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Archiv der Kategorie: Allgemein

[Rezension] Stefanie Hasse – Schicksalsbringer (Band 1)

51CPOvlICKLZu viele Verwirrungen und Logikfehler – hatte mehr erwartet!

Ich liebe Geschichten über Götter und habe bisher alle Bücher mit und über Götter verschlungen, die ich finden konnte. Deshalb musste ich unbedingt auch „Schicksalsbringer“ haben.

Die Grundidee in „Schicksalsbringer“ mit der Schicksalsmünze und den drei ungleichen Brüdern, die von Fortuna erschaffen wurden, finde ich genial. Eine Münze, mit der man das Schicksal anderer Menschen beeinflussen kann. Gefällt mir, denn immerhin führte dies auch zum Kauf dieses Buches.

Nun aber zum Negativen dieses ersten Bandes einer Dilogie:

Logikfehler. Davon gibt es leider so einige in dieser Geschichte: z. B. klappt Kiera ihren Laptop zu, um ihn vor Phönix zu schützen und im nächsten Satz klappt sie ihn schon wieder zu – obwohl sie ihn nicht noch mal geöffnet hat. Oder als Phönix mit einem Blut versüfften T-Shirt durch die Stadt läuft, in einen Bus steigt und erst DANACH Kiera auffällt, dass Phönix doch so bitte nicht herumlaufen könne. Und das, obwohl sie die ganze Zeit direkt an seiner Seite war. Solche und ähnliche Szenen gibt es immer wieder im Buch, so dass es den Eindruck erweckte, dass hier kein Lektor Korrektur gelesen hat.

Dann gab es auch immer wieder diese Szenensprünge und ich wusste gar nicht, wo sich die Protagonistin plötzlich befand, musste zurück- und wieder vorblättern, um zu verstehen. So war Kiera z. B. erst auf dem Weg zum Bus, plötzlich saß sie schon eine ganze Weile im Bus und befand sich kurz vor dem Ausstieg. Wo bitte ist die kleine Szene oder zumindest ein Satz, dass Kiera in den Bus eingestiegen ist und Platz genommen hat oder kann sie sich plötzlich auch beamen????

Es gab auch ein Kapitel, in dem es hieß, dass die Schicksale unsterblich sind und auf der nächsten Seite hieß es plötzlich, dass sie doch sterben können? Wie ist das möglich, wenn sie doch unsterblich sind?

Die Charaktere waren alle irgendwie nicht meins. Ein Verwirrspiel der göttlichen Brüder Phönix und Hayden gab es zu lösen. Denn beide schienen mal gut und mal böse. Irgendwie wusste ich nicht, wer hier nun der böse Bruder sein sollte, vermutete aber Phönix, da er so arrogant und von sich eingenommen darbot. Trotz allem wirkten beide Brüder – Phönix und Hayden flach und schlecht einschätzbar. Das einzige was sie wirklich gut draufhatten, waren ihre stechend bösen Blicke.

Mit der Hauptprotagonistin Kiera wurde ich auch nicht warm. Ich gewann teilweise den Eindruck, dass sie gar nicht tiefgreifende Gefühle hat. Das begann schon mit den ersten Kapiteln. Kiera war nicht in der Lage, Gefühle zu erfassen und erst recht nicht mitzuteilen oder zu zeigen. Ganz schlimm wurde es zum Ende des Romans als alle wichtigen Menschen um sie herum aus ihrem Leben verschwanden und sie nicht einmal eine einzige Träne vergoss. Das erschien mir völlig unrealistisch. Kiera hinterließ bei mir den Eindruck, eiskalt und gefühllos zu sein, obwohl ich vermute, dass die Autorin das nicht darstellen wollte.

Ich hatte eher das Gefühl von Chaos in allen Bereichen, kein roter Faden, keine Struktur.

Etwas zu heftig war auch meiner Meinung nach die Vielzahl der angesprochenen Probleme. Erst die Trennung samt Umzug der Eltern von Kiera, dann die geheimnisvolle Schicksalsmünze, das wichtige Konzert von ihrem besten Freund, eine „heimliche“ Liebe, die eine Freundschaft gefährden könnte, dann eine echte Liebe etc. Es war einfach too much.

Der Schreibstil war zwar leicht und flüssig, aber voller Irrungen, Wirrungen und Logikfehler, was das Lesen erschwerte. Ich fragte mich immer wieder, ob hier überhaupt ein Lektor drübergeschaut hat, obwohl es in der Danksagung erwähnt wurde. Ich glaube eher an einen Scherz.

Es kam auch leider überhaupt keine Spannung auf, die mich packte und ich das Buch nicht hätte aus der Hand legen können. Eher im Gegenteil. Es war für mich ein Leichtes, das Buch für mehrere Tage wegzulegen und nicht einmal über diese Geschichte nachzugrübeln. Das lag vermutlich auch an den zunehmenden Verwirrungen je weiter ich das Buch las.

