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ONE LINE A DAY – Ein Fünf-Jahres-Erinnerungsbuch

One-Line-A-Day-kleinAlex Hill hat mal wieder gezaubert und für uns ein hübsches Eintragbuch erstellt. Es ist nach den Gratitude-/Dankbarkeitsseiten eines Bullet Journales gestaltet. Das bedeutet, dass ein Monat auf zwei Seiten abgebildet ist und man für jeden Tag eine Zeile Platz zum Schreiben seiner Erlebnisse oder Gedanken oder Gefühle hat. Oder eben wofür man dankbar an jenem Tag ist.

Ich finde die Idee großartig, da ich diese Seiten selbst in meinem Bullet Journal jeden Monat neu male und mich schon manchmal gefragt habe, warum es dafür kein Buch gibt, in das man alle Monate zusammen hintereinander hat.

Alex Hill hat scheinbar meine Gedanken gehört und gleich 5 Jahre in das Buch gepackt – Jahre voneinander getrennt mit einem wunderschönen Zitat. Das müsst ihr gesehen und gelesen haben!

Außerdem finde ich das Cover mit seiner angenehmen neutralgrauen Farbe einfach schön. Und erst der tolle Schriftzug. Ihr wisst ja, wie sehr ich auf Schriftarten stehe *grins *

Ich habe mir das Buch gleich bestellt und bin sehr gespannt darauf, es ab Januar 2020 zu benutzen. Und ihr?

Bei Epubli.de könnt ihr das Buch direkt bestellen. Da geht es schneller als über Amazon.

Buchdetails

Sprache: Deutsch

ISBN: 9783750239456

Format: DIN A5 hoch – Hardcover

Seiten: 140

 

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[Rezension] Night School. Du darfst keinem trauen: Band 1 – C. J. Daugherty

🍀🍃 REZENSION 🍃🍀
 
ns1Geheim, geheimer, Night School
 
ACHTUNG teilweise SPOILER!
 
Ich glaubte anfangs irrtümlich, dass es sich bei der Geschichte um die Night School um eine Geschichte mit mystischen Wesen handelt – sprich: Werwölfe, Vampire, Hexen, Magier, Feen, etc. Doch es ist anders und trotzdem sehr geheimnisvoll. Denn die Night School ist keine gewöhnliche Schule und hat nichts mit magischen Wesen zu tun, dafür aber mit einer geheimen Organisation, deren Anhänger die Welt beherrschen.
 
Ich war gleich zu Beginn von der Geschichte um Allie fasziniert und wollte genau wie sie hinter das Geheimnis der Night School kommen und endlich herausfinden, was es damit auf sich hat. Denn es geschehen ständig merkwürdige Dinge, Leute verschwinden, werden verletzt, im Wald treibt scheinbar ein Tier sein Unwesen, jemand spaziert über die Dächer der Night School, ein Mädchen stirbt und Allie gerät immer wieder in Verdacht. Sie fühlt sich als Ausgestoßene. Ich war begeistert und neugierig, konnte das Buch kaum aus der Hand legen, zu sehr war ich in dieser Welt um Allie gefangen. Zu viele Geheimnisse umgaben Allie, niemand sagte ihr etwas oder half ihr. Ich tappte mit Allie ewig im Dunkeln herum, da auch Allies Eltern sie angelogen hatten. Zudem war ihr Bruder verschwunden und taucht plötzlich mitten in der Nacht in der Night School auf. Allie findet außerdem heraus, dass sie eine Großmutter namens Lucinda hat, von der sie noch nie etwas gehört hat. Ich fragte mich die ganze Zeit über: Wer ist Lucinda und was hat sie mit der Night School zu tun und wieso wurde Allie bisher von ihren Eltern angelogen?
 
Alles ist sehr mysteriös und geheimnisvoll. Nur in kleinen Schritten kommt Allie einem großen Geheimnis auf die Spur, was in diesem ersten Band jedoch leider nicht vollkommen gelöst wird. Dafür taucht jedoch ein Bösewicht auf, der die Direktorin zu kennen und zu bedrohen scheint. Auch verhalten sich die Jungs in Allies Nähe verwirrend. Der Junge, der anfangs so lieb und fürsorglich ist, ist in Wirklichkeit anders als Allie denkt und derjenige, der ruppig und pampig zu ihr ist, verwandelt sich nach und nach zu einem echten Freund. Selbst Allies neue Freundin ist nicht die, die Allie zu glauben scheint. In dieser Geschichte weiß man als Leser wirklich nicht, wem man trauen kann und wem nicht. Kein Wunder also, dass Allie selbst verwirrt ist und heimlich ein ums andere Mal Gespräche belauscht, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Wer hätte das nicht auch so gemacht?
Manchmal ging Allie mir allerdings auf die Nerven. Denn sie tat immer das, was sie nicht machen sollte. Hieß es z. B. „Bleib hier und warte auf mich.“, tat sie das glatte Gegenteil und brachte sich unnötig in Gefahr. Deshalb waren einige Szenen vorhersehbar, so dass ich Allie manchmal einfach gern irgendwo festgekettet hätte um Schlimmeres zu verhindern. Trotzdem konnte ich ihre Gefühlslage zu gut verstehen und nachvollziehen. Auch ich hätte auf meine Eltern so reagiert wie Allie oder hätte mich einsamer den je gefühlt, wenn sie mich ohne Erklärungen in ein unbekanntes Internat im Nirgendwo abgeschoben hätten und man im Internat weder Handys noch Laptops oder irgendwelche andere Technik verwenden darf. Allie fühlt sich wie um 100 Jahre zurückversetzt. Außerdem sind irgendwie alle Schüler im Internat „besonders“ , so dass sich Allie wie eine Ausgestoßene vorkommt. Ja, Allie wirkt sehr authentisch und real auf mich, dass ich sie in mein Herz schloss und gern weitere Abenteuer mit ihr bestehen möchte – ganz ohne mysteriöse Wesen.
 
Das Cover hat mich durch sein mystisches Farbspiel schwarz-weiß angezogen. Hier spielen gut und böse, Licht und Dunkelheit eine große Rolle. Wie sehr, sollte ich jedoch erst im Buch selbst erfahren.
 
Für mich jedenfalls ist dieser erste Band ein wunderbarer Auftakt mit tollen Charakteren und Spannung ohne Ende. Ich bin sehr auf den Folgeband gespannt und welche Geheimnisse Allie lösen kann und wie es mit ihren Freunden weitergeht und wer Lucinda wirklich ist. Insgesamt gibt es bisher 5 Bände … Also Spannung pur.
Ich vergebe 4,5 Punkte von 5 möglichen Punkten für dieses Werk.
 
#rezension #nightschool #dudarfstkeinemtrauen #bibliomantik
 
 

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[Rezension] Serena Avanlea -„Das Glitzern des Glücks“

dasglitzerndesglucksDu glaubst, du bist mit deiner großen Liebe überglücklich. Doch dann verlässt er dich. Was würdest du machen, wenn du die Chance hättest, in die Vergangenheit zureisen? Genau diese Frage stellt sich Cassie, als sie die Gelegenheit hat, ihre Vergangenheit zu verändern.

Serena Avanlea schickt uns mit ihrem Zeitreise-Roman „Das Glitzern des Glücks“ in das Jahr 2016 zurück, in der die Hauptprotagonistin Cassie versucht, ihre Beziehung zu dem Musiker Robert zu retten. Die Autorin hat eine spannende Geschichte um Freundschaft, Liebe, Glück und das Leben selbst gestrickt, die mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt hat.

Dank des flüssigen und leichten Schreibstils fand ich mich schnell in die emotionale Situation und Gedankenwelt von Cassie ein, die glaubte, mit ihrem Traummann Robert glücklich zusammen zu sein, bis sich plötzlich eines Tages alles änderte. Die Emotionen und Gedanken waren so authentisch, dass ich ihr Gefühlschaos sehr gut nachvollziehen und mit Cassie mitleiden konnte. Spannung kam auf, als Cassie von einer Zeitmaschine erfuhr und daraufhin ein Erlebnis (spannend, schön) das nächste jagte. Ich war so vertieft in den Roman und in Cassie´s Welt, dass ich es regelrecht hasste, das Buch weglegen zu MÜSSEN und machte mir Gedanken, wie es weitergehen könnte. Daher mein Rat an euch: Legt dieses Buch nicht weg, sondern lest es mit einem Rutsch durch, denn es ist eine durchlesende Nacht absolut wert! Es gibt so viele unvorhersehbare, schöne und spannende Wendungen, die es mitzufiebern und zu erleben gibt, fröhliche, schöne, romantische, lebensbedrohliche und auch ein paar Hass-Momente, dass man einfach weiterlesen MUSS! Gefühlschaos beim Lesen ist übrigens vorprogrammiert. Aber ich bin dankbar dafür. Dankbar für jedes Wort, für jede neue Idee, für die Spannung und die Emotionen und besonders für Peter. Dieser Mann hat mit seinen verwuschelten Haaren und seiner Intelligenz absolut und vollkommen mein Herz erobert! ❤

Ich habe mit Peter und Cassie mitgefiebert. Mit jeder neuen Szene, jedem neuen Gedanken und Ereignis wurde es immer spannender und spannender, so dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Ich MUSSTE einfach wissen, wie es mit Peter, Robert und Cassie weitergeht. Zuckersüß fand ich die Paris-Szene, ich will hier aber nicht zu viel verraten. Lest einfach selbst. ❤

Fazit:

„Das Glitzern des Glücks“ von Serena Avanlea ist ein wunderschöner, durchdachter Zeitreise-Roman voller unvorhersehbarer Ereignisse, Spontanität, Humor, Einfallsreichtum, Romantik und Liebe sowie mit authentischen Charakteren und allen Irrungen und Wirrungen der Liebe, weshalb es von mir die volle Punktzahl gibt! Vielen Dank für diese wundervolle Geschichte! ❤

Ich wünschte, ich könnte eine Ewigkeit mit Cassie und Peter verbringen ❤

Danke Serena Avanlea, dass ich diese wundervolle Zeitreise-Liebesgeschichte schon vorab lesen und bewerten durfte! 🙂

Das E-Book „Das Glitzern des Glücks“ könnt ihr ab dem 15.01.2017 >> HIER << für 0,99 Euro (Einführungspreis für einen Monat) bekommen. Danach wird das E-Book 3,99 Euro betragen. Wer schon mal in das Buch reinlesen möchte, von dem ich so geschwärmt habe, findet hier die 25-seitige dgdg_leseprobe als PDF.

 

 

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[Buchtipp] „Wurzen – Meine Heimat Fotografischer Stadtführer“ von Alexondra Cooper

frontBeschreibung

Wurzen, die Geburtsstadt von Joachim Ringelnatz, liegt mitten im Herzen Sachsens zwischen den Großstädten Leipzig und Dresden und wurde zum ersten Mal urkundlich im Jahr 961 erwähnt. Die geschichtsreiche Stadt konnte bereits im Jahr 2011 ihr 1050-jähriges Bestehen feiern.
Dieser fotografische Stadtführer durch die sächsische Kreisstadt im schönen Muldental lädt Sie zum Flanieren und Verweilen in der Ringelnatzstadt ein. Lassen Sie sich von dem schönen Bildband mit über 100 Seiten und 213 Fotografien sowie der historischen Geschichte Wurzens verzaubern. Erleben Sie Wurzen aus einer anderen Perspektive, entdecken Sie nie gezeigte Fotografien und blicken Sie über die Dächer Wurzens.
Gesamtes Cover mit Vorder- und Rückseite:
Wurzen-Meine Heimat
Diesen fotografischen Reiseführer durch die Ringelnatz-Stadt Wurzen könnt ihr als Hardcover oder als Taschenbuch erwerben.
Hardcover:
Taschenbuch:
 

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[Rezension] Claire Zorn – „Klippen springen“

klippenspringenWunderbare Geschichte über Mobbing, Depression und echte Freundschaft

Kurzinhalt:

„Klippen springen“ handelt von einem knapp 16-jährigen Mädchen namens Hannah, die in ihrer australischen Highschool von ihren Mitschülern tag ein tag aus gemobbt wurde. Doch dies endete abrupt mit einem schlimmen Autounfall und dem Tod ihrer älteren Schwester Katie. Seither wird Hannah in Ruhe gelassen und gemieden. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, leben sich ihre Eltern immer mehr auseinander. Die Mutter ist in ihrer tiefen Depression durch Katie`s Tod gefangen, zu nichts fähig und liegt die meiste Zeit im Bett. Hannah`s Vater ist durch den Autounfall ein Krüppel und geht an Krücken, verbraucht viele Schmerzmittel. Auto fährt er nicht mehr, denn er wird mit dem Taxi zur Arbeit gefahren, wo er sich fast den ganzen Tag aufhält. Die Eltern streiten sich öfters, Hannah hat Angst, dass sie sich scheiden lassen. Den Haushalt macht im Grunde niemand, die Einkäufe und den Haushalt übernimmt teilweise die Großmutter von Hannah. Dennoch geschieht es oft, dass der Kühlschrank fast leer ist und Hannah nichts zu essen hat. Den Höhepunkt macht zudem auch noch die Gerichtsverhandlung über den Autounfall aus, bei dem Hannah eine wichtige Rolle spielen soll. Denn ihre Erinnerungen an das Unfallgeschehen sollen entscheiden, ob Hannah`s Vater der Mörder von Katie ist, für den Hannah`s Mutter ihn bereits hält.

Mit all diesen Problemen hat Hannah täglich zu kämpfen und wandert von einem Psychotherapeuten zum nächsten, mit wenig Erfolg, und ist immer allein. In der Schule, zu Hause, immer. Dadurch, dass ihre Mutter keine große Hilfe ist, lernt Hannah selbstständiger zu werden, sich ihrer Angst zu stellen und zu kämpfen. Ich war erleichtert zu lesen, als Hannah echte Hilfe von einer neuen Therapeutin namens Anne bekam, die sie ermunterte und ihr auch hilfreiche Tipps für ihre Panikattacken gab. Ich glaube, derartige Tipps helfen nicht nur der Protagonistin, sondern sicher auch so manchem Leser. Ich fühlte und litt mit Hannah mit jeder Seite des Buches und wollte wissen, wie es ihr gelingt, diese Vielzahl von Problemen in ihren jungen Jahren zu bewältigen, da ich ihre Angst und Verzweiflung dank der gut gewählten Wortwahl deutlich spüren konnte. Ich gebe zu, dass ich teilweise sogar Tränen in den Augen gehabt hatte und Hannah gern in den Arm genommen hätte. Umso erfreuter war ich, als Josh sich allmählich in Hannahs Einsamkeit schlich, sich mit ihr unterhielt, ihr Essen mitbrachte, sie aus ihrer dunklen Erstarrung riss und sie zurück ins Leben holte. Ich habe die Szenen mit Josh regelrecht herbeigesehnt und gehofft, dass er Hannah wieder ein kleines Lächeln entlocken kann.

