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Archiv der Kategorie: Jugendbuch

[Rezension] June Perry „White Maze“

whitemazeSpannender Zukunftsthriller

Klappentext:

Mit einem Schlag endet Vivians sorgenfreies Leben: Ihre Mutter Sofia wurde ermordet! Die erfolgreiche Game-Entwicklerin stand kurz vor dem Release eines bahnbrechenden Computerspiels. „White Maze“ wird mit neuartigen Lucent-Kontaktlinsen gespielt – dank ihnen erleben die Spieler virtuelle Game-Welten mit allen Sinnen. Aber warum zerstörte Vivians Mutter kurz vor ihrem Tod die Prototypen der Linsen? Zusammen mit dem schulbekannten Hacker Tom will Viv den Mord an Sofia aufklären. Dazu muss Viv selbst Lucent-Linsen einsetzen und tief in die virtuelle Welt eintauchen. Doch dort ist es für den Mörder ein Leichtes, die falsche Realität nach seinen Spielregeln zu manipulieren. Kann Vivian ihren eigenen Gefühlen vertrauen, wenn alles, was sie sieht, hört, riecht und schmeckt, bloße Lüge ist?

Wer „White Maze“ noch nicht gelesen hat, sollte hier nicht weiterlesen, da hier einige Spoiler auftreten könnten.

 

Ich bin auf „White Maze“ aufgrund des Klappentextes aufmerksam geworden, der Spannung und Fantasy-Elemente miteinander in einer faszinierenden und gleichzeitig beunruhigenden Zukunftsversion verwarb. Ich war sofort neugierig und wollte wissen, wie sich dieses Spiel „White Maze“ anfühlt, wie es sein könnte sich darin zu bewegen und welche Auswirkungen es haben könnte.

Die Geschichte um Sofia Tallert und ihre Tochter Vivian hat mich von den ersten Seiten an regelrecht gepackt. Man erfährt anfangs erst einmal von Vivians Lebensstil und nur sporadisch von White Maze und dem eigentlichen Geschehen. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr steigt die Spannung, Verfolgungen, Todesfälle, Verwüstungen, Faszinationen, Freundschaften etc. Ein Ereignis jagt das andere. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es fast in einem Rutsch gelesen.

Von Sofia Tallert erfährt man recht wenig, da sie nur zu Beginn auftaucht und später nur in den Erinnerungen von Vivian weiterlebt. Deshalb erscheint sie ein wenig blass. Gern hätte ich mehr über diesen kreativen Kopf erfahren, ihre Träume und Hoffnungen.

Vivian ist eine vielschichtige Person. Wir lernen sie aus zwei Perspektiven kennen. Einmal das Glamourgirl, das alles hat und Partys liebt und für einen Jungen an ihrer Schule schwärmt und dann dieses verlorene Mädchen, das für ihre Mom und die Menschheit gegen einen Wahnsinnigen kämpfen muss und dabei achtgeben muss, sich nicht selbst zu verlieren. Ihre Darstellung ist wirklich gut gelungen, auch, wenn ich sie manchmal nicht ganz verstehen konnte und sie gern mal wach gerüttelt hätte.

Tom … ein Romantiker. Irgendwie hätte ich nicht gedacht, dass ein Hacker romantisch sein könnte und Bücher liest und rezitiert. Das hat etwas J Ich mochte Tom gleich, war mir gleichzeitig aber auch nicht ganz sicher, ob man ihm trauen kann.

Die Freunde Boot, Amelie und Surgery kommen leider etwas kurz, ich hätte sie gern näher kennenlernen wollen. Amelie ist eine gute Freundin, sie mochte ich gern. Boot … ein Angsthase und Feigling. Seine Vergangenheit hätte gern mehr beleuchtet werden können. Ebenso die von Surgery und von Tom, bei dem es meist nur leichte Andeutungen gibt. Ich frage mich selbst nach dem Ende des Buches, wer Tom eigentlich wirklich ist und wer seine Eltern sind.