Der Prolog ist in der 3. Perspektive geschrieben, wie ein Beobachter einer grusligen Szene auf dem Jahrmarkt. Alle weiteren Kapitel sind aus der Sicht von Kiera geschrieben (Ich-Perspektive), so dass man mehr in ihre Gedankenwelt abtauchen und ihre Handlungen besser nachvollziehen kann. Zwischendurch gab es immer wieder kleinere kursiv gestellte Einschübe eines weiteren Erzählers, der das Geschehene um Kiera und die Schicksalsmünze beobachtet und kommentiert. Diese kleinen Szenen machten neugierig bzw. bestätigten meinen Verdacht über den weiteren Handlungsverlauf der Geschichte.

Es ist in „Schicksalsbringer“ immer wieder die Rede davon, dass „die anderen Götter“ nicht wollten, dass Fortuna an Macht gewinnt und mehr Macht besitzt als sie selber. Aber WER sind denn die anderen Götter? Ich hätte mir an dieser Stelle gern ein paar Namen gewünscht, vielleicht am Ende des Buches ggf. eine Legende, wer diese Götter sind. Aber in diesem Roman suchte man danach leider vergebens. Es blieb kryptisch „die anderen Götter“, was mich als Leser unbefriedigt zurücklässt.

Ebenso hätte ich mir eine Übersetzung und eine Erklärung zu dem lateinischen Singsang „O Fortuna“ gewünscht, der gleich zu Beginn des Romans auftaucht. Aber leider auch hier wieder Fehlanzeige.

Das Cover hat mich magisch angezogen. Es wirkt ein wenig mysteriös, geheimnisvoll und auch etwas verspielt dank der Verwaschungen und Ornamente. Der Blick des weiblichen Models ist unergründlich tief und macht neugierig auf die Geschichte. Der leicht verschnörkelte Schriftzug des Haupttitels gefällt mir und ich mag die violett-pinke Farbkombination, was das Cover einen Hauch magisch erscheinen lässt.

Fazit:

Aufgrund der Vielzahl an Rechtschreib- und Logikfehlern, die zu reichlichen Verwirrungen sorgten und mir das Lesen vermiesten wie auch der eher flachen Charaktere kann ich nur 3 von 5 Punkten vergeben. Ein Punkt davon ist für das faszinierende Cover. Der Klappentext samt dem tollen Cover und dem ganzen Hype um das Buch hatten irgendwie mehr erwarten lassen als es letztendlich der Fall war. Schade.

Ich bin innerlich zerrissen. Einerseits würde mich interessieren, wie die Geschichte in Band 2 „Schicksalsjäger“ weitergeht, andererseits habe ich keine Lust wieder über all diese Logikfehler zu stolpern …

 

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[Rezension] Jennifer L. Armentrout – „Oblivion 2 – Lichtflimmern“

o2lfVon Daemon Black bekommt man nie genug

Daemon Black ist cool und irgendwie heiß und gefährlich. Er ist aggressiv, angriffslustig und arrogant und doch hat er eine herzliche und liebevolle Seite. Diesem Protagonisten kann und muss man einfach verfallen. Genauso ist es mir ergangen … wieder einmal.

Ich mochte seine Sichtweise von „Opal – Schattenglanz“, so erfuhr ich endlich, was er dachte, erlebte und durchmachte als Katy verschwunden war oder sich mit Blake einließ.

Auch dieser Band war wieder einmal mega spannend geschrieben, so dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte. Endlich wurden auch all die Lücken geschlossen und Fragen beantwortet, die sich mir in „Opal – Schattenglanz“ stellten. Als Leser erfährt man auch mehr über die Lux, da man sie direkt über Daemon kennenlernt und sie dadurch auch als Nebencharaktere mehr Tiefe erfahren.

Am Ende gab es einen fiesen Cliffhanger, der mich regelrecht wahnsinnig macht, weil ich unbedingt wissen muss wie es weitergeht. Jetzt steht nur noch die Entscheidung: Was mache ich? Entweder muss ich jetzt bis zum 28. Februar 2018 warten bis der dritte Oblivion-Band veröffentlicht wird oder ich lese den 3. Band aus Katys Sicht „Opal – Schattenglanz“. Daemons Sicht wäre mir aber garantiert wieder die liebste Option, weil er ein cooler Typ ist und durch ihn die Geschichte noch mehr Spannung und Humor hat.

Der Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig, die Geschichte ist spannend und man erfährt endlich die Gründe für Daemons Handlungsweisen, wodurch sein Charakter noch einiges an Tiefe gewinnt.

