaren Einfällen, kleinen Geschichten in der Geschichte – auch im Nachwort das mir ein verheißungsvolles Kribbeln über meinen Nacken jagte – in einer leichten, flüssigen Sprache gefangen zu nehmen und in seine magische Welt zu entführen. Gern folgte ich Momo und der magischen Schildkröte Kassiopeia und Meister Hora durch die Geschichte und lauschte den fantastischen und märchenhaften Geschichten von Gigi und hörte Beppo nachdenklich zu.  Michael ist es gelungen, bildhaft, detailreich und farbenfroh geschwungen zu schreiben, so dass es ein Genuss ist, diese Geschichte zu lesen.

Die Geschichte um Momo spielt in keiner bestimmten Zeit und in keiner bestimmten Stadt(vermutlich aber irgendwo in Italien), was sie zeitlos macht und sowohl in der Vergangenheit, der Zukunft und im Hier und Jetzt spielen könnte… Und genau das macht diese Geschichte für mich so besonders.

Was uns dieser Klassiker sagen will? Ganz einfach: Nehmt euch Zeit für euch und für eure Lieben, sonst kommen euch die grauen Herren besuchen und ihr werdet selbst alle stumpf und grau. 😉 Lest sie! Sie wird euch die Augen öffnen und euch aufzeigen, dass wir alle dem Zeitdruck unterlegen sind – egal ob beruflich oder privat. Es ist ein Appell, eine Warnung – und das von 1972! Hier werden Elemente der Phantasie mit sozialkritischen Punkten gekonnt miteinander verwoben und dem Leser vor Augen geführt.

Fazit:

Dieses wundervolle Werk darf in keiner Hausbibliothek fehlen und sollte von jung und alt gelesen und geschätzt werden, da sie wahr sein/werden könnte und wunderbar zeitlos ist!

Ich werde diese fantastische Geschichte garantiert noch mehrmals lesen und mich an der coolen Schildkröte Kassiopeia und an Momo erfreuen ❤

„Momo“ sollte meiner Meinung nach häufiger in der Schule gelesen werden, schon allein der Botschaft wegen.

 

5/5 Punkte

 

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[Rezension] „Der Prinz der Elfen“ von Holly Black

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Ich mochte die Grundidee eines Elfenprinzen in einem gläsernen Sarg mitten im Wald sehr, der von Hazel und ihrem Bruder Ben sowie vielen anderen täglich aufgesucht wurde. Die Vorstellung gefiel mir sehr, da sie mich an das Märchen von Schneewittchen erinnerte.

Doch leider glich „Der Prinz der Elfen“ von Holly Black so gar nicht diesem schönen Märchen. Denn es war anders. Einerseits war „Der Prinz der Elfen“ schön, weil man viele Informationen über den Erlkönig, das Volk der Elfen und verschiedene Schutzmechanismen und Rituale bekam. Aber der zähflüssige Schreibstil und das ewige hin und her der Geschichte und seiner Charaktere gefiel mir nicht. Ich hatte das Gefühl, überhaupt nicht zu wissen, wo an welcher Stelle sich die Geschichte gerade befindet und was die Autorin erzählen will. Die Geschichte plätscherte an vielen Stellen einfach so dahin und langweilte mich fast zu Tode, so dass ich hoffte, dass der Roman endlich ein Ende fände, ganz gleich welches. Es kam überhaupt keine richtige Spannung auf, die mich fesseln konnte. Dafür war die Langeweile vorherrschend wie zäher Kaugummi. Ich hatte das Buch so oft es ging zur Seite gelegt und lieber andere Bücher gelesen, als dieses fortsetzen zu wollen. Dennoch wollte ich irgendwie diese Geschichte hier zu Ende lesen und wurde enttäuscht. Es war nicht das, was ich mir unter dem märchenhaften Titel und dem spannenden Klappentext vorgestellt hatte.