Auch Hannah`s Großmutter und ihre Nachbarin Mrs Van waren für mich sehr authentische Charaktere, die mit ihren Geschichten Hannah und auch mich als Leser bewegten und ermutigten, weiter zu machen, zu kämpfen und zurück ins Leben zu finden. Ich mochte ebenso die Rückblenden in das gemeinsame Leben mit Hannah`s großer Schwester Katie, um sie näher kennenzulernen. Doch manchmal hätte ich Katie echt zum Teufel gewünscht, weil ich ihr Verhalten so manches Mal nicht nachvollziehen konnte.

Dieses Buch beschreibt sehr detailgetreu, wie man sich als Mobbingopfer fühlt und welche Gedanken, Gefühle und Ängste vorherrschen. Besonders deutlich werden Einsamkeit und Panik geschildert, die jedes Mobbingopfer nur allzu gut kennt. Ich konnte mich in die jeweiligen Situationen sehr gut hineinversetzen, was auf den guten Schreibstil und der Wortwahl begründet ist.

Ich bin sehr froh, mich für dieses Buch entschieden zu haben, da es mir als Leser sehr viel gibt:

Sichtweisen auf die unterschiedlichen Situationen der einzelnen Protagonisten (Hannah, ihr Vater, ihre Mutter, ihre Großmutter etc.), denn sie haben alle unter dem Verlust zu leiden – jeder auf seine Weise.
Ebenso erhielt ich Tipps für Panikattacken und andere Situationen.
Ich lernte einiges über Musik und Freundschaften und, dass man sich seinen Ängsten stellen muss, um voran zu kommen.
Mir als Leser wurde die Kraft gegeben, nicht aufzugeben, sondern jeden Tag auf`s Neue morgens aufzustehen und zu kämpfen, damit es eines Tages besser wird. Mutig zu sein und aufrecht zu gehen, zu lächeln selbst wenn einem nicht danach ist. Danke Hannah, danke Josh und danke Claire Zorn!

Mein Tipp:

Jeder sollte dieses Buch lesen! Und jeder sollte einen Josh zum Freund haben!

Jeder, der vorhat, einen anderen Mitschüler, Arbeitskollegen, Nachbarn etc. zu mobben. Denn in diesem Buch erfahrt ihr, wie es dieser Person ergeht, welche Gedanken und Gefühle durch dieses Mobbing einhergehen.

Jedes Mobbingopfer sollte „Klippen springen“ lesen, denn hier schöpft ihr Kraft sowie Mut und erhaltet hilfreiche Tipps, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen!

Von mir bekommt dieses Werk 5/5 Punkten, weil es so authentisch, zeitnah und realistisch geschrieben war und ich den Schreibstil der Autorin mochte. „Klippen springen“ wird für mich sicherlich nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich von Claire Zorn lesen werde.

 

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[Rezension] Halo Summer – Aschenkindel

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Claerie Farnflee wurde vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Erst starb ihr Vater, dann folgte der gesellschaftliche Absturz und seither wird ihr das mühselige Leben in Armut von einer bösen Stiefmutter und zwei garstigen Schwestern versüßt. Ist Claerie deswegen unglücklich? Nein – jedenfalls nicht unglücklich genug, um sich jedem dahergelaufenen Prinzen an den Hals zu werfen.

So denkt sie, doch an einem düsteren Gewittertag begegnet sie im Verbotenen Wald einem Fremden und das, was sie für unmöglich gehalten hat, passiert: Ihr Schicksal nimmt eine geradezu verstörende Wendung – selbst Prinzen und Bälle spielen darin keine unbedeutende Rolle mehr …

Meine Meinung:

Das Buch hat meine Aufmerksamkeit durch sein hübsches Cover und der Idee, Aschenputtel neu aufleben zu lassen, auf sich gezogen. Doch meine Erwartungen wurden trotz guter Ansätze leider nicht umgesetzt. Wirklich sehr schade.

ACHTUNG teilweise SPOILER!

Zu bemängeln ist, z. B. dass an einigen Stellen der Geschichte mit Tricksereien gearbeitet wurde, um die Möglichkeit zu haben, sich später in der Geschichte gekonnt aus der Affaire zu ziehen.
Punkt zwei ist z. B. die Hochzeit, die so schnell eingeleitet wurde, dass ich gar nicht recht wusste, wie mir geschah. Im ersten Teil des Satzes sprach die Autorin noch davon, dass Aschenkindel ihrer dicken gefräßigen und faulen Stiefschwester das Frühstück servieren sollte und im zweiten Teil hieß es plötzlich, dass sich Aschenkindel auf der Hochzeit befindet, als Braut! Ich dachte in diesem Moment nur HÄ? Wie? Nix dazwischen passiert? Keine Vorbereitungen, kein nervöses Gezappel, keine weitere Anordung von Kaiser etc.? Nein, man wurde als Leser vor vollendete Tatsachen gestellt und direkt vom „Bett“ und Frühstück in die Hochzeit geworfen, mitten hinein. Und dann wurde diese Hochzeit auch noch so schnell und schlecht abgehandelt wie sie gekommen war. Es wurde nicht als berauschendes fröhliches Fest dargestellt, sondern kam eher als reines Saufgelage daher. Als Märchenadaption hatte ich hier an dieser Stelle wirklich MEHR erwartet.
Punkt drei ist, dass Vampire im Verbotenen Wald „angeblich“ sein sollen, man aber nichts weiter von ihnen liest außer eben, dass es sie dort geben soll. Danach folgt kein weiterer Hinweis oder eine Begegnung mit einem Vampir. Außerdem finde ich, dass Vampire in einem Märchen nun wirklich NICHTS zu suchen haben!
Punkt vier ist die Sprache. Es kommt eher tölpelhaft und teilweise auch fleglich daher, Wörter fehlen an Satzanfängen oder mittendrin, die Sprache von Kronprinz bzw. Kaisersohn sind nicht dem Hofe angepasst, es schreit alles nach Bauernvolk. Hier hätte besser recherchiert werden sollen.
Punkt fünf ist, dass ich mir ein vollkommen anderes Ende erhofft hatte, denn nach der Eröffnung über die wahre Identität von Claerie, dachte ich, es kommt zu einem Zwist, Streit, Verrat etc. oder dass in der Protagonistin doch ein Funke von Zauber vorhanden ist, der rein zufällig entdeckt wird. So hoffte ich zumindest. Denn wenn sie schon nicht weiß wer Mutter und Vater sind, wäre hier die Möglichkeit gewesen, Mutter oder Vater mit Zauberkräften auszustatten, damit Claerie eine wahre kaiserliche Schwiegertochter ist und nicht mit schlechten zukünftigen Zielen für sich und ihre Nachkommen vom Kaiser abgespeist wird. Ich hätte hier wirklich mehr Fantasie und Kreativität der Autorin erwartet!
Punkt sechs war für mich, dass es zwischen den beiden Prinzen keine Buhlerei gab. Ich hatte angenommen, dass die beiden um das Mädel kämpfen – und wenn es nur mit Degen oder Pfeil und Bogen gewesen wäre. Ein Duell wäre angebracht gewesen. Aber nicht so einfach wie es in der Geschichte hier zu lesen ist. Hier fehlte eindeutig die Spannung.

Außerdem finde ich die Schreibweise des Namen Claerie total unschön. Wir alle wissen doch, wie Clary wirklich geschrieben wird. Ich fand sie anfangs als gute Kämpferin und Frohnatur, doch je weiter ich beim Lesen der Geschichte kam, desto affiger, tollpatschiger und kindischer wurde sie, was mein tolles Bild von ihr zerstörte. Am Ende des Buches mochte ich sie weniger als zu Beginn.

Dieses Buch hatte anfangs gute Ansätze und Ideen, die leider nicht wirklich gut bzw. gar nicht umgesetzt wurden, was mich sehr enttäuscht. Ich kann nur 2 Punkte geben. Einen für die teils guten Ideen, einen für das schöne Cover. Mehr leider nicht, da zu viele tolle Ansätze sinnlos verschossen wurden oder gar nicht erst auftauchten. Schade, dass die Spannung in diesem Buch kaum spürbar war.

Buchinformationen:

 

  • Taschenbuch: 276 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (5. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1535042303
  • ISBN-13: 978-1535042307
  • Preis: 9,90 Euro (Taschenbuch)

 

 

 

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[Rezension] Andreas Eschbach – Eine Million Dollar

Eine Million im Lotto zu gewinnen, mag ein Traum und die Fahrkarte in die Freiheit sein –- eine Billion Dollar zu erben, verknüpft mit einer 500 Jahre alten Prophezeiung, mit diesem Geld der Menschheit ihre Zukunft wieder zu geben, ist ein Albtraum und schlimmer als Einzelhaft. Der junge John Fontanelli macht diese Erfahrung, als er am Stichtag eines 500 Jahre alten Planes erfährt, dass ihm als jüngster in diesem Moment lebender Nachfahre seiner Familie das durch Zinseszins im Laufe der Zeit angehäufte Vermögen zusteht. Von einem Tag auf den anderen sieht er sich im Mittelpunkt des Weltgeschehens und muss eine Antwort auf die Frage “Was würdest Du tun, wenn Du genug Geld hättest, um die Zukunft der Menschheit zu bestimmen?” finden.

Hauptfazit dieses Hörbuches ist wohl, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – Konzernchefs und Finanzbosse kommen gar nicht gut weg in Eschbachs Buch. Dafür stellt er gewagte, teils ziemlich beängstigende, aber nicht uninteressante Theorien über Marktmechanismen, Geldwesen und die Zukunft der Welt auf.

Wer allerdings nur einen abenteuerhaften Thriller erwartet wie z.B. das auf diese Art tolle Jesus-Video, der wird nicht bedient. Dafür ist das Thema einfach zu komplex und umfassend. Aber es liest sich trotzdem flüssig und spannend.

Ich habe dieses Hörbuch genossen und kann es weiterempfehlen. Ausserdem freue ich mich auf den nächsten “Eschbach”, der hoffentlich genauso gut recherchiert sein wird!

 

 

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[Rezension] Andreas Eschbach – Der Nobelpreis

Bestechung, Erpressung = NOBELPREIS

Schon allein der Gedanke daran, dass es beim Nobelpreis nur durch Bestechung und Erpressung zum Sieg führt, ist heftig. Man vermutet zwar, dass es bei Presse und Politik so zugeht, jedoch nicht beim Nobelpreis. Umso mehr musste ich mir dieses Buch unbedingt durchlesen. Außerdem ist es von Eschbach, dessen Schreibstil ich sowieso verfallen bin…

Das Mitglied des Nobelpreiskomitees, Hand-Olof Anderson wird nach der Entführung seiner Tochter erpreßt und soll für eine bestimmte Kanidatin seine Stimme abgeben. Als letzte Rettung fällt ihm nur sein ungeliebter Schwager Gunnar Forsberg ein, der zur Zeit wegen Wirtschaftsspionage einsitzt. Dieser soll Hand-Olof helfen seine Tochter wiederzubekommen. Allerdings wird die Zeit immer knapper, denn die Nobelpreise werden am 10. Dezember vergeben und Gunnar hat nur noch zwei Wochen Zeit, um die Erpressung und Entführung aufzudecken. Dabei sollte er eigentlich sehr vorsichtig vorgehen, da er nur auf Bewährung entlassen wurde. Er setzt allerdings mehrmals alles auf eine Karte und bricht in Büros und Häuser ein, um Informationen über die Bestechung und damit über den Aufenthaltsort seiner Nichte zu bekommen.
Zu Beginn der Geschichte werden die Geschehnisse vor Gunnars Entlassung geschildert. Anschließend wird in Ich-Form aus der Sicht von Gunnar Forsberg erzählt, was ich sehr interessant fand, da ich selbst gern in der Ich-Perspektive schreibe.
Ich persönlich fand das Ende zwar etwas seltsam, aber wie hätte es sonst ausgehen sollen als so?!?!?!
Ich finde deshalb trotz aller anderen Meinungen, dass es ein klasse Buch ist, was man unbedingt gelesen bzw. gehört haben sollte!!!

 

 

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[Rezension] Charlotte Roche – Feuchtgebiete

Ich liebe Hörbücher, da ich nebenher immer einiges erledigen kann und war erfreut, als ich mir das o. g. Hörbuch ausleihen konnte. Es hatte seit Monaten mein Interesse geweckt wegen des Rummels, welches um dieses Hörbuch gemacht wurde.

Dieses Hörbuch ist für eine Frau erstaunlich offen, außergewöhnlich und provokant und der lockere Stil und das unverblümte, freche Mundwerk verführen einfach zum Weiterhören – egal ob es peinlich, erschreckend tabulos und unheimlich witzig, ärgerlich, genial, ekelig ist. Es ist eben etwas anderes als die anderen Hörbücher. Nur wer dieses Hörbuch gehört hat, darf mitreden.

Es gibt zwar wenig Geschichte, da die Protagonistin ihren Wünschen und Tagträumen im Krankenhaus nachhängt, jedoch wurde mir reichlich übel, als es um den massenhaften Blutverlust in der Geschichte ging. Da ich Blut weder sehen noch riechen mag und leider ein wenig zu VIEL Vorstellungskraft besitze, wurde mir übel und ich musste erst einmal das Hörbuch ausschalten. Ansonsten kann man es sich locker leicht von Anfang bis Ende anhören, darf hin und wieder schmunzeln, sich ekeln oder sich einfach über die Frau Helen wundern, die eben nicht die typische Frau ist.

Tipp: Beim Hören sollte man auf die Nahrungsmittelaufnahme verzichten, außer man ekelt sich vor gar nichts…

 

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Bücher-Highlights 2015

TOP 5 meiner Bücher-Highlights 2015

  1.  Lana Rotaru – Black – Das Herz der Panther (Band 1)
  2. Marah Woolf – Federleicht – Wie fallender Schnee (Band 1)
  3. Marah Woolf – Federleicht  – Wie das Wispern der Zeit (Band 2)
  4. Ava Reed – Spiegelsplitter (Band 1)
  5. Brigitte Melzer – Rebellion der Engel
  6. Brigitte Melzer – Seelenglanz
  7. Andreas Eschbach – Aquamarin
  8. Katherine Applegate – Eve & Adam
  9. William Shakespeare – Ein Sommernachtstraum & Romeo und Julia
  10. Veronica Roth – Divergent – Four`s Geschichte

Die schlechtesten Bücher 2015

  • Anna Todd – After 1 – 3 (den 4. Teil wollte ich mir nicht noch antun!)
  • Julia Adrian – Die Dreizehnte Fee – Entzaubert (Band 2)
  • Dave Eggers – The circle

Ich hätte noch weitere Bücher auflisten können, die mir gefallen haben, aber ich wollte euch meine persönliche Top10 zeigen. Schade auch, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen gehabt hatte, aber dennoch waren wirklich tolle Bücher dabei. Und auch die Cover waren teilweise wirklich der absolute Hammer und machen sich richtig schick in meinen Bücherregalen! Selbst, wenn der Inhalt bei manchen vielversprechenden Titeln & Covern zu wünschen übrig ließ.

