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Archiv der Kategorie: Jugendbuch

[Rezension] Connie Glynn „Prinzessin undercover – Geheimnisse“

prucGelungener Auftakt

Eine Prinzessin, die keine sein will, und ein Mädchen, dass eine Prinzessin sein möchte, treffen in einem Internat aufeinander und geraten in Gefahr. Diese Idee hat mir sehr gefallen, vor allem durch die märchenhaften Einflüsse im Buch.

Ich mochte Lottie gleich von Beginn an. Sie hat ein gutes Herz und ist eine Kämpferin, wenn auch ein wenig zu sehr auf Märchen, Prinzessinnen und Märchenprinzen fixiert und ein wenig zu naiv und blauäugig. Aber dennoch ist sie ein liebenswerter Herzmensch, so dass ich mich nicht wundere, dass Ellie sie mochte.

Ellie ist das ganze Gegenteil von Lottie. Aufmüpfig, risikobereit, unabhängig. Ich musste anfangs erst einmal mit ihr warm werden, aber nach einer Weile verstand ich, wieso Lottie ihre Zimmergenossin sehr mag. Die beiden gehören als Team einfach zusammen, denn nur so meistern sie alles.

Die tiefe Freundschaft und das innige Vertrauen der beiden zueinander hat mich beeindruckt und auch ein wenig überrascht, da sie sich doch eigentlich erst an ihrem ersten Tag im Internat kennenlernten.

Jamie war für mich ein riesiges Geheimnis und ich wusste nie, ob man ihm trauen konnte oder nicht, weil man nicht wirklich viel über ihn erfuhr. Ähnlich ging es mir mit Anastasia, Saskia, Lola, Micky, Raphael etc. Sie tauchten plötzlich auf und waren manchmal auch wieder urplötzlich verschwunden und ich dachte, dass sie irgendwelche Geheimgänge kennen würden oder magisch begabt wären, da man über sie auch nicht wirklich viel erfuhr, was ich sehr schade fand. Hier hätte ich mir doch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Die Kapitel sind angenehm kurz, so dass man schnell in Verlegenheit kommt, schnell noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Nur um festzustellen, dass man fast das ganze Buch durchgelesen hat. Vielleicht lag das u. a. auch an dem gut ausgearbeiteten Handlungsbogen, dessen Spannung zum Ende hin immer mehr zunahm.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und ich fand mich schnell in die Geschichte ein. Das Spannungslevel nimmt nach und nach immer mehr zu und die Zahl der Verdächtigen steigt stetig an, so dass man gar nicht mehr weiß, wem man überhaupt noch trauen kann. Ich mochte es sehr, dass immer wieder kleinere Anspielungen auf verschiedene Märchen gab und, dass das Internat sehr an Hogwarts aus Harry Potter erinnerte (Schule, teils altmodische Fächer und Vereine, etc.). Trotz allem gibt es keine echte Magie wie in Hogwarts, aber dennoch ist dieses Internat etwas ganz besonderes. Eher ist es eine Art Detektiv-Geschichte, da Ellie, Lottie und Jamie herausfinden müssen, wer die Prinzessin aus dem Weg räumen will, da es viele Verdächtige gibt.

Ich mag das Motto von Lottie sehr, dass sie von ihrer Mutter mit auf ihren Lebensweg bekommen hat: “ Sei freundlich, sei mutig und gib niemals auf!“ (Im Buch S. 27)

Das Cover hat mich magisch angezogen, denn ich mag die violett-blauen Farben sehr gern, die alles magisch und geheimnisvoll erscheinen lassen. Es ähnelt auch dem englischen Cover sehr, was ich gut heiße.

Fazit:

Mir hat „Prinzessin undercover – Geheimnisse (Bd. 1“ aufgrund seines angenehmen Schreibstils und den Einflüssen von Märchen und Harry Potter sowie den Thematiken Mut, Vertrauen und Freundschaft sehr gut gefallen. Spannung und Humor waren ebenso vorhanden wie Geheimnisse und Rätsel. Deshalb kann ich guten Herzens 4 von 5 Punkten vergeben.