Die Charaktere waren teils verwirrend dargestellt, nicht tiefgründig und ihr Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft. Ich hätte gern mehr über Carter und Jack erfahren wollen, doch Carter rutschte immer mehr ins Aus und Jack blieb irgendwie ein Geheimnis. Hazel und Ben … ich glaubte immer, dass es da eine Verbindung zwischen den beiden Geschwistern gab, aber so oft wie sie sich gegenseitig belogen und übergingen … da glaubte ich nach einigen Seiten nicht mehr daran. Die Charaktere wirkten alle irgendwie oberflächlich und blass, so dass ich keinen der Protagonisten besonders mochte und hervorheben möchte. Ich fand einfach keinen Zugang zu ihnen.

Manche Szenen hätte ich mir gern anders gewünscht, anschaulicher und besser durchdacht, wie z. B. das Versteck des Schwertes. Denn das war nun wirklich so was von schlecht gewählt, das es jeder gefunden hätte, der sich verneigte. Ich hätte mir hier ein wesentlich besseres Versteck erhofft, das mehr Sinn ergibt.

Das Cover ist märchenhaft schön. Ich hätte auch zu gern einen Blick auf den gehörnten Prinzen im Sarg geworfen, von dem diese Geschichte handelt. Ich bin fasziniert von dem großartigen Bild, dass aus einem geheimnisvollen Wald und einem rothaarigen Mädchen (vermutlich Hazel) besteht, die mit dem Körper eines Jungen im grünen Gewand vermischt wurden.

Der Schreibstil der Autorin Holly Black war ehrlich gesagt nicht so ganz meins. Einige Passagen lasen sich fantastisch und märchenhaft. Diese Szenen liebte ich sehr. Allerdings gab es leider viele Abschnitte, in denen es extrem lange Schachtelsätze gab. Ich musste sie mehrmals lesen, um zu verstehen, was die Autorin mir damit sagen wollte. Hier hätte man deutlich mehr überarbeiten sollen.

Es blieben am Ende des Buches trotz allem auch einige Fragen offen, die ich gern beantwortet gehabt hätte. Das Ganze war für mich einfach nur enttäuschend. Vielleicht bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen?!

An sich ist die Grundidee des Buches fantastisch, aber bei der Umsetzung haperte es gewaltig, was größtenteils am verwirrenden und zähflüssigen Schreibstil der Autorin lag. Die Geschichte war zwar gut recherchiert, half aber nicht, die Spannung aufzubauen und mich gefangen zu nehmen.

„Der Prinz der Elfen“ hat mich leider nicht überzeugt. Schade, dabei war die Grundidee so faszinieren, dass ich schon allein wegen dem Klappentext und dem Cover das Buch gekauft habe. Ich gebe diesem Buch 3 Punkte – eines für das tolle Cover, einen für die tolle Grundidee und den dritten Punkt für die gute Recherche zum Erlkönig und dem Elfenvolk.

 

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[Rezension] „Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen“ von Stefanie Hasse

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Mir gefällt die Grundidee, dass Leser ihre Lieblingscharaktere aus Büchern herauslesen können. Da würden mir auch so einige Charaktere einfallen, die ich gern in der Realität sehen wollen würde. J Das es aus diesem Grund auch Wächter der Bibliotheca Elementara geben muss, um diese „seelenlosen“ Charaktere wieder einzufangen und zurück in ihre Bücher zu schicken, passte perfekt. Die Wächter hatten Regeln zu befolgen (u. a. durften sie selbst keine Bücher besitzen). Außerdem konnten die Wächter ein Element (Luft, Wasser, Erde oder Feuer) beherrschen. Das erinnerte mich ein wenig an die Trickserie „Avatar – Herr der Elemente“.

Ein Leben ganz ohne Bücher? Das wäre für mich die Hölle. Lin geht es da ähnlich, denn sie versteckt heimlich ein Buch namens »Otherside« und hat sich in den Protagonisten Zac verliebt, was ich ihr als Leser nicht verübeln konnte, kicher.