Was waren eure besten und was die schlechtesten Bücher in diesem Jahr 2015? Welche Bücher möchtet ihr 2016 lesen?

 

 

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Rezension “Der letzte Werwolf lebt” von Brigitte Endres

714qZMnbVaL._SL1200_Phil und seine gleichaltrige Schwester Valentina Holm stoßen rein zufällig beim Gassi gehen mit ihrem Hund Herrn Bozzi auf die Spur der Mondlilie, einem mysteriösen Symbol eines geheimen alten Frauenordens. Dann verschwindet plötzlich Herr Bozzi und die beiden Geschwister müssen in eine dunkle Gruft absteigen, wo vor langer Zeit die junge Gräfin Amanda von Treuenstein in einem steinernen Sarkophag beerdigt wurde. Oben auf sitzt ein versteinerter Hund aus weißem Marmor, der sich plötzlich zu bewegen beginnt und zum Leben erwacht.

Am nächsten Morgen ist der weiße Hund verschwunden, an dessen Stelle ist ein blasser Junge mit langem blonden Haar und altertümlicher Kleidung und Sprache getreten. Sein Name ist Dorian, der sich an nichts erinnern kann, schon gar nicht, aus welchem Jahrhundert er stammt. An seiner Halskette trägt Dorian ein Amulett, welches die Mondlilie zeigt. So beginnen die drei Jugendlichen nach und nach Dorians Gedächtnis wieder auf die Sprünge zu helfen und geraten dadurch immer mehr in den Bann um dessen geheimnisvolle Familiengeschichte um Werwölfe, Sünde, Schuld, innige Liebe und schmerzlichen Tod.

Die Autorin Brigitte Endres erzählt eine sehr spannende und teilweise auch mysteriöse, geheimnisvolle und anschauliche Geschichte, bei der man sich nur allzu gut in die einzelnen Charaktere versetzen kann. Erzählt wird der Jugendroman in Vergangenheitsform aus der Perspektive eines Dritten (= Beobachter), so dass man von allen Hauptcharakteren einen guten Eindruck und Überblick bekommt, welcher gut für die Entwicklung der Geschichte ist. Die Spannung des Romans hebt sich deutlich, je mehr man über Dorians Familiengeschichte erfährt, so dass man das Buch nicht mehr so schnell aus der Hand legen kann.

Die Hauptcharaktere um Phil, Valentina und Dorian fand ich sehr ansprechend, natürlich und frisch, weshalb ich mich gut in die Figuren hineinversetzen konnte. Dorian und seine altertümliche Sprache des 18. Jahrhunderts hatte es mir sofort angetan. Diese fand ich mehr als entzückend. Kein Wunder also, dass auch Valentina diesem Jungen erlegen ist. Interessant dargestellt wurde Dorians Stand, er als Prinz, der keine niederen Arbeiten wie Betten beziehen, Tisch decken, Abwaschen/Geschirrspüler einräumen etc. machen will, jedoch in diese neue technisiertere Welt gestolpert ist und sich nun zurecht finden muss. Seine altertümlichen Sprache und seine Unwissenheit über dieses Jahrhundert wirken auf den Leser heiter geschrieben und lockern die Geschichte etwas auf.

Von Dorian lernt der Leser im Verlauf der Geschichte, zu hoffen und sich mit aller Kraft für seine Ziele einzusetzen, egal wie aussichts- und hoffnungslos doch alles aussieht – und vor allem: Ruhe zu bewahren.

Eine zarte Romanze entwickelt sich allmählich zwischen Dorian und Valentina Holm, die leider nur einen kleinen Teil der Handlung in der Geschichte einnimmt, aber der Hauptdarstellerin wohl auch die nötige Kraft verleiht, ihre Angst zu überwinden und sich für Dorian einzusetzen. Diese Abschnitte habe ich nur allzu gern gelesen und genossen, wobei ich mir gewünscht hätte, etwas mehr noch von dieser Entwicklung zu erfahren.

Das Cover und der Titel passen sehr gut zur Geschichte um Dorian und seine neuen Freunde, was den Leser neugierig auf den Inhalt des Buches macht. Der schwarze Wolf hätte allerdings evtl. noch leuchtend rote Augen bekommen können, um dem Ganzen noch mehr Spannung zu verleiten.

Fazit

Dieses Buch „Der letzte Werwolf“ von der Autorin Brigitte Endres ist eine tolle Geschichte über eine tiefe Freundschaft dreier Jugendlicher, die das Leben zusammenbrachte, zarte junge Liebe zweier Menschen aus verschiedenen Jahrhunderten, Hoffnung und Mut gepaart mit mysteriösen Ereignissen und jeder Menge Spannung.

Dieses schöne Werk erhält von mir 4/5 Punkte!

Produktinformation:

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1268 KB
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verlag: Libelli-Verlag (13. August 2015)
  • Preis: 3,99 Euro bei Amazon.de

Das E-Book im Kindle-Format könnt ihr >> HIER << für 3,99 Euro erwerben. Ich kann euch dieses Buch sehr empfehlen!!!

Mehr Informationen über die Autorin und ihre Werke findet ihr auf ihrer Homepage.

 
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Verfasst von - 19. August 2015 in Fantasy, Jugendbuch, Rezensionen

 

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Rezension: Andreas Eschbach – Love Hacking – Liebe im Jahr 2064

Der Autor Andreas Eschbach wurde von “Bild der Wissenschaft” gefragt, ob er für die Jubiläumsausgabe zum 50-jährigen bild-der-wissenschaft-02-2014Bestehen der von Prof. Dr. Heinz Haber gegründeten Zeitschrift eine exklusive Sci-Fi-Kurzgeschichte schreiben wolle. Bedingungen: Kurzgeschichte und ohne Aliens… So verkündete es der Autor auf seiner Google+ Seite.

Herr Eschbach sagte zu und schrieb die Kurzgeschichte “Love Hacking – Liebe im Jahr 2064“, eine Geschichte über Service-Roboter der speziellen Art, die im Heft 02-2014 auf 7 Seiten + Cover erschienen ist. Die Geschichte beginnt auf Seite 96 und endet auf 103.

coverInhalt der Kurzgeschichte:

Romina möchte sich verlieben. Zu diesem Zwecke konsultiert sie den Ratgeber: Love Hacking -So finden Sie den Mann fürs Leben, 15. überarbeitete Version 2060. Tatsächlich kommt es auch zu einem Erstkontakt. Aber mehr auch nicht. Denn die Menschen sind in Sachen sexueller Interaktion nicht konkurrenzlos; es gibt eine industrielle Lösung: die Tenderbots.

Ich, als begeisterter Eschbach-Fan, MUSSTE diese Story unbedingt lesen und bin wieder einmal vollends begeistert von seinen Zukunftsvisionen!

Für das Cover dieser Science-Fiction-Story gab es drei Bilder zur Auswahl, die im Heft “Bild der Wissenschaft 02-2014″ auf Seite 3 abgebildet sind. Meiner Meinung nach, wurde sich hier für das beste Cover (Cover 3) entschieden, da es eine gelungene Mischung aus der Verbindung Mensch-Roboter in der Zukunft widerspiegelt und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Mensch und Roboter darstellt. Cover eins ist mir zu sehr überarbeitet und die Roboteraugen machen mir Angst. Cover 2 ist eher für eine Geschichte, die meiner Meinung nach in den 70er Jahren spielen könnte.

Die Kurzgeschichte um Romina ist gut aufgebaut. Als Leser hat man das Gefühl, sich wirklich im technologisierten Stuttgart im Jahr 2064 zu befinden. Es gibt selbst gesteuerte Autos, Daten-Kontaktlinsen, die mit dem Internet verbunden sind, kranke Menschen werden von Robotern gepflegt und umsorgt, computerisierte Kleidung überwacht permanent den Gesundheitszustand von Menschen, Solarstrom, Facebook im Weltsicherheitsrat, der durch Kabel unterm Mittelmeer transportiert wird usw. Also alles in allem eine sehr technologisierte Gesellschaft, die jedoch auch ihre Nachteile hat: Es gibt viele ältere pflegebedürftige Menschen, doch kaum Kinder (und wenn dann nur in Ghettos vor den Großstädten und selten in der Stadt) und einen Überschuss an Frauen. Der Autor griff gekonnt wichtige Thematiken der Gegenwart (Strom, Pflegekräftemangel, Facebook, Technologie, Umwelt, …) auf und erarbeitete eine eigene Zukunftsvision, die er mithilfe seiner Wortgewandtheit dem Leser nahebringt.

Schmunzeln musste ich, als ich bei den Szenen LAN-Party der Eltern sowie AmaZoogle-Coins (Amazon+Google???) und Facebook im Weltsicherheitsrat angelangte. Aber wer weiß, vielleicht werden diese Zukunftsvisionen doch eines Tages wahr?!?

Geschrieben wurde diese exklusive Sci-Fi-Story aus Sicht eines Erzählers in Vergangenheitsform, die das Geschehen der Protagonistin Romina und des Protagonisten Julio dem Leser nahe führen. Der Aufbau der Story ist logisch nachvollziehbar und in Kapitel aufgebaut.

Die Kurzgeschichte unterteilt sich in folgende Kapitel:

– Pflegeroboter haben die Niedriglohnkräfte ersetzt
– Solarstrom fließt durch Kabel unterm Mittelmeer
– Erst die Zigaretten, dann das Bargeld abgeschafft
– Facebook hat einen Sitz im Weltsicherheitsrat
– In der Stadt gibt es schon lange keine Kinder mehr
– Menschen sollen endlich Roboter heiraten dürfen

Zusätzlich gibt es zu den Situationswechseln einen Auszug aus dem Buch “Love Hacking – So finden sie den Mann fürs Leben!” von Alice Joy, die jeweils den nächsten Absatz einleiten.

Ich für meinen Teil finde diese Geschichte mit ihren technologisierenden Fortschritten sehr gut gelungen, wobei mir die Daten-Kontaktlinsen in der jeweiligen Wunschfarbe, die ferngesteuerten Autos (unfallfreies Fahren?) sowie die Pflegeroboter gut gefallen. Nachteil ist leider der chronische Nachwuchsmangel in den Städten, die Unkenntnis über Pflanzen und die Natur im Allgemeinen, die Überwachung jedes einzelnen mittels Technologie. Da stellt sich mir die Frage: Wird uns irgendwann die Technik übernehmen und eines Tages steuern?

Ich verbinde mit dieser Geschichte zwei tolle Sci-Fi-Filme. Zum einen ist es “Der 200-Jahre Mann” mit Robin Williams, zum anderen ist es ein Film aus dem Jahr 1987 von Steve De Jarnatt mit Melanie Griffith”Cherry 2000″, den ich selbst heute als Erwachsene noch liebe (selbst wenn er überall schlecht gemacht wird). Ich finde die Storys der Filme sehr gut und vielversprechend.

Ich möchte aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn ihr sollt diese exklusive Kurzgeschichte selber lesen ;)

Fazit:

Diese tolle Kurzgeschichte in “Bild der Wissenschaft 02-2014″ ist ein MUSS für jeden Eschbach-Fan sowie für Liebhaber von Sci-Fi, Zukunftsvisionen und Robotern ;)

Die Story ist so gut geschrieben, dass ich gern über das Ende hinaus weitergelesen hätte, so fasziniert war ich von den Worten Eschbachs und dessen Zukunftsvisionen. Von mir gibt es für diese spitzen Kurzgeschichte 5 / 5 Punkte.

 

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Rezension “Unter dem Vampirmond – Schicksal Bd. 4″ von Amanda Hocking

Langatmig, absolut nervig, vorhersehbar!

Buchinhalt

Mae und Peter flüchteten mit dem Kindervampir Daisy nach Australien, damit Daisy unerkannt bleibt. Alice, Milo und Bobby fahren sie besuchen, doch Daisy ist unberechenbar und stürzt sich auf alles, was sich bewegt, sobald sie Hunger hat. Und sie hat ständig Hunger! Zudem geschieht ein Unglück und Alice kehrt zurück nach Hause, um sich auf die Suche nach Janes Mörder zu machen, die sich nicht als einfach erweist. Als dann auch noch Mae, Peter und Daisy aus Australien zurückkehren, droht die gesamte Situation zu eskalieren.

Die Charaktere entwickelten sich teilweise vorwärts, teilweise auch zurück. Was ich nicht schön fand, war, dass Jacks Charakter sich immer mehr zum Weichei verwandelte, obwohl er anfangs immer der Stärkere in der Beziehung zwischen Alice und ihm war. Selbst Peter, der Jähzornige, fiese Bruder verwandelt sich im letzten Buch zu einer netten Heulsuse und Frauenversteher, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte.

Extrem nervig war Alice Unentschlossenheit bezüglich ihrer Liebe zu Jack und zu Peter. Sie wollte sich einfach nicht zwischen den beiden entscheiden. Die Protagonistin Alice springt immer wieder von Jack zu Peter und wieder zurück. Das nervt auf Dauer und besonders durch diese gesamte Geschichte hindurch. Im ersten Band war dies noch erfrischend, aber diese Masche durch alle 4 Bände zu ziehen, langweilt zutiefst!

Die Autorin verband auch im 4. und letzten Band ihre Ideen mit denen anderer Vampirreihen, erwähnte diese teilweise sogar namentlich. Zu Beginn des Buches erfreute ich mich über ihre eigenen Ideen, die allerdings nur so langatmig dahinplätscherten bis sie sie mit bereits bekannten Vampir-Ideen (aus Buch und Film) aufputschte. Spannend wurde es, als aus dem Hin und Her zwischen Alice und den beiden Townsend-Brüdern Jack und Peter ein Mordfall wurde und Alice sich auf die Suche machte. Hier kam ein wenig Schwung in die Sache, so dass man als Leser wissen wollte, wer der Mörder ist.