Ich bin schon sehr auf den 2. Band gespannt, der in deutsch leider erst 2019 erscheinen wird …

 

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Verfasst von - 16. September 2018 in Allgemein, Jugendbuch, Märchen, Rezensionen

 

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[Rezension] David M. Barnett „Miss Gladys und ihr Astronaut“

missgladysHerzerwärmend und humorvoll

Die Story ist gespickt mit einer Vielzahl von Ereignissen, beginnend mit dem Drama der Familie Major und dem Jungen, der anfängt die Menschen zu hassen. Gepaart wird dies mit der Geschichte der Familie Ormerod (der Demenz von Gladys, dem Verlust der Mutter, dem Knast-Vater, Mobbing, Alter, Trauer, verpasste Chancen, Belastung eines Teenagers, Freundschaft, Zusammenhalt, etc.) Also alles in allem teilweise sehr schwer lastende Themen, die aber alle dank des humorvollen und leichten Schreibstils weniger dramatisch wirken und trotzdem zum Nachdenken anregen.

Ellie mochte ich gleich zu Anfang, da sie eine intelligente junge und starke Frau ist, die ihre Familie eisern zusammenhält und versucht, alles irgendwie möglich zu machen und sich dabei selbst fast aufgibt. Delil mochte ich auch sehr gern, er ist ein cooler Typ und ein super Freund. So einen sollte jeder haben! Von ihm hätte ich gern noch ein bisschen mehr lesen wollen, aber er spielte leider nur eine Nebenrolle, wenn auch eine sehr gute! James und Gladys … ja… Gladys, ein wenig verrückt und chaotisch und doch echt liebenswert und ihr Enkel James ebenso liebenswert und manchmal eine kleine Heulsuse, wenn etwas nicht so lief, wie er es geplant hatte. Und trotzdem mag ich die Familie Ormerod sehr gern, weil alle perfekt auf ihre Art und Weise zusammenpassen.

Und Thomas Major alias Major Tom: Er machte in diesem Buch die wohl größte Veränderung durch. Anfangs war er noch total mürrisch und unausstehlich, auch wenn seine Witze echt cool waren und mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachten. Am Ende wurde er weicher, menschlicher, liebenswerter und freundlicher … Irgendwie mochte ich diesen mürrischen Kerl gern, der seine Ängste überwand und letztendlich doch Freunde gefunden hat, wenn auch Meilenweit entfernt auf der Erde. Irgendwie habe ich dank Thomas Major nun Lust, mir Musik von David Bowie anzuhören 😉

Wie schon erwähnt, ist der Schreibstil angenehm leicht und flüssig und ich fand mich problemlos in die Geschichte hinein. Geschrieben ist in Präsens aus mehreren Sichtweisen (Gladys, Thomas Major, Ellie, James) und die Kapitel sind angenehm kurz bis mittellang, so dass man schnell mal „noch ein Kapitel“ liest und dann noch eins, weil die Spannung ansteigt. Einige Szenen sind witzig und gut durchdacht, andere hingegen hervorsehbar, was aber meinen Lesefluss nicht störte. Man erfährt auch einiges über Chemie, was mir sehr gefallen hat. Spannend fand ich auch, dass ein Drama das nächste jagte, auch wenn es ein wenig übertrieben war und so viel Unglück real nicht auf einmal auf einen einprasseln. Über die Hauptfiguren erfährt man  – teilweise auch in Rückblenden – ihre Stärken und Schwächen, ihre Sorgen, ihre Hoffnungen und Träume, was sie für mich noch echter wirken lässt.

Der englische Titel „Calling Major Tom“ fand ich viel passender zum Buch als den deutschen Titel. Schließlich telefoniert Thomas Major nicht nur mit Gladys, sondern auch viel mit James und Ellie.

Das Cover ist faszinierend. Es zeigt einen Astronauten in einer Teetasse, der eine Fahne festhält und irgendwo hineinstecken will. Umringt ist alles vom unendlichen Weltall. Irgendwie wirkt es ein wenig kitschig und doch witzig auf mich. Die Farben und der Astronaut in der Teetasse haben mich neugierig auf das Buch gemacht.

