RSS

Schlagwort-Archive: Roman

[Rezension] Ava Reed „Die Stille meiner Worte“

moGroße Gefühle!

Klappentext:

Hannah hat ihre Worte verloren. In der Nacht, als ihre Zwillingsschwester Izzy ums Leben kam. Wer soll nun ihre Gedanken weiterdenken, ihre Sätze beenden und ihr Lachen vervollständigen? Niemand kann das. Egal, was Hannahs Eltern versuchen, sie schweigt.
Um Izzy nicht loslassen zu müssen, schreibt sie ihr Briefe. Schreibt und verbrennt sie. Immer wieder.
Hannah kann der Stille ihrer Worte nicht entkommen. Bis sie Levi trifft, der mit aller Macht versucht herauszufinden, wer sie wirklich ist …

 

Buchaufbau:

Mir gefällt gleich zu Beginn die Musikliste ehe die Geschichte beginnt. So habe ich mir gleich bei Youtube die Playliste zusammengestellt und finde dadurch sicher noch schneller in die Geschichte hinein. Das gefällt mir prima 🙂

Beim schnellen Durchblättern erkennt man, dass die Kapitel recht kurz gehalten sind und am Ende immer ein Brief von Hannah zu finden ist … mit Tintenklecksen. Ich finde die Briefe an Izzy schön.
Schön finde ich die kursiv geschriebenen Erinnerungen an Izzy von Hannah und auch Levis Erinnerungen. Auf diese Weise lernt man Hannah, Levi und Izzy genauer kennen und ich schmunzele dabei. Schmunzle wie sie Lasagne essen oder Mo verteidigt. Izzy ist ein fröhliches Mädchen, voller Power. Ich vermisse sie jetzt schon, dabei kenne ich sie noch gar nicht richtig …

Charaktere:

Ich litt und hoffte, weinte und freute mich mit Hannah mit. Ich erfuhr nach und nach ihre Geschichte und konnte mich gut in Hannah und ihre Geschichte hineinversetzen, da sie stückchenweise ihre Erlebnisse und Gedanken mit uns teilte. Hannah ist ein tiefgründig aufgebauter Charakter, ebenso wie Levi. Er rührte mich immer wieder, mit seiner Geschichte und seinen vorsichtigen zaghaften Versuchen, Hannah zu helfen, sie zu retten. Ich mochte seine Art und seinen sanften Humor, der mich zum Schmunzeln brachte. Ich finde, es sollte mehr Levi´s auf der Welt geben!

Kater Mo ist am Besten getroffen: manchmal kratzbürstig und eifersüchtig wie auch schüchtern, aber auch fürsorglich, treu und wie eine Samtpfote liebevoll und verfressen. 😀 Ich habe den Kater von Beginn an in mein Herz geschlossen. ❤

Schreibstil:

Ich liebe den sanften Schreibstil, es ist wahrlich ein Genuss. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn man dieses sanfte Werk langsamer liest, genießt und fühlt als schneller durchzurasen und an all den Emotionen gar nicht richtig teilhaben kann.

Außerdem bin ich begeistert von all den wunderbaren Worten und Sätzen, dass ich in diesem Roman permanent wunderschöne und passende Zitate entdecke, die ich mir markieren musste, um sie immer wieder nachschlagen zu können. Dankeschön.

Achtung, Spoiler!

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist: Izzy starb durch einen Brand, weil Hannah Kerzen entzündet hat und die Flammen dann alles andere erfasst haben. Aber wieso trägt Hannah immer Streichhölzer mit sich und verbrennt die Briefe an Izzy? Hat sie denn keine Angst, dass es wieder zu einem Brand kommt? Ich glaube, ich wäre auf Dauer „feuergeschädigt“ und würde für lange Zeit kein Feuer mehr sehen bzw. entzünden können. Wieso kann Hannah das? Oder glaubt sie, dass dadurch ihre Briefe bei Izzy ankommen, gerade weil sie durch einen Brand gestorben ist?

Ich bin froh, dass die zarte Liebe zwischen Levi und Hannah nicht so stark in den Vordergrund gerückt ist, sondern im Hintergrund blieb, aber doch so viel tiefer war.
Das Ende ist so schön … mir fehlen die Worte. Dafür habe ich Tränen in den Augen und überall Gänsehaut … Danke. Danke für diese wunderschöne, rührende Geschichte, die mich mehr bewegt hat als alles andere. Danke.