Schade finde ich, dass man als Leser überhaupt nicht erfährt, wer Prepender in Wahrheit ist. Nicht einmal die Angestellten der Games-Firma kennt seinen Namen, was ich sehr merkwürdig finde. Denn die Geschichte hätte eine andere Wendung nehmen können, wenn die Identität des Prependers irgendwann aufgedeckt worden wäre und er von 2 Seiten angegriffen hätte werden können, d. h. einmal im Spiel White Maze und einmal in der Realität. So aber ist er noch immer auf freiem Fuß und kann noch immer versuchen, sein Ziel irgendwie irgendwann zu erreichen.

Ich selbst würde keine Lucent-Linsen tragen wollen, eher die Lucent-Brillen, die finde ich laut Beschreibung zwar ein wenig globig und unhandlich, aber sie wären mir lieber als komplett den Blick für die Realität zu verlieren. Sofia Tallert hatte Recht mit ihrem Notfall-Schalter. Ein eingebauter Timer ins Spiel White Maze wäre meiner Meinung nach auch hilfreich, um sich nicht für immer in dem Spiel zu verlieren. Dennoch würde ich gern mal einen Blick in White Maze riskieren, um mal abzuschalten, zu entspannen. Vielleicht dürfen wir diese virtuelle schöne Welt (ohne diese Bedrohung durch Prepender) eines Tages ja doch selbst live erleben, wer weiß …

Ich mochte die virtuelle Zukunftsversion sehr gern und tauchte gern mit Vivian in diese bezaubernde Welt mit Einhörnern, faszinierenden Welten und Stränden ab. Die Spannung war permanent greifbar, eine kleine Romanze bahnte sich auch an, war aber nicht vordergründig, was ich gut fand. Denn es geht hauptsächlich um die Rettung der Menschheit und die Abschaltung des Spieles.

Ebenso wichtig sind angesprochene Themen wie Verlust, Trauer, Trauerbewältigung, Freundschaft, Überwindung von Ängsten, Internetabhängigkeit, Realitätsverlust, Selbstfindung und Selbsterkenntnis.

Gern hätte ich gewusst, wie es mit Vivian und Tom etc. weitergeht und ob Vivian problemlos zurück in ihr altes Haus kehren kann oder für immer irgendwo untertauchen muss.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und der Plot gut gelungen. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben: Sofia Tallert, Vivian, Tom, Boot, Amelie, Prepender etc., so dass man immer aus der jeweiligen Sicht die Geschichte weiter erlebt und die Story vorangetrieben wird, vor allem durch Prepender und seine hinterlistigen Spielchen. Leider ist das Ende sehr offen und lässt den Leser mit vielen Fragen und unzufrieden zurück.

Das Cover ist farbenfroh und macht den Eindruck als habe der Betrachter bereits die Lucent-Linsen in Benutzung. Die Bedeutung des herzförmigen Chips im Zentrum des Covers kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Den halb durchsichtigen Schutzumschlag mit der Goldprägung in Form eines Chips finde ich schön, irgendwie halb real.

Fazit:

Die Geschichte um das virtuelle Spiel White Maze, das alle menschlichen Sinne bedient, hat mir sehr gut gefallen. Es wurden mehrere Themen angesprochen, die ich als wichtig erachte – nicht nur hinsichtlich Computerspiele – und die mehr Beachtung in unserer Gesellschaft finden sollten.

„White Maze“ von June Perry bekommt von mir gute 4 von 5 Punkten, denn mir fehlte ein wenig die Tiefe einiger Charaktere sowie die Auflösung wer hinter dem Pseudonym Prepender steckt und wie es mit Vivian weitergeht, da das Ende leider sehr offen gelassen wurde.

 

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[Rezension] Gabe Hudson „Gork der Schreckliche“

gorkEnttäuschend und langatmig nervig

»Mein Name ist Gork der Schreckliche, und ich bin ein Drache. Ich warne euch. Von allen Drachenliebesgeschichten ist meine die schrecklichste. Aber auch die romantischste. Denn in meiner schuppigen grünen Brust schlägt ein furchtbar großes und empfindsames Herz.«

Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner und fällt gelegentlich in Ohnmacht. Sein Spitzname ist »Weichei« und sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt bei »Kuschelbär« – das niedrigste in seinem Jahrgang. Aber er ist wild entschlossen, sich von nichts aufhalten zu lassen, als die wichtigste Mission seines Lebens beginnt: Am Vorabend seiner Abschlussfeier, muss er einen weiblichen Drachen fragen, ob sie seine Queen sein will. Sagt sie ja, wird er mit ihr einen fremden Planeten unterwerfen und mit seinen Nachkommen bevölkern. Sagt sie nein, – dann wird Gork leider versklavt.