Fazit:

„Miss Gladys und ihr Astronaut“ ist eine wundervolle, herzerwärmende und leichte Unterhaltungslektüre für zwischendurch mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren, die man zum Entspannen nutzen kann trotz all ihrer kleinen und größeren Dramen. Denn die Geschichte lädt zum Schmunzeln und Nachdenken ein. Von mir gibt es gute 4 von 5 Punkte.

 

 

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[Rezension] Rainer Wekwerth – Familie Sargnagel

fam.sargnagelGroßartig und spannend bis zum Schluss

Ich fand mich aufgrund der leichten und flüssigen Erzählweise in 3. Person schnell in die Geschichte um die ungleichen Zwillingsgeschwister Verena (Vampir) und Ben (Werwolf) und deren Eltern Lydia (Vampir) und Werner (Werwolf) hinein. Anfangs erfahren wir mehr über die Familie Wolf (=Sargnagel) und den Grund über ihr normales Sozialverhalten, um nicht unter den Menschen aufzufallen … ja bis die van Helsings gegenüber einziehen und das Drama seinen Lauf nimmt und somit die Spannung ansteigt. Hin und wieder gibt es kurze Einblicke in das Liebesleben von Verena und in die Familiengeschichte in Bezug auf die van Helsings, was ich sehr gut fand, um die Angst der Familie Wolf besser zu verstehen. Denn die van Helsings ziehen mit all ihren grauenhaften Folterwaffen um!

 

Die Beziehung zwischen Verena und Ben fand ich super dargestellt, wie in einer echten Familie. Gezanke, Streitereien und Zusammenhalt. Genau das macht Geschwisterliebe aus. Die beiden wagen sich auch sehr weit vor, sind mutiger als ihre Eltern und führen die Geschichte in diesem Buch. Ich mag die beiden sehr gern, besonders Verena, die …. Nein, das müsst ihr schon selbst herausfinden, ich will schließlich nicht spoilern.

Die Enthaarungsszene samt Gedanken und die Vampirzahnarztszene fand ich super. Ich werde ab jetzt immer an diese Geschichte denken, wenn ich zu einem Zahnarzt gehe und mich fragen, ob mein Zahnarzt auch ein Vampir ist 😉

Am coolsten fand ich den dicken Kater Schrödinger, der zwar absolut mit der ganzen Geschichte nichts zu tun hat, aber immer für einen Lacher zwischendurch sorgte.

Gern hätte ich noch ein wenig mehr über Ludwig und seine Eltern erfahren und was es mit den Trainingsstunden auf sich hat, aber da war die Geschichte leider schon aus… Schade.

 

Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, die Handlungen sind logisch aufgebaut und erklärt, so dass sie auch Kinder und Jugendliche problemlos nachvollziehen können.

Die Kapitel sind angenehm kurz und man kommt schnell in Verlegenheit nur noch eins und noch ein Kapitel zu lesen. Toll fand ich die Wendungen in der Geschichte, die ich teilweise so gar nicht erwartet hatte. Sie sind teilweise waghalsig, mutig und auch sehr spontan und verrückt und gleichzeitig gut gemeistert. Das hat mir gefallen.

 

Das Buchcover hatte mich magisch angezogen, ebenso der Titel des Romans, so dass ich mehr darüber erfahren wollte. Schließlich geht es um Vampire, Werwölfe und van Helsings Nachkommen! Das ist schon allein gruslig und spannend genug. Alles passt perfekt zusammen und macht neugierig auf den Buchinhalt.

Die Illustrationen innerhalb der Geschichte zeigen den Kater Schrödinger – im Wachzustand – eine Seltenheit! Mal sieht man den gesamten Kater, mal nur den Schwanz oder eine Pfote von ihm am unteren Bildrand in schwarz-weiß.

 

Fazit:

Familie Sargnagel ist ein tolles Kinder- und Jugendbuch über Vampire, Werwölfe und Monsterjäger, das flüssig geschrieben ist und eine Menge spannende und witzige Unterhaltung bietet. Deshalb vergebe ich gute 4,5 Punkte von 5 Punkten.

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Verfasst von - 28. August 2018 in Allgemein, Jugendbuch, Rezensionen

 

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„Tiergeister AG – Achtung, gruslig“ (Band 1)

tiergeisterEinfach bezaubernd gruslig!