Das Cover gliedert sich wunderbar in die Onyx- und Oblivion-Reihe ein und ich liebe es. Ich liebe das herrliche Licht- und Farbspiel ein, dass mich an eine Mischung aus silbrig-goldenem Sonnenlicht und Schatten erinnert. Es ist wahrlich ein Lichtflimmern …

 

Fazit:

„Lichtflimmern“ ist eine tolle fast eigenständige Geschichte und Ergänzung zu „Opal“ und bietet tolle neue Szenen, die man gelesen haben muss, um mehr über die Lux und Daemon zu erfahren. Denn Daemon Black ist einfach eine coole Socke! Ich liebe seine Sichtweise deutlich mehr als die von Katy. Es ist so witzig, seinen Gedanken zu folgen und herauszufinden was er als nächstes plant. Es macht einfach Spaß! Ich bin schon sehr gespannt auf Teil 3 der Oblivion-Reihe.

Wegen dem fiesen Cliffhanger muss ich mir nun Katys Sicht in „Opal – Schattenglanz“ durchlesen, vielleicht erfahre ich da mehr. Außerdem bin ich neugierig, wie die Geschichte in Band 3 fortgesetzt wird.

Ich vergebe volle 5 von 5 Punkten an „Lichtflimmern“

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#daemonblack #oblivion #lichtflimmern #opal #schattenglanz #jenniferarmentrout #jenniferlarmentrout #cliffhanger #lux #rezension #bibliomantik

 

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[Rezension] Megan Miranda „Gefährliche Wahrheiten“

mmgwRasanter Jugendthriller mit der Hauptthematik Angst – sehr gelungen!

 Klappentext:

Überall lauert Gefahr! Das weiß die 17-jährige Kelsey nur zu gut. Denn ihre Mutter hat das Haus seit Kelseys Geburt nicht verlassen – seit sie mehreren Kidnappern entkommen konnte. Zu ihrem Schutz verhält Kelsey sich möglichst unauffällig. Doch ein Autounfall, bei dem sie von einem Mitschüler gerettet wird, löst ein wahres Medienfeuer aus. Als Kelsey wenig später abends nach Hause kommt, ist ihre Mutter verschwunden. Und auf dem Gelände verstecken sich Fremde. Aber das Böse wartet nicht im Dunkeln, sondern in der Vergangenheit.

Dies ist mein erstes Buch von der Autorin Megan Miranda und ich bin so froh, dass ich dieses Buch in der Was-liest-du-Leserunde lesen durfte und mich mit den anderen austauschen konnte. Es war gut und hilfreich, bei all der Spannung und Angst in dieser Geschichte.

Das Hauptthema in diesem Jugendthriller ist Angst. Darum gewoben wurde eine sehr spannende Geschichte über Freundschaft, Mut, Hoffnungslosigkeit und Vertrauen auf das Erlernte. Die Geschichte um Kelsey zeigt uns immer wieder Lösungen auf, unsere Ängste zu bewältigen und über unseren eigenen Schatten zu springen. Sie zeigt aber auch, wie Ängste entstehen und welche Auswirkungen sie auf den Menschen und sein Umfeld haben.

Ich finde das Buch mit seiner Thematik sehr unterhaltsam und wichtig und der Thriller selbst ist mega spannend. Meiner Meinung nach sollte jeder dieses Buch lesen, der wie Kelsey und ihre Mom panische Angst haben – egal ob durch eine Entführung, einen Vorfall oder durch eine psychische Erkrankung.

Kelsey war mir von Anfang an sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in ihre Situation hineinversetzen und die verschiedenen Blickwinkel und Gedankengänge nachvollziehen. Die Ich-Perspektive, in der der Thriller geschrieben war, half dabei, mich besser in Kelseys Gedankenwelt zu versetzen und ihre Handlungen nachzuvollziehen. Trotzdem sah ich in allem und jedem Gefahr, was wohl auch aufgrund der ganzen Spannung gelegen hat. Selbst Ryan hielt ich für einen Verdächtigen, obwohl er eigentlich ein ganz herzlicher Typ war und nur helfen wollte – eben typisch Feuerwehrmann. Dennoch sah ich überall durch Kelseys Augen Gefahren und suchte Fluchtmöglichkeiten. Ich war regelrecht gefangen in ihren Gedanken und in der ganzen Action und Spannung, so dass es mir wirklich schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Und hatte ich es dann mal aus der Hand gelegt, machte ich mir Gedanken über den weiteren Verlauf bis ich mir das Buch schließlich wieder schnappte und weiter las. Zu Beginn des Buches erfährt man von der einödigen Routine, die in Kelseys Leben herrscht und das ihr gesamtes Leben geplant ist und sie nicht davon abweicht. Bis der Unfall geschieht und Kelseys Leben auf den Kopf stellt. Wir erleben den inneren Kampf in Kelsey einerseits die Sicherheit aufrechtzuerhalten, andererseits in Freiheit weiterzuleben. Kelsey ist ein starker, mutiger und tiefgehender Charakter, aber auch die Nebencharaktere sind gelungen, wenn auch noch ein wenig ausbaufähiger.

