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Archiv für den Monat Januar 2019

[Rezension] Marisa Liehner „In Amors Auftrag“

amorAmor-Roman mit wenig Liebe und Gefühl? Echt schade, hatte mehr erwartet!
Klappentext:

Keine Chance dem Klischee: Ein spannend-romantischer Roman mit einer Prise Magie

In Pias Familie dirigiert das Amor-Gen das tägliche Leben. Während ihr kleiner Bruder die Rolle des Amor übernimmt, ist sie eine Klischeebeauftragte. Ihre Aufgabe ist simpel: verhindern, dass sich in der Welt zu viele Klischees anhäufen. Dementsprechend begeistert ist sie von allem, was mit Romantik und Kitsch zu tun hat. Das ändert sich auch nicht, als sie Joshua begegnet. Er soll das Gegenstück sein, das Amor für sie ausgewählt hat. Doch Pia hat gar nicht die Zeit, sich mit ihm und den dazugehörigen Klischees herumzuschlagen, denn eine weitaus schlimmere Gefahr hat sich in ihr Leben geschlichen. Eine Gefahr, die nicht nur ihre Familie/Liebsten, sondern auch die Liebe selbst bedroht. 

Rezension:
Amor-Roman mit wenig Liebe und Gefühl? Echt schade, hatte mehr erwartet!

Die Grundidee mit den Amore und der Klischeebeauftragten 
hat mir sehr gut gefallen. Deshalb musste ich dieses Buch unbedingt
 haben, denn ich erwartete einen tollen Fantasyroman über Amor,
 der Liebende zusammenbringt etc. und ein wenig Magie, die damit
 zusammenspielt. Allerdings ist die Geschichte ein wenig anders
 als ich erwartet hatte, was an mehreren Punkten liegt, 
die ich nachfolgend ausführen möchte.
Der Schreibstil ist aufgrund seiner Wiederholungen, Widersprechungen
etc. ein wenig verwirrend. Das erste Drittel des Buches ist zäh
und langatmig und ich war versucht, das Buch einfach weg 
zu legen bzw. quer zu lesen. Denn die Autorin Marisa Liehner 
beschreibt vieles ZU detailgetreu. 
Und dann die ständigen Wiederholungen der Aufgaben der Amore etc. 
Das muss doch nicht so oft sein. Der Leser versteht es sicher nach
dem ersten und spätestens nach dem zweiten Mal!
Hat man sich aber erst einmal durch diesen laaaaangatmigen Teil
gekämpft, baut sich auch endlich mal etwas Spannung auf als eine
Gefahr droht und die magischen Ringe der Amore gestohlen werden.
 Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand
legen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Leider bleibt der Leser nach dem Ende mit vielen Fragen zurück.
 Ich wüsste z. B. gern, woher sie die Aufträge bekommen und 
hätte mir auch die Bedrohung gern etwas ausführlicher gewünscht. 
Stattdessen wurden genau diese wichtigen Teile einfach weggelassen 
bzw. rasch abgehandelt und fertig. Wirklich schade.
 Die Geschichte ist aus Pias Sicht in der Ich-Perspektive 
geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle noch 
besser kennen und verstehen lernt, was sie ein wenig 
authentisch macht. Sie ist eine liebenswerte junge Frau, 
die besondere Fähigkeiten besitzt und sie aufgrund ihrer Aufgabe
 kaum mehr Sinn für echte Romantik und Klischees übrig hat. 
Genervt hat mich, dass sie sich öfter selbst widersprochen 
hat. Es machte den Eindruck, dass die Autorin selbst nicht 
so genau die Aufgaben der Amore und Klischeebeauftragten kennt. 
Sie und ihr Bruder Bram wirken ein wenig flach auf mich, ich 
hätte mir mehr Tiefe und vor allem mehr Herz gewünscht. Immerhin 
sind sie Amore! Besonders was die Liebelei mit Joshua angeht. 
Irgendwie fühlte ich die Verliebtheit der beiden nicht. Es war 
nur ein ewiges nerviges Hin und Her zwischen Pia und ihm. Dabei 
hatte ich mir an dieser Stelle mehr erhofft. Diese Geschichte 
ist weniger eine Liebesgeschichte, eher eine Art kleiner Krimi, 
bei dem Teenager einen Fall aufklären müssen und dabei rein 
zufällig das Amor-Gen in sich tragen. Mit Liebe hat es wenig zu tun.
Mit Joshua wurde ich nicht wirklich warm. Der Funke sprang einfach
nicht über. Die anderen Nebencharaktere wirkten auf mich auch eher 
flach als gut ausgearbeitet. Gern hätte ich mehr über sie erfahren 
und warum sie für die Autorin so wichtig sind, dass sie in die 
Geschichte gehören.
Das Setting in Amsterdam gefiel mir prima. So konnte ich die Stadt 
mal mit anderen Augen sehen und bekannte Orte wieder besuchen.
 Das Cover ist in hellen Farben gehalten, nicht zu knallig, eher 
harmonisch miteinander in hellblau und rosa kombiniert. Gepaart 
mit einem Pfeil durch rosafarbene Zuckerwatte. Bei diesem Cover
 hätte ich wirklich MEHR Liebe und Romantik erwartet, als die 
Geschichte letztendlich hergibt. Aber vielleicht hat der 
Klappentext in dieser Hinsicht mehr gesagt als das Cover. 
Denn Pia kann mit Romantik und Klischees nichts anfangen. Schade. 
Es hätte so schön werden können. 
Ich hatte einen magisch-romantischen Roman erwartet als das, 
was er letztendlich ist.
 Fazit:
Der Roman um die Amore ist von der Grundidee her super und hatte 
mich sehr neugierig gemacht. Allerdings ist er teilweise ein wenig 
zäh und langatmig, teils auch nervig, dann auch wieder spannend.
 Aber mir fehlte einfach das Gefühl, das Herz, die Liebe und vor 
allem die Aufklärung einiger Fragen.
 Einige Handlungen erschienen mir unlogisch oder zu übertrieben. 
Außerdem war das Ende zu abrupt,
 ich hätte es gern ausführlicher gehabt. Mir fehlte einfach der 
Zauber, den die Amore umgibt, 
die Magie …
Ich vergebe insgesamt nur 3 Punkte für diesen Roman.
 