Cover:

Auf den ersten groben Blick ähnelt das Cover einem großen Tintengekleckse aus verschiedenen Aquarell-Blautönen. Doch sieht man genauer hin, entdeckt man viele kleinere ausgearbeitete Details. Zum einen sieht man Hannah mit Kater Mo auf dem Cover, Möven, die durch die Luft schweben und sich treiben lassen und einen Hauch von Freiheit erahnen lassen, Tintenkleckse aus den Briefen an Izzy und eine gestreifte Katze auf der Rückseite … eine Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Die blauweißen Farben harmonieren gut miteinander und erinnern irgendwie an das Meer, an das Rauschen der Wellen, die immer wieder in veränderter Form ans Ufer zurückkehren … und doch nie ganz verschwinden.

Fazit:

„Die Stille meiner Worte“ ist eine sehr intensive Geschichte voller Emotionen für die man sich Zeit nehmen sollte. Dieser Roman um Hannah und Levi ist so einzigartig, rührend und wunderschön, dass mir selbst die Worte fehlen und ich nur sagen kann: 5 von 5 Punkten mit Extra-Sternchen! Danke, Ava Reed! Danke für diese wundervolle Geschichte!

📚 Gefallen euch meine Buch-Rezensionen? 📚

Möchtet ihr mich mit einer kleinen Zuwendung unterstützen? Dann spendet bitte auf Paypal unter magic_words@web.de

Vielen herzlichen Dank 🙂

#avareed #hannahlevi #diestillemeinerworte #depression #brand #roman #psychisch #brandopfer #rezension #katermo #ueberreuter #blue #camp #zelten #sanktanna #briefe #emotionen #tränen #emotional #rührend #beweg

Werbeanzeigen
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Dai Sijie “Balzac und die kleine chinesische Schneiderin” & Philipp Möller “Isch hab Geisterblitz”

Ich war heute nach der Arbeit einkaufen und entdeckte in einer Bücher-Wühlkiste für Mängelexemplare diese beiden tollen Exemplare:

IMG_1977-1

IMG_1978-1Das linke Buch von Dai Sijie “Balzac und die kleine chinesische Schneiderin” ist gerade mal 15 cm hoch und nur knapp 9,5 cm breit. Ein wunderbares kleines winziges Lieblingsbüchlein, welches ich schon aufgrund seiner Winzigkeit und dem hübschen Stoffblumenmuster im Asia-Style LIEBE! Herausgebracht hat es der Piper-Verlag  2011 in dieser Taschenbuchsonderausgabe! Die Geschichte ist allerdings schon 2000 in französischer Sprache und 2001 in deutscher Sprache erschienen. Ich bin sehr gespannt auf dieses kleine Schätzchen!

“Isch hab Geisterblitz” von Philipp Möller (Bastei Lübbe-Verlag) durfte ich mir bereits als Hörbuch anhören und war hellauf begeistert. Die Geschichte hat Humor, Esprit, zeigt die Realität an deutschen Schulen und Schulhöfen und wie schwer es die heutigen Kids und auch ihre Lehrer haben. Ich mochte die Geschichte um Philipp Möller als Nachhilfelehrer (gesprochen hatte ihn im Hörbuch kein anderer als Christian Ulmen) und den 16-jährigen Khalim, der mehr für und über sich und seine Zukunft lernt. Ich habe die Geschichte mit Spannung und Freude verfolgt und musste mir dieses Taschenbuch einfach kaufen, um alles noch einmal nachlesen zu können, weil es einfach toll ist!

Ich habe diese Mängelexemplare gerettet bevor sie im Schredder landen, denn jedes Buch ist es Wert gelesen und geliebt zu werden! Bei mir sind sie jedenfalls gut aufgehoben:)

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

[Rezension] Julia Adrian „Die Dreizehnte Fee – Erwachen“

die 13.Fee

Buchinhalt:

Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. »Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

 

Verwirrendes Hin und Her auf dem Weg der Selbstfindung

Diese Romanreihe ist befüllt mit biblischen Figuren und den alt bekannten Märchenfiguren, die jedoch Hexen sind, es aber lieber mögen als Feen bezeichnet zu werden.