Auch ganz wichtig in dieser Geschichte ist das Thema Freundschaft, erst die Freundschaft zwischen Annika und Kelsey und dann die mit Ryan. Aber auch mit Emma und Cole. Es war interessant die Entwicklung der Freundschaften zu sehen und wie stark oder schwach sie im Laufe der Zeit wurden.

Der Schreibstil an sich war zu Beginn des Buches etwas gewöhnungsbedürftig und holprig. Die Sätze waren kurz, durch Doppelpunkte getrennt, stichpunktartig und teils verwirrend. Aber das besserte sich im Laufe des Buches rasch und unterstrich die Spannung der Geschichte, so dass ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte. Hin und wieder gab es einige kleine Ungereimtheiten, aber im Großen und Ganzen war es leicht und flüssig zu lesen und permanent dramatisch und voller Action.

S.52

》Ich hielt mich an Ängsten fest, ihrer wundervollen Vertrautheit. Und sie krochen mir wie Spinnen über die Haut, bis die einzige Lösung darin bestand, mich ihnen hinzugeben, in Regungslosigkeit.《

Megan Miranda versteht es gut, Ängste sehr genau als panisches Gefühl darzustellen und zu beschreiben, so dass es jeder nachvollziehen kann. Das Gefühl der Angst war die ganze Zeit in der Geschichte greifbar. Sie hat es wirklich verstanden, wie Ängste auf den Menschen wirken und welche Auswirkungen sie haben.

Mich hat dieses Cover total in seinen Bann gezogen. Die Idee mit dem Frauengesicht in Farbe, das von grauen Papierstücken versteckt und allmählich aufgedeckt wird wie ein Puzzle, baut schon allein bei der Betrachtung Spannung auf. Die Zettel sehen einerseits aus wie Tapete, andererseits könnten es auch die Klebezettel sein. Die Papierstücke sind grau, so als ob es ein großes düsteres Geheimnis gibt, dass erst enthüllt werden muss. Man könnte sagen, dass je mehr dieser grauen Puzzleteile aufgeklärt werden, die junge Frau endlich erfährt, wer sie wirklich ist und dadurch „erblüht“.

Fazit:

„Gefährliche Wahrheiten“ ist ein nervenaufreibender, rasanter und spannender Jugendthriller, der Angst als Hauptthema hat und darum eine actionreiche Geschichte gewoben hat. Die Hauptprotagonistin ist stark und mutig, die dargestellten Gefühle sind sehr authentisch und real beschrieben, es gibt viele Entwicklungen, Wendungen und Überraschungen mit denen man als Leser so nicht rechnet. Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt und bin sehr froh an der Was-liest-du-Leserunde teilgenommen zu haben. Vielen Dank J

Dieses Buch sollte verfilmt werden, auch wenn es ein wenig an einen anderen Film erinnert 😉

Ich werde die Welt nun ein wenig mit anderen Augen sehen und mehr sichtbare und unsichtbaren Ausgängen und Fluchtmöglichkeiten suchen, dank Kelsey 😉

Ich vergebe sehr gute 4,5 von 5 Punkten.

 

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#meganmiranda #gefährlichewahrheiten #angst #jugendthriller #thriller #vergangenheit #puzzle ##geheimnisse #pageturner #nervenkitzel

 

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[Rezension] Jennifer Alice Jager „Sinabell – Zeit der Magie“

sinabellEnttäuschend, zu viel Potenzial vergeudet

Die Grundidee dieser Märchenadaption hat mir gefallen, wie auch der leichte jedoch auch sprunghafte und unlogische Schreibstil der Autorin. Auch fand ich die Idee mit dem geheimnisvollen Wald, dem magischen Einhorn und den magischen Büchern prima. Allerdings hätte ich das Buch nach nicht mal der Hälfte wegen Langatmigkeit und Spannungslosigkeit bei Seite gelegt und nicht weiter gelesen. Aber irgendwie zwang ich mich durch das Buch bis zum Schluss. Mich hatte die Frage interessiert, was mit Sinabell und dem Prinzen geschieht. Einige Szenen fand ich gelungen und schön, teils sogar märchenhaft, aber ab der Hälfte konnte mich das Buch dann überhaupt nicht mehr fesseln. Alles war langatmig geschrieben, ich konnte mich in die Figuren kaum mehr hineinversetzen und die Verwandlung des Einhorns plötzlich nicht mehr verstehen. Und dann noch das mysteriöse Gespräch von Einhorn und Drachenkönigin. Sehr fragwürdig. Ich wusste in dieser Geschichte überhaupt nicht, wer gut und wer böse ist, weil es plötzlich alle zu sein schienen, ganz gleich ob magisches Fabelwesen oder die Familie um Sinabell. Alle schienen nur das Schlechte für Sinabell zu wollen. Aber um diese einzelnen Charaktere zu verstehen, waren sie mir alle viel zu oberflächlich und grau. Ich konnte weder ihre Handlungsweisen noch ihre Gedanken begreifen und musste ein ums andere Mal kopfschüttelnd das Buch bei Seite legen. Das Ende … tja, irgendwie hatte ich es so erwartet, es war vorhersehbar und doch hinterließ es viele Fragen, die ich gern beantwortet wüsste, z. B. wieso die Wachen plötzlich Sinabell gehorchten und nicht dem König, nur weil sie das Horn des Einhorns in den Händen hält. Oder die Frage, warum der König das Einhorn überhaupt eingesperrt hatte und wieso es sich doch hatte befreien können, es dies aber nicht tat? Diese und andere Fragen bleiben leider unbeantwortet.

