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[Rezension] Bianca Iosivoni – Soul Mates, Band 1: Flüstern des Lichts

soulmates1Spannender Auftakt einer Dilogie

Beschreibung:

ER SIEHT DAS DUNKLE IN IHRER SCHÖNHEIT.
SIE SIEHT DAS SCHÖNE IN SEINER DUNKELHEIT.
ZWEI SEELEN – FÜR IMMER VERBUNDEN.
DOCH IM KAMPF ZWISCHEN LICHT UND SCHATTEN BEDEUTET IHRE LIEBE DEN TOD.
Wer ist der attraktive Typ mit der düster-gefährlichen Ausstrahlung, der Rayne abends auf der Straße vor einem Angreifer rettet? Wider Willen fühlt sich Rayne zu dem undurchschaubaren Colt hingezogen, und auch er sucht ihre Nähe. Immer wieder. Denn die beiden sind Seelenpartner. Doch die Licht- und Schattenwelt ist im Aufruhr, und während Colt auf der Seite der Lichtseelen steht, weiß Rayne nicht, zu wem sie gehört.

 

Als ich hörte, dass Bianca Iosivoni eine neue Fantasy-Dilogie veröffentlichte, in der es um Seelenpartner und Lichtseelen geht, wollte ich die Story unbedingt lesen. Denn ich mag Geschichten, die von diesen Themen handeln sehr gern.

Mir gefällt die Idee mit den Seelenpartnern und auch den Kampf zwischen Licht- und Dunkelseelen. Es erinnert mich irgendwie an die Obsidian-/Oblivion-Reihe einer bekannten Autorin, die ich auch sehr mag. Ich bin aber noch immer nicht ganz dahinter gestiegen, welche Rolle die Nebelseelen übernehmen. Denn so ganz neutral scheinen sie doch nicht zu sein.

Ich mag Rayne sehr gern. Sie ist gut durchdacht und wirkt realistisch. Sie hat ihre Tiefen und Höhen und man merkt schnell, dass sie eine düstere Vergangenheit besitzt, die sie immer wieder in die Dunkelheit zieht. Gleichzeitig entdeckt man aber mit ihr auch eine innere Stärke und Mut, die mich immer wieder überrascht hat.

Colt ist für mich nicht so tiefgründig wie ich erhofft hatte. Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass er Geheimnisse vor Rayne hat, weil er sich ihr nie bzw. nur sehr selten und minimal öffnete. Er ist eine Mischung aus Bad Boy und Beschützer, verhält sich aber meist wie ein Arsch. Deshalb konnte ich auch nicht so viel mit ihm anfangen. Ich fand es nicht schön, zu lesen, dass Colt Rayne immer wieder „heiß machte“, küsste etc. und dann einfach wieder verschwand und sie wieder mal mit gebrochenem Herzen allein zurückließ. Angeblich dürfen Seelenpartner sich nicht lieben. Aber genau das machen doch Seelenpartner aus. Liebe, die tiefer geht als alles andere!

Die Nebencharaktere fand ich toll. Miles, Liv, Nora, Emma und Barry mochte ich sehr gern. Ich habe sie regelrecht in mein Herz geschlossen. Sie haben Rayne einen guten Halt gegeben, sind ihre Konstanten, ihre Familie und Freunde. Deshalb verstehe ich auch sehr gut, dass Rayne für sie kämpft und immer für sie eintritt und weshalb es ihr so schlecht geht, wenn sie sie anlügen muss.

Aufgrund des flüssigen und leichten Schreibstils bin ich nur so durch die Geschichte gerast und habe mit jeder Seite mit Rayne mitgefiebert, da so unglaublich viel passiert. Mein Herz hämmerte mit jedem Geschehen mit, besonders wenn Rayne auf Colt trifft. Die Autorin hat so viele spannende wie auch romantische Szenen eingebaut, dass ich nicht in der Lage war, dieses Werk aus den Händen zu legen. Ich wollte und musste unbedingt wissen, wie es weitergeht. Denn Gefahren und Liebe, Anziehung, Freundschaft, Täuschung, Vertrauen und Verrat waren auf fast jeder Seite zu finden. Leider waren einige Szenen und auch das Ende irgendwie vorhersehbar, so dass die Spannung ein wenig darunter litt. Dafür gab es jedoch einige schöne Szenen, die mein Herz schmelzen ließen, z. B. die Szene auf dem Dach oder als Colt Rayne auffing als sie von den Opferschreien in ihrem Kopf fast zusammenbrach.

Schade fand ich, dass wir nur so wenig über die Welt der Licht- und Schatten- und Nebelseelen erfahren. Ich hätte so gern mehr darüber gelesen. Manchmal fragte ich mich auch, wie die Schattenseelen plötzlich die Lichtseelen fanden, da dies nicht aufgeklärt wurde. Hatten sie Rayne verfolgt oder wie sind sie dorthin gekommen? Ebenso hätte ich gern gewusst, wieso manche Wesen verschont wurden, obwohl sie hätten „beseitigt“ werden können und die Möglichkeit bestand. Oder sind sie wichtig für den Folgeband?