Meine Meinung:

Die Grundidee hat mir gefallen, weshalb ich das Buch auch unbedingt lesen wollte. Aber kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, wollte ich auch schon wieder aufhören. Denn der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, teils schwerfällig und auch nervig. Vor allem, wenn der Leser ständig mit Sir angesprochen wird oder Tolkien etc. beleidigt werden. Diese Art von Humor ging mir dann doch etwas zu weit. Die Story geht im Allgemeinen auch irgendwie in eine ganz andere Richtung als ich sie vom Klappentext her erwartet hatte. Drachen im Weltall mit Raumschiffen etc. Das hatte ich so nicht erwartet. Je weiter ich in die Geschichte eintauchte, desto genervter und gelangweilter war ich. Der Autor sprang ständig in der Story um Gork hin und her, hielt sich an Kleinigkeiten fest, die mich als Leser nicht sonderlich interessierten, und sprang dann wieder zum eigentlichen Thema zurück. Ich erwischte mich deshalb öfters, dass ich quer las, nur um endlich mal die erhoffte Spannung zu finden. Außerdem sind alle Drachen grün. Wieso nur grün? Es gibt doch so viele Farben in der Tierwelt, warum ausgerechnet nur grün – abgesehen von den Roboterdrachen? Sind Schneedrachen bei dem Autor etwa auch alle grün?

Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht. Ich hatte aufgrund der vielversprechenden Buchbeschreibung deutlich mehr erwartet: Mehr Spannung, besseren Humor, angenehmeren Schreibstil, tiefgründigere Geschichte etc. Stattdessen bekommt man hier einen Roman hingeknallt, der mit einem sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil gleich zu Beginn mehrere Autoren beleidigt und mir absolut nicht lag. Oder ich verstand einfach den Sarkasmus des Autoren nicht… Gewalt und derbe Sprüche werden hier groß geschrieben, ebenso pubertäre Szenen, die mich teilweise sehr genervt haben. Die Geschichte schwächelt trotz guter Ideen dahin, Spannung kam bei mir so gut wie nie auf, ich war eher versucht, das Buch abzubrechen, mehrmals. Der Autor verliert sich ständig in irgendwelche Nebensächlichkeiten, die zum Hauptthema „Finde deine Königin für die EierLege und Planeteneroberung“ überhaupt nichts zu tun haben. Hier stehen eher eine Vielzahl an langweiligen Nebengeschichten im Vordergrund, wohl um das Buch unnötig in die Länge zu ziehen. Spannung geht meiner Meinung nach anders.

Gork selbst empfinde ich als interessante Figur. Ein Außenseiter mit Herz, ein echter Tollpatsch-Drachen, der trotz allem irgendwie in der Welt der Brutalität überlebt. Leider sind die Szenen, kurz bevor Gork sterben könnte, immer so vorhersehbar und man weiß, dass er wieder irgendwie davonkommt. Gork ist auch der Einzige, der etwas Charaktertiefe aufweist. Alle anderen erscheinen sehr flach und werden immer nur kurz vorgestellt und dann sind sie auch schon wieder verschwunden. Der einzig rote Faden in dieser Geschichte ist die Suche nach Runcita, der Auserwählten für die EierLege. Ich erzähle euch jetzt nicht, wie die Geschichte endet, das müsst ihr schon selbst herausfinden …

Das Cover finde ich irgendwie witzig, es hat auch etwas kindliches, weshalb ich anfangs dachte, es handle sich um ein Kinderbuch, was absolut nicht so ist.

Fazit:

Die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen, was mich zum Lesen animierte. Allerdings haperte es gewaltig an der Umsetzung, so dass ich mehrfach versucht war, das Buch einfach abzubrechen. Sorry, aber ich kann nur maximal 2 von 5 Punkten vergeben. Einen für das Cover, einen für die gute Grundidee.