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Verfasst von - 31. Januar 2019 in Allgemein, Jugendbuch, Rezensionen

 

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[Rezension] Naoma Clark „Applepie Stories – Der Zauber des Glücks“

cupcakesWunderschönes Erwachsenen-Märchen ♥

Klappentext:

Lola Applepies Leben befindet sich auf dem absoluten Tiefpunkt, als sie eines abends beschwipst und traurig ein altes Rezept ihrer Großmutter findet. Die „Fairy Cupcakes“ sollen einem bei Verzehr jeden Wunsch erfüllen. Also backt Lola die kleinen Zauberkuchen. Einen davon frisst ihr Mops Charles, der sich prompt in einen weißen Hengst verwandelt. Sie selbst hat nur einen einzigen Wunsch: Endlich dem Mann fürs Leben begegnen! Doch die magischen Gebäcke haben ihre eigenen Regeln und Lola hat es bald mit zwei Traummännern zu tun: Jack und Patrick. Dabei meint es nur einer wirklich ernst mit Lola.

 

Rezension:

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil mich die Fairy Cupcakes so sehr interessieren und ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte dank des witzigen Klappentextes ausgeht. Ich mag die Idee mit den „Fairy Cupcakes“ sehr gern. Zu gern würde ich selbst mal einen ausprobieren und sehen, was dann geschieht. Gelacht habe ich, als sich Mops Charles in einen stattlichen Hengst verwandelt hatte. Das war so genial!

 

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und der Plot gut gelungen. Und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Genau das liebe ich an diesem Roman. Er bringt mich zum Lachen, zum Schmunzeln, macht traurig, aber er regt auch zum Nachdenken und Träumen an. Genau die richtige Kombination. Die Geschichte ist gut durchdacht, ein Ereignis jagt das nächste, so dass man das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen will. Ich hätte bitte gern MEHR DAVON 😀

An einigen Stellen fand ich die Geschichte zwar ein wenig wirr, so dass ich den Eindruck hatte, die Autorin wisse selbst gerade nicht weiter, aber dann fand sie den roten Faden scheinbar wieder und die Geschichte floss wieder schön weiter.

Interessant fand ich, dass die erste Hälfte des Buches aus Lolas Perspektive in Ich-Form geschrieben wurde und ab der zweiten Hälfte geht es weiter mit Jack. Auf diese Weise konnte ich problemlos in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Protagonisten eintauchen und sie besser verstehen.

Gefallen hat mir auch, dass man sich Francois als echten Franzosen gut vorstellen konnte, weil sein Dialekt mit in den Text eingeflossen ist. Eben genau wie ein Franzose spricht. Dadurch bekam Francois mehr Farbe und Tiefe und ich mochte ihn und seine Art sofort.  Lola mag ich als Hauptprotagonistin sehr gern. Sie wirkt authentisch mit all ihren Schicksalsschlägen und Herzenswünschen, dass man sich als Leser gut mit ihr identifizieren kann. Auch, wenn ihr Hang zur Dramatik und ihre Schussligkeit ein wenig zu viel des Guten waren. Die Nebencharaktere bereiteten mir auch viel Freude und zauberten das ein oder andere Lächeln ins Gesicht. Sie trieben die Story gut voran und gaben ihr das gewisse Etwas mit. Besonders gut gefielen mir Charles, Danny und Becky.

 

Das gelb-blaue Cover fiel mir sofort ins Auge als ich es erblickte. Ich mag die Kombination aus dunklem blau und hellem gelb. Es erinnert mich ein wenig an den Nachthimmel mit seinen Sternen und an die Sonne.

Zuerst dachte ich, dass es sich um eine Art magisches Rezeptbuch aufgrund der vielen Cupcakes und Zutaten handelt, was irgendwie auch zur Geschichte passt. Aber der Klappentext und der Titel belehrten mich eines besseren, denn es verbirgt sich eine märchenhafte und humorvolle Geschichte dahinter.

Die Schriftzüge in Form und Farbe von Titel und Autorin passen perfekt zum Cover und auch zur Geschichte selbst.

 

Fazit:

Diese magische Geschichte ist süß und witzig gemischt mit einer Portion Liebe und Traurigkeit, die zum Nachdenken anregen. Ideal also für Romantiker und Märchenfans. Deshalb bekommt „Applepie Stories – Der Zauber zum Glück“ von mir auch die volle Punktzahl: 5 von 5 Punkte!

 

Ich hoffe, es gibt noch eine bzw. mehrere Fortsetzungen der „Applepie Stories“, der Titel hört sich zumindest vielversprechend an

 

PS an die Autorin: Ich hätte bitte gern das Rezept dieser magischen Cupcakes 😉

 

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