Und es gab so viele coole Sätze, bei denen ich schmunzeln musste. Besonders gut gefielen mir:

Seite 192: „Meine sportlichen Aktivitäten beschränken sich darauf, beim Lesen die Seiten umzublättern“ 😀

UND

Seite 196: „Egal wie dunkel es sein mag, einen Funken Licht findest du überall. Und wo Licht ist, da sind auch wir.“ 💖 💖💖

Das Cover hat mich nicht ganz so angezogen. Ich mag zwar das Spiel mit den Farben (Licht und Schatten, braun und grau) und die Lichtpunkte. Der Schriftzug des Titels gefällt mir, ich mag die geschwungenen Lettern gern. Aber es ist irgendwie nicht so ganz meins.

Fazit:

Ein wundervoller Auftakt einer spannenden Dilogie um Licht- und Schattenseelen, der mich ein ums andere Mal an die Obsidian-/Oblivion-Reihe erinnert, die ich auch sehr mag.

Deshalb kann ich guten Herzens 4 von 5 Sternen für „Soul Mates Flüstern des Lichts“ verleihen. Ich bin sehr gespannt auf den 2. Band, den ich unbedingt lesen muss, weil ich wissen will, wie es mit Rayne und Colt weitergeht.

 

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[Rezension] T. Cooper & Allison Glock-Cooper „Changers 2 – Oryon“

oryonSpannende Fortsetzung der Changers-Reihe!

Beschreibung:

Bei ihrer zweiten Veränderung wacht die 15-jährige Drew als Junge auf. Drew ist jetzt Oryon, ein cooler afro-amerikanischer Skatertyp. Gerade, als sie sich an ihre weibliche Identität gewöhnt hatte!

Doch so ist das Leben für einen Changer, eine alte Menschenart, deren Angehörige jedes Highschooljahr als eine andere Person existieren müssen. Bis zum nächsten Sommer wird Oryon lernen, wie sehr die Welt um ihn herum versucht, ihn in das zu verändern, was sie in ihm sieht – und dass er nur er selbst sein kann, wenn er sich dem widersetzt.

„Changers 2 – Oryon“ ist noch etwas heftiger als Band 1 „Changers – Drew“, denn hier geht es noch viel deutlicher um Rassismus, Hass, Gewalt, Intoleranz, Verlust und sogar um Entführung. Dieser Roman ist voller Höhen und Tiefen, dass das Lesen nie langweilig wurde. Die Spannung ist besonders gegen Ende deutlich greifbar, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Der Schreibstil ist wieder einmal wunderbar, leicht, einfach und man kann sich schnell in Ethan/Drew/Oryon hineinversetzen, da es in der Ich-Perspektive verfasst wurde. Ich mag Oryon genauso sehr wie Drew zuvor und finde Audrey noch immer hinreißend. Sie ist wirklich ein gutes und taffes Mädchen/cooler Typ. Ich mag sie/ihn sehr gern. Chase hingegen hat sich total in die RaChas-Sache verrannt, so wirkt es zumindest und es fühlt sich sektenmäßig an. Doch ich glaube, dass da viel mehr dahintersteckt als wir es als Leser aktuell vermittelt bekommen. Deshalb bin ich schon sehr gespannt auf Band 3 „Changers 3 – Kim“.

Schade finde ich, dass die Verwandlung von Drew in Oryon leider übersprungen wurde und wir gar nicht richtig mitbekommen, wie es Ethan/Drew nach der Verwandlung in Oryon ergangen ist. Denn Oryon ist kein Weißer, sondern ein Afroamerikaner und genau da fangen die Probleme auch schon an. Oryon stößt immer wieder auf Rassismus, Hass und Gewalt und muss so einiges durchmachen. Aber er hat Freunde an seiner Seite und erfährt auch Liebe … Das hat ein wenig über die heftige Geschichte hinweggetröstet … zumindest bis zu den letzten Kapiteln hin. Ich frage mich, was aus Alex, Snoopy und Chase geworden ist … Ich kann es nicht erwarten, den Nachfolgeband zu lesen, ich muss weiterlesen, die Spannung ist einfach zu hoch! Vor allem dank des fiesen Cliffhangers am Ende … Ich hatte völlig aufgehört zu atmen und musste mich erst einmal wieder daran erinnern und Luft holen. Zu atmen.

Auch habe ich die Gespräche zwischen Drew/Oryon und Chase sehr vermisst. Chase hat mir sehr gefehlt, auch wenn er mir mit den RaChas ein wenig auf die Nerven ging, obwohl er wohl auf der richtigen Seite stand.

Bei Mr. Crowell war ich mir manchmal nicht sicher, ob er nicht doch irgendwie zu den Changers gehört oder nicht. Er war für mich in dieser Hinsicht ein rätselhafter Charakter, trotz dessen, dass ich ihn als Lehrer mochte und er sich für Oryon und Audrey einsetzte. Wie alt ist Mr. Crowell eigentlich und wie alt ist Tracy? Irgendwie kann ich beide nicht richtig einschätzen.