 

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Verfasst von - 26. Oktober 2018 in Allgemein, Jugendbuch, Rezensionen

 

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[Rezension] Caroline Brinkmann „Die Vereinten“

die-vereintenGelungener Abschluss der Dilogie

Nachdem ich den ersten Band „Die Perfekten“ regelrecht verschlungen hatte, musste Teil 2 „Die Vereinten“ unbedingt bei mir einziehen! Denn mir gefiel die Geschichte um Rain, die außerhalb des Systems lebt und eben nicht zu den perfekten Menschen gehört. Außerdem wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Rain und ihrem Kampf gegen das System weitergeht.

Wer den ersten Band „Die Perfekten“ noch nicht gelesen hat, sollte hier nicht weiterlesen, da hier einige Spoiler auftreten könnten.

Der Einstieg in diese Fortsetzung gelang mir nahezu problemlos, obwohl der erste Band schon einige Zeit zurückliegt. Denn zu Beginn des Buches werden nochmals alle Zirkel und deren Aufgaben erklärt.

Die Autorin beschreibt sehr gefühlvoll und authentisch Rains/Rajanas Gefühle über ihren schweren Verlust und ihre Trauer um ihre Mutter. Ich konnte den Schmerz regelrecht spüren und hatte selbst Tränen in den Augen. Rain ist mir in beiden Bänden – besonders hier im 2. Band – sehr ans Herz gewachsen, so dass ich sie gern mal in den Arm genommen und getröstet hätte. Ihr Charakter erscheint realistisch gezeichnet und wirkt echt.
Ähnlich empfinde ich bei Lark, trotz seinem Verrat und der Verlust seines Kampfgeistes, und Rose (Larks jüngere Schwester). Ich mag auch diese beiden Charaktere sehr gern, weshalb es mir unendlich schwer fiel, die letzten Seiten zu lesen, da ich wusste, dass die Geschichte dann zu Ende sein wird und ich mich von allen verabschieden muss.

Erster Kritikpunkt ist für mich, dass ich gern noch mehr über den geschichtlichen Hindergrund hätte erfahren wollen, da dies leider immer nur kurz angerissen wurde. Vielleicht hätte es hier noch einen dritten Erzähler geben sollen oder eine Art Rückblick in die Vergangenheit, um mehr über die History zu erfahren. Zweiter Kritikpunkt: Einige Szenen kamen mir von der Thematik und Handlung her zu kurz, ich hätte sie gern ausführlicher gehabt, um sie besser nachvollziehen zu können.

Der Schreibstil und die Ideen sind wie bei seinem Vorgänger bildgewaltig, leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird wie beim Auftakt aus der Wechsel-Sicht von Rain und Lark geschrieben. Es gibt spannende Szenen und auch Szenen, die eher dahinplätschern, so dass man auch mal aufatmen kann. Liebe, Freundschaft und Hoffnung werden hier groß geschrieben, genauso wie die Gegenseite um Verrat, Misstrauen und große Gefahren. Etwa ab der Hälfte des Buches nehmen Tempo und Spannung jedoch wieder zu, so dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Das Ende der Dystopie hat mich ein wenig überrascht, da sie in sich zwar abgeschlossen ist, aber noch Platz für eigene Interpretationen lässt und man selbst die Geschichte weiterspinnen kann.

Das Cover passt optisch sehr gut zu seinem Vorgänger dank des Wiedererkennungswertes durch das Gesicht und den großen Titelschriftzug, diesmal in grün. Ich mag die strahlend grünen Augen als guten Kontrast zu den feuerroten Haaren sehr. Es hat eine Art Machtwirkung und Entschlossenheit.

Fazit:
Ich habe in dem finalen Band „Die Vereinten“ mitgelitten, mitgefiebert, mitgekämpft und gehofft. Wer vom ersten Teil begeistert war, sollte unbedingt die Fortsetzung lesen, da hier einige aufgekommenen Fragen beantwortet werden.
Von mir gibt es für diesen Finalband 4 von 5 Punkte und eine klare Leseempfehlung.