Lin gefiel mir gut. Sie kam mir realistisch und gut durchdacht vor. Ich mochte ihre Art und ihr Denken, ihre Gefühle und ganz eindeutig ihre Liebe zu Büchern, die ich mit ihr teile. Klar, ihre extreme Kaffeesucht war etwas heftig und ich dachte nur, dass sie irgendwann an Herzschock sterben würde, weil sie von diesem Gebräu einfach zu viel trinkt, aber das passierte nicht. Mit Ric wurde ich trotz allem irgendwie nicht warm. Er war ein A… und verhielt sich auch meist so. Ich konnte nicht nachvollziehen, wieso Lin auf ihn abfuhr. Peter (der Baum) und Zac aus »Otherside« gefielen mir hingegen da viel besser. Mir hat teilweise auch die Tiefe der Charaktere gefehlt, z. B. bei Ty, Zac, Coral, Peter etc. Mich hatte anfangs auch sehr gestört, dass Lin´s Mitbewohnerin immer nur Ty genannt wurde und man nie wirklich erfuhr wie sie mit vollständigem Namen hieß, was sie beruflich machte etc. Man bekam manche Figuren einfach so vorgesetzt und sollte damit klar kommen.

Der Schreibstil gefiel mir gut, da er leicht und flüssig war und ich der Geschichte problemlos folgen konnte. Die Spannung stieg auch stetig an und machte mich neugierig, so dass ich das Buch auch kaum aus der Hand legen konnte und die Nacht durchlesen musste.

Was mich allerdings an dieser Geschichte „Book Elements – Die Magie zwischen den Zeilen“ der Autorin störte, war, dass sie Charaktere aus Büchern einflocht, die ich teilweise gar nicht kannte. Klar, Bella, Edward und Jacob kennt man zwangsweise durch Bücher und Filme. Man kam einfach nicht an ihnen vorbei. Aber wer bitte ist Roth, Daemon und Cress? Ich musste erst einmal im Internet recherchieren, um herauszufinden, wer Cress ist und was es mit ihr auf sich hatte. Denn ihre Geschichte von Marissa Meyer kannte ich nicht. Hier wäre wenigstens im Buch eine Liste wünschenswert gewesen mit dem Verweis der verwendeten Charaktere auf die Bücher, in denen sie vorkommen.

Mich störte auch, dass Lin als Luftelement eine Fee war. Sorry, aber eine Fee ist eher jemand, der sich um die Pflanzen kümmert – mit Feenstaub etc., aber nicht mit dem Wind flüstert. Und Coral als Wasserelement war meiner Meinung nach ab ihrer Verwandlung irgendwie wegen ihres Fischschwanzes unbeholfen und brauchte eher „Standhilfe“ als dass sie die Welt vor Monstern und Seelenlosen beschützen konnte. Hier hätte ich mir etwas mehr Kreativität und weniger Fischschwanz gewünscht.

Der Klappentext ist auch ein wenig irreführend, da Zac ja doch in der realen Welt auftaucht und für ein wenig Aufruhr sorgt.

Das Cover ist als Ebook schön anzusehen, allerdings ist es als Taschenbuch viel zu dunkel – ja beinahe schwarz, so dass man die einzelnen schwebenden blauen Buchstaben leider kaum mehr auf dem gedruckten Cover erkennen kann. Dadurch geht hier etwas Magie verloren. Schade. Der Schriftzug des Haupttitels „Book Elements“ hätte ich mir irgendwie silbern vorgestellt, das wäre noch magischer gewesen.

Ich mag die Geschichte, die Charaktere, die unerwarteten Wendungen und das spannende Ende, bei dem ich regelrecht mitgefiebert habe. Es ist ein guter Abschluss ohne nervigen Cliffhanger dieses ersten Bandes, der auch einzeln gelesen werden kann. Trotzdem bin ich sehr auf die beiden Nachfolgebände gespannt, die im September 2017 bzw. Anfang 2018 als Taschenbücher erscheinen werden.

Ich verleihe diesem ersten Band der Wächter der Bibliotheca Elementara 4 von 5 Punkten.

 

 
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Verfasst von - 8. August 2017 in Allgemein, Fantasy, Jugendbuch

 

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