Der Handlungsstrang war sehr holprig und unausgereift. Hier hätten viele Szenen viel besser und schöner ausgearbeitet werden können, so dass auch die Charaktere mehr Tiefe bekommen und man als Leser sich mit ihnen anfreundet, mit ihnen mitfühlt, mitfiebert und mitleidet. Von Magie, Leidenschaft und Liebe fehlte mir hier leider jede Spur. Ich hatte eher das Gefühl, dass die gesamte Geschichte einfach willenlos heruntergeschrieben werden musste, weil der Abgabetermin nahte. Es wirkte einfach nur fade.

Das Cover ist märchenhaft schön. Es erinnert an einen magischen vielleicht teils verbotenen Wald, der gefährlich sein kann und eine Prinzessin, die die Gefahr sucht. Ich mag die geschwungenen Lettern sehr gern und den verheißungsvollen Titel. Leider blieb der Titel auch als einziges verheißungsvoll, denn die Geschichte selbst war es nicht. Schade.

Fazit:

Diese Story hatte gewaltiges Potenzial sich zu einem wunderschönen Märchen zu mosern. Doch aufgrund des sprunghaften unlogischen Schreibstils und der sehr flachen Charaktere ging dieses Potenzial leider verloren und ich war ab der Hälfte des Buches nur noch gelangweilt. Ich kann nur 2 von 5 Punkten vergeben – einen Punkt für das schöne Cover und einen Punkt für die schöne Grundidee.

PS: Ich wollte eigentlich noch weitere Bücher dieser Autorin lesen, aber nach 2 so schlechten Büchern von ihr, ist es mir erst einmal vergangen.

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Verfasst von - 11. Februar 2018 in Allgemein, Fantasy, Märchen, Rezensionen

 

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[Rezension] Jennifer L. Armentrout „Oblivion 1 – Lichtflüstern“

9783551583581Herzerfrischend fantastisch

Inhalt:

Als Katy nebenan einzieht, weiß Daemon sofort: Das gibt Schwierigkeiten. Er darf keinen Menschen an sich heranlassen, denn das würde Fragen aufwerfen. Warum bist du so stark? Wie kannst du dich so schnell bewegen? Was BIST du? Die Antwort darauf ist ein Geheimnis, das niemals gelüftet werden darf. Doch Katy bringt Daemon vom ersten Tag an aus der Fassung. Er will ihr nahe sein, aber diese Schwäche kann er sich nicht erlauben. Sich in Katy zu verlieben würde nicht nur sie in Gefahr bringen – es könnte auch das Ende der Lux bedeuten.

Die epische Liebesgeschichte von »Obsidian. Schattendunkel« – erzählt aus Daemons Sicht!

Ich liebe Bücher, in denen Aliens auf der Erde unter uns Menschen leben, was ein Grund für mich war, dieses Buch zu lesen. Jennifer L. Armentrout hat eine wunderbare Geschichte aus Licht- und Schattenwesen unter den Menschen gewoben, die ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte oder wollte.

Ich kannte die Bücher um Katy und Daemon nicht bis ich dieses Buch aus Daemons Sicht für mich entdeckte und in seine Version des Kennenlernens von Katy eintauchte. Die Autorin schreibt so herzlich und verdammt ehrlich in der Ich-Perspektive, dass es mir megaleicht fiel, mich in Badboy Daemon hineinzuversetzen und seine Gedanken- und Gefühlswelt mitzuerleben. Es war ein wahrer Genuss. Die Wortgefechte zwischen Katy und Daemon fand ich immer wieder erfrischend und kam aus dem Grinsen kaum heraus. Ich liebe diese Szenen regelrecht und fieberte ihnen mit jeder Seite entgegen. Daemon wirkte auf mich tiefgründig und echt, ein Typ zum Anfassen, obwohl er sich manchmal als ein riesiger A… entpuppte, den ich gern mal eine gescheuert hätte. Aber das machte Daemon eben aus und insgeheim mochte ich das auch an ihm. Mir gefiel es gut, dass ich viele verschiedene Dinge über Daemon und seine Welt und die Gaben seiner Spezies erfuhr. Die Lichtspuren und ihre Verwandlungskunst beeindruckten mich hierbei am Meisten. Diese Hintergrundinformationen haben mir das Lesen und Verstehen erleichtert, weil ich mich besser in die Lux hineinversetzen konnte … ihre Ängste begreifen konnte. Ebenso erfährt man, dass die Lux sich dem Leben der Menschen auf der Erde anpassen müssen, sonst „verschwinden“ sie, was ggf. mit dem Verteidigungsministerium zusammenhängt. Denn die haben immer ein Auge auf die Lux und bestimmen über ihr Leben. Dieses Wissen ist hilfreich, um den Zwiespalt von Daemons Gefühlen zu verstehen in denen er steckt, seit Katy nebenan eingezogen ist.