 

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[Rezension] John August „Arlo Finch 1 – Im Tal des Feuers“

arlo1Schaurig schöner erster Band

Beschreibung:

„Wenn ich dich sehen kann, können sie dich auch sehen … Sei vorsichtig, Arlo Finch!“

Irgendwas stimmt nicht in Pine Mountain. Das merkt Arlo Finch sofort, als er mit seiner Familie in das abgeschiedene Bergdorf zieht. Was hat es mit den merkwürdigen Tieren auf sich, die ihm immer wieder am Waldrand auflauern, und was mit dem Mädchen, das niemand außer ihm sieht? Zum Glück findet Arlo in Indra, Henry Wu und den ortsansässigen Rangern schnell Freunde, die sich bestens auskennen mit den Geheimnissen der Langen Wälder, mit Schutzzaubern und den Gefahren der Wildnis. Doch auch sie hätten nie geahnt, in welch unglaubliches Abenteuer sie geraten, als sie die Wälder gemeinsam mit Arlo betreten.

 

Das Cover und der Klappentext haben sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich konnte nicht anders und musste die Leseprobe lesen bis das Buch endlich bei mir eintraf. Das Cover selbst ist dunkel und mysteriös gehalten, was nur noch mehr Neugier weckte. Im Buchinneren gibt es auch einige Illustrationen, die wunderbar gezeichnet und eine wahre Augenweide sind.
Die Geschichte beginnt mit einem Umzug von Arlo und seiner Familie (Mutter und ältere Schwester Jaycee) zu seinem Onkel Wade, der in einer abgelegenen Gegend in einem abgeschiedenen Dorf lebt. Als Leser erfährt man kurz die Hintergründe, die zu dem Umzug führten und wird schnell in die eigentliche Geschichte hineingezogen. Man erfährt von einem geheimnisvollen Wald voller Magie, Feenkäfer, einem Gespensterhund namens Cooper, Schnipslichter etc. Manche Szenen erinnerten ein wenig an Harry Potter, was vielleicht auch an der magischen Parallelwelt und der Magie, die die Protagonisten im Buch ausüben, liegt. Ich konnte das Buch beim Lesen nicht aus der Hand lesen, weil ich von den Geheimnissen und Rätseln total gefesselt und mein Kopfkino angekurbelt wurde. Immer mehr Fragen kamen beim Lesen auf, von denen einige beantwortet wurden, andere jedoch offen blieben, was die Spannung erhöhte. Hin und wieder spekulierte und mutmaßte ich, wie die Geschichte weitergeht, da die Story gut geplottet und nicht sehr vorhersehbar geschrieben wurde. Mir gefielen auch die Szenen über die Ranger, so dass man auch etwas über die Natur lernen konnte. Für manche könnte es evtl. etwas langweilig erscheinen, aber er die Natur liebt und was über sie lernen möchte, ist hier bestens aufgehoben.

Der Schreibstil ist angenehm leicht, flüssig, bildhaft und humorvoll. Die Geschichte ist spannend, detailreich und actionreich erzählt und man kommt recht schnell in die Story hinein. Arlo war mir von Anfang an sympathisch. Er ist freundlich, verlässlich und liebenswert. Ein echter kleiner Held. Sein Onkel Wade ist sehr geheimnisvoll, die Nebencharaktere haben mir ebenfalls gut gefallen.

Der Ausblick auf den Folgeband macht meganeugierig, so dass ich diesen bereits auf meine Wunschliste gesetzt habe.

Fazit
„Arlo Finch – Im Tal des Feuers“ ist ein perfektes Buch mit einer spannenden, teils grusligen Geschichte für abenteuerlustige Leser ab 10 Jahren, die mich begeistert hat. Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf den Folgeband, welche mysteriösen Wesen auftauchen und welche Geheimnisse aufgedeckt werden. Allerdings lässt der Folgeband noch etwas auf sich warten, denn er soll erst Ende 2019 erscheinen (die englische Ausgabe erscheint schon im Februar 2019).

Von mir gibt es auf jeden Fall gute 4 von 5 Punkte.