Man sollte z. B. wissen, dass Lilith die erste Frau Adams aus dem Paradies war, die jedoch aus diesem verbannt wurde und Adam eine neue Frau, Eva, von Gott zur Seite gestellt bekam. Lilith und Eva sind nur zwei der unzähligen Figuren, die hier als Person bzw. durch Kleidungsstücke oder Gegenstände aufgegriffen werden. Der Leser wird in eine märchenhafte Welt aus verfluchten Türmen, Feen, Elfen, Meerjungfrauen, Nixen, Zwergen und in unterirdische Städte aus purem Gold entführt. Als ich das Buch erhielt, war ich enttäuscht, weil es so dünn ist, aber die innere Aufmachung mit den schwarz-weißen Illustrationen sowie den Brombeeren und den Blätter auf jeder Seite, etc. haben diese Enttäuschung wieder ein wenig kaschiert.

In diesem Roman ist die 13. Fee Lilith, die Hexenkönigin, die mit ihrem ebenholzfarbenem langen Haar, ihrer schneeweißen Haut und ihren blutroten Lippen wie Schneewittchen aussieht und dazu ein rotes Cape wie Rotkäppchen trägt. Sie lag in einem tiefen Schlaf wie Dornröschen und macht sich mit einem Hexenjäger auf eine lange Reise, um ihre Hexenschwestern zu töten. Anfangs aus Rache, später will sie Gnade für ihre Schwestern, doch der Hexenjäger tötet nun mal Hexen und Lilith ist seine Waffe.

Mich würde nicht wundern, wenn der Hexenjäger den wahren Namen Adam, wie aus dem Paradies, trägt, der im ersten Band bisher noch nicht verraten wurde. Es würde irgendwie passen.

Zwischen dem Hexenjäger und Lilith wurde seit ihrer Erweckung ein Band geschmiedet, welches ein ewiges Hin und Her zwischen den beiden mit Begehren, Liebe und Hass geschürt hat. Als Leser weiß man nie, wo die Beziehung zwischen der 13. Fee und dem Hexenjäger hinführt. Doch klar ist eines: Der Hexenjäger will irgendwann auch Lilith umbringen. Die Frage ist nur, wann.

Ich mochte die sprachliche und bildhafte Gestaltung der Autorin Julia Adrian sehr gern, die leicht und flockig war. Denn durch ihre bildhafte Sprache konnte ich mir genau ausmalen, wie die Gegenden und die Figuren aussehen, wie sie sich bewegen und glitzern, wie grün die Wälder und Felder und auch die tannengrünen Augen des Hexenjägers bzw. die eisblauen Augen der 13. Fee sind. Allerdings ließ mich das verwirrende Spiel von Lilith`s Gefühlen, die Hin- und Hergerissenheit zwischen Liebe, Hass, Rache und Gnade etwas irritiert zurück. Irgendwie weiß ich als Leser immer noch nicht, wo ich Lilith genau einordnen soll. Mal war ich versucht, sie auf die „gute Seite“ zu schieben, als sie anderen half, Liebe suchte und auch entwickelte, Gnade und Gefühle für ihre Schwestern zeigte. Dann aber war sie auch wieder eiskalt und berechnend… Noch schwieriger war für mich der Hexenjäger, der noch undurchsichtiger ist. Mit ihm bin ich überhaupt nicht warm geworden. Die beiden Hauptfiguren waren irgendwie flach, wenig emotional, ich spürte nicht die Magie aufsteigen, gar nichts. Ich hätte viel lieber mehr erfahren, wie es sich für Lilith anfühlte, die Magie ihrer Schwestern zu spüren, wie erfüllend es für sie ist, endlich wieder Magie zu besitzen, wie sie sich ggf. danach verzehrt oder dergleichen. Doch mehr als „ein Kribbeln in den Fingern“ erfuhr man leider nicht. Schade eigentlich, hier hatte ich mehr erwartet, denn Lilith ist immerhin die Hauptfigur!

Einzig das kleine Menschenmädchen Elle hatte mein Herz erweicht und meine Trauer mit sich gezogen, so dass mir Tränen in den Augen brannten.