Das Cover hat mich magisch angezogen, weil es einerseits einen leicht verängstigten Hund vor einem dunklen Wald auf Schattenwesen darstellt und andererseits ein wenig gruslig wirkt. Genau das hat mich angesprochen … und auch der Titel sowie der spannende Klappentext.

Die Geschichte von Barbara Iland-Olschewski ist wunderschön leicht und kindgerecht geschrieben, so dass man sich gleich in der Geschichte wohlfühlt und gern miterleben möchte, was Arik und seine Geistertier-Freunde in Spuk Ekelburg erleben. Die Kapitel sind schön kurz und jeweils mit einem grusligen Titel sowie kleinen Illustrationen versehen, was mir gefallen hat. Manche Seiten wurden mit einem ganz großen Bild versehen, z. B. mit dem Schuldirektor, was man sich unbedingt ansehen sollte.

Arik tat mir anfangs sehr leid als er erkannte, dass er verstorben war und nicht mehr zurück zu seiner Familie darf. Aber dafür hat er viele neue tolle Freunde kennengelernt. Das finde ich wunderbar. Die Freunde sind mutig, helfen einander und echt, jeder von ihnen hat sein eigenes Leiden, aber genau das macht sie stärker und schweißt sie zusammen. Die Spuk-Schule finde ich toll, die Fächer klingen witzig und erinnern teilweise an Harry Potter.
Ich mag die Geschichte um den Geisterhund Arik, der mit seinen Freunden ein tolles Abenteuer erlebt und kam ein ums andere Mal ins Staunen, was sie alles in Schloss Ekelburg erlernen und welche Abenteuer sie erleben. Die Geister-Lehrer finde ich übrigens auch sehr witzig. Mehr verrate ich aber nicht, das müsst ihr schon selber lesen.

 

Das Cover und die Illustrationen im Buch sind toll gezeichnet und bringen die Stimmung der Geschichte sehr gut rüber. Die Farben von Cover und den Illustrationen harmonieren schön miteinander.

 

Fazit:

Die „Tiergeister AG – Achtung, gruslig“ ist ein wunderbares Buch für kleine und große Leser, das das Herz berührt und einem die Angst vor Tiergeistern auf eine wunderschöne Art nimmt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, denn der Rauhaardackel Arik, Chili, Honig, Tara und Plato machen Mut und schenken schöne Lesestunden. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Band.

Von mir gibt es glatte 5 Punkte für dieses bezaubernde Werk!

 

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[Rezension] Bianca Iosivoni „Soul Mates, Band 2: Ruf der Dunkelheit“

soulmates2Ein guter Abschluss der Dilogie

 Beschreibung:

Er sieht das Dunkle in ihrer Schönheit.
Sie sieht das Schöne in seiner Dunkelheit.
Zwei Seelen – für immer verbunden.
Doch im Kampf zwischen Licht und Schatten bedeutet ihre Liebe den Tod.

Rayne und Colt sind Seelenpartner – und ihre Liebe bringt sie in größte Gefahr. Denn Lauren, die Anführerin der Dunkelseelen, hat Rayne auf ihre Seite gezogen und versucht auf jede erdenkliche Weise, ihren Willen zu brechen. Doch Colt kämpft weiterhin für die Lichtseelen und würde alles dafür tun, um Rayne zurückzugewinnen.

 

Meine Meinung:

Das Buch setzt etwa 6 Wochen nach Band 1“ Flüstern des Lichts“ an. Rayne hat in dieser Zeit ziemlich viel Leid und Schmerz erfahren müssen und nur durchgehalten, weil sie an ihre Freunde und Familie dachte, um sie zu schützen. Dies hat sie verändert. Rayne ist eine Kämpferin geworden, hat Kampftechniken erlernt und gelernt ihre Kraft zu kontrollieren und einzusetzen und ihre Ängste zu kontrollieren. Sie ist in diesem 2. Band erwachsener, selbstbewusster und stärker geworden, teilweise auch weiser als noch im Vorgängerband. Noch immer wird sie zwischen den Licht- und Dunkelseelen hin- und hergezogen, die Lichtseelen wollen sie auf ihrer Seite wissen, Lauren von den Dunkelseelen will die Prophezeiung erfüllen, der alle Licht-, Nebel- und Dunkelseelen unsterblich machen würde. Der Kampf zwischen den Licht- und Dunkelseelen ist spannend, es gibt unglaubliche Verluste, die mir sehr ans Herz gingen und mich teilweise zum Weinen brachten, mich geschockt, traurig und auch wütend auf die Autorin (wegen des Ablebens beliebter Charaktere) zurückließen. Ich fragte mich, wieso diese Charaktere sterben mussten und wollte gar nicht mehr weiterlesen. Doch gleichzeitig wollte ich wissen, wie die Geschichte endet und ob es Rayne und Colt schaffen, Lauren aufzuhalten.

Colt ist ein wenig weicher, herzlicher, nahbarer geworden. Ich entdeckte als Leser seine andere Seite kennen und mochte ihn ein wenig mehr als im Vorgängerband. Er hatte zwar auch im ersten Band eine Beschützerrolle, aber sie war hier deutlich ausgereifter, stärker.

Zur Handlung selbst möchte ich selbst nicht allzu viel verraten, um nicht zu spoilern. Aber:

Ein Problem folgt dem nächsten, das Spannungslevel war teilweise sehr hoch, dann sank es wieder ab und ließ mich kurz erholen ehe es wieder anstieg und mich kaum zu Atem kommen ließ, weil eine überraschende Wendung der nächsten folgte.

Zwischen Rayne und Colt entwickeln sich zarte Bande – wieder. Ich vermisste anfangs die Konstellation der beiden. Aber auch Liv und Miles vermisste ich sehr, da diese in Band 2 etwas zu kurz kamen. Leider wurden manche Szenen einfach zu rasch abgehandelt, ohne große Erklärung, ohne Entwicklung, ohne großen Kampf. Die Szenen waren da und schon wieder weg, was mich ein wenig verstört bzw. verwirrt zurückließ. Hier hätte ich mir mehr Zeit erhofft, Zeit zum Verstehen, Zeit für Trauer etc. Der Kampf und das Ende … vielleicht gibt es noch eine kleine Fortsetzung, zumindest hoffe ich das, da noch nicht alle Fragen beantwortet wurden. Ich verstand auch nicht ganz den Grund für die Handlung der Nebelseelen, die doch eigentlich neutral sein sollten …

Der Schreibstil der Autorin ist wie im ersten Band angenehm flüssig und leicht in der Ich-Perspektive von Rayne zu lesen, das Spannungslevel ist größtenteils oben, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe mitgefiebert, mitgebangt, mit gelitten und geweint … ja, die Autorin wusste, die emotionalen Knöpfe zu bedienen.

Das Cover hat mich nicht ganz so angezogen. Ich mag zwar das Spiel mit den Farben (Licht und Schatten, braun und grau) und die Lichtpunkte. Der Schriftzug des Titels gefällt mir, ich mag die geschwungenen Lettern gern. Aber es ist irgendwie nicht so ganz meins.

Fazit:

Ich habe sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet, um den Ausgang der Geschichte um Rayne und Colt zu erfahren. Leider überzeugte mich dieser Folgeband nicht so sehr wie der Erste. Trotz hoher Spannung fehlte mir irgendwie die „Magie“ wie aus Band eins. Außerdem kamen einige Nebencharaktere zu kurz, die mir sehr am Herzen lagen, und Raynes „Entscheidung“ war mir zu rasch abgehandelt, ich hatte eher mit einem inneren Kampf gerechnet als mit diesem Ergebnis. Deshalb vergebe ich gute 4 von 5 Punkten für „Ruf der Dunkelheit“.

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[Rezension] Kaja Bergmann „Gabriel Duell der Engel“

gabrielEnttäuschend, hatte mehr erwartet

Gabriel entdeckt, dass er tot ist und nicht mehr sterben kann, er ist unsterblich, aber nicht unverletzbar. Er versucht Menschen zu retten und ihnen zu helfen, bis er erkennt, dass er einen Gegenspieler hat. Seraphin.