Es tauchten immer wieder diverse Ungereimtheiten in der Story auf. So z. B. schreibt die Autorin auf der Seite 268, dass Jack Milo ins Bett brachte und auf der Folgeseite 269 hieß es plötzlich, dass Alice ihren Bruder Milo ins Bett brachte. Ich zitiere: „Als ich Milo ins Bett gebracht hatte…“ Die Autorin kennt scheinbar ihre eigene Geschichte nicht! Sehr verwirrend das Ganze!

Dann werden andere großartige Filme zitiert wie in diesem Beispiel als Leif Alice anschrie:

„Ich bin dein Vater!“ Das erinnerte sehr stark an Star Wars…

Zum Ende der Geschichte hin steigert sich die Spannung zum großen Finale, bei der auch Alice eine Entscheidung treffen muss. Allerdings fiel diese eher mehr als Cliffhanger aus. Das Ende des Buches war vorhersehbar, ebenso die Entscheidung von Alice, wie sie ihre Zukunft gestalten will. Ich fürchte jedoch, dass die Autorin aufgrund dieser Entscheidung eine neue Buchreihe ins Leben ruft – vielleicht mit dem Titel „Alice, die Vampirjägerin“ oder dergleichen. Diese werde ich hoffentlich nicht rezensieren müssen! Mehr von diesen schrecklichen Bücher von Amanda Hocking vertrage ich einfach nicht

Für mich besteht weiterhin die Frage, wie diese Bücher um Alice von Amanda Hocking überhaupt so erfolgreich sein konnten, dass die Autorin als selbstverlegte Millionär-Verlegerin gilt. Für mich sind diese Bücher zum Großteil nur billiger und schlechter Abklatsch wirklich guter und erfolgreicher Buch- und TV-Serien.

Das Cover entwickelt von Bürosüd° München ist wie die ersten drei Bände dunkel gehalten mit einem düster wirkenden Laubbaum, der von schwarzen Vögeln umschwirrt wird, während der Himmel in pinke Farbe getaucht und im Hintergrund die Silhouette einer Stadt dargestellt wurde.

Mein Fazit

Dieser 4. und vermutlich letzte Band ist langatmig, der sich gegen Ende noch etwas steigert, jedoch zu viele Parallelen zu anderen Vampirserien aufweist und eine nervige Protagonistin in den Vordergrund stellt, die durch ihre Unentschlossenheit glänzt.

Von mir gibt es – wie bereits für den 3. Band – nur 1 von 5 Punkten. Der eine Punkt ist für die Story, die an einigen Stellen doch gute Ideenansätze aufwies. Schade nur, dass es in vielerlei Hinsicht stark an der Umsetzung, dem Ideenklau, der Unentschlossenheit der Protagonistin Alice und der Wortwahl scheiterte.

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161404
  • ISBN-13: 978-3570161401
  • Preis: 12,99 Euro (D)

Folgende Bücher gehören zu der Buchreihe “Unter dem Vampirmond”

Band 1: “Unter dem Vampirmond – Versuchung”

Band 2: “Unter dem Vampirmond – Verführung”

Band 3: “Unter dem Vampirmond – Verlangen”

Band 4: “Unter dem Vampirmond – Schicksal”

 

 

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Rezension „Unter dem Vampirmond – Verlangen Bd. 3“ von Amanda Hocking

Größte Mist aller Zeiten!

Achtung: Spoiler!

Nachdem Alice zu einem Vampir geworden ist, verkompliziert sich ihr Leben weiterhin. Ihre Bindung zu Peter ist zwar gelöst, aber dennoch hegen beide Gefühle für einander, was Jack nicht entgeht und er seine Eifersucht nicht in den Griff bekommt. Schließlich verschwindet Peter zu einer Selbstmordmission nach Finnland, um sich hochgefährlichen Vampiren zu stellen. Alice und Ezra machen sich auf den Weg, um ihn zu retten, was extrem gefährlich ist.

Die Autorin Amanda Hocking steigt mit dem 3. Band ihrer Geschichte um Alice und Jack sogleich in die Zeit ein, als Alice bereits 3 Wochen ein Vampir ist, so dass wir die ersten Wochen ihrer Verwandlung „verpassen“. Dennoch ist Alice eher ein Trampel und unkontrolliert, selbst nach 3 Wochen.

Als erklärt wird, dass Peter auf einer Selbstmordmission ist und Ezra versuchte, ihn immer wieder zu finden und zurück zu holen, klingt es so, als seien Monate vergangen. Stattdessen sind es „nur“ 3 Wochen – seit Alice Verwandlung. Hier hätte die Autorin die Versuche über den recht kurzen Zeitraum erklären können. Denn die Verfolgung nach Finnland dauert über 10 Tage!

Ebenso unlogisch wird auf Seite 13 geschrieben, dass Alice sich von Jack rosarote Koffer schnappt (welcher junge Mann besitzt rosafarbene Koffer, der nicht schwul ist?!), und auf der Folgeseite 14 heißt es plötzlich Reisetasche statt Koffer. Was ist denn nun korrekt?

Unlogisch ist ebenfalls, wieso ein gebildeter weiser Mann wie Ezra, der immer alles unter Kontrolle hat, einen jungen Vampir mit Blutgier mit auf eine Flugreise mit Menschen nimmt?! Hier hätte ebenfalls etwas mehr Zeit vergehen müssen! Ebenso die Versuche, Alice von ihrer Blutgier abzulenken, in dem Ezra ihr Angst macht. Die Erklärungen sind diesbezüglich mehr als dürftig, falls es überhaupt Erklärungen gibt.

Ebenfalls unlogisch ist die Tatsache, dass die Begegnung mit den Lykanen gleich in der ersten Hälfte des Buches abgehandelt wurde, nachdem sich einer der Familie Townsend geopfert hatte. Somit war dieses Thema eigentlich erledigt. Doch die Autorin griff gegen Ende des Buches erneut auf die Lykanen zurück, wohl, um die Spannung wieder herzustellen, die ständig im Buch verloren geht, und weil ihr nichts Besseres einfiel, obwohl es noch einige Charaktere gegeben hätte, die Grund gehabt hätten, Alice töten zu wollen. Für diesen letzten Angriff gab es allerdings wieder keine Erklärung.

Fast alle Charaktere werden in diesem 3. Band öfters als Weicheier dargestellt und schwächeln. Selbst Ezra, Mae, Jack und Peter, obwohl sie bisher immer als starke Persönlichkeiten auftraten auf die sich die anderen Protagonisten verlassen konnten. Alice ist die größte Heulsuse der Welt und faul ohne Antrieb, so dass sie kein Vorbild für die jungen Leser dieses Buches darstellt. Jack hingegen entwickelt sich ebenso wie Milo etwas positiv und wachsen durch ihre Aufgaben – egal ob beruflich oder privat. Dennoch gibt es einige Situationen, die ihren Charakteren absolut nicht gerecht werden und sie als Schwächlinge darstellt.

Die Beziehung zwischen Ezra und Mae wird auf eine harte Probe gestellt, was deutlicher werden würde, jedoch schwächelt auch hier wieder die Erzählweise der selbst ernannten Schriftstellerin.

Absolut nervig im gesamten Buch – ja auf beinahe jede 2. oder 3. Seite – waren Sätze bzw. Wortgruppen wie:

„… biss sich auf die Lippen/Wange…“

„… berührte meinen Rücken…“

„… fuhr sich durch sein Haar…“

„… fummelte am Saum meines T-Shirts…“

Diese Sätze deuten alle auf die Unsicherheit der Autorin hin und darauf, dass sie selbst keine Ahnung von starken Charakteren hat, keine Beobachtungsgabe besitzt und nur diese 4 Gestiken kennt, dabei gibt es so unglaublich viele Arten von Mimik und Gestik.

Genervt war ich ebenso von den unzähligen „Geht es dir gut?“, Entschuldigungen, Beschreibungen von den tollen Körpern von Peter und Jack etc., die manchmal extrem unpassend waren und hier ebenfalls die Unsicherheit, Unerfahrenheit und Schüchternheit im Umgang mit Menschen der Autorin widerspiegeln.

Der Schreibstil von Amanda Hocking ist recht einfach und leicht gehalten, keine fremdartigen oder neuen Begriffe, die man nicht schon irgendwo gehört oder gelesen hatte, so dass man diese Geschichte rasch durchlesen kann.

Die Übersetzung von Anne Emmert war an einigen Stellen unpassend und ungünstig gewählt. Es gibt bessere Worte als immer wieder „machen“ und „tun“ für Handlungen zu verwenden. Hier sollte noch mal ein anderer Lektor über die Übersetzung lesen ehe so ein Mist veröffentlicht wird.

In einigen Szenen erinnert die Story an die innerliche Zerrissenheit ihrer Liebe zwischen zwei Brüdern eher an Vampire Diaries, wobei Vampire Diaries viel besser von Lisa J. Smith dargestellt wird, als es eine Amanda Hocking überhaupt zu Stande bringt. Ich wünsche mir sehr, dass sich die Autorin endlich eigener Ideen bedienen würde und nicht ständig aus anderen Vampirserien und Vampirfilmen Ideen „klaut“ und diese miteinander vermischt, denn auf Dauer wird dies extrem langweilig.

Das Cover entwickelt von Bürosüd° München ist wie die ersten beiden Bände dunkel gehalten mit einem düster wirkenden Laubbaum, der von schwarzen Vögeln umschwirrt wird, während der Himmel in leuchtend grüne Farbe getaucht wird.

Fazit

Für mich ist dieser dritte Band das bisher schlechteste Buch dieser Vampirsaga, so dass ich allmählich glaube, dass auch der 4. Band schwächeln wird.

Von mir gibt es für diese Fortsetzung der „Unter dem Vampirmond“-Reihe nur 1 von 5 Punkten. Der eine Punkt ist für die Story, die an einigen Stellen doch gute Ideenansätze hatte. Schade nur, dass es in vielerlei Hinsicht stark an der Umsetzung und der Wortwahl scheiterte.

Produktinformationen

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: cbt (2. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161390
  • ISBN-13: 978-3570161395
  • Preis: 12,99 Euro (D)

Folgende Bücher gehören zu der Buchreihe „Unter dem Vampirmond“

Band 1: „Unter dem Vampirmond – Versuchung“

Band 2: „Unter dem Vampirmond – Verführung“

Band 3: „Unter dem Vampirmond – Verlangen“

Band 4: „Unter dem Vampirmond – Schicksal“

 

 

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Rezension „Wolfsgier“ von Brigitte Melzer

Spannend, schaurig, schön und offen…

Emma Gordon, eine junge Frau aus gutem Hause, die bei ihrer Tante Mabel in London lebt, wird immer wieder in ihren Träumen von einer reißenden Bestie heimgesucht. Man schenkt ihr keinen Glauben und erklärt sie für verrückt, so dass Emma in die berüchtigte Heilanstalt Bedlam eingewiesen und dort unter Drogen gesetzt wird, so dass sie aus diesem Albtraum nicht mehr herauskommt. Doch Emma gelingt das Unmögliche und kann diesen trostlosen grausamen hoffnungslosen Ort entfliehen. Auf der Suche nach Antworten über ihre Träume kehrt sie in ihr Heimatdorf Dartmoor zurück, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen – ohne jede Ahnung, welch grausame Begegnung das Schicksal für sie in dieser gefürchteten Gegend bereit hält.

Geschrieben wurde dieses Buch aus der Sicht von zwei Darstellern – Emma Gordon, der Hauptperson in dieser Geschichte, und Preston Styles, ihrem Verfolger. Durch diese Erzählweise gelang es B. Melzer, die Geschichte in zweierlei Hinsicht voranzutreiben und Einblicke in die Gedankenwelt dieser 2 Protagonisten zu geben, so dass man die Geschehnisse aus zwei Sichtweisen betrachten konnte. Brigitte Melzer versteht es, den Leser eine lange Zeit vorerst im Dunkeln tappen zu lassen und nicht den Ausgang des Romans schon mit den ersten Zeilen zu verraten. Sie versteht es mit Hilfe ihrer Protagonistin Emma, den Leser Schritt für Schritt näher an die Auflösung des Geheimnisses zu bringen und somit die Spannung im gesamten Werk zu halten.

Der Roman besticht durch seinen einfachen, aber flüssigen Schreibstil, so dass ein schnelles Vorankommen der Geschichte ermöglicht wird. Ebenso beeindruckend fand ich wie die Autorin die Moral und Verantwortung anderen Personen gegenüber in diese Geschichte einfließen lies.

Die Charaktere der Protagonisten um Emma, Preston und Gabriel wurden leider kaum tiefgründig beschrieben. Man erfuhr sehr wenig über ihre Vorlieben und Gewohnheiten. Dafür jedoch bestand die Spannung des Romans von der ersten Seite bis zur Letzten und selbst darüber hinaus, da sie ein offenes Ende aufweist und Andeutungen auf eine Fortsetzung der Geschichte um das Biest dadurch nahe legt.

Brigitte Melzer gelang es ihre Idee des Romans eine spannende, actionreiche und blutige wie auch romantische Art und Weise einer grausamen Geschichte aufzuzeigen, so dass ich als Leser dieses Buch nicht aus der Hand legen konnte, so sehr ich auch wollte. Denn die Autorin schaffte es mit ihrem Schreibstil, ihren Handlungswendungen, ihrem Wechsel der Perspektiven immer wieder, dass der Leser gefesselt weiterliest und sich nicht langweilt.

Mir gefielen besonders gut die Beschreibungen der Handlungsorte – also des Londons im 19. Jahrhundert mit seiner verwarlosten Irrenanstalt Bedlam wie auch Cranmoor und Dartmoor, der Natur etc. Der Autorin gelingt es meisterhaft den Leser in diese Welt des vergangenen Jahrhunderts eintauchen zu lassen und aufzuzeigen, wie man damals gelebt und gewohnt hatte.

Das Cover zeigt einen Teil eines älteren unterirdischen Gewölbes, in der sich ein Mann zu einem Werwolf verwandelt, was man anhand seiner sich verändernden klauenartigen Hände, krallenartigen Füße und Wirbelsäule erkennen kann und somit Neugier auf den Buchinhalt macht. Der Schriftzug wurde in rot ausgewählt – das Blut der Verstorbenen. Sehr gelungen.

Fazit

„Wolfsgier“ von Brigitte Melzer ist eines der besten Werwolf-Mythologie-Romanen, die ich bisher gelesen habe. Es war alles dabei was das Leserherz begehrt, so dass ich jedem dieses Buch empfehlen kann, der sich gern als Leser in der mystischen Fantasywelt bewegt.