Fazit:

Ich habe mir unter dem spannenden Klappentext irgendwie eine andere Story vorgestellt, weniger die verzweifelte Suche der 13. Fee nach ihrem neuen Selbst, es klang eher nach einem puren Rachefeldzug, weniger nach der Suche nach Liebe und sich selbst.

Mich hat dieser erste Band ziemlich verwirrt und mit unzähligen Fragen zurückgelassen. Ich hoffe, dass diese Fragen und die zurückbleibende Verwirrtheit im zweiten Band endlich aufgelöst werden und wir erfahren werden, wie es nun zwischen der 13. Fee und dem Hexenjäger weitergehen wird und ob es überhaupt eine Zukunft für die beiden gibt oder ob sich Lilith ihrem ursprünglichen magischen Leben als Königin der Feen, Elfen, Nixen und Meerjungfrauen wieder widmen und den Hexenjäger auslöschen wird? Oder löscht er sie und ihre Schwestern endgültig aus?

Ich werde mir auch den zweiten Band kaufen und diesen lesen, auch, wenn mich der erste Band nicht so wahnsinnig gefesselt hat. Ich hatte keinerlei Probleme damit, das Buch für mehrere Tage bei Seite zu legen ohne mich groß zu fragen, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Vielleicht ist ja der zweite Band spannender und weniger verwirrend!

Von mir gibt es daher nur 3 von 5 Punkten.

Das Buch könnt ihr z. B. hier für 12,00 Euro erwerben.

Es folgen noch zwei weitere Bände:

  1. Band „Die Dreizehnte Fee: Entzaubert“ 22. Oktober 2015 für 12,00 Euro
  2. Band „Die Dreizehnte Fee: Entschlafen“ 15. Oktober 2016 für 12,00 Euro

 

 

 

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 26. November 2015 in Allgemein, Fantasy, Jugendbuch

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

[Rezension] Lisa Rosenbecker „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“

Arya und FinnEin wunderbarer Debüt-Roman über mit Spannung, Freundschaft und guten Tee!

Buchinhalt:

Dieser Roman handelt von einer jungen Frau, Arya, die unbedingt Leibwächterin der Prinzessin Elena werden möchte, und eine geheime Gabe besitzt. Prinzessin Elena möchte vor ihrer Krönung zur Königin gern wissen, wie es wirklich um ihr Königreich bestellt ist und wie es den Menschen, die darin leben, geht. Sie möchte in das Königreich reisen, mit Menschen in Kontakt treten und sie und das Land richtig kennenlernen und nimmt dafür sogar in Kauf, ihre Freundin und baldige Leibwächterin Arya zu überrumpeln und mit einem Streuner namens Finn und seinen Freunden durch das Land zu reisen.

 

Es ist eine Geschichte über das Reisen im Mittelalter, der Selbstfindung, der Freundschaft und auch mit ein wenig der Romantik. Aber es gibt auch zahlreiche spannende Momente, die mich regelrecht mitfiebern haben lassen, so dass ich gar nicht anders konnte, als noch schneller zu lesen und das Buch gar nicht mehr aus den Händen zu legen. Zu sehr war ich gebannt von den Fragen: Wie wird es weitergehen? Werden sie es schaffen?

Ich habe eine Weile gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden, was wohl daran lag, dass es historisch im Mittelalter angesiedelt ist. Aber spätestens als die Reise mit Finn, Bero, Illias, Elena und Arya begann, empfand ich sie als Freude und konnte das Buch nur unschwer weglegen. Zu sehr habe ich die Sprüche von Finn geliebt und die kleinen Neckereien zwischen Finn und Arya. Es war einfach nur schöööööööön 🙂

In abwechselnder Sichtweise lernen wir die Protagonisten Arya und Finn näher kennen und erfahren auch, wie sie sich die Reise und ihre Zukunft vorstellen und was sie denken und fühlen. Die Autorin hat diese beiden Protagonisten-Sichtweisen wunderbar miteinander kombiniert, so dass es keine Situationswiederholungen gab und sich beide Protagonisten gut voneinander differenzieren ließen. Arya ist loyal, trägt ihr Herz am rechten Fleck, ist zudem eine echte Kämpfernatur und hat doch ihre eigenen inneren Dämonen zu bewältigen. Dennoch ist sie mir sehr sympatisch geworden. Finn, Aryas Gegenpart, hat es auch in sich. Er ist eher als Rebell anzusehen, der auch mal seine Freiheit braucht und es nur schwer erträgt, wenn er nicht die Oberhand behält, sondern mal aufs Kreuz gelegt wird. Und das geschieht nicht nur einmal in dieser wunderbaren Geschichte 😉