Ich fand zwar schnell in die Geschichte um Gabriel hinein und fand es am Anfang noch witzig, dass es kein Inhaltsverzeichnis wegen Unlust gibt, aber genauso nervig und langatmig empfinde ich die Geschichte beim Lesen. Sie plätschert ohne große Spannung dahin, der Protagonist Gabriel macht eher einen gelangweilten Eindruck, so dass ich mich auch kaum in ihn hineinversetzen konnte. Ich hatte eher ein Buch mit wesentlich mehr Elan, Spannung und Action erwartet – vielleicht sogar mit einer deutlich besseren Liebesgeschichte. Denn diese hier wurde anfangs angesprochen, dann kam das Paar zusammen wie gewünscht und plötzlich gab es einen Zeitsprung von zwei Jahren … ohne große Erklärung was in der Zwischenzeit geschehen war und wie unser „Superheld“ Gabriel mit seiner Gabe zurecht kam und welche Informationen er sonst noch über sich gesammelt hat und woher er Beweise gefunden hat. Er nimmt in dieser Geschichte zu viel einfach alles nur hin oder glaubt, dass es so ist, ohne Beweise. Das ist mir alles einfach zu lasch.

Die Figuren an sich sind auch ein wenig flach ohne große Tiefe. Obwohl man dank der gewählten Erzählperspektive mehr über Gabriel und seine Gefühls- und Gedankenwelt erfährt, konnte ich recht wenig mit ihm anfangen. Ihm fehlte einfach die Tiefe, wie auch den anderen Charakteren, die nur oberflächlich dargestellt wurden. Vielleicht hätten mehr Buchseiten zu mehr Tiefe der Charaktere geholfen? Ebenso fehlt ein richtiger Plot mit einem echten Spannungsbogen, der einen aus den Socken haut?! Aber dieser Plot war eher langweilig und plätscherte lasch dahin bis auf einige wenige kleine Spannungshügelchen.

Der Schreibstil in Ich-Perspektive von Gabriel ist gewöhnungsbedürftig und wird rückblickend erzählt. Auch der Leser wird hin und wieder direkt angesprochen. Ich brauchte einige Kapitel um mich an den Schreibstil von Kaja Bergmann zu gewöhnen, was nicht einfach war. Es fehlen teilweise die Personalpronomen in vielen Sätzen, so dass man mitten in den Satz hineingeworfen wird und sich den Rest denken muss. Irgendwie fühlt sich der Schreibstil auch leicht gelangweilt an, als ob die Autorin selbst kein großes Interesse an dieser Geschichte hatte … oder wurde dieser Stil passend auf den Charakter Gabriel gewählt? Mich jedenfalls langweilt der Schreibstil sehr, so dass ich das Buch immer wieder problemlos zur Seite legen konnte. Vielleicht ist der Protagonist selbst von seiner Geschichte gelangweilt? Zum Glück sind die Kapitel schön kurz (unterteilt nur in Tage und Uhrzeiten), so dass man doch noch mal rasch ein Kapitel weiter liest, nur um das Buch letztendlich doch enttäuscht bei Seite legt und sich fragt, wieso man weiter gelesen hat.

Das Cover und der Titel sind fantastisch und weckten in mir die Neugier auf die Geschichte über Engel und ein actionreiches Abenteuer.

Fazit:

Titel, Cover und Klappentext versprechen eine spannende Geschichte über ein Duell der Engel, doch was den Leser erwartet, ist eine eher langatmige Geschichte mit wenig Spannung, die ganz anders ist als der Klappentext verspricht. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und sehr gewöhnungsbedürftig, was das Lesen manchmal ein wenig erschwert bzw. man das Buch problemlos zur Seite legen kann.

Wer einen echten Fantasy-Roman erwartet, wird enttäuscht werden und verwirrt zurückbleiben.

Ich bedauere es sehr, aber ich kann nur zarte 2 von 5 Punkten vergeben.

Da die Autorin noch sehr jung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches war (21 Jahre), drücke ich ihr die Daumen und hoffe, dass sie noch viel über Plotten, Charakter- und Spannungsaufbau lernt und uns mit neuen und deutliche besseren Geschichten überrascht. Vielleicht arbeitet sie „Gabriel“ noch einmal neu auf?!