Was ich auch gern gewusst hätte: Wieso dürfen Changers immer nur ein Kind bekommen? Sie können doch 2 Kinder bekommen im Abstand von 5 bzw. 6 Jahren. Denn dann hätten sie genug Zeit sich um beide Kinder in ihrem V-Zyklus zu kümmern. Wäre doch nur logisch, wenn der Rat der Changers doch mehr Changers in der Menschenwelt haben will wegen der Toleranz etc. Oder?

Das Cover zeigt wie beim ersten Band mehrere Köpfe (vermutlich alle Versionen des Changers Ethan/Drew/Oryon), die ineinander übergehen, sich verändern. Es ist schlicht und einfach gehalten, ohne großen Schnickschnack. Hier wird einfach nur Wert auf die Veränderung, den anstehenden Change gelegt und ich finde, das genügt auch vollkommen. Außerdem passt es perfekt zu seinem Vorgängerband.

Fazit:

Supergut erzählte und authentisch dargestellte Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt, besonders in Hinsicht auf Rassismus, Hass, Gewalt, Freundschaft und Liebe. Ich bin noch immer richtig geflashed von diesem Roman um Oryon und seine 2. Verwandlung, dass ich gern weiterlesen möchte! Ich verleihe diesem Teil 5 von 5 Punkten.

 

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Erin Watt „Paper Princess“

paperprincessIch finde das Cover sehr gelungen, da es eine gute Mischung ist und edel und doch einfach wirkt. Die Krone sieht aus, als sei sie mit so einem Glitzerkleber aufgemalt worden. Schlicht, einfach und nicht zu pompös. Ich mag den leichten 3D-Effekt, da die Krone etwas höher liegt als der Rest des Frontcovers. Das macht das Buch etwas königlicher 🙂
Die Schriftart des Titels und Untertitels finde ich schön. Auch der Titel selbst „Paper Princess“ macht neugierig und man fragt sich, was hat es mit einer Papierprinzessin auf sich.
In der Buchhandlung hätte mich dieses Cover auf jeden Fall angezogen und neugierig gemacht, so dass ich danach gegriffen hätte.

Der Schreibstil mit seiner bildhaften Sprache ist angenehm und flüssig, so dass ich regelrecht durch die Kapitel flog. Es war wie ein Rausch der Geschichte um Ella zu folgen und mit ihr mitzufiebern, mit zu leiden, Freude und Glück zu empfinden und kurz vor dem Heulkrampf zu stehen. All das wäre ohne den tollen Schreibstil der beiden Autoren nicht möglich gewesen. Ich finde es auch toll, dass man die Sprache von Ella und den Royals anfangs gut unterscheiden konnte, später merkte man die Verwandlung von Ella sprachlich gesehen, sie wurde reifer. Man taucht aufgrund der Ich-Perspektive direkt in Ellas Gedanken und Gefühle ein, so dass man jeden Moment, den sie erlebt, live miterlebt – emotional und gedanklich. Es wirkt dadurch realistisch. Manchmal gab es so brenzliche Situationen, dass ich nur dachte: „Los, LAUF!“ oder „Unternimm doch endlich etwas!“

Dieses Buch hat mich mit seinen 35 Kapiteln auf 379 Seiten regelrecht gefesselt, die Spannung war immer greifbar, so dass es mir wahnsinnig schwer fiel, es aus den Händen zu legen, um nachts zu schlafen. Ständig kreisten meine Gedanken um Ella, um Reed, um Ella und Reed, um all die Royal-Söhne und Callum Royal. Schuld daran sind wohl der wahnsinnige Reichtum, das übertrieben gute Aussehen der Royals sowie all die Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse, von denen noch so manches aufgedeckt werden muss. Das Buch hat bei mir viele Fragen hinterlassen, die ich gern beantwortet haben möchte. Interessant fand ich den Bereich Geld und Macht. Es war interessant den Unterschied von ärmlichen Verhältnissen und dem täglichen Kampf ums überleben zu reich und machtvoll zu sehen und wie sich die jeweiligen Personen verhalten – sprachlich und charakterlich.

Die Charaktere von Ella, Reed und Easton waren gut dargestellt, ich hätte mir jedoch auch mehr von den Zwillingen und Gideon gewünscht. Denn sie kamen leider im ersten Band etwas zu kurz. Ich hätte schon ganz gern mehr über sie und ihre Geheimnisse erfahren. Bei allen Royals hatte ich den Eindruck, dass sie noch nicht genau wissen wer sie sind und was sie noch erreichen wollen, ebenso können sie nicht mit echten Gefühlen umgehen, was zu richtigen Dramen mit anderen Protagonisten führt.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Folgeband, der ja recht bald erscheint J

 

Mein Fazit:

Die Royals sind reich, sexy, gefährlich, geheimnisvoll und zerstörerisch. Es könnte sein, dass auch sie dich zerstören, wenn du ihnen verfällst. Aber glaube mir, sie sind es wert!