Allerdings gibt es auch einige Kapitel in denen aus der Sichtweise einer dritten Person, die nur mit „Er“ überschrieben ist. Hier erfährt man hin und wieder, dass den 5 Freunden noch eine große Gefahr bevorsteht, was die Spannung um einiges vorantreibt.

Merkwürdigerweise wird in diesem Roman ziemlich viel Tee getrunken, Tee hilft bei allem. Das hat mich ein wenig irritiert, aber Finn ist nun mal leidenschaftlicher Teetrinker, wieso also nicht. Mich würde sehr die Teemischung der Liebenden interessieren, die Finn so leidenschaftlich gern getrunken hat und letztendlich auch Arya für diese Teemischung begeistern konnte.

Die Autorin Lisa Rosenbecker legte in ihrem Debütroman sehr viel Wert auf die detaillierte Darstellung von Freundschaft und der Charaktere, so dass ich mich ein ums andere Mal in die meisten Charaktere hineinversetzen und auch verlieben konnte. Freundschaft und Abenteuerlust sind in diesem High Fantasy-Roman die Hauptthematiken, die wirklich gut ausgearbeitet und durchdacht waren.

Meine Lieblingscharaktere waren Finn, Arya und der kleine Illias, der einfach nur zum Knuddeln und Liebhaben ist. So einen kleinen blonden schlauen Racker wünscht man sich gern an seiner Seite.

Das erste was ich sah, war dieses hammermäßig schöne Buchcover! Da konnte ich absolut nicht anders, als mir dieses E-Book zu bestellen. Die Taschenbuchausgabe ist zwar leider erst ab dem 23.11.2015 erhältlich, aber die muss ich auch noch haben, viel zu schön ist das Cover! Die Gestaltung des Covers passt wirklich ausgesprochen gut zu einer meiner Lieblingsszenen in diesem Fantasy-Roman. Ich mag die angenehme Mischung aus Eleganz und Natürlichkeit, die mich immer wieder aufs Neue verzaubert.

Fazit:

Dieser Debütroman „Arya & Finn – Im Sonnenlicht“ von Lisa Rosenbecker ist ein wundervolles Werk, welches durch charakterstarke Figuren mit viel Gefühl, Leidenschaft und tiefer Freundschaft sowie mit Selbstfindung, Zukunftsängsten und Spannung auffährt. Ich habe mich in der ein oder anderen Szene wiedergefunden und fand die Neckereien wie auch die Freundschaften sehr authentisch. Manche Figuren werde ich wohl noch eine ganze Weile an meiner Seite wissen wollen. Vielleicht, nein, hoffentlich in einer Fortsetzung zu Arya & Finn! Das Ende des Romans war angenehm zu lesen, wenn ich mir das Happy End auch etwas anders vorgestellt hatte, aber dennoch wurde an jede der Charaktere gedacht und all meine Leserfragen beantwortet, was ich der Autorin hoch anrechte, weil es nur sehr selten vorkommt. Mein Dank an dieser Stelle! Ich mochte zudem den Schreibstil der Autorin sehr gern und hoffe, noch weitere Werke von ihr dieser Art lesen zu dürfen!

Von mir gibt es daher 5 von 5 Punkte!

Das Buch findet ihr z. B. als E-Book und Taschenbuch >> HIER << und eine Leseprobe gibt es >> HIER <<. Mehr über die Autorin und ihre Bücher könnt ihr auf ihrem Blog erfahren.