Von mir gibt es 4/5 Punkten für diese tolle Geschichte über Werwölfe, die sich von anderen Werwolf-Geschichten abhebt!

Produktinformationen

  • Broschiert: 350 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (15. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800054477
  • ISBN-13: 978-3800054473
  • Preis: 14,95 Euro (D)

Über die Autorin

Autorin Brigitte Melzer, alias Kate Logan (eines ihrer Pseudonyme) wurde 1971 geboren und hat mit zahlreichen Romanen ihr Publikum begeistert. Ob magische Abenteuer in fantastischen Welten oder fesselnder Vampirroman Brigitte Melzer ist sowohl in der High Fantasy als auch in der Dark Fantasy zu Hause. Die Autorin lebt in München.

Ich bedanke mich beim Ueberreuter-Verlag für die Zusendung dieses tollen Rezensionsexemplares. Herzlichen Dank!

 

 

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Rezension „Finding Sky – Die Macht der Seelen 1“ von Joss Stirling

Wundervoller mystischer Roman mit Herz und Spannung

Sky ist 16 Jahre und lebt seit ihrem 10 Lebensjahr bei ihren Adoptiveltern Simon und Sally in Richmond, England bis diese eine berufliche Entscheidung treffen und nach Colorado zieht, in eine kleine Stadt, in der sich fast alles nur um Ski- und Snowboardfahren dreht, wovon Sky keine Ahnung hat. Als Neuling an der Wirckenridge High lernt Sky aufs Neue, die Außenseiterin zu sein, klein, schüchtern, ungeliebt und dann trifft sie Zed Benedict. Einen arroganten, unnahbaren mysteriösen Schönling, dessen Zorn jeden einschüchtert – Lehrer wie auch Mitschüler. Sky fühlt sich trotz allem zu Zed hingezogen, doch er spielt den Unnahbaren und Coolen bis Sky plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf hört…

Von diesem Moment an geht alles rasend schnell. Zed behauptet, dass Sky sein Seelenspiegel sei – sein ideales Gegenstück und ein Savant (= ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe wie auch Telepathie) und sie zusammen gehören. Sky glaubt ihm kein Wort und will von den Savants nichts hören, denn sie hat eine tierische Angst davor, dass sich ihre eigene Fähigkeit entwickelt und sie sich ihrer Vergangenheit, die sie jahrelang versuchte zu verdrängen, stellen muss.

„Finding Sky“ ist der erste Roman einer neuen Mystery-Buchreihe von Joss Stirling, der in sich abgeschlossen ist und die meisten der Fragen beantwortet.

Im Schreibstil der Ich-Perspektive taucht man schnell in die Gedankenwelt von Sky ein, so dass man gleich von Beginn an, an Skys Leben teilnimmt und vielleicht sogar zu einem Teil Sky wird. Anfangs erscheint sie schüchtern, verängstigt und denkt immer in Comicform, um sich zu beruhigen. Sie liebt Musik und sieht die Menschen um sich herum in Farben. Später erkennt der Leser ihre Stärken und ihre Liebe, welches sie beide gut miteinander verknüpft, um andere zu beschützen.

Sky`s Charakter erscheint realistisch und wie aus dem Leben gegriffen und erinnert mit ihren erlebten Situationen manchmal an die eigenen Erlebnisse mit Schule, Freunden, Eltern und der ersten Liebe.

Die Charaktere um Zed Benedict und seine Familie, wie auch die von Sky`s neu gewonnenen Freunden sind authentisch. Man freut sich als Leser über ihre neuen Freunde, die ihr immer zur Seite stehen und auch mal jemanden ordentlich die Meinung sagen. Es ist wundervoll zu lesen, wie sich die Charaktere um und mit Sky entwickeln und man mehr über die Protagonisten Sky und Zed erfährt. Denn hinter beiden versteckt sich mehr als man auf den ersten Blick sieht.

Dieses Werk ist wundervoll, flüssig und spannend sowie auch humorvoll und romantisch verfasst, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen und in einem Rutsch an einem Tag durchgelesen habe und es noch mal lesen werde.

Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr auf die Fähigkeiten von Sky und Zed sowie der Savanten im allgemeinen eingegangen wird, was jedoch offen blieb.

Was bei mir allerdings Fragen aufwirft, ist die Tatsache, dass die Autorin Savants kurz erklärt, dass dies Menschen mit besonderen Fähigkeiten sind. Jedoch sind Savanten, wenn man sich genauer informiert, eigentlich Menschen, die eine kognitive Behinderung oder eine anderweitige Entwicklungsstörung (z. B. Autisten) aufweisen mit einer außergewöhnlichen Begabung. Doch Behinderte oder Autisten sind die Protagonisten nicht. Aus diesem Grund verstehe ich nicht, weshalb der Begriff Savant für die mystische Gruppe der Begabten gewählt wurde.

Das deutsche Buchcover ist dem englischen sehr ähnlich, abgesehen von den Farben. In der Mitte ziert ein Herz aus Ornamenten und Blättern in silber das Cover auf einem weinroten Untergrund. Der hellblaue Schriftzug „Finding Sky“ wie auch die Farben weinrot und silber weisen hier bereits auf Sky`s Fähigkeit hin, die Stimmungen und Gefühle der Menschen zu sehen.

Im Buch selbst gibt es diese Verzierung mit den Blätterornamenten über jedem neuen Kapitel, welche dieses Werk dadurch auch ein wenig zu etwas besonderem wird.

Fazit

„Finding Sky“ ist ein wundervoll geschriebener mystischer fantasyreicher Jugendroman mit tollen Protagonisten und einer spannenden Story, den man gelesen haben sollte. Ich vergebe 5 von 5 Herzchen für diese schöne Geschichte, von der ich gern eine Fortsetzung hätte – also von der Geschichte um Sky und Zed.

Nach diesem tollen Auftakt einer neuen Buchserie freue ich mich bereits auf den Folgeband „Saving Phoenix“, der schon am 01. November 2012 für 16,95 Euro beim Deutschen Taschenbuch Verlag (ISBN-10: 3423760621) erscheinen wird.

Buchinhalt „Saving Phoenix“

Die 17-jährige Phoenix wächst in der Gemeinschaft krimineller Savants, Menschen mit einer übersinnlichen Fähigkeit, auf. Für deren Anführer muss Phoenix ihre Gabe, das Zeitempfinden in fremden Gehirnen zu manipulieren, zu Diebstählen nutzen und das Gestohlene dann bei ihm abliefern. Als sie bei einer Gruppe amerikanischer Studenten iPads stehlen soll, trifft sie auf Yves Benedict. Doch der ist mehr als ihr nächstes Opfer – er ist ihr Seelenspiegel. Yves erkennt dies sofort und entwirft einen Schlachtplan, um Phoenix aus der Gemeinschaft zu befreien und den Anführer zu bezwingen. Doch dieser will die Macht der besonderen Verbindung zwischen Phoenix und Yves für seine eigenen Zwecke nutzen…

Romane dieser Buchserie

  1. Finding Sky – Die Macht der Seelen 1 (erschienen am 01.05.2012)
  2. Saving Phoenix – Die Macht der Seelen 2 (erscheint am 01.11.2012)
  3. Seeking Crystal (erscheint in englisch im Oktober 2012 bei Oxford University Press)

Produktinformationen zu „Finding Sky – Die Macht der Seelen 1“

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423760478
  • ISBN-13: 978-3423760478
  • Preis: 16,95 Euro (D)
  • Hörbuch: bisher nicht erschienen

Ich danke Lovelybooks für die Zusendung dieses tollen Rezensionsexemplares!

 

 

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Rezension „Ausgebrannt“ von Andreas Eschbach

4 Euro je Liter Benzin? Bald Realität?

Andreas Eschbach führt uns in seinem Öko-Thriller„Ausgebrannt“ vor Augen, was geschieht, wenn das Öl dieser Welt sich dem Ende neigt bzw. nicht mehr so viel Öl gefördert werden kann, wie verbraucht wird, nachdem die Menschheit ihren eigenen Planeten ausgebeutet hat. Es gibt einen Zusammenbruch der Wirtschaft. Der Ölpreis und somit der Benzinpreis steigt täglich, so dass sich bald keiner mehr leisten kann, sein Auto zu benutzen. Diebstähle und Chaos stehen an oberster Tagesordnung. Firmen gehen Pleite, Menschen werden arbeitslos, Autos und Maschinen stehen still, der Kampf um das Überleben hat begonnen…

Zeitgleich verfolgt man eine spannende Schilderung eines einfachen Mannes, Markus Westermann, der seit seiner Kindheit davon träumt, dass für ihn der amerikanische Traum in Erfüllung geht. Er geht in die USA und nimmt einen kleinen Job an ehe er auf Karl Walter Block trifft und mit ihm seine Chance sieht, sich seinen Traum zu erfüllen.

In diesem über aus gut recherchierten, fantasiereichen Werk Eschbachs wird aufgezeigt, wie der Alltag ohne Öl aussehen könnte. Mit seinen frappierenden Fakten wird der Leser/Zuhörer über die Ölsituation wachgerüttelt, denn kaum etwas funktioniert heutzutage noch ohne Öl. Deshalb versucht der Protagonist der Geschichte auch mit Hilfe seines Freundes Karl Block eine Methode herauszufinden, wie die Wirtschaft wieder angekurbelt werden kann.

Auf diesem Weg werden den beiden Charakteren viele Steine in den Weg gelegt. Es reicht von Betrug bis hin zu versuchtem Mord, dem Verschwinden von Personen etc. Ebenso geht es um Familien, Zusammenhalt, Freundschaft uvm.

Die einzelnen Charaktere dieses Thrillers machen im Verlaufe der Story interessante Wandlungen durch, welche durch die Veränderungen der Welt um sie herum hervorgerufen wird. So fühlt sich manche intelligente und starke Persönlichkeit dem Druck, welche auf ihr liegt, nicht gewachsen und sie verschwindet. Ein anderer entwickelt kriminelle Energien, andere wachsen aus sich heraus und entdecken ihre Fähigkeiten.

Viele Handlungsstränge und Personengruppen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, führen letztendlich alle zu einer ereignisreichen und spannenden Geschichte, die an Spannung mit jeder Seite zunimmt und selbst nach dem Fertiglesen des Buches zum Nachdenken anregt.

Das Buchcover besticht durch seinen blutigen, ausgedörrten Rotton mit alten, übereinander gestapelten Ölfässern und einem Titel, der einen Hinweis auf den fesselnden Buchinhalt gibt.

Fazit

Diesen guten Mix aus Thriller, Realität und guter Recherche über die einzelnen Bereiche, Länder und Sitten sollte man unbedingt gelesen haben, um verstehen zu können, welches Chaos auf uns zukommen könnte, wenn wir weiterhin vom Öl abhängig bleiben!

Von mir gibt es für dieses tiefsinnige zum Denken anregende Werk 5/5 Punkte.

Eschbach`s Werken merkt man an, dass er eine Liebe für Details und Recherchen hat sowie, dass er sich sehr viele Gedanken über unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft macht.

Produktinformationen

  • Taschenbuch: 752 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 5 (8. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404159233
  • ISBN-13: 978-3404159239
  • Preis: 9,99 Euro
  • Hörbuch: ja
 

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Rezension „Das Portal der Dämonen“ von John Connolly

Buchinhalt

Samuel, ein 11-jähriger Junge beobachtet mit seinem Dackel Boswell zufällig eine Dämonenbeschwörung seiner Vorstadtnachbarn, die sich langweilen. Die Beschwörung gelingt problemlos, so dass sich die ersten Dämonen in der Vorstadt ausbreiten und die Übernahme durch den großen Verderber – auch Teufel genannt – vorbereiten. Blöd nur, dass Samuel bei dieser heimlichen Beschwörungszeremonie entdeckt wurde und seither gejagt wird. Zudem ist Samuel der Einzige, der die Welt vor dem Untergang der Menschheit retten kann…

Der Titel sowie auch die Buchrückseite sprachen mich anfangs sehr an, so dass ich mich freute, dieses Buch lesen zu dürfen. Doch schon die ersten Seiten verrieten mir Unwohlsein. Denn anfangs beinahe jede bzw. jede Zweite/Dritte Buchseite wird von Fußnoten unterbrochen, so dass man vom Buchgeschehen abweichen und erst einmal die winzig gedruckten Fußnoten lesen muss, was wirklich reichlich nervt. Mit Verlauf der Geschichte besserte sich dies ein wenig, dennoch blieben während des ganzen Buches diese winzigkleinen Fußnoten erhalten. Furchtbar. Dies hätte der Autor direkt in die Geschichte einbauen oder gleich ganz weglassen sollen.

Ebenso hätte der Autor/Übersetzer für das ständig auftretende Wort „Verderber“ verschiedene Synonyme verwenden können, denn es gibt so viele verschiedene Bezeichnungen für den Teufel, so dass dies wirklich hätte kein Problem sein sollen.

Positiv empfand ich den Humor und die sarkastisch versteckten Botschaften des Autors innerhalb des Buches, so dass es trotz der oben beschriebenen Kritikpunkte doch ein wenig Spaß gemacht hatte, dieses Buch zu lesen.

Gekonnt wurden des Weiteren Wissenschaftler, Experimente wie z. B. der Teilchenbeschleuniger LHC und CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung etc. in die Handlung eingebaut und erklärt, die gut recherchiert waren, so dass der Leser in diesem Phantasyroman einiges Neue dazulernt.

Die Charaktere fand ich interessant erarbeitet. Samuel fand ich von Beginn des Buches an sympatisch und konnte mich sehr gut in ihn einfühlen. Besonders in bekannten Situationen, die aufzeigen, wie wenig Erwachsene den Kindern und Jugendlichen anfangs Glauben schenken und ihnen eine gute Fantasie bescheinigen bis sie merken, dass dies keiner Phantasy entströmt, sondern der Realität entspringt.

Nurd war witzig und unterhaltsam, so dass ich auf Szenen mit ihm regelrecht gewartet habe und der Humor nicht zu kurz kam.

Die Aufmachung des Buches ist ansprechend dämonisch und gruselig zugleich. Es zeigt ein furchteinflösendes Dämonentor mit höllisch grün leuchtenden Augen, welches auf die Gefahren des Tores aufmerksam machen sollen. Sehr gelungen!

Fazit

Alles in allem fand ich dieses Buch soweit okay. Ich konnte es problemlos aus der Hand legen ohne mir Gedanken zum weiteren Geschehen der Geschichte um Samuel, Boswell und Nurd zu machen. Mir fehlte einfach die Spannung und die Fußnoten waren mehr als nervig, da der Autor immer wieder von seiner Geschichte abschwiff.