 

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[Rezension] T. Cooper & Allison Glock-Cooper „Changers 1 – Drew“

changersdrewÜberzeugender Serienauftakt einer Tetralogie

Klappentext:

Am ersten Highschooltag erwacht der 14-jährige Ethan plötzlich als junges blondes Mädchen. Seine Eltern erklären ihm, dass er ein „Changer“ ist. Wie sein Vater gehört er einer Gruppe von Menschen an, die sich während ihrer Schulzeit viermal in eine andere Person – Junge oder Mädchen – verwandeln, bevor sie eine feste Identität wählen.

Seine erste Identität als „Drew“ ist für Ethan nicht leicht: Sie muss sich mit den Regeln der Changers vertraut machen, verliebt sich und muss für diese Liebe kämpfen. Was werden die Gegner der Changers unternehmen? Und ist die Organisation, die sie unterstützt, wirklich so gut? Die wichtigste Frage aber lautet: Wer wird „Drew“ am Ende sein?

Nachdem der Klappentext schon megaspannend klingt und mich unheimlich neugierig gemacht hat, wollte und musste ich endlich diese Buchreihe beginnen. Denn ich wollte wissen, was es heißt, ein Changer zu sein und welche Veränderungen er körperlich und seelisch durchmacht. Ich finde, dass die Verwandlung von Ethan in Drew sehr gut dargestellt wurde. Man bekam wirklich die anfänglichen Problemchen mit, wie z. B. den Wechsel von Jungsklamotten zu Mädchenkleidern, zum Wechsel der Denkweisen und Emotionen bis hin zu Dingen wie die erste Periode, die beste Freundin etc. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie sich Ethan mehr und mehr in Drew verwandelte und Ethan immer mehr verblasste, obwohl ich Ethan mochte. Er war ein cooler Typ, sein Kumpel Andy tut mir leid. Ethan/Drew hat mir wirklich gut gefallen, sie war realistisch dargestellt und sehr sympathisch.

Chase/Brooke … oh ja. Coole Socke, kann ich da nur sagen. Chase mochte ich vom ersten Moment an und habe jede Szene mit ihm herbeigesehnt. Ich hätte ihn zu gern noch mal gegen Ende der Story „lesen“ wollen. Schade, dass es nicht geklappt hat. Ich vermisse Chase jetzt schon.

Und Audrey: Eine bessere Freundin hätte sich Drew nicht wünschen können. Sie ist so lieb und herzlich. Die beiden passen wirklich gut zusammen. Ich fand das Geschenk am Ende toll J

Ich mochte den leichten, flüssigen, fesselnden und mit Humor gespickten Schreibstil des Autoren-Duos in der Ich-Perspektive sehr gern, der mir den Einstieg in die Geschichte erleichtert hat. Manche Sätze waren jedoch ellenlang, mit mehreren Nebensätzen und Wortgruppen/Sätzen in Klammern. Das hätte nicht sein sollen. Das war einfach zu lang. Die Sätze hätten gekürzt werden können. Zum Glück gab es davon nicht allzu viele Abschnitte. Hin und wieder gab es auch vereinzelt noch einige Schreib- und Tippfehler, die noch ausgebessert werden können. Mich störten auch die Zeitsprünge zwischen den Tagebucheinträgen. Am Anfang waren es fast tägliche Einträge, doch später sprang man gleich mehrere Wochen weiter… Auch wäre einiges noch ausbaufähiger und gefühlvoller sein können. Immerhin ist der Changer gerade ein Mädchen! Mir hat an der Geschichte der Changers und des Rates etwas mehr Tiefe gefehlt. Ich hätte gern mehr über den Rat und die Changers erfahren und gern gewusst, ob der Rat so eine Art Sekte ist.

Im Anhang des Buches gibt es ein gekürzes Glossar (Auszug aus der Changers-Bibel), in dem alle Begriffe der Changers etc. ausführlich erklärt werden, inklusive der Symbole und Tattoos.

Das Cover zeigt das verschwommene Schattenbild zweier Köpfe, die ineinanderfließen, was wohl den Verwandlungsprozess der Changers darstellen soll. Mir gefallen die Farben und der einfache Schriftzug.

Fazit:

„Changers – Drew“ ist ein gelungener Auftakt einer Tetralogie, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Denn es werden neben dem Fantasy-Element der Verwandlung gleich mehrere Themen behandelt: Freundschaft, Missbrauch, Veränderungen, Rassismus, die erste Liebe, Teenagerprobleme, Vertrauen, Erwachsenwerden etc. Dieser Roman regt sehr zum Nachdenken an. Als Leser fragt man sich schlussendlich, welchen Weg und welche Version man letztendlich selbst gehen/wählen würde und wen Ethan/Drew nach dem Zyklus wählt.

Von mir gibt es klare 4,5 von 5 Punkten!

Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren 3 Verwandlungen …

 

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[Rezension] Jennifer Alice Jager „Empire of Ink 2 – Die Macht der Tinte“

ink2Besser als sein Vorgänger

Beschreibung:

Endlich kennt Scarlett die wirkliche Bedrohung ihrer Welt und die liegt nicht in den Bewohnern des Empire of Ink, dem Königreich, das einst durch die Macht des geschriebenen Wortes erschaffen wurde. Die eigentliche Gefahr lauert in der Organisation, die dieses Volk jagt. Um das Tintenreich vor dem Untergang zu bewahren, bleibt Scarlett nur eine Möglichkeit: Die Flucht vor dem Mann, der sie liebt, in eine Welt voller Drachen, Könige und Magie…

Ich hatte kaum den ersten Band beendet, musste auch gleich der Folgeband her. Denn ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte um Scar, Finn und die beiden Welten weitergeht. Ich wollte auch endlich in die Tintenwelt eintauchen und nicht nur ständig davon lesen. Und ich wurde belohnt. In diesem Band tauchen wir sogar 2 Mal in die Tintenwelt ein! J

Die Entwicklung der Charaktere von Finn und Scar war gut gelungen. Sie wuchsen mit ihren Aufgaben, trotz aller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Wir erfuhren auch endlich mehr über Finn und über Scarlett, wer sie sind, wer ihre Eltern sind und wo sie herkommen. Das fand ich sehr spannend. Auch hat mir die sich stets verändernden Tintenwelt sehr gut gefallen. Die Brutalität in diesem Werk war allerdings auch wieder sehr greifbar, so dass ich manchmal kräftig schlucken musste.

Toll fand ich, dass der Leser dieses Romans indirekt mit einbezogen wurde – eben als Leser, der das Tintenreich mit seiner Fantasie ebenso beflügelt wie die Autoren. Das hat mir richtig gut gefallen! Es erinnert mich stark an „Die unendliche Geschichte“ mit Bastian, dem Leser, der letztendlich auf Fuchur fliegt. J

Die Autorin verweist in diesem Roman immer wieder mal auf Szenen bzw. Ideen aus Michael Ende´s Geschichten „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“. Diese sollte man also besser kennen, wenn man diesen Jugendroman liest, damit man weiß, wovon die Rede ist.

Schön fand ich, dass wir zwar diesmal auch wieder mit dieser Geheimorganisation zu tun bekommen hatten, aber wir tauchten auch gleich 2 Mal in das fantastische Tintenreich ein, das sehr abwechslungsreich ist. Schade, dass die letzte Szene so knapp gehalten wurde. Ich hätte gern mehr erfahren. Von mir aus hätte diese Geschichte gern noch ein oder zwei Kapitel mehr haben können … vielleicht sogar mit ein wenig Kitsch und Klischee behaftet … So war es einfach zu schnell zu Ende. Ein Epilog wäre wirklich schön gewesen!

Die Autorin schreibt auch in diesem Band angenehm leicht, so dass kaum Langeweile aufkam und ich kaum das Buch aus den Händen legen konnte. Allerdings störten mich die ZAHLREICHEN Fehler. Denn je weiter man im Buch vorankommt, desto häufiger treten Rechtschreibfehler auf, was tierisch nervte. Entweder waren gleich die letzten Buchstaben eines Wortes „spurlos verschwunden“ oder es saßen die falschen Buchstaben mitten im Wort oder es befanden sich falsche Worte an Satzstellen, die gar nicht dorthin gehörten, so dass man ständig beim Lesen stolperte. Hier hätte der Lektor noch mal richtig drüber lesen sollen, selbst wenn er die Geschichte bereits kannte. Aber so macht es echt keinen Spaß!

Das Cover ist auch wieder gelungen. Ich mag die dunkelblaue Tintenfarbe der magischen Tintenwelt und das blaue Schimmern zwischen den Welten. Blau ist eh meine Lieblingsfarbe, grins. Deshalb hat mich das Cover auch so sehr in seinen Bann gezogen.

Die Auflösung der Geschichte hat viele Fragen beantwortet, aber eben nicht alle. Ich verstehe noch immer nicht: (ACHTUNG SPOILER!)

– Wenn TINTE das alles Entscheidende ist, wieso schreibst Scar dann mit Bleistift in ein Notizbuch? Oder ist das Notizbuch nun magisch? Und wieso funktioniert das Notizbuch überhaupt, wenn das Cover doch schon gedruckt wurde und die Tinte niemals ihren Weg in das Notizbuch fand? Wieso konnte es dann funktionieren? Die gegebene Antwort hat mir nicht ausgereicht, es war einfach ungenügend, nicht zufriedenstellend.

– Woher wusste Lanceron, wann und wo Finn und Scar seine Hilfe benötigten als sie im Schloss von Morgain waren? Und wie konnte sich dieser riesige Drache vor Morgain und ihren Schergen versteckt halten ohne entdeckt zu werden?