Geplant sind weitere Teile dieser High Fantasy-Reihe, in der auch altbekannte Charaktere erneut auftauchen:

Arya & Finn – Geplant für Oktober 2015
Ilias & Mai – Geplant für Sommer 2016
Isabel & Noah – Geplant für Herbst 2016
Samuel & Rhea – Geplant für Ende 2017
Wir dürfen also gespannt sein 🙂

 

 

 

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

[Rezension] “Eve & Adam” von Katherine Applegate

Leider viel Potenzial verschenkt

Eve-u-AdamBuchinhalt:

Als Milliardärstochter genießt die 16-jährige Evening Spiker so manches Privileg: Zum Beispiel einen Aufenthalt in der Privatklinik ihrer Mutter, wo sie nach einem schweren Verkehrsunfall genesen kann. Damit Eve sich im tristen Krankenhausalltag nicht langweilt, soll sie eines Tages ihren Traummann am Computer entwerfen. Augenfarbe, IQ – Eve darf entscheiden. Sie erschafft ihren virtuellen Adam und hält es für ein lustiges Spiel. Doch kurz darauf steht ihr Adam leibhaftig gegenüber

Meine Meinung:

Der Jugendroman beginnt mit der Situation des Autounfalls, in den Eve verwickelt ist,  wie er aus ihrer Sicht geschehen ist und wie sie ins Krankenhaus und später in die Privatklinik gebracht wird. Jene Privatklinik ist nichts anderes als das Forschungsinstitut ihrer strebsamen Mutter Terra, in dessen “heiligen Räumen” so manches genetische Experiment heimlich durchgeführt wird, andere Experimente allerdings zum Wohle der Menschheit vorgenommen werden (z. B. Heilmethoden von Viren und Bakterien, Infektionen und anderen erblichen Krankheiten).

Wichtigste Thematik in diesem Buch ist Genmanipulation, das Gottspielen, Menschen mit Hilfe eines Computers erschaffen, ihm alle lebensnotwendigen Körperteile geben, Haar- und Augenfarbe sowie Größe, IQ, Gesundheit, Sehstärke, Ausdauer, Charaktereigenschaften etc. selbst bestimmen. Das alles könnte in einer möglichen Zukunft Wirklichkeit werden (was mit Obst, Gemüse und Pflanzen bereits aktuell ist). Die Autorin hat sich über diese Zukunftsvision Gedanken gemacht und in diesem Roman zum Ausdruck gebracht und sicher so manchen Leser/in nachdenklich zurückgelassen mit den Fragen: Würde ich selbst meinen Traummann/meine Traumfrau entwickeln? Wie würde er/sie aussehen? Würde ich dafür auch über Leichen gehen, nur um in der Genetik eines Menschen zu experimentieren? Ich denke da nur an das grüne Schwein bzw. das Mädchen mit den 2 Gesichtern …

Ebenso wird der Unterschied zwischen arm und reich in die Geschichte eingewoben, so dass man auch hier wieder erkennen kann, wie die Reichen Priviligierten ihr Geld verschleudern, es nicht zu schätzen wissen und meinen, alles tun und lassen und jeden kaufen zu können, denn immerhin haben sie Geld und das bedeutet Macht, während die weniger Wohlhabenden eher als Fußabtreter und Bedienstete ausgenutzt werden.

Auch kommen Liebe und Freundschaft in diesem Roman nicht zu kurz. Wir lernen Eve`s freche und verrückte Freundin Aislin kennen, die einen Drogendealer zum Freund hat und es mit der Maffia zu tun bekommt. Ein ebenso starker und wichtiger Charakter ist Solo, den ich mit Eve sogleich ins Herz geschlossen hatte. Mit Adam konnte ich mich wenig anfreunden, vielleicht, weil er zu kurz kam oder nur oberflächlich als Schönling abgehandelt wurde. Ich fand ihn einfach nur “anwesend” und unbedeutend, mehr aber auch nicht. Terra, Eve`s Mutter ist ein Charakter für sich, stark, herrisch, beeindruckend und auch irgendwie furchteinflößend, was sehr gut und wortstark dargestellt wurde.

Katherine Applegate schrieb diesen Roman aus der Sicht von drei Personen. Einmal aus Eve`s Perspektive, dann aus Solos und schlussendlich auch aus Adam`s Sicht, so dass es hin und wieder zu kleineren Situationswiederholungen kam, die jedoch nicht weiter störten.