Katy mochte ich in diesem Band gern und ich fand, dass das Mädel echt taff, sympathisch und mutig ist. Denn wer bitte geht mit einem Fremden allein in einen dunklen Wald oder stellt sich den Schatten, aber ihr fehlte es trotz der tollen Wortgefechte mit Daemon ein wenig an Tiefe. Ich mochte die Idee, dass Katy ein totaler Buchnerd ist und überall ihre Bücher im Haus verteilt sind und ich würde zu gern wie Daemon ihren Buchblog lesen und ihre Videos sehen, um sie so noch besser kennenzulernen und zu erfahren, welche Bücher sie liebt und welche nicht. Ich bin gespannt auf den Band „Schattendunkel“ – also Katys Sicht der Geschichte. Da lerne ich sie hoffentlich besser kennen.

Dee mochte ich als Schwester und Freundin sehr gern. Ich hätte gern mehr über sie erfahren und auch über ihren verlorenen Bruder Dawson, um zu verstehen, warum sie und Daemon sich so unterschiedlich gegenüber Menschen verhalten. Leider gab es auch mit ihr zu wenige Szenen, um sie besser kennen zu lernen, was ich sehr schade finde.

Die Handlung ist eine Mischung aus Spannung, Schlagabtausch und Wortgefechten, Freundschaft, einem superheißen Hauch Romantik, Eifersucht und Kampfszenen. Also ein perfekter Fantasie-Jugendroman. Manchmal erinnerte „Lichtflüstern“ mich an die Serie Roswell, dann ein wenig an Twilight … irgendwie war es ein toller Mix aus beidem mit einem Hauch Sarkasmus, dem ich nicht widerstehen konnte. Ich hatte keine Chance dieses Buch aus den Händen zu legen, ich musste wissen, wie es weitergeht und bemerkte kaum wie die Zeit um mich herum verging. So sehr hatte mich dieses Buch gefesselt.

Das Cover ist Licht pur und passt wunderbar perfekt zu den anderen Bänden der Obsidian-Reihe mit seinen warmen Lichtpunkten und Farben, den Charakteren, die in einem Feld stehen. Es wirkt alles in allem so naturverbunden und rein, wie die Lux es sind.

Fazit:

Dieses Buch kann man lesen, ohne die Obsidian-Reihe zu kennen. Ich denke sogar, dass man sie vielleicht zuvor lesen sollte, um so mehr Hintergrundwissen zu haben ehe man in die Obsidian-Reihe einsteigt.

Ich fand dieses Buch echt herzerfrischend, humorvoll, witzig und war permanent am Grinsen, was zumeist an den Dialogen und Daemons Gedanken lag. Deshalb werde ich mir auch alle anderen Bände kaufen, weil ich noch tiefer in die Geschichte um Daemon und Katy eintauchen will. Ich liebe die beiden schlagfertigen Charaktere einfach zu sehr ❤

Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl: 5 von 5 Punkten!

PS: Ich gehe mir nun „Schattendunkel“ kaufen 😉

 

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[Rezension] Eva Völler „Zeitenzauber 1 – Die magische Gondel“

gondelEin toller Reiseführer durch Venedig um 1499 ❤

Beschreibung:

Anna verbringt ihre Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig, ist jedoch zu sehr mit der Technik des 21. Jahrhunderts beschäftigt, als ihren Eltern zuzuhören. Doch dann geschieht das Unmögliche. Anna landet nach ihrem Sturz ins Wasser in einer roten Gondel, die sie ins Venedig von 1499 bringt und somit ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt.

Die Thematik der Zeitreise fasziniert mich schon von jeher, deshalb war dieses Buch für mich ein Muss. Ebenso gefiel mir die Idee, ins Venedig von 1499 zu reisen, weshalb ich sofort nach dem Kauf des Buches in die Geschichte eintauchte.

Die Spannung in dieser Geschichte war im oberen Bereich, denn Anna stolperte irgendwie von einer Katastrophe, so dass ich immer mitfieberte und hoffte, dass sie aus dieser brenzligen Situation wieder herauskäme. Allerdings war das meistens einfach gelöst. Ich hätte mir da mehr Spannung und mehr Action erhofft.