 

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[Rezension] Amy Erin Thyndal „SnowRose. Tochter der Feen (Königselfen-Reihe 3)“

snowroseBezaubernder Abschluss der Trilogie

Beschreibung:

**Wie Flammen und Wellen**
Als einzige Fee in der Elfenwelt fühlt sich Luna stets wie eine Außenseiterin, denn als Kind der Menschenwelt hat sie keine Kontrolle über ihre Magie. Mithilfe des charmanten Sommerkönigs Soleil versucht sie ihre einzigartigen Fähigkeiten zu beherrschen. Obwohl Luna sich insgeheim zu ihm hingezogen fühlt, weist sie Soleils Eroberungsversuche hartnäckig zurück. Doch nur gemeinsam sind sie imstande die Erfüllung einer alten Prophezeiung aufzuhalten, die den Untergang der Elfen bedeuten könnte. Bei der Rettung des Reiches lernt sie den Sommerkönig nicht nur von einer anderen Seite kennen, sondern erfährt auch mehr über ihr eigenes Schicksal…

Mit Sehnsucht habe ich dem dritten und letzten Band der Snow-Reihe entgegengefiebert, da mir „SnowFyre. Elfe aus Eis“ und „Snow Crystal. Königin der Elfen“ bereits so gut gefallen hatten.

„Snow Rose. Tochter der Feen“ reiht sich nahtlos an den zweiten Band „Snow Crystal“ an, so dass man gleich wieder problemlos in die Geschichte eintauchen kann. Diesmal geht es mehr um Luna, Skye und Soleil, über den ich gern mehr erfahren wollte, da er mich neugierig gemacht hat. Hier lernen wir ihn mal von einer anderen Seite kennen und ich fragte mich immer wieder, welche Absichten er verfolgt. Spannend ist die Frage, was es mit der Prophezeiung auf sich hat. Ich war regelrecht gepackt und fasziniert von der Geschichte, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen wollte und selbst die Nacht durchgelesen habe.

Der Schreibstil ist wie in den beiden Vorgängerbänden angenehm leicht, flüssig und magisch. Dank der wechselnden Erzählperspektiven (Soleil, Luna, Skye) erfährt man mehr über die Protagonisten und kann Handlungen und Gefühlsleben aller besser verstehen. Der Wechsel zwischen der Elfen- und Menschenwelt ist gut gelungen, so dass man den Zwiespalt von Luna, die in beiden Welten beheimatet ist, gut nachvollziehen kann. Es muss schwer für sie als einzige Fee in der Elfenwelt zu sein. Noch dazu, wo sie lernen muss, ihre Magie zu kontrollieren. Die Protagonisten sind realistisch dargestellt und haben eine gewisse Tiefe bekommen, sie wuchsen miteinander und wurden stärker. Auch gefällt mir die Verbindung zwischen Sommerkönig Soleil und Luna sehr gut.

Das Cover ist echt schön. Es passt optisch perfekt zu seinen Vorgängern. Titel und Cover sind stimmig aufgrund der Rose in Wort und Bild. Ich mag den Schriftzug von Snow Rose und die gewählten Farben.

Fazit:

„Snow Rose“ ist ein fesselnder, faszinierender Nachfolger voller Emotionen und Herz (Angst, Verrat, Liebe, Freundschaft), in der die Zukunft aller eine größere Rolle einnimmt.

Deshalb absolute Kaufempfehlung! Von mir gibt es auf jeden Fall 5 von 5 Punkte!

Alle Bände der Königselfen-Reihe:
— SnowFyre. Elfe aus Eis (Königselfen-Reihe 1)
— SnowCrystal. Königin der Elfen (Königselfen-Reihe 2)
— SnowRose. Tochter der Feen (Königselfen-Reihe 3)

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[Rezension] Sheila Reynolds „Ewig auf der Suche (Die Ewig-Saga 2)“

ewigGelungene Fortsetzung

Hach wie sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung von Olivia und Gavin gewartet und diesem Band entgegengefiebert. Ich konnte es kaum erwarten die ersten Seiten zu lesen und war sofort wieder in der Geschichte versunken und mich auf die Suche nach Gavin gemacht. Olivias schmerzlicher Verlust über ihren Seelenpartner war deutlich spürbar, so dass es mir fast wieder Tränen in die Augen trieb.

Die Grundidee hat mir schon gefallen, weshalb ich auch zu dieser Buchreihe griff. Anfangs dachte ich noch, dass sie mich an die Engel-Saga „Engelsmorgen“ etc. von Lauren Kate mit Luce und Daniel erinnert, aber diese Geschichte ist ein wenig anders, was gut so ist.

Schön fand ich, dass bereits im zweiten Band einige Fragen über die Vergangenheit der beiden aufgeklärt wurde, was für mich die Geschichte glaubwürdiger und spannender werden ließ.