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[Rezension] Ava Reed „Mondlichtkrieger“

mondlichtkriegerBerührend-emotionaler Abschluss der Dilogie!

 

Beschreibung:

Und der Mond schuf sich Kinder aus seinem Staub, aus seinem Herzen und aus den Sternen …
Sie haben sich gefunden und sie haben sich verloren. Jetzt sinnt Juri nach Rache und will nichts mehr, als das Versprechen halten, das er Lynn gab. Aber kann er das schaffen, ohne sich selbst zu verlieren?

ACHTUNG: SPOILERALARM! WER BAND 1 NOCH NICHT KENNT, SOLLTE NICHT WEITERLESEN!

 

Leseeindruck:

Vor zwei Jahren erschien die „Mondprinzessin“, deren wunderbare Charaktere um Lynn, Tia, Juri und Kira sich in mein Herz geschlichen haben. Am Ende des ersten Bandes habe ich sehr geweint und mit Juri getrauert und sehnsüchtig auf eine kleine Fortsetzung in Form einer Kurzgeschichte gehofft, um zu erfahren, wie Juri seinen schmerzlichen Verlust bewältigt und ob er es irgendwie zurück zum Glück schafft. Jetzt ist „Mondlichtkrieger“ als richtiges Buch erschienen und meine Freude war groß, da ich Antworten auf meine ersehnten Fragen erhoffte.

 

Die Autorin Ava Reed richtet zu Beginn ihre Worte direkt an den Leser und rührte mich schon auf diesem Wege – noch ehe die Geschichte startete – zur Tränen.

 

„Mondlichtkrieger“ ist anders als ich es mir vorgestellt hatte, aber gut anders. Es ist spannender, verlustreicher, emotionaler und auf seine eigene Weise wunderschön.

Der Einstieg gelang mir problemlos, da ich Juri und Lynn nie ganz aus meinem Kopf und meinem Herzen streichen konnte. Die Geschichte setzt einige Wochen nach Band eins an, in dem Juri wohl die stärksten Verlustschmerzen hinter sich gebracht, aber nie verarbeitet hat. Ich lernte den harten Mondkrieger von seiner weichen, sanften Seite kennen und lieben. Trotz seiner Rachegefühle, die er für Malik hegt, besitzt er in seinem Inneren einen weichen, zerbrechlichen Kern. Ich glaube, er ist am Ende von Band 1 zerbrochen.

 

Diese Geschichte lehrt uns eines: Rache bedeutet Verlust. Juri musste so viel Leid, Verlust und Schmerz ertragen, dass ich es regelrecht in mir selbst spüren konnte während ich die Worte dieser Geschichte las. Ich hätte Juri immer wieder nur allzu gern tröstend in den Arm genommen und ihn von seinem Schmerz und Verlust befreit, aber das hätte ihm sicherlich nur noch mehr genommen. Dennoch weinte ich bei jeder neuen Wendung, jedem neuen Verlust, hielt mir vor Entsetzen die Hand vor den Mund und konnte kaum meine Tränen zurückhalten. So viel Leid, so viel Schmerz … Es ist eine sehr bewegende, emotionale Geschichte. Und gleichzeitig spürte ich den Durst nach Rache, Vergeltung und diese Wut. Wut darauf, dass Malik ihm alles genommen hatte, die ihm wichtig waren, so dass mit jedem weiteren Schritt die Spannung anstieg und ich gar nicht mehr aufhören konnte, die Geschichte weiter zu lesen, da Juris Anspannung und Frustration über Ruhephasen deutlich greifbar waren.

 

Schreibstil:

Der Schreibstil der Autorin hat sich im Laufe der Zeit ein wenig verändert, er ist noch emotionaler und berührender, ergreifender geworden als noch vor 2 Jahren als die „Mondprinzessin“ das Licht der Welt erblickte. Und doch traf Ava Reed mit ihren Worten und Emotionen genau den Punkt. Vereinzelte Tippfehler traten allerdings doch hin und wieder auf, was meinen Lesefluss aufgrund der schönen Geschichte nicht groß störte. Hin und wieder dachte ich, ich wüsste wie die Geschichte weitergeht, wurde aber manchmal in die Irre geführt, manchmal jedoch nicht.