Die Liebesbeziehung zwischen Anna und Sebastiano kam mir irgendwie zu plötzlich. Ich habe zwar Annas Schwärmerei für Sebastiano vom ersten Augenblick ihrer Begegnung an mitbekommen. Doch von Sebastiano kam rein gar nichts. Entweder war er verschwunden, mit der heißen Marietta zusammen, war irgendwie pampig zu Anna oder wollte sie zurück nach Hause bringen, was zu seiner Pflicht gehörte. Ich spürte da gar keine Anziehung zwischen den beiden. Zumindest nicht bis Sebastiano im Fieber lag. Ich dachte, dass er nach seiner Genesung plötzlich umschwenken würde und behaupte, es wäre nur im Fieber gewesen. Aber dem war zum Glück nicht so. Dennoch hatte ich nicht das tiefe Gefühl gehabt, dass da zwischen Anna und Sebastiano irgendetwas lief. Hier hätte ich mir Sätze wie „Er warf mir heiße Blicke zu.“ oder „Er beobachtete mich aus seinen Augenwinkeln.“ oder dergleichen gewünscht. Aber da war rein gar nichts. Deshalb war ich sehr überrascht, als er plötzlich auch Gefühle für die Hauptprotagonistin hegte und ich fragte mich ernsthaft seit wann das so war und wie das überhaupt kam. Liebe auf den ersten Blick??? Das empfand ich anfangs als wenig glaubwürdig. Dies änderte sich jedoch mit Sebastianos Rückkehr ins Jahr 1499 als sie sich wiederfanden.

Der Schluss gefiel mir gut, denn er ließ keine Fragen offen über die ich mir wahrscheinlich den Kopf zerbrochen hätte. Es gab keinen direkten Cliffhanger, das Buch ist in sich abgeschlossen und kann als Einzelband gelesen werden. Ich fand es gut, dass für jeden (noch so kleinen Neben-)Charakter eine Lösung gefunden wurde, die mich als Leser im Großen und Ganzen zufriedenstellte. Ich fand zwar schade, dass Matthias nicht das wurde, was er wirklich erhofft hatte, aber diese Lösung hatte auch etwas Positives.

Der Schreibstil war wunderbar leicht und flüssig und gespickt mit einem Hauch Humor, der mir sehr gut gefiel und mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachte, da es in der Ich-Perspektive aus Sicht von Anna geschrieben wurde. So konnte ich mich von Anfang an auch gleich gut in die Geschichte hineinversetzen und ins Venedig des Jahres 1499 abtauchen. Auch gab es einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Besonders aber gefielen mir die Beschreibungen Venedigs im Jahr 1499. Ich konnte mir alles dank der detailreichen Erläuterungen sehr gut vorstellen, angefangen von den Gebäuden, Kleidungsstücken bis hin zu den widerwärtigen Gerüchen, wobei ich bei letzterem froh bin, dass es weder Geruchsfernsehen noch Geruchsbücher gibt *g* Selbst wie ein Gebäude in der Lagune erbaut wird, wurde super erklärt und damit eine meiner Fragen beantwortet, wie Häuser gebaut werden. Man erfuhr aber auch so einiges über Heilkräuter und Wundheilung vor 500 Jahren, was mich begeisterte. Hier wurde sehr gut recherchiert.

Auch gefielen mir die Charaktere. Anna war gut durchdacht und mutig, hatte einen tollen Humor, ich konnte in ihren Kopf und ihr Gefühlsleben kucken und ich lernte einiges über sie und auch die Autorin (besonders über ihre Lieblingsfernsehserien). Ich mochte Anna und ihre Denkweise sehr. Matthias mochte ich auch sehr gern und hätte mir ein anderes Schicksal für ihn erhofft. Mir gefiel die Freundschaft zwischen Anna und Matthias/Matteo sehr. Schade, dass sie nur kurzflächig auftrat.

Anna hatte die Tiefe, die ich bei einigen anderen Charakteren leider vermisste. Ich hätte z. B. gern viel mehr über Sebastiano erfahren und über Clarissa und verstehe noch immer nicht den Sinneswandel von Dorothea. Wieso war sie am Ende plötzlich wie ausgewechselt? Was führte sie auf diesen Weg? Irgendwie fehlt mir hierfür noch die wirkliche Erklärung, denn mit „Sie hatte sich in den falschen Mann verliebt.“ Reicht mir dafür nicht. Die Eigenschaften wurden zwar gut beschrieben, aber es fehlte mir an richtiger Tiefe, wie es eben bei Anna der Fall war. In sie konnte ich mich am Besten hineinversetzen.

Das Cover ist wunderbar verspielt. Es zeigt eine rote Gondel, die bei Vollmond durch die Kanäle Venedigs fährt. Auf diese Weise wird dem Betrachter schon ein wichtiger Hinweis gegeben, wie die Zeitreisen von Statten gehen.