Anfangs dauert es ein wenig, bis die Geschichte in Fahrt kommt und der Leser mehr über das Projekt 88175 erfährt. Die Geschichte ist ansonsten gut durchdacht und flüssig geschrieben, so dass man schnell von einem Kapitel ins Nächste findet und durch den Spannungsaufbau mit Lesen nicht mehr aufhören möchte und so schnell mal eine Nacht durchliest. Allerdings  konnte man relativ gut erahnen, woraufhin die Geschichte in mehreren Bereichen hinauslaufen wird, trotz einiger Wendungen.

Das Cover zu Eve und Adam gefällt mir optisch sehr gut. Allerdings stimmt es nicht mit dem Inhalt überein. Denn es ist nicht Eve, die erschaffen wurde, sondern Adam, weshalb es eigentlich ein männliches Portrait auf dem Cover hätte sein sollen. Immerhin ist Eve die Schöpferin von Adam. Eve “baut” Adam am PC zusammen, gibt ihm Augen, Nase, Haare, Arme, Beine, Torso etc., nicht umgekehrt.

Vom Klappentext her erwartet man eine andere Geschichte, eine, in der sich z. B. Eve und Adam ineinander verlieben und Adam als Mensch nicht nur im letzten Drittel des Buches oberflächlich abgehandelt wird. Irgendwie hatte ich MEHR erwartet.

Den Begriff “Seelengefährte” in Bezug auf Adam fand ich in diesem Buch ziemlich unpassend, da es weder zwischen Evening und Adam funkte, noch eine seelische Verbindung zwischen den beiden Protagonisten auf ihre magische Weise bestand. Die einzige Verbindung die man zwischen Evening und Adam feststellen konnte, war die, der Schöpferin zu ihrem Geschöpf. Mehr war da nicht, das hat die Autorin sogar selbst geschildert, als Eve Adam im Bus küsste und nicht wirklich etwas dabei fühlte. Wenn sich Seelengefährten treffen, ist alles anders. Man fühlt sich zueinander hingezogen, denkt gleich, handelt gleich, spürt den anderen, auch wenn er nicht in unmittelbarer Nähe ist, man fühlt die Schmerzen des anderen, spürt eine tiefe Verbundenheit zueinander und ein unendliches Vertrauen in den Partner… kurzum, man ist auf magische Weise seelisch miteinander verbunden. Solch eine Verbindung gab es in diesem Buch zwischen Evening und Adam keineswegs.

Mein Fazit:

Zusammenfassend fand ich alle Charaktere authentisch dargestellt, die Geschichte größtenteils spannend geschrieben und  die gewählte Thematik aktuell. Leider wurde zu viel Potenzial verschenkt, da noch einiges ausbaufähig gewesen wäre.

Deshalb vergebe ich nur 4 von 5 Punkten für diesen Jugendroman.

 

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

[Buchtipp] Andreas Eschbach “Aquamarin”

Es gibt seit heute ein neues Buch von meinem Lieblingsautor Andreas Eschbach mit dem Titel “Aquamarin“.

aquamarinBuchinhalt:

Wir schreiben das Jahr 2151. Die Menschen haben sich das Meer untertan gemacht, erschließen den Meeresboden auf der Suche nach Rohstoffen und Energie. Niemand ahnt, dass die Tiefen der Ozeane ein Geheimnis verborgen ist, das niemals ans Licht kommen sollte.

Nimm dich in Acht vor Wasser! Meide das Meer! Geh ja nicht schwimmen! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung aus ihrer Kindheit verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Vorfall stellt alles in Frage. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf – nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt …

Für mich hört sich dies sehr spannend an, so dass ich mir das Buch schon vor einigen Tagen vorbestellt habe nachdem ich den “Neuigkeitenbrief” wie Herr Eschbach seine Newsletter bezeichnet, erhalten hatte. Jetzt warte ich nur noch sehnsüchtig auf die Lieferung dieses Buches! 🙂

 

  • Gebundene Ausgabe: 408 Seiten
  • Verlag: Arena (1. Juni 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401600222
  • ISBN-13: 978-3401600222
  • Preis: 17,99 Euro

 

“Aquamarin” gibt es natürlich auch als Hörbuch für 24,99 Euro im Buchhandel oder online. aqua-hörbuch

 

  • Audio CD
  • Verlag: Arena (1. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401240188
  • ISBN-13: 978-3401240183

 

Eine E-Book-Ausgabe habe ich allerdings noch nicht entdecken können, folgt sicherlich aber noch.