Jedes Kapitel – ob kurz oder lang – beginnt mit einer Weisheit, die mich als Leser bereits ein wenig auf das vorbereitet, was kommen soll… Ich mochte diese Weisheiten schon aus Band 1 „Mondprinzessin“ sehr gern und bin froh, dass sie auch in der Fortsetzung aufgegriffen wurden. Wie z. B. dieses treffende Zitat: „Wenn im Leben alles zerbricht und dir zu Füßen fällt, geh weiter. Geh immer weiter, bis es endet. Irgendwann lässt du die Scherben hinter dir.“

 

Wir begegnen in „Mondlichtkrieger“ nicht vielen Charakteren, da das Hauptaugenmerk auf Juri, seiner Entwicklung und seiner Rache liegt. Es sind eher Nebencharaktere, die Juri auf seinem Weg zur Erfüllung seines letzten Versprechens an Lynn kurzzeitig begleiten, leiten und unterstützen bzw. gegen ihn kämpfen. Faras, den König des Mondes, mochte ich sehr gern, besonders seine neuen Regelungen für alle Sternenkinder. Er wird ein guter König sein.

Fasziniert war ich außerdem von den Beschreibungen der anderen Planeten: Venus, Pluto und natürlich auch von Menua (Mond), die in diesem Band ausführlicher behandelt und beschrieben wurden. Gern hätte ich mich auch zu diesen Planeten teleportiert und sie erkundet, um noch mehr über sie zu erfahren.

 

Mit jedem Wort, mit jeder Zeile schmerzte meine Seele ein wenig mehr, mein Herz zerriss auf vielen Seiten und brach in tausend kleine Stücke. Ich weinte und schluchzte, weil ich einfach nicht anders konnte bei dieser rührenden, bildreichen und bewegenden Geschichte. Deshalb mein Tipp an euch: Haltet Taschentücher bereit und macht es euch in eurer kuschligen Leseecke gemütlich! Ihr werdet es brauchen!

Zudem empfehle ich euch, die Danksagung komplett durchzulesen, um die Autorin besser zu verstehen!

 

Nach dieser Geschichte wünsche ich mir mein eigenes Seelentier wie Tia und Kira es sind … leuchtend schön und ihrem Menschen treu zur Seite stehend mit gewitzten Kommentaren. ♥

 

Cover:

Das Cover ist wunderschön und passt optisch perfekt zu Band 1. Zu sehen ist diesmal Juri mit Kira auf dem Sichelmond … Ich liebe die schöne blaue Stimmung, die Ruhe und Macht, die dieses Cover ausstrahlt.

 

Fazit:

Mit „Mondlichtkrieger“ ist Ava Reed eine gelungene Fortsetzung und ein wunderbarer Abschluss dieser Dilogie gelungen, die traurig und schön zugleich ist und mich ein ums andere Mal tief zu Tränen rührte, aber auch zum Lächeln brachte. Wir treffen auf alt bekannte und neue Charaktere und lernen Juri noch besser kennen, von seiner sanften Seite.

Ich bin megadankbar, dass ich dieses Ebook als Vorablese-Exemplar lesen durfte und superdankbar für den Epilog, der mich unglaublich doll zu Tränen rührte und mir Hoffnung schenkte, mich zum Lächeln brachte und gleichzeitig zum Weinen. Dieser wundervollen Geschichte verleihe ich sehr gute 5 von 5 Punkten.

 

Danke Ava Reed. Danke, dass du uns Lesern eine wundervolle Fortsetzung zu Juri und Lynn geschenkt hast, die mich tief berührt und traurig und glücklich zugleich zurückgelassen hat. Dankeschön!

Ich vermisse Tia und Kira, Lynn und Juri schon jetzt sehr und werde mir auf alle Fälle auch noch das Taschenbuch kaufen, damit es mit Band 1 vereint ist, und mir die Geschichte meiner vier Lieblingscharaktere noch mehrmals durchlesen. J

 

Und denkt immer an Lynns Worte: Habt Mut im Herzen und Liebe in der Seele.

 

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