Fazit:

Der Zeitreise-Roman „Die magische Gondel“ um Anna und Sebastiano ist eine gelungene Mischung aus Reiseführer, Geschichte, Fantasie, Freundschaft und Romanze und ein toller Auftakt der Trilogie von der ich mehr lesen werde. Man erhält als Leser einen wunderbaren Einblick in die Lagunenstadt Venedigs um 1499, was ein absolutes Muss für jeden Venedig-Fan ist, der mehr über diese Stadt samt ihrer majestätischen Gebäude, die Bauart und das Leben in der Vergangenheit erfahren möchte.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeitreise in die Vergangenheit und ich mochte sie sehr gern. Deshalb vergebe ich gute 4 von 5 Punkten für „Zeitenzauber – Die magische Gondel“.

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[Rezension] Neil Gaiman „Der Fluch der Spindel“

DerFluchderSpindelenttäuschend – hatte mehr erwartet

Ich hatte mich wahnsinnig auf die Hardcoverausgabe der Märchenadaption mit tollen Zeichnungen um Schneewittchen und Dornröschen gefreut. Doch der abgehackte Schreibstil des Autoren Neil Gaiman mit kurzen knappen Sätzen und fehlenden Szenen war für mich absolut nicht märchenhaft und flüssig zu lesen. Die Sätze waren kurz, teils nicht zusammenhängend verständlich und manches Mal fehlten Verben und Substantive, was das Lesen erschwerte. Zudem wurden einige Handlungen/Szenen einfach weggelassen, so nach dem Motto: Der Leser kann sich denken, was hier geschieht. Kann der Leser vermutlich, aber beschrieben wäre es doch viel schöner mit märchenhaften Worten des Autors. Doch diese vermisste ich im gesamten Buch total. Man hätte so viel mehr daraus machen können oder war diese Kurzgeschichte auf eine bestimmte Zeichenanzahl begrenzt? Es hat mir absolut keinen Spaß gemacht, bei diesem unschönen Schreibstil der Geschichte zu folgen, die eh nur 72 Seiten lang war und sehr oft von Illustrationen in schwarz-weiß mit einem Klecks gold unterbrochen wurde.

Die Geschichte entwickelt sich anfangs wie ein Märchen, doch dann verwandelt sie sich in eine Art Zombi-Apokalypse, in der die Schlafenden die Hauptakteure verfolgen. Viel Gefahr konnte ich jedoch nicht spüren.

Und dann gibt es noch die böse Hexe … wie in jedem Märchen.

Das Ende hat mich etwas fragend zurückgelassen und war anders als erwartet. Es gibt einige Situationen, für die ich gern noch eine Erklärung gehabt hätte, um zu verstehen wieso ein Protagonist so gehandelt hat wie er es in dieser Kurzgeschichte tat.

Mit den Protagonisten bin ich nicht warm geworden. Sie waren alle recht oberflächlich dargestellt. Ich konnte als Leser nicht in ihre „Köpfe“ sehen und ihre Handlungen teilweise nicht nachvollziehen. Besonders was die Königin betrifft, die durch diese Geschichte führt und Schneewittchen ist. Aber Namen gibt es nicht. Überhaupt nicht. Alle werden nur durch ihr Äußeres bzw. ihren Beruf beschrieben. Von den 7 Zwergen aus Schneewittchen gibt es auch nur 3.

Nachvollziehen kann ich auch Folgendes nicht: Alles schläft. Mensch und Tier. Außer Spinnen. Die weben ganz vergnügt seit über 80 Jahren ihre Fäden. Maden sind ebenso wach. Wieso sind Spinnen und Maden munter, während alles andere in einen Tiefschlaf verfallen ist? Leider gibt es keinerlei Erklärungen dazu. Vielleicht sollte es nur den Grusel-Ekel-Faktor unterstützen?

Das Cover mit seinen verspielten goldenen Elementen und schwarzen Rosen auf halb transparentem Papier, das dahinter Dornröschen verbirgt und der verheißungsvolle Titel hatten mich magisch angezogen. Ich hoffte deshalb, eine fantastische Märchenadaption zu lesen, die genauso bezaubernd und wortgewaltig ist, wie Titel und Cover versprechen. Leider blieb es bei der Hoffnung …

Die Illustrationen von Chris Riddell sind toll gezeichnet und zeugen von Talent. Allerdings verstehe ich nicht ganz, was goldene Totenköpfe in den Zeichnungen zu suchen haben. Denn Zombies kommen nicht in der Kurzgeschichte vor, maximal Schlafwandler.

Das Hardcoverbuch ist größer als ein Taschenbuch (27 cm), dafür jedoch sehr schmal (1 cm). Es erinnert vom Äußeren stark an ein Kinder-/Märchenbuch, jedoch kann ich keine Empfehlung für Kinder aussprechen. Vielleicht für Teenager, aber nicht jünger!

Fazit:

Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, hatte ich doch aufgrund der anderen Werke des Autors wesentlich MEHR und einen deutlich besseren Schreibstil erwartet.

Trotz des schönen Covers, der tollen Zeichnungen und des verheißungsvollen Titels kann ich nur 2,5 von 5 Punkten vergeben.

 
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Verfasst von - 11. Januar 2018 in Allgemein, Märchen, Rezensionen

 

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