Aus diesem Grund vergebe ich nur 3 von 5 möglichen Herzen an diese Geschichte von John Connolly und hoffe, dass er sein nächstes Werk spannender und fußnotenlos verfasst.

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: cbj (22. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570139913
  • Preis: 14,99 Euro (D)
  • Hörbuch: ja

Ich bedanke mich bei Bücherkinder.de für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Dankeschön!

 

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Rezension „Honigmond“ von Gabriel Barylli

Sexy, erotisch, tiefsinnig = Honigmond

Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, verführerisch und lustvoll. Für alle, die noch an Liebe und Glücklichsein glauben. Poetisch, verzaubernd und doch wie im richtigen Leben.

Gabriel Barylli ließt seinen erotischen Roman so, dass es einem unter die Haut geht – einfühlsam, ehrlich und stark.

Kurzbeschreibung
Als Linda in einem Wiener Kaffeehaus dem attraktiven Martin begegnet, ist es auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick, die spontan in einem nahe gelegenen Hotelzimmer endet. Doch nach einem weiteren gemeinsam lustvoll verbrachten Tag behauptet Martin, der „Fliegende Holländer“ zu sein, der alle sieben Jahre die Erde besucht, um eine Frau zu finden, die ihm bedingungslos folgt. Diesen geforderten Schritt will Linda nicht mitgehen. Doch bald nach Martins Abgang dämmert ihr, dass sie die große Liebe ihres Lebens verloren hat. Wird sie nach sieben Jahren nochmals eine Chance bekommen?

Diese erotische Geschichte des Autors geht sprichwörtlich unter die Haut. Sie ist gleich zu Beginn prickelnd erotisierend und macht Lust auf mehr dieses Hörbuches, so dass man als Zuhörer gar nicht abschalten möchte. Zu sehr nahm mich diese unglaubliche Geschichte um Linda und einen unbekannten gutaussehenden Mann Martin in ihren Bann. Gleich zu Beginn des Erotikromans als sich Martin als der „fliegende Holländer“ vorstellte, dachte ich, es sei nur ein heißer Traum der Protagonistin Linda, die aus der harten Realität in eine wunderschöne Traumwelt entflieht und diese sinnlich genießt.
Der Schreib- und auch betörend sinnliche Erzählstil des Autoren sind unglaublich gut gelungen. Seine angenehm ruhige Stimme sorgt dafür, dass man dieses Hörbuch genießt und sich die einzeln beschriebenen Details sehr genau vorstellen, ja beinah fühlen, kann.
Ich bin begeistert von dieser Art zu schreiben und gleichzeitig erstaunt, dass solch eine sinnlich-erotisch-märchenhafte Geschichte aus der Feder eines Mannes entstammt, der die Gedankensammlung der Frau versteht und ebenso „konfus und in tausend Sätzen“ denkt, wie eine Frau selbst. Man hatte beim Hören das Gefühl, als säße der Autor mitten im Kopf einer Frau und lausche ihren Gedanken, um sie im Nachhinein zu Papier zu bringen. So geht es um Beziehungen, Liebe, Sehnsucht, Wagnis, Sicherheit, etc.

Ich bin begeistert und bin gespannt auf seine weiteren Werke, die hoffentlich ebenso fesselnd, tiefsinnig und gleichzeitig angenehm sinnlich beschrieben sind wie „Honigmond“.

Fazit
Finde dich selbst und fang an zu l(i)eben“ ist wohl das Fazit dieser Erotikgeschichte, die ich nur unterstützen kann. Denn erst, wenn man sich selbst gefunden hat und weiß, was man will, kann man wirklich lieben und leben.

Tolles sinnliches Hörbuch, welches nach mehr fordert – nicht nur wegen seines erotisch-heißen Starts. Deshalb verleihe ich diesem Hörbuch 5/5 Herzchen.


Über den Autor
Gabriel Barylli wurde 1957 in Wien geboren. Er ist Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller. 1989 erschien sein gefeierter Debütroman „Butterbrot“; es folgten u.a. „Nachmittag am Meer“, „Wer liebt, dem wachsen Flügel“ und bei Argon „Alles, was du suchst“ (2001) und „Wo beginnt der Himmel“ (2002).“

 

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Rezension „Schmitz Mama: Andere haben Probleme, ich hab Familie“ von Ralf Schmitz

Skurril, verrückt, übertrieben, real und genial

Ich habe mir den Nachfolger „Schmitz`Mama“ des Comedian Ralf Schmitz gekauft, um mir meinen Heimweg zu versüßen. Dieser unterhaltsame Nachfolger von Ralf Schmitz beschäftigt sich mit irrwitzigen wie auch skurrilen und schrägen Geschichten aus der Familie um Ralf Schmitz – angefangen mit Mama Schmitz. Ralf Schmitz beschreibt in seinem Hörbuch sehr anschaulich und unterhaltsam von typischen Familiensituationen, wie sie wohl ein jeder kennt, liebt und hasst! Durch seine schonungslose und stimmlich sehr angepasste Situationsbeschreibungen fühlt man sich als Hörer regelrecht dazu gezwungen zuzuhören, sich in die entsprechende Situation einzufühlen und mitzufühlen. Es bringt einen zum Nachdenken, zum herzhaften Lachen, zum Verzweifeln etc. – genau dies, welches der Autor Ralf Schmitz wohl selbst in all seinen Familiengeschichten und Albträumen erlebt hat.
Die Thematiken sind vielfältig und meist schön kurz und knackig verpackt. So z. B. Geschichten um „Mamas schlimmste Geschenke“, „Weihnachten und die Familie“, beschäftigt sich mit Fragen, wie man ein Telefonat mit Mama beendet, das man ihr NIE ein Handy schenken sollte und sich selbst einen Idiot nennen sollte, wenn man ihr auch noch dieses Gerät erklärt hat. Besonders herzhaft musste ich lachen, als der Autor folgendes berichtete (Zitat):
Seine Mutter ruft ihn an und sagt:
„Ralf, ich habe das Internet gelöscht!“
Oh, ich konnte mich nicht mehr halten vor Lachen und habe selbst dann noch gelacht, als bereits die nächste Situation vorgestellt wurde. So ging es das ganze Hörbuch über und veranschaulichte meist bekannte Momente mit der Familie bzw. älteren Menschen, die einem wohl vertraut vorkommen. All dies ist für jedermann absolut nachvollziehbar, teilweise jedoch auch natürlich, aber auch unnatürlich übertrieben und überzogen, manches auch klischeehaft, aber dennoch irgendwie real.

Dieses Hörbuch ist sehr unterhaltsam und lustig gestaltet, sehr gut geschrieben und als Hörbuch stimmlich optimal durchgesetzt – schon allein die Stimmenwandlung des Autors sind beeindruckend!

Ich mag dieses Hörbuch sehr, weshalb es von mir 4/5 Herzchen bekommt. Jedoch kommt es nicht an „Schmitz`Katze“ heran, bei dem ich mich regelrecht vor Lachen auf dem Boden gekringelt und einen Lachkrampf nach dem anderen hatte.

Produktinformationen

  • Audio CD
  • Verlag: Argon Verlag; Auflage: 3 (29. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839811120
  • ISBN-13: 978-3839811122
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Preis: 16,95 Euro (D)
Über den Autor

Ralf Schmitz, Jg. 1974, ist mehrfach ausgezeichneter Comedian und Schauspieler. Bekannt aus den erfolgreichen TV-Serien ‘Die Dreisten Drei’, ‘Schillerstraße’ und ‘Genial Daneben’ überzeugte er auch mit eigenen Formaten wie ‘Schmitz komm raus!’ oder der Ausstrahlung seiner Live-Programme ‘Verschmitzt und Schmitzophren’. Als Zwerg Sunny brillierte er in den beiden preisgekrönten Kinoerfolgen ‘Sieben Zwerge’ mit Otto Waalkes, die über 7 Millionen Zuschauer begeisterten. In den Kinofilmen ‘Die Konferenz der Tiere’, ‘Kung Fu Panda’ oder auch ‘Ab durch die Hecke verlieh er den tierischen Hauptdarstellern seine Stimme und mit dem Kinderlied ‘Shaun das Schaf’ sang er sich an die Spitze der Download-Charts. Ralf Schmitz ist regelmäßig in TV-Shows zu sehen und füllt mit über 100 Gastspielen im Jahr die großen Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

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Rezension „Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da?“ von Oscar Brenifier, Jaques Drepres und Norbert Bolz

Gelungene Darstellung von Gegensätzen

Ohne Gegensätze können wir nicht denken. Wie sollen wir das Ich erklären, wenn wir es nicht dem Anderen gegenüberstellen? Wie die Ursache ohne die Wirkung, den Körper ohne den Geist, die Vernunft ohne die Leidenschaft? Oft versuchen wir die Gegensätze aufzulösen, um dieser Spannung zu entkommen. Anders dieses Buch. Es geht an die Grenzen unseres Denkens und präsentiert 12 philosophische Gegensätze mit messerscharfen Gedanken und Illustrationen, die man nicht mehr vergisst!

Dieses Buch von Oscar Brenifier setzt sich mit den Gegensätzen des Lebens und des Seins auseinander. Was für den Erwachsenen aufgrund seiner Lebenserfahrung vielleicht banal erscheint, wird für Kinder und Jugendliche in diesem wunderbar illustrierten Buch mit kurzen einprägsamen verständlichen Sätzen und tiefgehenden bildlichen Darstellungen erklärt und veranschaulicht, so dass das Lernen eine Freude ist. Hier wird deutlich gemacht, dass und wieso wir nicht ohne Gegensätzlichkeiten auskommen und das diese in Kombination auch etwas wundervolles ergeben können.

Die Illustrationen sind gekonnt, aussagekräftig und wunderbar zur entsprechenden Thematik umgesetzt, so dass man auch nur durch das Betrachten der Bilder die Unterschiede entdeckt. Man merkt die Liebe zum Detail bei der graphischen Gestaltung, so dass es Kindern wie auch Erwachsenen Spaß bereitet durch dieses Buch zu blättern und sich Wissen anzueignen bzw. Vergessenes wieder aufzufrischen.

Gegenübergestellt werden auf wenigen Seiten in diesem illustrierten Buch die Kategorien:

– Eines und Vieles
– Endlich und Unendlich
– Sein und Schein
– Freiheit und Notwendigkeit
– Vernunft und Leidenschaft
– Natur und Kultur
– Zeit und Ewigkeit
– Das Ich und der Andere
– Körper und Geist
– Aktiv und Passiv
– Objektiv und Subjektiv
– Ursache und Wirkung

Dieses Werk eignet sich besonders für Kinder und Jugendliche, die sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen wollen und den Sinn/Unsinn verstehen und sich damit auseinandersetzen wollen. Dieses Buch bietet die Möglichkeit, sich mit Freunden oder selbst in der Schule mit den entsprechenden philosophischen Kategorien auseinanderzusetzen und die Welt zu verstehen.

Fazit

Dieses Buch ist ein sehr gelungenes philosophisches Werk, welches viel Tiefgang und Gedankenansätze für jung und alt bietet, dies jedoch mit einer Leichtigkeit und schönen Illustrationen darstellt.

Dieses tolle Werk erhält von mir 5/5 Punkten!

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
  • Verlag: Gabriel Verlag; Auflage: 1. (15. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522302672
  • ISBN-13: 978-3522302678
  • Preis: 14,90 Euro (D)

Über den Autor

Oscar Brenifier ist Doktor der Philosophie und einer der international bekanntesten Philosophen unserer Zeit. Er hat sich insbesondere der Vermittlung der Philosophie an Laien verschrieben. Für seine Studien ist er viel gereist. Er veranstaltet in zahlreichen Ländern Seminare und Workshops für Erwachsene und auch für Kinder.

 
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Verfasst von - 13. Januar 2012 in Allgemein, Jugendbuch, Wissenschaft

 

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Rezension „Spiel unter Freunden“ von P. J. Tracy

Absolut fesselnde Geschichte

Storyinhalt

Gerade hat das Team Monkeewrench einer Softwarefirma seinen neuesten Wurf, ein raffiniertes Computerspiel, ins Internet gestellt. Es heißt „Fang den Serienkiller“ und läuft im Testbetrieb. Da ereignen sich zwei grausame Morde, genaue Nachstellungen der Computersimulation. Die Cops im verschlafenen Wisconsin wissen: Das Spiel hat zwanzig Level, sie haben nicht viel Zeit.

Rezension

Schon von der ersten Minute an, hing ich mit meinen Ohren regelrecht an den Lautsprecherboxen, denn diese Geschichte entpuppte sich von Anfang an bis zum Ende als extrem spannend. Ich habe regelrecht mit den Ermittlern und den Beteiligten mitgefiebert, immer auf der Suche nach dem Täter. Es war ein absolut gekonntes Versteckspiel und sehr spannend bis zum Schluss. Einzig und allein die Vielzahl der vorhandenen Protagonisten brachten ein wenig Verwirrung in das Zuhören, so dass hin und wieder überlegt werden musste, welche soeben genannte Person denn nun wer war und warum jetzt genau dieser auftrat.

Die Charaktere an sich sind alle gut und lebendig wirkend dargestellt und schnell beschrieben, so dass man einen guten Eindruck bekommt. Dadurch wirken die Figuren sehr real und nicht übertrieben, so dass das Zuhören eine Freude ist. Selbst die Computerfreak-Charaktere des Monkeewrench-Teams waren so realistisch dargestellt, dass ich die Figuren beinahe direkt vor Augen sah. Besonders Grace.

Unter dem Titel „Spiel unter Freunden“ hatte ich mir zwar irgendwie etwas anderes vorgestellt, aber die Story an sich hatte es in sich!

Das Cover verdeutlicht eine düstere Stimmung mit seinen dunkelgrauen wolkenverhangenen Himmel und dem Engel auf dessen Haupt ein leichter Lichtstrahl zu erkennen ist. Jegliche Hoffnung für einen guten Ausgang des Buches? Lest oder hört es selbst, ich verrate nichts.

Die Autoren schafften es, eine wirklich gelungene und gleichbleibende Spannung in der Geschichte zu halten, ohne, dass dem Hörer langweilig wurde. Gegen Ende stieg die Spannung noch einmal stark an, so dass ich absolut nicht mehr abschalten wollte, was sowieso bei diesem Hörbuch unmöglich war.

Deshalb mein Fazit: TOP Hörbuch, klasse Story, tolle Figuren (aber vielleicht einige zu viel) und 5/5 Punkte!