– Wieso lässt sich Scar immer wieder von einem gewissen Soldaten küssen, wenn sie doch keine Gefühle für ihn hegt? Klar redet sie sich ein, dass sie ihm nicht weh tun will. Aber ich denke eher, dass ihn diese Aktionen im Nachhinein nur noch mehr schmerzen.

– Ist es Zufall, dass die böse Hexe Morgain im Tintenreich und Morrgan in der Menschenwelt ähnliche Namen haben und beide böse Charaktere sind?

Fazit:

Dieser Band hat mir deutlich besser gefallen als sein Vorgänger, was schon allein daran lag, dass wir ENDLICH in das Reich der Tinte eintauchen und es besser kennenlernen konnten. Auch mangelte es diesmal nicht an Spannung, es schien auch realistischer zu sein. Deshalb kann ich guten Herzens 3,5 von 5 Punkten vergeben.

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[Rezension] Ava Reed „Die Stille meiner Worte“

moGroße Gefühle!

Klappentext:

Hannah hat ihre Worte verloren. In der Nacht, als ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Egal, was Hannahs Eltern versuchen, sie schweigt.
Um Izzy nicht loslassen zu müssen, schreibt sie ihr Briefe. Schreibt und verbrennt sie. Immer wieder.
Hannah kann der Stille ihrer Worte nicht entkommen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist …

 

Buchaufbau:

Mir gefällt gleich zu Beginn die Musikliste ehe die Geschichte beginnt. So habe ich mir gleich bei Youtube die Playliste zusammengestellt und finde dadurch sicher noch schneller in die Geschichte hinein. Das gefällt mir prima 🙂

Beim schnellen Durchblättern erkennt man, dass die Kapitel recht kurz gehalten sind und am Ende immer ein Brief von Hannah zu finden ist … mit Tintenklecksen. Ich finde die Briefe an Izzy schön.
Schön finde ich die kursiv geschriebenen Erinnerungen an Izzy von Hannah und auch Levis Erinnerungen. Auf diese Weise lernt man Hannah, Levi und Izzy genauer kennen und ich schmunzele dabei. Schmunzle wie sie Lasagne essen oder Mo verteidigt. Izzy ist ein fröhliches Mädchen, voller Power. Ich vermisse sie jetzt schon, dabei kenne ich sie noch gar nicht richtig …

Charaktere:

Ich litt und hoffte, weinte und freute mich mit Hannah mit. Ich erfuhr nach und nach ihre Geschichte und konnte mich gut in Hannah und ihre Geschichte hineinversetzen, da sie stückchenweise ihre Erlebnisse und Gedanken mit uns teilte. Hannah ist ein tiefgründig aufgebauter Charakter, ebenso wie Levi. Er rührte mich immer wieder, mit seiner Geschichte und seinen vorsichtigen zaghaften Versuchen, Hannah zu helfen, sie zu retten. Ich mochte seine Art und seinen sanften Humor, der mich zum Schmunzeln brachte. Ich finde, es sollte mehr Levi´s auf der Welt geben!

Kater Mo ist am Besten getroffen: manchmal kratzbürstig und eifersüchtig wie auch schüchtern, aber auch fürsorglich, treu und wie eine Samtpfote liebevoll und verfressen. 😀 Ich habe den Kater von Beginn an in mein Herz geschlossen. ❤

Schreibstil:

Ich liebe den sanften Schreibstil, es ist wahrlich ein Genuss. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn man dieses sanfte Werk langsamer liest, genießt und fühlt als schneller durchzurasen und an all den Emotionen gar nicht richtig teilhaben kann.

Außerdem bin ich begeistert von all den wunderbaren Worten und Sätzen, dass ich in diesem Roman permanent wunderschöne und passende Zitate entdecke, die ich mir markieren musste, um sie immer wieder nachschlagen zu können. Dankeschön.

Achtung, Spoiler!

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist: Izzy starb durch einen Brand, weil Hannah Kerzen entzündet hat und die Flammen dann alles andere erfasst haben. Aber wieso trägt Hannah immer Streichhölzer mit sich und verbrennt die Briefe an Izzy? Hat sie denn keine Angst, dass es wieder zu einem Brand kommt? Ich glaube, ich wäre auf Dauer „feuergeschädigt“ und würde für lange Zeit kein Feuer mehr sehen bzw. entzünden können. Wieso kann Hannah das? Oder glaubt sie, dass dadurch ihre Briefe bei Izzy ankommen, gerade weil sie durch einen Brand gestorben ist?

Ich bin froh, dass die zarte Liebe zwischen Levi und Hannah nicht so stark in den Vordergrund gerückt ist, sondern im Hintergrund blieb, aber doch so viel tiefer war.
Das Ende ist so schön … mir fehlen die Worte. Dafür habe ich Tränen in den Augen und überall Gänsehaut … Danke. Danke für diese wunderschöne, rührende Geschichte, die mich mehr bewegt hat als alles andere. Danke.

