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[Rezension] Lauren Kate „Engelsmorgen“

31 Dez

engelsmorgenEine gelungene Fortsetzung

Beschreibung:

Egal, wie viele Leben du hast: Der großen Liebe begegnest du nur einmal

Kaum hat Luce in dem gefallenen Engel Daniel ihre große Liebe gefunden, werden die beiden auch schon wieder getrennt: In Shoreline, einem Internat an der kalifornischen Küste, muss Luce sich verstecken, denn sie schwebt in höchster Gefahr. Während Daniel versucht, die Unsterblichen, die es auf sie abgesehen haben, zu besiegen, lernt Luce, in die Vergangenheit zu blicken. Doch je mehr sie über ihre und Daniels frühere Leben erfährt, desto mehr ahnt sie, dass er ein dunkles Geheimnis hütet – eines, das sie beide zu vernichten droht …

Der 2. Band „Engelsmorgen“ von Lauren Kate knüpft direkt an den ersten Band und den traumatischen Ereignissen im Internat „Sword & Cross“ an als wäre keine Zeit vergangen. Luce wird von Daniel zu ihrem Schutz in eine andere Schule gebracht, da er sie selbst nicht beschützen kann. Die neue Schule Shoreline, ein schöner Fleck an der kalifornischen Küste, ist auch nicht so „normal“ wie es auf den ersten Blick scheint. Denn hier werden neben Menschen auch Nephilim unterrichtet … von Engeln und gefallenen Engeln. Zudem hat jeder Schüler hier deutlich mehr Freiheiten als an der „Sword & Cross“.

Ich konnte Luce´s Zweifel über ihre Beziehung zu Daniel gut verstehen. Immer wieder hat er Geheimnisse vor ihr, sagt ihr nicht, wohin er geht und was er dort tut und dann erteilt er ihr Befehle und verschwindet plötzlich wieder etc. Zudem weiß scheinbar JEDER über all ihre früheren Leben Bescheid – außer sie selbst. Kein Wunder, dass sie zweifelt und mehr darüber erfahren will und sich dadurch immer wieder in Gefahr begibt, selbst, wenn es naiv ist. Leider sind die Erfahrungen mit den Schatten wenig aussagekräftig, so dass für Luce wie auch für mich als Leser viele Fragen entstehen.

Schade finde ich, dass wir in diesem Band nur sehr wenig über Daniel und Cam erfuhr. Gern hätte ich gewusst, was sie alles erleben mussten und welche Gedanken in Daniel´s Kopf kreisten. Vor allem nach dieser einen Szene als er enttäuscht davonflog. Was ging da in ihm vor? Ich hätte mir hier mehr Daniel-Szenen gewünscht. Vielleicht auch im Wechsel zwischen Luce und Daniel-Szenen. Das hätte mir besser gefallen. Stattdessen haben wir fast nur die Erlebnisse von Luce und ihrer neuen Schule, den neuen Mitschülern und mehr über die Schatten erfahren. Die kurzen Liebesszenen fand ich schön <3. Aber leider VIEL zu kurz. Ich staune sowieso, dass Daniel immer wieder zu Luce zurückkehrte, obwohl er selbst das „Besuchsverbot“ ausgesprochen hatte … irgendwie süß, dass er ohne sie nicht sein kann… Andererseits fand ich sein Verhalten manchmal ein wenig machohaft. Erst küsst er Luce fast zu Boden, nur um sich dann wieder mit ihr zu streiten und Befehle zu erteilen … ganz ohne Erklärungen warum und weshalb sie das Gelände nicht verlassen darf oder wieso er ihr nichts erzählen kann. Und dann ist er auch schon wieder fort.

Ich freute mich eigentlich immer über jede der Begegnungen zwischen Luce und Daniel, nur um mich hinterher wieder zu ärgern … *grummel*

Die meisten Charaktere waren gut dargestellt. Ich konnte leicht zwischen sympathisch und unsympathisch dank der Beschreibungen unterscheiden. Bei Daniel und Cam fehlte mir allerdings die Tiefe aufgrund der Kürze ihrer Szenen.

Miles gefiel mir. Er ist ein toller Freund mit willkommenen Überraschungen, der Luce viel Aufmerksamkeit schenkt. Irgendwie ahnte ich bereits, dass da mehr dahinter steckt als nur Freundschaft. Dennoch hat er sich in mein Herz als guter Kumpel geschlichen.

Bei Luce´ Mitbewohnerin war ich mir anfangs nicht sicher auf welcher Seite sie steht. Zwischendrin dachte ich, sie ist auf Luce´ Seite, dann war ich mir wieder nicht ganz sicher ob sie sich für Gott oder den Teufel entscheiden würde … Sie ist mir noch ein unsicherer Charakter. Und dann die Info, dass Daniel und sie … ich musste schlucken und konnte Luce nur allzu gut verstehen. Ich wüsste gern mehr über Daniel. Ob es vielleicht auch mal einen Band über ihn geben würde … á la Daniel´s Vergangenheit bis hin zu seiner Begegnung mit der heutigen Inkarnation von Luce und was er dachte und fühlte… Das wäre sicher auch spannend und interessant J

Der Schreibstil war wieder einmal wunderbar, leicht, flüssig und verlockend, so dass ich nach dem Ende gern den dritten Band weiter gelesen hätte. Ich bin sehr neugierig geworden, wie es weitergeht. Viel Spannung und Liebe kann man in diesem Band allerdings nicht wirklich erwarten. Hier geht es eher um die Geheimnisse Daniels und um Luce und Daniels Vergangenheit, die Luce versucht herauszufinden. Hier dreht es sich eindeutig um Luce, Charakter, Gedanken, Vergangenheit und ihren Platz in dem ganzen verwirrenden Spiel zwischen Gott, Teufel und Daniel. Welche Rolle spielt Luce wirklich?

Leider gab es in diesem Band keine Antwort darauf, dafür aber viele offene Fragen.  Engelsmorgen dient wohl eher als ein guter Übergangsband zu Teil 3 „Engelsflammen“.

Das deutsche Cover gleicht ein wenig dem amerikanischen mit dem Mädchen, den Farben und dem Schriftzug. Das Mädchen erinnert mich mit ihren schwarzen Haaren auch sehr an Luce… Man spürt deutlich ihre Einsamkeit.

Fazit:

„Engelsmorgen“ ist eine gelungene Fortsetzung mit einer großen Portion Freundschaft und neuen tollen Charakteren, in der Vergangenheit und Geheimnisse teilweise aufgedeckt werden und wir mehr über den Krampf der Engel und Gefallenen erfahren. Das Ende dieses Bandes lässt auf eine spannende Fortsetzung in „Engelsflammen“ hoffen.

Ich vergebe dieser schönen Fortsetzung 4 von 5 Punkte!

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