Produktinformationen

  • Audio CD
  • Verlag: Downtown (Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869090146
  • ISBN-13: 978-3869090146
  • Preis: 14,95 Euro (D)

Über die Autoren

‚P.J. Tracy‘ ist das Pseudonym eines Autorenteams aus Mutter und Tochter. Sie haben als Drehbuchautorinnen begonnen und mit ihrem Krimidebüt „Spiel unter Freunden“ einen internationalen Überraschungserfolg erzielt, der von Lesern und Kritikern mit Lob überhäuft wurde.Burghart Klaußner, geboren 1949 in Berlin, absolvierte seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt- Seminar in Berlin. Es folgten Engagements an verschiedenen Bühnen. Er war in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen zu sehen, so u. a. Good Bye, Lenin!, Die fetten Jahre sind vorbei und Requiem. 2005 wurde er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. 2006 erhielt er den Goldenen Leoparden in Locarno als bester männlicher Darsteller in Der Mann von der Botschaft.

 
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Verfasst von - 5. Januar 2012 in Allgemein, Hörbücher, Thriller

 

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Bücherpost #20

Ein Tag vor Weihnachten überraschte mich die Administratorin von Bücherkinder.de erneut mit einer Büchersendung. Diesmal erreichte mich der 2. Band von Amanda Hockings „Unter dem Vampirmond“ mit dem Titel „Verführung“.

Buchinhalt

Alice hat die perfekte Balance zwischen ihrem normalen Leben und dem Leben mit einem Haufen hochattraktiver Vampire gefunden – glaubt sie. Doch als ein tragischer Unfall passiert, steht Alice erneut vor der Wahl: Jack oder Peter? Jack liebt sie, doch Peter hat nach einem uralten Gesetz ausschließlichen Anspruch auf Alice. Denn Alice ist durch ihr Blut an Peter gebunden, auch wenn Peter sie hasst. Ihre Entscheidung birgt Konsequenzen, die sich Alice in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorgestellt hätte …

Produktinformationen

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: cbt (3. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161366
  • ISBN-13: 978-3570161364
  • Preis: 12,99 Euro

Da ich es nicht erwarten konnte die Fortsetzung zum ersten Band zu lesen, musste ich natürlich gleich damit beginnen und habe auch schon meine Rezension gepostet – ja ich weiß, ich war schneller mit rezensieren, als meinen Bücherpost abzugeben, lach… Meine Rezension zu diesem Buch findet ihr hier.

 
 

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Bücherpost #19

In der Woche vor Weihnachten erhielt ich ein weiteres Buch von Bücherkinder.de, welches den Titel „Das Portal“ von John Connolly trägt.

Buchinhalt

Der 11-jährige Samuel ist ein ganz normaler Junge, na ja, vielleicht ein bisschen schlauer als der Rest, aber ansonsten alles im grünen Bereich. Bis, ja bis seinen gelangweilten Vorstadtnachbarn nichts Besseres einfällt, als mal eben ein wenig Dämonenbeschwörung zu üben. Das klappt dummerweise überraschend gut und nun sind die dämlichen Nachbarn nicht nur von Dämonen besessen, sondern diese fiesen Gestalten auch noch hinter Samuel und seinem Dackel Boswell her. Die waren nämlich unfreiwillige Zeugen als die Hobby-Satanisten das Portal im Universum auftaten, durch das der finstere Lord nun seine Voraustrupps in die Welt der Menschen entsendet. Tja und jetzt ist es also an Samuel, den Schlamassel wieder zu richten und den Untergang der Menschheit zu verhindern.

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: cbj (22. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570139913
  • ISBN-13: 978-3570139912
  • Preis: 14,99 Euro

Ich bin schon sehr gespannt auf dieses Buch und bedanke mich bei Bücherkinder.de für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Dankeschön

 
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Verfasst von - 4. Januar 2012 in Allgemein, Fantasy, Jugendbuch

 

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Rezension „Unter dem Vampirmond – Verführung Bd. 2“ von Amanda Hocking

Ein Mädchen, von dem Vampir angezogen, nachdem ihr Blut verlangt; in den Vampir verliebt, bei dem ihr Herz zu rasen beginnt.
Ein Mädchen.
Zwei Brüder.
Scheinbar tausend Probleme.

Buchinhalt

Das Leben der Hauptdarstellerin Alice mit ihrer Freundschaft zu den Vampiren wird zur Normalität, so dass alles ruhiger zugeht und sie sich immer mehr an das Zusammensein mit Jack & Co. anpasst. So schläft sie tagsüber und unternimmt nachts mit ihren Vampirfreunden etwas während sie Ferien hat. Irgendwann wäre dies sowieso ihr Leben, so dass sie sich daran gewöhnt, bis plötzlich ein Unfall alles verändert und Alice innerhalb weniger Sekunden um Tod oder Leben entscheiden muss.

Nachdem Amanda Hocking im ersten Band „Versuchung“ die Handlung in einem rasanten Tempo mächtig voranbringt, plätschert die Fortsetzung der Geschichte anfangs eher allmählich dahin, so dass ich mich anfangs aufrappeln musste, dieses Buch überhaupt weiter zu lesen. Einzig der Gedanke an Peters Auftauchen, brachte mich zum Weiterlesen. Erst ab etwa der Mitte des Buches gelingt der Autorin wieder der Aufbau der Spannung, so dass es hier schon schwerer fiel das Buch überhaupt aus den Händen zu legen.

Die Beziehungen zwischen Alice und ihrem Bruder Milo sowie zwischen ihr und Jack werden ausgebaut. Ein Charakter wird nach einem Unfall verwandelt, mit dem ich nicht im geringsten gerechnet hatte, was allerdings Alice Welt völlig auf den Kopf stellt und den Leser überrascht. Alice muss sich über ihre Zukunft erneut Gedanken machen und hadert nun damit, ob sie überhaupt verwandelt werden möchte. Ebenso für wen sich Alice entscheidet – Jack oder Peter? Oder gar keinen von beiden?

Es tauchen zudem auch neue Figuren auf, die für einen frischen Wind und Action sorgen, auch, wenn einige alte bekannte Probleme weiterhin für Zündstoff sorgen.

Die Charaktere verlieren in diesem Teil der Vampirmond-Saga leider an Tiefgründigkeit. So ist Alice meist am Schlafen, rummeckern oder Warten auf ein Zeichen ihrer Vampirfreunde oder hängt betrunken mit ihrer Freundin Jane herum. Von Jack erfährt man diesmal leider sehr wenig – außer, dass er verantwortungsbewusster wird und nicht mehr all zu kindisch auf den Leser wirkt. Zu meiner freude taucht man in diesem 2. Band mehr in das Leben von Peter ein und erfährt so einige – leider zu oberflächlich und kurz beschriebene – Details über sein Leben als junger Vampir und welche Umstände zu seiner Verwandlung führten. Ebenso erfährt man von Ezras Vergangenheit und seinen daraus resultierenden Entscheidungen, welche ihn mir als Charakter sympatischer erscheinen ließ. Mae hingegen entwickelte sich für mich zu einer Glucke, die ständig Alice betütelt und behütet wie ein rohes Ei. Das nervte mich auf Dauer etwas und ließ sie für mich eher unrealistisch wirken. Sehr unsympatisch und unrealistisch wirkt die Mutter von Alice und Milo weiterhin auf mich, so dass ich mich immer wieder frage, wieso bisher noch niemand dieser Rabenmutter das Jugendamt auf den Hals gehetzt hat, so oft wie diese Frau durch Abwesenheit glänzt und ihre noch minderjährigen Kinder allein lässt.

Nachvollziehen konnte ich ebenfalls nicht, wie 2 junge Vampire einen Menschen mit in eine Vampirbar genommen haben, obwohl diese damit rechnen mussten, dass dies nicht gut ausgehen konnte.

Hin und wieder traten Ungereimtheiten wie bereits im ersten Band „Verführung“ auf, die einiges trotz eventuell nachträglicher Erklärung unlogisch erschienen ließen. Was sich mir jedoch nicht erschließt, ist der Grund für Alice` Verwandlung. Geschah es aus Liebe, Egoismus oder aus einem anderen Grund? Lebensgefährlich verletzt oder halb tod ist Alice jedoch nicht. Zudem sollte die Verwandlung von Alice erst nach ihrem Abschluss erfolgen. Warum dann plötzlich diese Eile? Ich hoffe, dass wir die Lösung im Nachfolger erfahren.

Parallelen zu 2 bekannten TV-Serien (Twilight und Vampire Diaries) gibt es auch in diesem 2. Band wieder, welche ich allerdings nicht als störend empfand.

„Verführung“ liegt in etwa auf wie sein Vorgänger „Versuchung“, da es u. a. auch die Handlung der Protagonisten um Alice und Jack herum voranbringt und mit seinem spannenden Ende (= Cliffhanger) Neugier auf den dritten Teil macht. Dieser soll allerdings erst im Frühjahr 2012 erscheinen, was leider bedeutet: Warten, warten, warten.

Die Covergestaltung fand ich bereits beim ersten Vampirmond-Roman ansprechend, weshalb mir dieses Cover ebenfalls sehr gut gefällt, da es mysteriös wie Peter wirkt und neugierig auf den Buchinhalt macht.

Fazit

„Verführung“ von Amanda Hocking bietet dem Leser eine leichte und unterhaltsame Kost, wobei der Handlungsverlauf ab etwa der Mitte des Buches an Geschwindigkeit zunimmt und den Leser immer wieder über die schwierige Entscheidung von Alice` Zukunft vor Augen führt.

Als 2. Band einer Serie ist dieser Teil in Ordnung, wobei ich mir eine Steigerung im nächsten Band erhoffe und die ungeklärten Fragen, die dieser 2. Teil der Vampirmond-Saga aufwirft, beantwortet werden. Aus diesem Grund bekommt diese Fortsetzung 4 von 5 Punkten.

Produktinformationen

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: cbt (3. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161366
  • ISBN-13: 978-3570161364
  • Preis: 12,99 Euro

Info zu Band 3 von Amanda Hockings „Unter dem Vampirmond – Verlangen“

Zwei Brüder, ein Blutsband – eine Liebe …
Alice’ Leben als frischgebackener Vampir ist alles andere als einfach. Die Bluts-Bande zwischen Alice und Peter sind zwar gelöst und eigentlich steht einem glücklichen Leben mit Jack nichts entgegen. Doch dann gibt es schlechte Nachrichten: Offensichtlich ist Peter in einer Art Selbstmord-Mission unterwegs und hat sich ein paar hochgefährliche Vampire zu Feinden gemacht. Kurzentschlossen packt Alice ihre Sachen und begleitet Ezra auf seiner Mission, Peter zurückzuholen, bevor es zu spät ist …
Erscheinungsdatum: 02.April 2012

 

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Bücher-Highlights 2011

Ich lese seit ich klein bin sehr gern und leidenschaftlich Bücher, über sämtliche Themen. Am Liebsten jedoch über Fantasy, Aliens, Jugend, Humor, Vampire etc. Auch in diesem Jahr landeten wieder viele Bücher auf meinem Tisch, die ich sehr gern gelesen habe, andere wiederum nicht so gern. Genau aus diesem Grund möchte ich heute zum 31.12.2011 meine Top 10 der gerngelesenen Bücher erstellen und ebenfalls jene Bücher nennen, die ich ungern las bzw. durch die ich mich regelrecht durchkämpfte bzw. gleich nach wenigen Seiten weggelegt habe.

TOP 10 meiner Bücher-Highlights 2011

  1.  Jana Oliver – Die Dämonenfängerin Band 1 – Aller Anfang ist Hölle
  2. Kim Winter – Sternenschimmer Band 1
  3. Andreas Eschbach – Black Out (den Nachfolger Hide out erhielt ich zu X-Mas und werde dies 2012 lesen)
  4. Ally Condie – Cassia & Ky Band 1 – Die Auswahl
  5. Brigitte Melzer – Rebellion der Engel Band 1
  6. Debora Zachariasse – Flüsterherz
  7. Antje Szillat – Solange du schläfst
  8. Gabriele Gfrerer – Infinity
  9. Oliver Dierssen – Fausto
  10. Kate Logan – Der Geist, der mich liebte & Nicht alle Geister lieben mich

Die schlechtesten Bücher 2011

  1. David Gilman – Devil`s Breath – Max Gordon Mission No. 1 (dieses Buch war so grottenschlecht, dass ich es am Liebsten verbrannt hätte)
  2. Charlotte Roche – Feuchtgebiete (während des Lesens hätte ich mich am Liebsten gleich mehrfach vor Ekel übergeben)
  3. Amanda Hocking – Unter dem Vampirmond – Verführung – Bd. 2 (schlecht geschrieben, ohne System aufgebaut und unlogisch mit zu vielen Ungereimtheiten – kein Wunder, dass kein Verlag dieses Buch verlegen wollte und die Autorin dies selbst übernahm, den Erfolg kann ich jedoch nicht nachvollziehen)

Ich habe auch im kommenden Jahr einen Stapel Bücher, den ich unbedingt lesen werde, u. a. mit „Hide out“ von Andreas Eschbach, einige Bücher von Brigitte Melzer, Kerstin Gier etc. Ihr dürft euch also auch im kommenden Jahr auf meine ehrlichen Rezensionen von Büchern und Hörbüchern freuen.

Was waren eure besten und was die schlechtesten Bücher in diesem Jahr 2011?

 
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Verfasst von - 31. Dezember 2011 in Allgemein, Rezensionen

 

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Rezension „Untot lebt es sich auch ganz gut“ von Mary Janice Davidson

Leichte Lektüre für Zwischendurch

Im vierten Roman um die Vampirkönigin Betsy und ihrem Verlobten Eric Sinclair dreht es sich diesmal um die Hochzeitsvorbereitungen, einen Frauenmörder, Streit und Versöhnungen und Weihnachten.

Nachdem der Hochzeitstermin erneut verschoben werden musste, steht nun die gesamte Planung der Hochzeit auf der Kippe, da Betsy in all der Hektik in ihrem Leben als Vampirkönigin einfach keine Zeit hat sich ihr Hochzeitskleid und die Blumen auszusuchen. Zudem wird Betsys Bruder Jon geboren, bei dem sie nun öfter Babysitten darf. Das ist jedoch nicht alles, denn ein ehemaliger Vampirkiller will eine Biographie schreiben, Betsy beantwortet Vampir-Leserbriefe, die plötzlich an die Öffentlichkeit geraten und ihre Schwester Laura, Tochter des Teufels, legt ein merkwürdiges brutales Verhalten ans Tageslicht. Zu allem Überfluss bekommt Betsy auch noch Besuch von einer Geister-Dame, die von einem Serienkiller ermordet wurde und nun darauf hofft, diesem Täter das Handwerk zu legen.