Leider vermisste ich ein wenig den Antagonisten Vinzenz, es gab irgendwie zu wenige Szenen mit ihm. Ich hätte gern mehr über ihn erfahren und den Grund für sein Handeln.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Spannung und die gesamte Geschichte einfach nur traumhaft und zum Mitfiebern und Mitfühlen. Ich liebe diese Story einfach total. Auch gewannen die Charaktere und die Story mehr an Tiefe als im ersten Band. Ich kann es kaum erwarten bis der letzte Band dieser Trilogie endlich im Dezember 2018 erscheint und wir endlich erfahren wie es weitergeht. Hoffentlich werden dann auch hoffentlich alle noch offenen Fragen beantwortet!

Das Cover passt optisch sehr gut zum ersten Band „Ewig durch die Zeit“, auch wenn die Farben hier ein wenig ins violett-pinke gehen. Dennoch passt es sehr gut ins Buchregal. Ich würde mich freuen, wenn wir Gavin oder zumindest einen männlichen Protagonisten auf dem dritten Cover sehen würden … 😉

Fazit:

„Ewig auf der Suche“ ist eine gelungene, wenn auch emotionalere Fortsetzung der Ewig-Saga um Olivia und Gavin und ich kann es kaum erwarten bis endlich der dritte und letzte Band dieser Reihe im Dezember 2018 erscheint und wir endlich erfahren, wie die Geschichte endet. Deshalb absolute Kaufempfehlung!

Von mir gibt es auf jeden Fall gute 4 von 5 Punkte!

 

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[Rezension] Sabine Schulter „Die Revolution (Die Geschichte von Sin und Miriam 3)“

ssdrGelungener Abschluss der Trilogie

Nachdem ich Band 1 und 2 regelrecht verschlungen hatte, wartete ich sehnsüchtig auf Band 3 und die Fortsetzung von Miriam und Sin. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit beiden weitergeht und schlussendlich endet.

Ich konnte wieder problemlos in die Geschichte eintauchen und Miriams Geschichte folgen trotz des kleinen Zeitsprungs zu Beginn. Ich glaube, dieser Zeitsprung war notwendig, um die Charaktere erwachsener werden zu lassen. Ich hatte eine ähnliche Story wie in den Vorgängerbänden erwartet, stürzte jedoch ins unbekannte Unerwartete hinein und bin froh darüber. Denn es ist viel interessanter zu lesen, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Miriam ist auch erwachsener geworden, nicht nur dank ihrer Ausbildung. Auch andere Protagonisten entwickelten sich und bekamen mehr Tiefe, was mir gefiel.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Geschehnisse gut und spannend geschrieben, Emotionen und Handlungen sind schlüssig, die Charaktere gut geformt und beschrieben, so dass ich auch einige Charaktere, die ich anfangs nicht besonders mochte allmählich in mein Herz aufnahm. Es gab auch einige Wow-Effekte, die mich begeisterten und mich regelrecht an das Buch fesselten. Ich fragte mich immer wieder, wer der Verräter ist und war über die Auflösung ein wenig geschockt … Gegen Ende wird das Ganze zwar ein wenig vorhersehbar und der Spannungsbogen baute ab, aber das hat meinen Lesefluss nicht groß gestört. Wichtig war, dass meine Fragen beantwortet wurden und das Gesamtbild für mich stimmig war. Ich bin nun zwar etwas traurig, dass die Geschichte um Miriam und Sin nun beendet ist, aber ich kann die Bücher jederzeit noch mal lesen J

Das Cover passt optisch gut zu seinen beiden Vorgängern und perfekt in mein Bücherregal. Ich mag die Farben sehr. Mir gefällt jedoch die Kombination der beiden Köpfe nicht so ganz. Hier hätte ich mir etwas anders gewünscht. Der Schriftzug des Titels hingegen ist wieder angenehm schön.

Fazit:

Der dritte Band um Miriam und Sin ist ein würdiger und gelungener Abschluss der Trilogie. Obwohl ich Band 1 vom Spannungsaufbau und Plot her am besten fand, ist dieser Band auch etwas ganz besonderes. Deshalb verleihe ich 4 von 5 Sternen.

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