Cover:

Auf den ersten groben Blick ähnelt das Cover einem großen Tintengekleckse aus verschiedenen Aquarell-Blautönen. Doch sieht man genauer hin, entdeckt man viele kleinere ausgearbeitete Details. Zum einen sieht man Hannah mit Kater Mo auf dem Cover, Möven, die durch die Luft schweben und sich treiben lassen und einen Hauch von Freiheit erahnen lassen, Tintenkleckse aus den Briefen an Izzy und eine gestreifte Katze auf der Rückseite … eine Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Die blauweißen Farben harmonieren gut miteinander und erinnern irgendwie an das Meer, an das Rauschen der Wellen, die immer wieder in veränderter Form ans Ufer zurückkehren … und doch nie ganz verschwinden.

Fazit:

„Die Stille meiner Worte“ ist eine sehr intensive Geschichte voller Emotionen für die man sich Zeit nehmen sollte. Dieser Roman um Hannah und Levi ist so einzigartig, rührend und wunderschön, dass mir selbst die Worte fehlen und ich nur sagen kann: 5 von 5 Punkten mit Extra-Sternchen! Danke, Ava Reed! Danke für diese wundervolle Geschichte!

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[Rezension] Aurelia L. Night „161011 Befreiung“

161011Schöne Grundidee, schlechte Umsetzung und zu viele Fehler!

Klappentext:

Was würdest du tun, wenn du nur dazu erschaffen wurdest, zu töten?
*
Als Gabriel und 161011 zum ersten Mal aufeinandertreffen, scheint ihr Schicksal besiegelt: sie, die Vampirjägerin, er, der Vampir. Gabriel entführt 161011 und zeigt ihr ein Leben, in dem sie eine fühlende Person und keine perfekte, namenlose Jägerin sein kann. 161011 will, trotz der Konsequenzen, die sie dort erwarten, ins Labor zurückkehren, denn sie erkennt, wie sehr sie die einzige Familie, die sie hat, vermisst. Als Gabriel nach einer Mission jedoch nicht zurückkehrt, muss sich die Jägerin zwischen ihrem alten Leben und den neuen Gefühlen entscheiden …

ACHTUNG SPOILER!

Die Story an sich erinnert mich irgendwie an „Vampire Diaries“ Tyler, der ein Hybrid aus Vampir und Werwolf war, und an „Dark Angel“ ( genetische Katzenmutanten), wobei die Storys der beiden Serien deutlich besser durchdacht waren als dieses Buch.

Charaktere:

Mit 161011 kam ich nicht wirklich gut zurecht. Die ersten Kapitel waren noch okay, da sie alles Neue erkunden musste und viel hinterfragte. Doch irgendwann ging sie mir nur noch gewaltig auf die Nerven und ich fragte mich, was das eigentlich soll. Erst heißt es, dass sie ALLES weiß und dann kennt sie nicht einmal einen Slip, einen BH, etc. aber eine Zahnbürste und dessen Funktionsweise kennt sie? Hier wurde mir eindeutig zu viel Blödsinn aufgetischt. Entweder ich weiß alles oder ich lasse die Protagonistin wirklich völlig im Dunkeln tappen und alles Neue erkunden. Aber so ein Mischmasch ist verwirrend. Welchen Wissensstand hat Kaze denn nun eigentlich? Und dann auch noch das ständige Rumgezicke, diese verbohrte Sturheit und das ewige Streitsuchen von ihr. Nerv! Es waren zu viele erzwungene Stimmungsschwankungen von 161011, die mich nur noch nervten und ich kurz davor war, 161011 an den Schultern zu packen und wach zu rütteln. Klar ist sie verwirrt zwischen dem Gelernten und dem was sie tief in ihrem Inneren fühlt, aber ständig dieses Gezicke und Schläge austeilen, das war zu viel.

Gabriel gefiel mir da schon deutlich besser. Er wusste, was er wollte bzw. nicht wollte und hat für 161011 alles Mögliche getan, damit sie auch seine Welt kennen und verstehen lernt. Er hatte meiner Meinung nach etwas mehr Tiefe als 161011 und mehr Persönlichkeit, obwohl auch er eher flach rüber kam. Und ich fragte mich öfters, woher er die Geduld nahm, sich so rührend um 161011 zu kümmern?!

Alles in allem erschienen mir alle Protagonisten ziemlich platt und teils auch verwirrend. Ihre Handlungen konnte ich manchmal nicht nachvollziehen oder gar verstehen. 161011 hätte ich manchmal auch einfach nur zu gern an den Schultern gepackt und mal kräftig durchgeschüttelt bis sie wieder klar im Kopf wird. Es war alles einfach nur platt, flach und unlogisch.

Bei Gabriels Mutter, Max und auch Nero war ich ein wenig zwiegespalten, da ich ihre Handlungen und Ziele nicht verstehen kann. Einerseits erscheinen sie freundlich und hilfsbereit, andererseits verfolgen sie ihre eigenen Ziele. Doch welche die sind, erfährt der Leser nicht in diesem Band. Man kann nur auf Band 2 hoffen…

Kritik am Plot:

Vieles, was mich interessiert hat, wurde nicht aufgelöst oder erklärt, so dass ich mit vielen unbeantworteten Fragen zurückgelassen wurde.