Die Autorin Mary Janice Davidson läd den Leser in eine unterhaltsame und spannende Geschichte um die Vampirkönigin Betsy mit viel Humor, Wortgefechten und Heiterkeiten ein. Es ist eine leichte Lektüre für Zwischendurch und unterwegs. Der Schreibstil der Autorin ist geprägt von Humor, Sarkasmus und etwas heftigen Ausdrücken, sobald es erotisch wird, so dass der Leser/Hörer anfangs schon etwas die Augenbrauen hochzieht. Die Streitereien zwischen Betsy und ihrem Verlobten Sinclair waren nicht immer nachzuvollziehen und teilweise auch übertrieben, ebenso die Versöhnung zwischen den beiden. Es waren eindeutig zu viele Streitereien und Versöhnungsszenen, so dass der Leser den Eindruck bekommt, dass die Seiten des Buches nur gefüllt werden sollten. Es nervte einfach nur.

Die Autorin hätte in diesem Fall evtl. mehr auf den Serienkiller eingehen können, der einen interessanten Charakter darstellte. Mich hätte zudem auch interessiert, wie dem Polizisten die Ermordung des Serienkillers mitgeteilt wurde und mit welchen Handlungen nun Betsy und ihre Schwester rechnen müssen.

Dieses Buch/Hörbuch ist eine leichte und schnell zu lesende Urlaubslektüre für Zwischendurch mit kleinen Schmunzelattacken. Eben genau das Richtige zum Entspannen. Leider kommen in diesem 4. Teil um die Vampirin Betsy einige Nebenfiguren zu kurz, so dass einige Fragen offen bleiben. Ich hoffe jedoch, dass diese ungeklärten Fragen im 5. Teil aufgeklärt werden. Dennoch ist es ein unterhaltsames Buch, selbst, wenn mich die Stimme der Sprecherin nervt. Bitte hier jemanden anderes suchen – wie wäre es mit Mirja Boes?!

Ich gebe diesem Buch/Hörbuch 3/5 Sterne.

Produktinformationen

  • Audio CD: 3 Seiten
  • Verlag: Argon Verlag GmbH; Auflage: 1. (autorisierte Lesefassung) (18. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839810035
  • ISBN-13: 978-3839810033
  • Preis: 14,95 Euro

 

 

 

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Rezension „Unter dem Vampirmond – Versuchung“ Bd. 1 von Amanda Hocking

Interessante Mischung aus Twilight (von Stephenie Meyer) und Vampire Diaries (von Lisa J. Smith)

Als ich dieses Buch erhielt, war ich richtig neugierig auf die Geschichte um ein Mädchen namens Alice, die sich in 2 Vampirbrüder verliebt, die nicht unterschiedlicher sein kann. Schon allein dieser Ansatz erinnerte mich doch sehr an Vampire Diaries, eine Serie mit ähnlichem Muster. Dennoch wollte ich dieses Buch unbedingt lesen, um in eine andere Art von Vampirgeschichte einzutauchen.

Buchinhalt

Alice, 17-jähriger Teenager lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter und ihrem jüngeren Bruder in einer kleinen Wohnung, geht zur Schule und trifft sich öfter mit ihrer besten „verrückten“ Freundin, die sie auch öfters in Discos mitschleppt, was Alice eigentlich gar nicht möchte. Nach einem misslungenen Abend und einer Hatz durch die dunkle Nacht der Stadt, verfolgt von sexlüsternen Wüstlingen, begegnet Alice Jack, einem jungen attraktiven Mann. Was Alice jedoch noch nicht ahnt, ist, dass dieser ein Vampir ist, genau wie seine ganze Familie. Als Alice diese kennenlernt, trifft sie auf Peter, Jacks „Bluts“-Bruder. Sofort gibt es Spannungen, denn Alice ist die Seelenverwandte von Peter, der sie aber hasst, sie ihm aber gehört, und dann liebt Jack Alice auch. So bleibt es nicht aus, dass es plötzlich zu Spannungen zwischen den beiden Brüdern kommt und Alice selbst nicht so genau weiß, was sie eigentlich will.

Der Autorin Amanda Hocking gelingt mit ihrem Debütroman eine interessante Mischung aus 2 bekannten Buch-/TV-Serien, die mir sehr am Herzen liegen, und eigenen Ideen.

Anfangs tat ich mich schwer mit der Protagonistin Alice, die wirklich sehr naiv war. Wer bitte steigt schon abends im Dunkeln in ein Auto eines Fremden, nachdem sie soeben von sexlüsternen Männern verfolgt wurde? Wo hat Alice nur ihren Kopf gelassen?  Alice findet sich in der Geschichte immer wieder in Situationen wieder, in der sie naiver hätte nicht sein können. Dies wirkte auf mich eher unrealistisch, da so blöd nun wirklich keiner sein kann. Mit dem zweiten Hauptdarsteller Jack konnte ich hingegen mehr anfangen, da er von Anfang an auf mich sympatisch wirkte, was wohl mit seiner vampiristischen Ausstrahlung und seinem Charme zu tun haben könnte. Zumindest wurde dies sehr gut von der Autorin beschrieben. Ich fand es auch süß, wie die beiden Hauptdarsteller immer mehr Zeit miteinander verbringen wollten, fragte mich beim Lesen allerdings, wann genau sie ihre Gefühle füreinander entdeckt hatten, denn dies wurde nicht richtig erzählt, nur mal so am Rande nach einer Art Gedanken-/Zeitsprung erwähnt. Dies fand ich sehr schade, da doch genau diese Szenen am Schönsten für den jungen Leser sind. Also der heftig ansteigende Herzschlag, die Verlegenheit, die ersten zarten Berührungen, etc. und nicht „Huch, ich glaube ich bin verliebt.“  und plötzlich liegen die beiden Hauptdarsteller in Jacks Zimmer aufeinander…“ Das ging dann doch irgendwie zu schnell.

Jacks Bruder Peter, der aufgrund des Blutes von Alice auf sie „geprägt“ wurde (erinnert mich sehr an Twilight), hasst sie, will sie gleichzeitig aber für sich haben oder auch wieder nicht. Jack liebt Alice, will sie für sich, weshalb Spannungen zwischen den beiden nicht ausbleiben. Ich hätte mir an dieser Stelle allerdings gewünscht, dass noch mehr von Peters Geschichte – immerhin ist dieser Vampir der 2. älteste Vampir in diesem Roman – erzählt wird, um ihn, seinen Hass und seine Handlungen besser zu verstehen. Er wurde immer nur als böser Bruder dargestellt, aber so ganz genau konnte ich dies nicht nachvollziehen.

Die Spannung des Buches stieg seit der Begegnung von Alice und Peter an, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und es innerhalb 1 Nacht durchgelesen habe. Ich wollte unbedingt wissen, wie es zwischen den beiden und Jack weitergeht, ob jemand stirbt oder ob Alice zu einem Vampir wird, wie es sich Jack wünscht.

Der Schreibstil ist flüssig und in der Jugendsprache verfasst, so dass ein leichtes rasches Folgen gut möglich war. Allerdings war die Geschichte an einigen Stellen zu sprunghaft, was den Lesefluss und somit das Verständnis in einigen Situationen etwas hemmte.

Die Aufmachung und somit auch das Cover des Buches gefielen mir sehr gut, da dies einen dezenten Hinweis darauf vermittelte, dass die meisten Handlungen abends/nachts stattfinden und man es wirklich mit einem Vampirroman zu tun hat. Es wirkt dunkel und mysteriös, wie die Vampire selbst. Sehr gelungenes Foto!

Mein Fazit:

‘Unter dem Vampirmond – Versuchung’ von Amanda Hocking ist ein netter Auftakt einer neuen Vamiprreihe im Jugendbuchgenre bei dem ich sicher bin, dass es weiter spannend bleibt. Ich bin neugierig auf den zweiten Teil „Verführung“, da schon der Titel viel versprechend klingt. Von mir gibt es deshalb 4/5 Herzchen für dieses vampirige Werk.

Alle Bücher von „Unter dem Vampirmond“ im Überblick:

1. Unter dem Vampirmond 01: Versuchung

2. Unter dem Vampirmond 02: Verführung

3. Unter dem Vampirmond 03: Verlangen

4. Unter dem Vampirmond 04: Schicksal

Produktinformationen

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: cbt (3. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161358
  • ISBN-13: 978-3570161357
  • Preis: 12,99 Euro

Ich bedanke mich bei Bücherkinder.de für die Bereitstellung dieses tollen Rezensionsexemplares! Dankeschön!

 

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Bücherpost #18

Meine Postfrau überraschte mich heute gleich mit 2 Postsendungen. Zum einen war es der 2. und letzte Teil des Bücherwichtelns von Mella, welches ich noch nicht auspacken darf (die Bedingung war, dies erst zu Weihnachten zu tun) und zweitens war es ein sehr dickes Buch von Bücherkinder.de, die mir einen Einblick in die Welt des „Drachenvolk“-es geben wollte. Dieses Buch „Drachenvolk – Aufbruch ins Ungewisse“ stammt aus der Feder von Paul Stewart und Chris Riddell, so dass ich auf die Geschichte der beiden Herren schon sehr gespannt bin.

Buchinhalt

Kaum jemand kehrt lebend von dort zurück und doch wollen sie alle nach Drachenland: Glücksritter, Goldgräber und Kopfgeldjäger. Unermessliche Reichtümer soll es in dem wüsten Land
geben, aber auch gefährliche Drachen und kaltblütige Killer. Wie alle anderen ist auch Micah nach
Drachenland gekommen, um einen Schatz zu suchen. Stattdessen findet er die betörende Thrace. Doch die Liebe der wilden, unnahbaren Kriegerin zu gewinnen, ist keine leichte Aufgabe. Denn sie
ist eine Kin, und ihr Herz gehört ihrem Drachen. Für wen wird sie sich entscheiden?
Und können die beiden gegen Thraces mächtige Feinde bestehen?

 

 

Produktinformationen

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Sauerländer; Auflage: 1 (1. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3794161963
  • ISBN-13: 978-3794161966
  • Preis: 19,95 Euro

 

 
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Verfasst von - 15. Dezember 2011 in Allgemein, Fantasy, Jugendbuch

 

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Rezension „Solange du schläfst“ von Antje Szillat

Wunderschöne berührende Liebesgeschichte mit Action

Buchinhalt

So idyllisch das kleine Dorf Malhausen ist, die sechzehnjährige Anna fühlt sich dort alles andere als wohl. Doch dann trifft sie auf Jérome, der ebenso wie sie ein Außenseiter im Dorf ist, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Trotz zahlreicher Widerstände entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte, bedingungslose Liebe. Eines Abends jedoch, nach einem Dorffest, verschwindet Jérome spurlos und wird am nächsten Tag mehr tot als lebendig auf einem nahe gelegenen Feld gefunden. Schnell verbreitet sich im Dorf das Gerücht, dass Jérome mit Drogen gedealt haben soll. Anna ist verzweifelt und will die Anschuldigungen gegen Jérome einfach nicht glauben. Doch dann hört sie mit einem Mal eine vertraute Stimme in ihrem Kopf und sieht Bilder, die nicht ihrer Erinnerung entstammen ?

Rezension

Das Buch „Solange du schläfst“ von Antje Szillat um die Geschichte zweier junger Teenager Anna und Jérome hat bei mir einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich konnte es nicht einmal aus der Hand legen, da mir die Hauptcharaktere und Geschichte so sehr ans Herz gewachsen ist, mein Herz beflügelte, mir Tränen in die Augen trieb und ich teilweise mit Angst und Sorge um Jérome und Anna weiterlesen musste!

Aber auch das Cover, welches unvergleichlich und einmalig gestaltet wurde mit seinen schwungvoll herausgestanzten Herz und den verzierten schwarzen Rosen haben ihren ganz besonderen Reiz, so dass man an diesem Buch nicht einfach so vorbeigehen kann. Man muss dieses Buch schon allein deshalb unbedingt haben! Und dann erst diese beeindruckende wundervolle innige Liebesgeschichte getreu dem Motto „Liebe kennt keine Grenzen, denn Liebe hat die Macht, diese zu überschreiten“ und Liebe ist stärker als alles andere.

Diese Geschichte um Anna, die erst kürzlich in ein Dorf mit ihren Eltern gezogen ist, in dem sie sich anfangs so gar nicht wohlfühlt und lieber wieder zurück in ihre Großstadt möchte, und auf einen Jungen names Jérome trifft, der auch erst seit Kurzem in dieses Dorf zu seiner Tante und seinem Onkel gezogen ist, berührte mich sehr.

Ich konnte mich von Anfang an in die Gefühlswelt der beiden Hauptcharaktere sehr gut einfühlen, da die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht beider Hauptdarsteller (Anna und Jérome) geschrieben wurde. So hatte man einen viel besseren Einblick in die Gedankengänge und konnte das Geschehen viel besser nachvollziehen.

Zwischen den beiden Jugendlichen entwickelt sich anfangs eine kleine zarte verletzliche junge Liebe, die es aufgrund von einiger Gegenwehr aus verschiedenen Gründen auf eine harte Probe gestellt wird, welches schlussendlich einen dramatischen Verlauf nimmt, dessen Ereignisse zunehmend spannender und spannender geschrieben wurden. Hier konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, selbst, wenn ich es gewollt hätte.

Beeindruckend fand ich Annas Charakter, dass sie trotz aller Schwierigkeiten und Probleme so sehr an ihre große Liebe glaubte und alles versuchte, die verzwickte Situation aufzuklären. Immer im Glauben an Jéromes Unschuld. Dies zeigte mir, wie tief selbst schon junge Menschen zu wahren Gefühlen fähig sein können.

Diese Geschichte um eine wunderbare aufopfernde Liebe, in der es u. a. auch um Drogen, versuchten Mord, Morddrohungen, Prügelei, Mobbing etc. geht, kann ich wirklich sehr empfehlen! Es rührt wirklich zu Herzen, selbst, wenn der Ausgang der Geschichte schon ein wenig vorhersehbar war, was mich aber nicht störte.

Ich liebe diese Geschichte, denn sie hat meine Seele und mein Herz berührt.

Aus diesem Grund gebe ich auch 5 von 5 Herzen für dieses Buch! Ich freue mich auf weitere spannende, gefühlvolle Geschichten aus der Feder von Frau A. Szillat und hoffe auf weitere so toll gestaltete Cover!

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 252 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649602911
  • ISBN-13: 978-3649602910
  • Preis: 14,95 Euro

Ich bedanke mich bei Bücherkinder.de für die Bereitstellung dieses tollen Rezensionsexemplares 🙂 Dankeschön! Es war toll diese Buch zu lesen! 🙂

 

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