 

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Rezension „Silber – Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier

Gier - Silber 1Buchinhalt

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen. (Quelle)

Rezension

Ich habe mir das E-Book zu diesem 1. Band der Trilogie von Kerstin Gier gekauft, weil mich der Buchinhalt und auch das Video von Kerstin Gier zum Buch sehr begeistert hatten. Doch während des Lesens wurde ich immer mehr enttäuscht.

Anfangs lief es mehr als schleppend und die Story plätscherte mehr als nur dahin. Es dauerte über die Hälfte des Buches (über 53% lt. E-Book-Reader), damit die Geschichte endlich mal interessant wird. Spannung gab es dennoch wenig. Humor und Sarkasmus und die Gedankenspielereien der Protagonisten – besonders um Olivia Silber (hier meist Liv genannt) ist amüsant und unterhaltend, so dass ich nicht umhin kam, das ein oder andere Mal zu schmunzeln. Auch die Idee mit den Traumtüren kam mir sehr bekannt vor – ich sag nur „Monster AG“, denn dieser Film zeigte auch Türen zu träumenden Kindern. In Film und Buch hat jede Person seine eigene individuelle Tür durch die man schreiten kann. Für mich war diese Idee also nichts Neues eher nur etwas anders interpretiert und ein wenig verändert.

Die zarten Bände einer neuen Liebe zwischen Liv und Henry entwickelte sich irgendwie merkwürdig, so dass ich es nicht so recht nachvollziehen konnte. Erst ist Henry in den Träumen so „zuckersüß“, dass Liv dahinschmelzen könnte und real verhält er sich wie ein A…, der sie ignoriert. Ebenso merkwürdig verhielt sich die Beziehung zwischen Grayson und Liv. Ich hoffe, das im Folgeband näher darauf eingegangen wird. Auch könnten die Charaktere der Protagonisten noch weiter ausgearbeitet werden, weshalb ich sehr auf Teil 2 und 3 dieser Trilogie setze.

Das Cover finde ich zum Buchinhalt passend gestaltet und daher sehr ansprechend. Das Schwarz macht es mysteriös und lockt mit Geheimnissen, was leider im Buch selbst nur wenig vorhanden war. Irgendwie fehlte der Gruselfaktor im Buch selbst. Ansprechend fand ich die kleinen Zeichnungen sowie den integrierten Tittle-Tattle-Blog von Secrecy mit ihren Gedanken und entlockten Geheimnissen, der an aktuelle Probleme wie an Cyber-Mobbing anlehnt (erinnert irgendwie an „Gossip Girl“).

Fazit

Ich hatte ehrlich gesagt mehr von diesem Buch erwartet, da ich die Werke von Kerstin Gier bisher gern gelesen hatte – und auch wegen des Titels „Silber“, der mich magisch anzog. Doch dieser entpuppte sich letztendlich leider nur als Liv`s Nachname. Auch wegen dem Video und dem riesigen Hype um diese Trilogie wollte ich dieses Buch gern lesen. Irgendwie kann ich diesen Hype um dieses Buch nicht ganz verstehen und nachvollziehen. Ich hatte mehr Spannung, mehr Nervenkitzel, mehr Tiefgang etc. (besonders in der ersten Buchhälfte) sowie bessere und ausführlichere Erläuterungen, welcher Dämon sich genau heraufbeschwören lässt, erwartet. Ggf. Latein-Übersetzungen für Leute, die diese Fremdsprache nicht beherrschen, wären wünschenswert, und auch das Ende kam irgendwie zu plötzlich und irgendwie zu glatt rüber. Ich fragte mich nach dem letzten Satz: >War es das etwa schon?< Okay, es gibt noch den 2. und 3. Teil und deshalb hoffe ich, dass diese Kritikpunkte behoben werden. Dieses Werk ist ein gutes Buch mal für Zwischendurch, an welches man seine Erwartungen eher nicht so hoch schrauben sollte.

Ich gebe diesem Werk 3 / 5 möglichen Punkten.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 25. August 2014 in Fantasy, Jugendbuch, Rezensionen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,