Wieso wurde Gabriel im Labor zurückgelassen als er gegen Devil kämpfte? Ich meine, es waren über 55 Leute auf Gabriels Seite. Sie alle hätten gegen Devil kämpfen können, damit auch er nach Hause kann. Aber nein. Gabriel wurde allein zurückgelassen mit Devil und dann sollte 161011 (alias Kaze) Gabriel alleine retten. Wie hirnrissig, gefährlich und unüberlegt ist das denn bitte, wo es zuvor doch die Chance mit über 50 Kämpfern auf seiner Seite gab?!?!? Hier ergibt der Plot überhaupt keinen Sinn!

Außerdem würde ich gern wissen, wieso plötzlich alle Soldaten, Klone und Doktoren/Professoren in einem Bereich während der Befreiungsaktion zu finden waren? Gab es einen Maulwurf bei den Vampiren oder woher wussten die Mitarbeiter des Labors wann die Vampire kommen würden?

Und wieso war Devil plötzlich der Verbundene von Sascha? Ist der Autorin nichts Besseres eingefallen als die Verbundenen-Sache? Diese Lösung ist zu einfach! Ich hatte mir eine bessere Kampfszene gewünscht.

Schreibstil:

Die Story ist aus der Sichtweise von 161011 (alias Kaze) und von Gabriel in der Vergangenheit geschrieben worden, so dass man sich leicht in beide Protagonisten hineinversetzen und deren Situationen und Gedanken verstehen konnte.

Der Schreibstil der Autorin hat mir jedoch von Anfang an nicht zugesagt. Es liest sich abgehakt und man hat als Leser das Gefühl, als würden einem immer irgendwelche Brocken hingeworfen ohne eine wirklich ausführliche Erklärung. Damit meine ich, dass man einfach alles wie 161011 hinnehmen soll. Dabei habe ich Fragen. Ich möchte gern mehr über das „Band“ wissen, dass einen Vampir mit den Hybriden/Menschen verbindet. Ist es ein Band zwischen den Herzen oder der Seelen der beiden? Und wie genau funktioniert es? Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, wieso 161011 viele Dinge weiß und andere nicht, obwohl sie doch so einfach sind. Klar heißt es, dass ihr viel Wissen in die Gene gepackt wurde. Aber wieso hat sie dann nicht ein überdurchschnittliches Wissen? Wieso lässt sie alles mit sich machen, als sei sie ein Roboter ohne eigenen Willen?

Außerdem gibt es immer wieder Rechtschreib- und Grammatikfehler bzw. Fehler in der Zeichensetzung – vor allem bei den Kommas – und es fehlen Worte in Sätzen, so dass der Leser sie selbst ergänzen muss, damit die Sätze einen Sinn ergeben. Hier hat der Verlag bzw. der Lektor (sollte es überhaupt einen gegeben haben) mächtig geschlampt! Die Handlung innerhalb des Romans ist nicht gut durchdacht, vieles wurde nicht erklärt oder einfach dem Leser hingeklatscht ohne jegliche Erklärung, anders war noch unausgereift und hätte mehr Tiefe benötigt… Dieser Roman hätte besser vor der Veröffentlichung noch mal tiefgründiger überarbeitet werden sollen.

Positiv empfand ich, dass dieser Fantasyroman sich sämtlicher Gefühle bediente: Neugier, Verrat, Liebe, Verzweiflung, Freundschaft, Familie, Treue, Kampfgeist, etc.

Der kleine Cliffhanger am Ende macht neugierig auf die Fortsetzung, denn als Leser möchte man schon wissen, wie es mit Gabriel weitergeht. Aber ob ich mir das Buch kaufe und lese? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich appelliere jedoch an die Autorin und den Tagträumerverlag, dass die Fortsetzung einen deutlich besseren Plot und einen besseren Lektor braucht, da noch VIEL ZU VIELE Fehler in diesem ersten Band stecken.

Das Cover mit seinen leuchtend grünen Augen, die über einer dunklen Stadt schweben hat mich magisch angezogen, so dass ich schon allein wegen dem Cover das Buch unbedingt haben wollte. Es wirkt mysteriös, gefährlich und geheimnisvoll und macht neugierig auf eine spannende Geschichte.

Fazit:

Die Grundidee hatte mich interessiert und auch fasziniert, was mich zum Kauf dieses Buches verleitet hatte. Allerdings hatte ich DEUTLICH mehr von diesem Roman erwartet. Ich bin enttäuscht. Nicht nur von der unlogischen Story, dem furchtbaren Plot, den flachen Protagonisten, sondern auch von der hohen Anzahl von Schreibfehlern. Ich hatte von einem Verlag und von der Autorin deutlich mehr erwartet, weshalb ich nur 2 von 5 Punkten vergeben kann. Einer für das tolle Cover und der zweite Punkt für die Grundidee.

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Vielen herzlichen Dank 🙂

 

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